Sascha
19.08.2003, 13:44 |
Arbeitsmarkt: Beschäftigungsabbau auf Rekordniveau Thread gesperrt |
-->ARBEITSMARKT
<font size=5>Beschäftigungsabbau auf Rekordniveau</font>
<font color="#FF0000">Die Auswirkungen der notorisch schwachen Konjunktur auf den Arbeitsmarkt werden immer dramatischer. Neue Zahlen des statistischen Bundesamtes offenbaren einen drastischen Beschäftigungsabbau: Noch nie ging in einem zweiten Quartal die Beschäftigung so stark zurück</font>.
Wiesbaden - Bundesarbeitsminister Wolfgang Clement versuchte, die ernüchternden Zahlen diplomatisch zu umschreiben:"<font color="#FF0000">Das zweite Quartal war sicherlich kein Renner, um es mal vorsichtig zu sagen", erkläre er vor Journalisten</font>.
Hält man sich die aktuellen Zahlen des Bundesamts für Statistik vor Augen, klingt selbst diese pessimistische Aussage wie eine Beschönigung. <font color="#FF0000">Denn von April bis Juni kam es nach Berechnungen des statistischen Bundesamts zum höchsten Beschäftigungsabbau in einem zweiten Quartal seit der Wiedervereinigung Deutschlands</font>."Normalerweise ist das zweite Quartal der Zeitraum in einem Jahr, <font color="#FF0000">in dem ein starker Beschäftigungszuwachs zu verzeichnen ist</font>", sagte Margrit Thiele, die für die Studie verantwortlich zeichnet. In einzelnen sei <font color="#FF0000">die Zahl der Erwerbstätigen im zweiten Quartal 2003 um 646.000 oder 1,7 Prozent auf 38,1 Millionen gesunken</font>, sagte Thiele weiter.
<font color="#FF0000">Alle Wirtschaftsbereiche seien vom Beschäftigungsabbau betroffen gewesen</font>. Der stärkste Rückgang der Erwerbstätigen im Vorjahresvergleich sei absolut gesehen im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) mit 267.000 zu verzeichnen gewesen - das bedeutet ein Minus in Höhe von 3,2 Prozent. In den Dienstleistungsbereichen (Handel, Gastgewerbe, Verkehr und sonstige Dienstleistungen) sank die Zahl der Erwerbstätigen um 211.000 (minus 0,8 Prozent). Im Bausektor waren es 149.000 Personen (minus 6,1 Prozent).
<font color="#FF0000">Problematisch sei die Situation insbesondere für jüngere Erwerbstätige. Gut jeder Dritte der unter 20-Jährigen (37 Prozent) hatte im Frühjahr 2002 nur einen befristeten Vertrag, was auf die immer schwieriger werdenden Einstiegsmöglichkeiten in den Arbeitsmarkt zurückzuführen sei</font>. In der Gruppe dieser Erwerbstätigen seien allerdings mit 39 Prozent naturgemäß viele Schüler und Studenten vertreten, schränkten die Statistiker ein. Auch die Auszubildenden seien nicht eingerechnet, da die Ausbildungsverträge stets nur für eine bestimmte Dauer abgeschlossen würden.
Nennenswerte Auswirkungen der neuen, zm 1. April wirksam gewordenen Minijob-Regelung auf die Zahl der erwerbstätigen Personen ließen sich derzeit noch nicht erkennen, heißt es in dem Papier des Bundesamts weiter. Daten hierzu werde die Bundesanstalt für Arbeit erstmals Mitte des vierten Quartals veröffentlichen.
[b] Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,261833,00.html, Spiegel-Online, 19.08.2003
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Ecki1
19.08.2003, 14:36
@ Sascha
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Re: Mehr Beschäftigte im Strukturvertrieb, bitte hier mitverdienen |
-->Mein Tip für heute:
Natural Alternatives International Inc. (NAII)
[img][/img]
Viel Erfolg!
Ecki1
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Sascha
19.08.2003, 15:20
@ Sascha
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Zweites Quartal 2003: 1,7 % weniger Erwerbstätige als ein Jahr zuvor |
-->Pressemitteilung vom 19. August 2003
<font size=5>Zweites Quartal 2003: 1,7 % weniger Erwerbstätige als ein Jahr zuvor </font>
WIESBADEN - <font color="#FF0000">Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes reduzierte sich die Anzahl der Erwerbstätigen im zweiten Quartal um 646 000 Personen (- 1,7%) gegenüber dem Vorjahresquartal auf insgesamt 38,1 Mill. Personen</font>. Das war der höchste Beschäftigungsabbau in einem zweiten Quartal seit der Wiedervereinigung Deutschlands.
<font color="#FF0000">Auch im zweiten Quartal 2003 waren alle Wirtschaftsbereiche vom Beschäftigungsabbau betroffen</font>. Der stärkste Rückgang der Erwerbstätigen im Vorjahresvergleich war absolut gesehen im Produzierenden Gewerbe ohne Baugewerbe mit 267 000 Personen (- 3,2%) zu verzeichnen. Damit entsprach der Rückgang an Erwerbstätigkeit im Produzierenden Gewerbe nahezu dem des ersten Quartals 2003. Wie bereits in den beiden Vorquartalen reduzierte sich auch in den Dienstleistungsbereichen (Handel, Gastgewerbe, Verkehr und sonstige Dienstleistungen) die Anzahl der Erwerbstätigen gegenüber Vorjahr: Im zweiten Quartal 2003 erfolgte eine Abnahme um 211 000 Personen (- 0,8%). Eine Fortsetzung des Beschäftigungsabbaus war ebenfalls im Bausektor festzustellen; dieser fiel jedoch mit - 149 000 Personen (- 6,1%) im Vorjahresvergleich etwas geringer aus als im ersten Quartal 2003 mit - 160 000 Personen (- 6,7%). Die Beschäftigungsverluste in der Land- und Forstwirtschaft betrugen wie im Vorquartal 19 000 Personen (- 2,0%).
Vom Rückgang der Erwerbstätigen im zweiten Quartal 2003 waren besonders stark die Arbeitnehmer betroffen: Ihre Zahl verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,0% auf knapp 34,0 Mill. Personen, während die Zahl der Selbständigen und mithelfenden Familienangehörigen um 0,9% auf gut 4,1 Mill. Personen zunahm.[Eigener Kommentar: Vermutlich ist darin auch eine Flucht in unfreiwillige Selbständigkeit zu sehen. Ich kenne nicht wenige Menschen die zuerst die Arbeit verloren haben und sich dann aus purer Verzeiflung irgendwie selbständig machen. Bei vielen läuft es aber nicht gut]
Je Erwerbstätigen hat sich im zweiten Quartal 2003, nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesanstalt für Arbeit (BA), die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden im Vergleich zum Vorjahr um 0,6% auf 344 Stunden verringert. Dabei stand im Berichtsquartal im Durchschnitt je Erwerbstätigen 1 Arbeitstag weniger zur Verfügung als im zweiten Quartal 2002. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen als Produkt aus Erwerbstätigenzahl und Arbeitszeit je Erwerbstätigen verringerte sich im zweiten Quartal 2003 im Vergleich zum Vorjahr um 2,3% auf 13,1 Mrd. Stunden.
Die hier dargestellten Erwerbstätigenzahlen für die Gesamtwirtschaft sind gegenüber der Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes vom 12. August 2003 unverändert.
Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen zur Erwerbstätigkeit nach Quartalen und Jahren können im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes direkt unter http://www.destatis.de/indicators/d/vgr010ad.htm und http://www.destatis.de/themen/d/thm_volksw.htm abgerufen werden.
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Weitere Auskünfte erteilt: Margrit Thiele,
Telefon: (0611) 75-2673,
E-Mail: vgr-erwerbstaetige@destatis.de
Quelle: http://www.destatis.de/presse/deutsch/pm2003/p3330031.htm
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