Diogenes
14.01.2002, 12:01 |
Zeitungsartikel: Thread gesperrt |
14.01.2002 Quelle: Print-Presse
Goldganleger schöpfen zunehmend Hoffnung
Preistreibend könnte sich insbesondere die Konzentration in der Goldbranche auswirken.
Von unserem Korrespondenten DIETER CLASSEN
LONDON. Gold hat seine Rolle als Krisenmetall seit den Anschlägen vom 11. September zwar nicht erfüllt, spekulative Fonds und Privatanleger sehen jetzt aber dennoch eine Reihe von neuen Gründen für den Kauf des gelben Metalls. Der Preis stieg vergangene Woche mit 288 Dollar je Unze (319,7 €/4399 S) vorübergehend auf einem Dreimonatshoch (siehe obenstehenden Chart). Preisstützend wirkte sich dabei nicht zuletzt auch die Gefahren eines militärischen Konflikts zwischen Indien und Pakistan aus.
Hauptgrund für den Anstieg von fast zehn Dollar gegenüber dem Niveau der letzten Wochen ist allerdings die Erwartung, daß die sich abzeichnende Übernahme des größten australischen Goldproduzenten, Normandy Mines, durch die amerikanische Newmont Mining zur Auflösung größerer Hedgepositionen bei Normandy führen wird. Newmont hält wenig von dieser Form des Risikomanagements. Hedgekontrakte sind Vorabverkäufe der Produzenten zur Absicherung von Preisen für die längere Zukunft. Werden diese vorab verkauften Mengen nun geringer, verringert sich das Angebot, die Preise steigen.
Macquarie Research in London hält indes die etwa seit fünf Jahren andauernde Talfahrt der Goldpreise - mit dem 20-jährigen Tiefpreis von 252 Dollar je Feinunze im September 1999 - für abgeschlossen. Durch die bei weniger als 2500 Tonnen jährlich stagnierenden Bergbauförderung werde sich das Angebot verknappen. Für Markus Stahl von der Baden-Württembergische Bank AG, bietet Gold zum gegenwärtigen Preis eine"günstige Kaufgelegenheit." Er sieht das Metall in einem neuen"Mega"-Aufwärtstrend. Neben verstärkten Anlegerkäufen werde es auch von dem mit steigendem Wohlstand wachsenden Käufen von Goldschmuck in den Entwicklungsländern profitieren.
Schon jetzt entfallen fast 80 Prozent der gesamten physischen Nachfrage auf die Schmuckverarbeiter. Goldproduzenten entdecken nun auch zunehmend neue Marketing-Wege. So hat die südafrikanische Harmony Gold mit dem Verkauf von 22-karätigen Ringen mit"Elfeninschrift" im Zusammenhang mit dem Film"Herr der Ringe" begonnen. Eine britische Münze versucht es mit dem Verkauf 10.000 Harry Potter Gold-Münzen.
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Einige meiner Investments in der Zeitung. Was soll ich davon halten?
Der erste Satz noch pflichtbewußt Anti-Gold, dann pro Gold.
Kommt jetzt das letzte Haudrauf, um alle von der Überflüssigkeit des Goldes zu überzeugen?
Grüße
Diognes
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Emerald
14.01.2002, 15:15
@ Diogenes
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Re: Zeitungsartikel: |
@diogenes: obwohl ich hier"vorbelastet" bin, denke ich, dass immer mehr
spezialisten den gold-besitz, d.h. vorher noch den erwerb, als durchaus
für sinnvoll prognostizieren.
während es letztes jahr nur ein paar verwegene waren welche sich an diese
materie wagten, sind immer mehr aber auch immer profundere meinungen zu gold
und goldbesitz erhältlich.
die argumentationen sind natürlich 180° entgegengesetzt von der vorhergehenden,
aber das spricht ja eher dafür dass diese leute umdenken können. nun, was
wird daraus am markt. je mehr solcher kommentare aufscheinen und die prognosen
sich verbessern umso positiver wird die psychologische einstellung generell.
und in einem sog. abgeschlachteten markt braucht es dann nur ein paar grössere
käufe und dann werden auch noch die langfrist-charts positiv - die entwicklung
läuft sozusagen hand in hand.
und in einem jahr heisst es dann ganz lapidar"wir haben es ja immer gesagt und
schon immer gewusst."
diogenes, es braucht eigentlich gar keinen mut für gold-investments, es braucht
nur geld.
emerald.
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Diogenes
14.01.2002, 19:48
@ Emerald
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Re: Zeitungsartikel: |
>diogenes, es braucht eigentlich gar keinen mut für gold-investments, es braucht
>nur geld.
Wie wahr, und ein dickes, strapazierfähiges Sitzfleisch. ;-))
Alles kommt zu dem der warten kann.
>emerald.
Gruß
diogenes
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