Sascha
20.08.2003, 11:32 |
Die Entlassungswellen bei Banken rollen weiter. Tausende Banker suchen vergeb... Thread gesperrt |
-->Nur schwer vermittelbar
<font size=5>Die Entlassungswellen bei Banken rollen weiter. Tausende Banker suchen vergeblich nach Arbeit</font>
aus Frankfurt am Main
KLAUS-PETER KLINGELSCHMITT
Sabine Keller (Name geändert, die Red.) ist Bankerin aus Leidenschaft."<font color="#FF0000">Ich war oft bis zu fünfzehn Stunden am Tag im Job. Und meistens hab ich gar nicht gemerkt, wie die Zeit verging"</font>, sagt die 36 Jahre alte ledige Bankkauffrau, die zuletzt bei der - früher - renommierten Gontard & Metallbank in Frankfurt am Main arbeitete. Im"<font color="#FF0000">Rotstiftviertel</font>" also, wie eine Lokalzeitung das Bankenviertel, das sich an das"Rotlichtviertel" der Mainmetropole anschließt, vor wenigen Tagen süffisant nannte. Sabine Keller prüfte bei der Gontard & Metallbank die Bonität von Unternehmen. Doch dann machte ihre Bank Pleite.
Knapp 500 Bankangestellte wurden 2002"freigesetzt"; einige wenige durften noch bleiben - zur Abwicklung der Bank. Für alle anderen hieß es: <font color="#FF0000">Destination Arbeitsamt</font>. <font color="#FF0000">Dort drängeln sich inzwischen die"Banker"</font>. Doch es sind nicht in erster Linie die Bankpleiten, wie zuletzt die der Hornblower Fischer Privatbank, die <font color="#FF0000">den Arbeitsämtern überall im Rhein-Main-Gebiet ein"Riesenproblem" bescheren</font>, wie der Sprecher des Frankfurter Arbeitsamtes, Uwe Skottke, gestern der taz sagte. Vor allem wegen der <font color="#FF0000">Entlassungswellen bei den Großbanken kämen tausende von arbeitslosen Bankangestellten - alles Spezialisten - in die langen Flure der Arbeitsämter</font>.
<font color="#FF0000">Alleine beim Branchenleader Deutsche Bank verloren 2002 rund 10.000 Beschäftige ihren Job. Die Commerzbank will sich in diesem Jahr von 3.000 Mitarbeitern trennen. Und die Dresdner Bank, die schon im Frühjahr ankündigte, 11.000 Stellen zu streichen, verkündete in der vergangenen Woche, bis 2005 weitere 4.700 Mitarbeiter entlassen zu wollen</font>. Rund 1 Milliarde Euro könnten so noch zusätzlich eingespart werden. Danach werde die Bank wieder"schwarze Zahlen" schreiben und der Konzernmutter Allianz nicht mehr auf der Tasche liegen, frohlockte Vorstandsboss Herbert Walter.
<font color="#FF0000">"Banker" gelten inzwischen als"schwer vermittelbar"</font>, so Arbeitsamtssprecher Skottke. Nicht nur, dass es bei allen Banken sowieso fast keine offenen Stellen gibt; <font color="#FF0000">auch in verwandten Branchen, wie etwa dem Versicherungswesen, sehe es"zappenduster" aus</font>. Der Sprecher des Landesarbeitsamtes Hessen, Karl Borsig, sieht schon <font color="#FF0000">einen negativen Trend, der die gesamte Dienstleistungsbranche erfasst habe, etwa auch die Werbeagenturen</font>[Eigener Kommentar: Landwirtschaft, Industrie, Dienstleistung - und nun? Was kommt jetzt?]. <font color="#FF0000">Die arbeitslos gewordenen Bankangestellten stellten allerdings hessenweit"das größte Problem" dar, sagt Borsig. Mehr als 2.000 sind in Hessen aktuell registriert; knapp 1.000 alleine beim Frankfurter Arbeitsamt</font>.
<font color="#FF0000">Offene Stellen bei den Banken und auch in verwandten Branchen gibt es hessenweit dagegen gerade noch 288</font>. Die schon arbeitslosen und die demnächst arbeitslos werdenden"Banker" müssten sich auf branchenfremde und auch schlechter bezahlte Jobs einstellen, so Uwe Skottke vom Frankfurter Arbeitsamt.
Sabine Keller hat sich schon"darauf eingestellt". Sie bewirbt sich seit Herbst 2002 <font color="#FF0000">pausenlos um einen Arbeitsplatz auch in anderen Branchen</font>.<font color="#FF0000"> Einen Job als Sachbearbeiterin in der Buchhaltung eines Automobilbauunternehmens hätte die ehemalige Abteilungsleiterin sofort angenommen. Doch dafür sei sie"überqualifiziert", hieß es im Ablehnungsbescheid</font>. Richtig zornig wird Keller, die"immer Grün gewählt" hat, wenn sie die"Sprüche der Politiker der Regierungskoalition in Berlin im Fernsehen" hört. <font color="#FF0000">Arbeitslose müssten bereit sein, schlechter bezahlte Jobs anzunehmen, sonst würde ihnen die Unterstützung zusammengestrichen. Das sei doch ein"schlechter Witz": Sie sei schon lange genau dazu bereit</font>.
<font color="#FF0000">Und wie weiter?"Wenn jetzt noch die 5.000 Entlassenen von der Dresdner auf den leer gefegten Arbeitsmarkt drängen und die von der Deutschen Bank, dann gehe ich eben zu Aldi an die Kasse", sagt Sabine Keller.</font>
taz Nr. 7135 vom 20.8.2003, Seite 9, 128 Zeilen (TAZ-Bericht), KLAUS-PETER KLINGELSCHMITT
Quelle: http://www.taz.de/pt/2003/08/20/a0098.nf/text, TAZ, 20.08.2003
Eigener Kommentar: Einfach nur noch schlimm wenn ich das alle lese...
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Ecki1
20.08.2003, 11:46
@ Sascha
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Re: Die Entlassungswellen bei Banken rollen weiter. Tausende Banker suchen vergeb... |
--> Eigener Kommentar: Einfach nur noch schlimm wenn ich das alle lese...
Ich würd`s halt nicht mehr lesen, sondern mir eine eigene Strategie zusammenbasteln...
[img][/img]
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Sascha
20.08.2003, 11:58
@ Ecki1
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Re: Die Entlassungswellen bei Banken rollen weiter. Tausende Banker suchen vergeb... |
-->>> Eigener Kommentar: Einfach nur noch schlimm wenn ich das alle lese...
> Ich würd`s halt nicht mehr lesen, sondern mir eine eigene Strategie zusammenbasteln...
Hi Ecki!
Ich bin schon dabei mir zu überlegen was ich nur machen könnte. Nur komme ich im Moment auf keinen grünen Zweig. Ich bin im Oktober diesen Jahres fertig mit meinem BWL-Studium. Ich lande voll in der Sch... Ausgerechnet im Rezessionsjahr. Ausgerechnet in der längsten Stagnationsphase seit dem zweiten Weltkrieg bin ich fertig. Es ist schlecht aus denn ich wohne ausgerechnet im Rhein-Neckar-Raum. Die Uni Mannheim prodziert Kaufleute wie am Fließband und im nur 65 bis 70 Kilometer entfernten Frankfurt schmeißen sie diese zu zehntausenden raus. Naja mal sehen was passiert oder welche Alternativen bestehen. Solangsam wird mir immer klarer warum junge Leute heute immer später von zuhause ausziehen. Wo sind die Perspektiven? Was hätte ich noch mehr tun sollen als mit 22 (knapp 23) mein Studium abzuschließen und meine ganze Ausbildung volles Rohr durchzuziehen? Viel mehr geht da nicht mehr und wenn ich jetzt keine Arbeit finde sondern nur einen"Aushilfsjob" oder"unbezahlte Praktika" werde ich evtl. die Konsequenzen daraus ziehen. Naja ich versuche mal ruhig zu bleiben aber innerlich beginnt es in mir langsam zu brodeln angesichts dieser Zustände die mittlerweile herrschen in Deutschland. Ich höre fast tagtäglich neue Sauerein und Leute die mit mir studieren sind z.T. richtig wütend über die Zustände in diesem Land. Denen geht's nicht besser wie mir. Vielen eher sogar schlechter.
Beste Grüße
Sascha
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Dreiherrenstein
20.08.2003, 12:04
@ Sascha
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Kommt davon, die Frau Keller hat"immer Grün gewählt" |
-->Oder
Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Henker selber.
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Bob
20.08.2003, 12:05
@ Sascha
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Re: Gründe eine Depositenbank mit nahe 100% Deckung (owT) |
-->
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YIHI
20.08.2003, 12:09
@ Sascha
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Re: Die Entlassungswellen bei Banken rollen weiter. Tausende Banker suchen vergeb... |
-->>>> Eigener Kommentar: Einfach nur noch schlimm wenn ich das alle lese...
> > Ich würd`s halt nicht mehr lesen, sondern mir eine eigene Strategie zusammenbasteln...
> Hi Ecki!
> Ich bin schon dabei mir zu überlegen was ich nur machen könnte. Nur komme ich im Moment auf keinen grünen Zweig. Ich bin im Oktober diesen Jahres fertig mit meinem BWL-Studium. Ich lande voll in der Sch... Ausgerechnet im Rezessionsjahr. Ausgerechnet in der längsten Stagnationsphase seit dem zweiten Weltkrieg bin ich fertig. Es ist schlecht aus denn ich wohne ausgerechnet im Rhein-Neckar-Raum. Die Uni Mannheim prodziert Kaufleute wie am Fließband und im nur 65 bis 70 Kilometer entfernten Frankfurt schmeißen sie diese zu zehntausenden raus. Naja mal sehen was passiert oder welche Alternativen bestehen. Solangsam wird mir immer klarer warum junge Leute heute immer später von zuhause ausziehen. Wo sind die Perspektiven? Was hätte ich noch mehr tun sollen als mit 22 (knapp 23) mein Studium abzuschließen und meine ganze Ausbildung volles Rohr durchzuziehen? Viel mehr geht da nicht mehr und wenn ich jetzt keine Arbeit finde sondern nur einen"Aushilfsjob" oder"unbezahlte Praktika" werde ich evtl. die Konsequenzen daraus ziehen. Naja ich versuche mal ruhig zu bleiben aber innerlich beginnt es in mir langsam zu brodeln angesichts dieser Zustände die mittlerweile herrschen in Deutschland. Ich höre fast tagtäglich neue Sauerein und Leute die mit mir studieren sind z.T. richtig wütend über die Zustände in diesem Land. Denen geht's nicht besser wie mir. Vielen eher sogar schlechter.
> Beste Grüße
>Sascha
Naja, nur Geduld. Die Wogen werden sich glätten. Natürlich - die fetten Zeiten kommen nicht zurück und die Jahrhundert-Bubble im Bankwesen musste korrigiert werden. Das hättest Du eigentlich mit am besten wissen müssen . Aber der Markt wird sich normalisieren, so dass Du mit einem guten Abschluss auch nen Job finden wirst. Lass dich von der momentanen Lage nicht runterziehen.
Bin momentan auch in ner scheiss Lage, wenn Dir das hilft... Gerade Matura beendet und muss mir bis nächsten März (dann darf ich zum Heer... hurra) die Zeit vertreiben. Noch vor 2 Jahren waren die Zeiten rosig, da fand jeder nen gutbezahlten Büro oder Callcenter-Job für die Zwischenzeit.... Und ich werde dann mit 20 nächstes Jahr mein Studium beginnen. Bin dann mit frühestens 26 fertig.. noch fragen?
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Ecki1
20.08.2003, 12:13
@ Sascha
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Re: Die Entlassungswellen bei Banken rollen weiter. Tausende Banker suchen vergeb... |
-->Hallo Sascha
Kenn ich alles, habe aber keine Minute auf Jammern verschwendet. Nach meinem Physikstudium (war unter den besten 5 meines Jahrgangs) wurde in D auch alles Mögliche gesucht, nur keine Physiker. Also habe ich erstmal über meinen Diplomvater und dessen Assistenten herumgefragt, und siehe da: einer von ihnen hätte bei DORNIER in Friedrichshafen für ein Jahr befristet arbeiten können, wollte aber lieber nach USA. Also ich nix wie hin, nach ein paar Interviews war die Sache OK.
Ein Jahr später bin ich in die Schweiz abgehauen, das war Anfang 1996, mittlerweile mach ich nichts Physikalisches mehr, sondern Risikocontrolling bei einer Bank.
Tips also:
1. aufhören zu jammern (bringt nix)
2. Nachrichtenkonsum auf wirklich nützliche Themen lenken: Wo gibt`s Arbeitsmarktinfos für welche Länder, für welche Branchen, für welche Unternehmen, dabei persönliche Kontakte optimal nutzen
3. jetzt schon Bewerbungen schreiben. Falls Du wirklich in Deutschland arbeiten willst (ist dies für Dich zwingend?), musst Du auch Praktikantenjobs akzeptieren, da das dt. Arbeitsrecht für die Arbeitgeber hohe Risiken mit sich bringt, die solchermassen wieder auf die Arbeitnehmer weitergegeben werden.
Viel Erfolg!
Ecki
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Bob
20.08.2003, 12:26
@ YIHI
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Re: Gar nichts"glättet sich",mach dem Kommilitonen doch keine unnütze Hoffnung |
-->>Naja, nur Geduld. Die Wogen werden sich glätten.
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Nachfrager
20.08.2003, 12:32
@ Sascha
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Wer braucht eigentlich die ganzen BWLer? |
-->Hallo Sascha,
Du schreibst:
"Viel mehr geht da nicht mehr und wenn ich jetzt keine Arbeit finde sondern nur einen"Aushilfsjob" oder"unbezahlte Praktika" werde ich evtl. die Konsequenzen daraus ziehen."
"Ich höre fast tagtäglich neue Sauerein und Leute die mit mir studieren sind z.T. richtig wütend über die Zustände in diesem Land. Denen geht's nicht besser wie mir. Vielen eher sogar schlechter."
Nimm es bitte nicht persönlich, aber mit fällt auf, dass BWL seit Jahren zu den beliebtesten Studiengängen gehört. Da stellt sich doch die Frage, warum zum Kuckuck eigentlich viele Studienanfänger der Ansicht sind, dass die Wirtschaft nur darauf wartet, massenhaft jungen Managernachwuchs einzustellen, der dann nach kurzer Zeit fünfstellig verdient und Arbeit deligiert (so sehen zumindest Vorstellungen von BWL-Studies im Bekanntenkreis aus).
Nun kenne ich Deine persönliche Lage und sonstige Interessen nicht. Aber an Deiner Stelle würde ich zwei Dinge tun: 1. eine zusätzliche handwerkliche Lehre absolvieren (Schreiner, Kfz, Maler, Metzger *g*, was weiß ich).
Und 2. würde ich mich im Ausland nach einem Praktikum umsehen. Das macht Spaß und zahlt sich allemal aus - so oder so.
Unten findest Du eine interessante Adresse, über die ein Kollege an ein Praktikum in Südafrika herangekommen ist. Ein kostenpflichtiger, aber wohl guter Service.
Gruß
Nachfrager
<ul> ~ Internationale Praktika</ul>
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Sascha
20.08.2003, 12:33
@ YIHI
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Re: Die Entlassungswellen bei Banken rollen weiter. Tausende Banker suchen vergeb... |
--> Hi Yihi!
> die fetten Zeiten kommen nicht zurück und die Jahrhundert-Bubble im > Bankwesen musste korrigiert werden. Das hättest Du eigentlich mit am besten > wissen müssen.
Ja da hast Du Recht! Ich hatte auch vor mehr als drei Jahren vor dem Platzen der Bubble gewarnt und das es in diesem Land bergab geht glaube ich schon länger. Aber das es so schnell kommt hätte ich nicht gedacht. Bzw. das ausgerechnet in dieses Jahr scheinbar das"Jahr der bitteren Wahrheiten" werden muß. Naja egal. Mal sehen was kommt.
Viele Grüße
Sascha
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Sascha
20.08.2003, 12:39
@ Nachfrager
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Re: Wer braucht eigentlich die ganzen BWLer? |
--> Hi Nachfrager!
Danke für dein Posting und die Tips.
Nur eins wollte ich noch dazusagen. Du hast Recht mit dem BWL als Modestudium. Dennoch schafft es natürlich nicht jeder zu studieren. Auch heute studieren - soweit ich es weiß - allerhöchstens 10 bis 20 % aller jungen Menschen.
FÜnfstellige Gehälter. Wollte ich nie! Eher eine solide Grundlage. Etwas Planungssicherheit. Das waren meine wichtigsten Gründe das Abitur zu machen und zu studieren. Das ich mich schon seit vielen Jahren (auch ohne Zwang durch Schule und Studium) für wirtschaftliche Vorgänge interessiere war eigentlich der Hauptgrund für das Wirtschaftsstudium. Denn mir hatte mal jemand gesagt, daß es auf's Geld nicht so ankommt. Wesentlich wichtiger ist, daß einem der Job zumindest etwas liegt und Spaß macht und er den eigenen Fähigkeiten entspricht. Und da gebe ich ihm Recht.
Neee das die Gehälter total übertrieben waren für manche BWL-Newbies die z.T. auch noch null Ahnung hatten wußte ich. Die Gehälter waren keine Entscheidungsgrundlage. Ich arbeite auch für deutlich weniger als die utopischen 4000 Euro brutto Einstiegsgehälter die es damals zur Bubble-Zeit noch gab. Ich bin bereit ziemlich weit runter zu gehen wenn ich dadurch weiterkomme oder die Zeit zumindest überbrücken kann. Viel Geld ist mir wesentlich unwichtiger als ein sichererer Arbeitsplatz mit weniger Geld. Aber überhaupt einen Arbeitsplatz zu finden ist ja mittlerweile im Rhein-Main und Rhein-Neckar-Gebiet auf meinem Gebiet sehr schwer. Gerade eben durch die Entlassungen der ganzen Banker usw.
Mal sehen was die Zeit bringt...:)
Viele Grüße
Sascha
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YIHI
20.08.2003, 12:41
@ Nachfrager
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Re: Wer braucht eigentlich die ganzen BWLer? |
-->Handwerkliche Lehre? - Quatsch.
Auslandspraktika? - Umbedingt. Gute Sprachkenntnisse machen oft den entscheidenden Unterschied bei der Bewerbung.
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YIHI
20.08.2003, 12:43
@ Bob
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Aber natürlich. owT |
-->>>Naja, nur Geduld. Die Wogen werden sich glätten.
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Bob
20.08.2003, 12:45
@ YIHI
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Re: Aber natürlich. owT - Rückfall in die Depression staht bald an (owT) |
-->>>>Naja, nur Geduld. Die Wogen werden sich glätten.
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Turon
20.08.2003, 13:01
@ Sascha
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Sie werden wieder eingestellt, keine Sorge |
-->So bald man dem Markt eine weitere 100 Millionen Euro Anleihe einer
EMTV andrehen soll, wird die schlichte und sachliche Kompetenz, ein
äußert gesuchtes Personal. Oder wenn Intershop - Pommesbuden - verspottet,
und Kapitalerhöhung 1: 1.000.000.000 plant. Oder wenn der Börsengang der
OVB stattfindet, wo das milliardenschwere Unternehmen direkt im Dax
als Schwergewicht neben der Telekom plaziert werden soll, da ist natürlich
verantwortungsbewußte Kompetenz - die keine Verantwortung zu tragen braucht,
wieder gefragt.
Vorschlag: es wird Zeit eine Zeitarbeitfirma zu gründen, die Bänker
auf Abruf einstellt.
Gruß
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Nachfrager
20.08.2003, 13:05
@ YIHI
|
Quatsch? |
-->"Handwerkliche Lehre? - Quatsch."
Wenn Du meinst. Ist doch immer wieder schön, mit welcher Verachtung der Akademiker-Nachwuchs auf Handwerker herunter schaut.
Aber dann jammern, wenn es ans Bezahlen der Rechnungen geht.
Persönliche Unabhängigkeit hat viele Seiten. Sich selbst helfen zu können ist eine davon.
Ach so, die handwerkliche Ausbildung in Deutschland hat ganz nebenbei noch weitere Vorteile. Zum einen ist sie im Ausland überall hoch angesehen und eröffnet auch sonst gute Chancen, z.B. selbstständig tätig zu sein.
Und zweitens lernt man den Arbeitsalltag richtig kennen.
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Turon
20.08.2003, 13:07
@ Dreiherrenstein
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Sie hätte auch Kohl wählen können, und hätte noch viel eher |
-->ihren wohlverdienten Urlaub antreten können.
Inkompetent und schwachsinnig sind sie alle, ob schwarz, grün, gelb, rot.
Deswegen sollte man auch anderen Parteteien die Chance geben.
Eine Regierungskoalition CDU/POGO Partei mit absoluter Mehrheit, das wäre
die wirtschaftliche Erlösung aus der Not, insofern sich die CDU an den
Koalitionspartner anpassen würde.
Gruß.
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Turon
20.08.2003, 13:21
@ Nachfrager
|
Es werden BWL-er gesucht, aber nicht solche, die nach statischen Maßstäben |
-->im Unternehmen agieren, sondern echte konsequente Macher sind. Solange sie nur
unkritische Gehaltsempfänger sind, und meinen sie verdienen es 5 stellig bezahlt zu werden, weil sie 1*1 des Rechnungswesens beherrschen, und das ist die überwältigende Mehrheit aller Studenten in den Jahrgängen 1990 - 1998 mindestens gewesen ist als Fazit zu sagen:
Der Wirtschaftsdiplom heutzutage ist nichts weiter als äußerst traurige
Selbstverarschung.
Dein Tipp eine Lehre zu machen ist leider ebenfalls ein Fehlschlag.
Deutschland hat ausgerechnet den Wirtschaftsdiplominhabern und Uniabgängern
der Jahre 1975 - bis heute genau das zu verdanken, daß es keine Lehrstellen
gibt.
Du solltest mal, sofern Du in Sachen Börse fit bist, so eine Einrichtung
besuchen, wie das Kasseler Aktienforum (von meinem Bekannten mitgegründet)
an der GhK Kassel Universität besuchen. [b]Wenn Du innerhalb von 5 Minuten nicht einen Einzigen Diplominhaber findest, der nicht daran glaubt, daß USA
quasi rechnerisch so pleite ist und die Lage aussichtslos ist, fresse ich ein Besen.
Das sind die Fachkräfte von heute. Faule, großmäulige Nichtskönner.
Menschen ohne unternehmerischen Geist. Es ist mitunter ein Grund, warum mir
ein polnischer Penner lieber ist, der weiß zumindest was Hunger und Armut ist,
und bekanntlich ist der Hunger der beste Koch. Falls man schießen kann.
|
YIHI
20.08.2003, 13:23
@ Nachfrager
|
Re: Quatsch? |
-->>"Handwerkliche Lehre? - Quatsch."
>Wenn Du meinst. Ist doch immer wieder schön, mit welcher Verachtung der Akademiker-Nachwuchs auf Handwerker herunter schaut.
>Aber dann jammern, wenn es ans Bezahlen der Rechnungen geht.
>Persönliche Unabhängigkeit hat viele Seiten. Sich selbst helfen zu können ist eine davon.
>Ach so, die handwerkliche Ausbildung in Deutschland hat ganz nebenbei noch weitere Vorteile. Zum einen ist sie im Ausland überall hoch angesehen und eröffnet auch sonst gute Chancen, z.B. selbstständig tätig zu sein.
>Und zweitens lernt man den Arbeitsalltag richtig kennen.
Ich blicke nicht aufs Handwerk hinab. Man hat einfach einen anderen Weg gewählt, der Gesellschaft zu dienen, sei's auch nur weil man mehr Intellekt mitbekommen hat. Und da erscheint es einfach absurd, seine Zeit mit einer Handwerkslehre zu"verschwenden". Ich werde FRÜHESTENS mit 32 Facharzt werden, wenn mir keine Stolpersteine in den Weg kommen. Soll ich da noch eine 3jährige Ausbildung machen? Wozu, um einem jungen Burschen den Ausbildungsplatz wegzunehmen? Das ist Ressourcenverschwendung!
Und so doll sind die Aussichten als Schlosser z.B. auch nicht gerade...
Stichwort"indv. Selbstständigkeit". Da geb ich dir Recht. Werde demnächst selbst bei meinem Vater in die"Lehre" gehen und da privat etwas Metallverarbeitung lernen.
Gruss
Daniel
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Turon
20.08.2003, 13:32
@ YIHI
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Re: Quatsch? ;) |
-->Hallo Daniel. Lange nichts mehr von Dir gehört.
Meinst Du denn, wenn Du Facharzt bist, dienst Du der Gesellschaft?
Also nur ein Tipp. Übernehme Dich da bitte nicht zu sehr, mit
dem Dienen für die Gesellschaft, sonst erkennst Du nicht einmal,
die Stolpersteine, die Dir dann gelegt werden. Sie werden so groß sein,
wie das WTC vor dem Fall und so dicht aneinander liegen wie Wohnräume
in Tokyo.
;)
Es ist übrigens keine Ressourcenverschwenung wenn man selbst Metallbauer
lernt (oder Ähnliches). Es ist sehr gut zu wissen, was das für eine
Arbeit ist, die man stets als Wiwi im Betrieb, aufbläht, überorganisiert
und dann schließlich als unrentabel erkennt, wegrationalisiert und fremdvergibt, am besten nach China - das können ja die meisten Wiwi´s
nun mal wirklich am besten .
Gruß
|
YIHI
20.08.2003, 13:38
@ Turon
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Re: Quatsch? ;) |
-->>Hallo Daniel. Lange nichts mehr von Dir gehört.
>Meinst Du denn, wenn Du Facharzt bist, dienst Du der Gesellschaft?
>Also nur ein Tipp. Übernehme Dich da bitte nicht zu sehr, mit
>dem Dienen für die Gesellschaft, sonst erkennst Du nicht einmal,
>die Stolpersteine, die Dir dann gelegt werden. Sie werden so groß sein,
>wie das WTC vor dem Fall und so dicht aneinander liegen wie Wohnräume
>in Tokyo.
Ich denke schon, dass man als Arzt der Gesellschaft dient. Wie jeder Beruf. Auch eine Putzfrau dient der Gesellschaft.:)
>Es ist übrigens keine Ressourcenverschwenung wenn man selbst Metallbauer
>lernt (oder Ähnliches). Es ist sehr gut zu wissen, was das für eine
>Arbeit ist, die man stets als Wiwi im Betrieb, aufbläht, überorganisiert
>und dann schließlich als unrentabel erkennt, wegrationalisiert und fremdvergibt, am besten nach China - das können ja die meisten Wiwi´s
>nun mal wirklich am besten .
Naja, je nach Aufgabe ist Zusatzwissen nützlich, keine Frage. Eine Entwicklungsabteilung kannst Du als Kaufmann nicht führen:) Deshalb findet man da i.d.R. auch einen Ingenieur mit Zusatzausbildung und nicht einen Kaufmann. Die Einsatzmöglichkeiten eines BWLers sind schon beschränkt. Das hab ich nicht bestritten.
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Bob
20.08.2003, 13:46
@ Turon
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Re: Die Zeit der Macher ist vorbei, jedenfalls in der Wirtschaft. |
-->Zum"Machen" braucht man nämlich Kredit, und der ist ganz und gar verbraucht.
Die einzige Erkenntnis, die sich noch nicht so recht durchgesetzt hat, ist die, daß Banken keinen Kredit"schöpfen" können. Das fehlt irgendwie noch.
bob
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Turon
20.08.2003, 13:51
@ YIHI
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Re: Quatsch? ;) |
-->Ich denke schon, dass man als Arzt der Gesellschaft dient. Wie jeder Beruf. Auch eine Putzfrau dient der Gesellschaft.:)
Du weißt ganz sicher das ich keineswegs gerade das gemeint habe.
Prinzipiell dient jeder der Gesellschaft, ein Penner dient immerhin
als Warnung vor dem sozialen Abstieg, und ein Sozialhilfeempfänger
in Florida als schlechtes Beispiel. Im Beruf ist es nicht Anders.
Doch halt: einen Unterschied gibt es. Eine Krähe sollte der anderer
Krähe eben nicht versuchen ein Auge auszuschlagen. Sonst wäre
sie ja keine Krähe. Ich erlaube mir selbst ja den Luxus nur bedingt
meine wahre Gedankengänge zum Thema hier im Forum vorzutragen.
Ist aber auch nur äußerst inoffizielles Ventil für meine Überdrüsigkeit,
die seit Jahren zunimmt, und sie nimmt ständig zu, wenn ich den Ehrgeiz
meiner Mitmenschen sehe, auf Kosten der anderen sich zu bereichern.
Ein Zahnarzt, der nach seinem Werdegang selbständig wird, kommt da
schnell auf die Idee Jemandem vorzuschlagen, zu sagen, der Zahn ist
so kaputt, daß man neue Krone aufsetzen muß. Ein alter Arzt plombt
einfach.
Das ist ein Musterbeispiel dafür, was unter vielen Ärzten als"Dienst"
verstanden wird. Du besuchst 10 Zahnärzte 2 sind OK - und 8 machen
mit Dir Experimente auf Kosten der Krankenkasse.
Naja, je nach Aufgabe ist Zusatzwissen nützlich, keine Frage. Eine Entwicklungsabteilung kannst Du als Kaufmann nicht führen:) Deshalb
findet man da i.d.R. auch einen Ingenieur mit Zusatzausbildung und
nicht einen Kaufmann. Die Einsatzmöglichkeiten eines BWLers sind schon beschränkt. Das hab ich nicht bestritten.
Hierzu könnte ich schon ein Buch schreiben. Normale VWL-er und
BWL-er mit ihren zahlreichen Zusatzausbildungen und Spezialisierungen
haben aber stets eines gemeinsam. Sobald sie nicht mit Herzen und
Verstand dabei sind, schauen sie früher oder später absolut verdutzt
aus der Wäsche, daß ihr glorreicher Plan nicht funktioniert hat.
Und glaube mir: ein Lopez (das sind Leute nach meinen Geschmack)
findest Du auf diesem Kontinent der zum selbstbedienungsladen verkommen
ist äußerst selten. So waren nachhinein die 32 Mille die er von VW
bekommen hat ein Megaschnäppchen. 100.000 andere, gewöhnliche Wiwis sind
da echte Fehlinvestition und Fehlkalkulation.
Gruß.
|
Tassie Devil
20.08.2003, 14:11
@ Bob
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Re: Korrekt Bob (mkT) |
-->>Zum"Machen" braucht man nämlich Kredit, und der ist ganz und gar verbraucht.
>Die einzige Erkenntnis, die sich noch nicht so recht durchgesetzt hat, ist die, daß Banken keinen Kredit"schöpfen" können. Das fehlt irgendwie noch.
Hi Bob,
es wird sehr schwierig werden, diese Erkenntnisluecke zu schliessen, weil doch gerade die allermeisten derjenigen, die fuer die allgemeingueltigen oekonomischen Mainstreamtheorien formulierend und vorgebend zustaendig sind, dabei fully auf der payroll der Staatsmacht stehend, es wohl kaum begreifen werden, dass nicht sie als Theoretiker die tatsaechlichen"Macher" sind, die als die tatsaechlichen und echten"Kreditschoepfer", besser Kreditgenerierer, bei den GBs auftreten.
>bob
Gruss
TD
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Turon
20.08.2003, 14:12
@ Bob
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Re: teilweise liegst Du falsch |
-->>Zum"Machen" braucht man nämlich Kredit, und der ist ganz und gar verbraucht.
>Die einzige Erkenntnis, die sich noch nicht so recht durchgesetzt hat, ist die, daß Banken keinen Kredit"schöpfen" können. Das fehlt irgendwie noch.
>bob
Es sind nicht nur Banken, die Kredite vergeben. Eigentlich vergeben Banken
auch keine Kredite, sie vermittlen diese höchstens, gegen Provision. Was Firmen angeht, steht meistens der Staat hinter der Förderung, manchmal aber
auch läßt sich das Eigenkapital durch den Zusammenschluß und Partnerschaft
mit anderen Firmen, oder Privatinvestoren sehr wohl entweder erwirtschaften
oder durch Einsparungen herausschlagen.
Dazu brauchst Du eigentlich zwei verschiedene Unternehmen, die auf sich allein
gestellt, ihre Produktionsfaktoren nur zum 75% auslasten.
Ansonsten:
[b]Du solltest Deine Vorstellung zum Thema Geldtheorie und Kredittheorie
einwenig überarbeiten. Wir wissen: USA ist pleite und hat kein Geld. Doch wird
gerade Geld erzeugt und geliehen, um Rüstungsaufträge des US-Staates zu erledigen, oder bald Elektrizitätsysteme zu moderniesieren.
Andere Wirtschaftsräume müssen es genauso machen und daher steht die Verschuldungsspirale dummerweise in gegenseitiger Konkurrenz zueinander.
;) Und deswegen liegt der Dollar immer noch nicht unter 10 Eurocents, oder
hat Yenparität.
In einem hast Du aber Recht: die Banken vergeben niemals Kredit wirklich.
Sie haben selbst gar keines. Sie leihen sich selbst Geld aus, vom ZB -
und leben von der Zinsdifferenz. Sie haben leider in letzter Zeit sehr viele faule Kredite vergeben, und geben Dir jetzt auch keins.
Also mußt es mühsam am Kapitalmarkt versuchen.
Nach dottore (und ich schließe mich da an) leben wir in Schuldenwirtschaft
oder Debitismus. Ne Frage! wovon soll dann der Gläubiger leben, wenn
er keine Kredite vergibt?
Wenn es so weit ist, daß es keine Gläuiger mehr gibt, sondern nur Schuldner
in aussichtsloser Situation, werden die rechtmäßigen kleinen wenig verschuldete
Gläubiger gehängt. ;) (In übertragenen Sinne) Dann gibt es eine Währungsreform, alte Schulden werden nicht bedient.
Es kommt immer nur auf das Timing an - und hier hast Du Recht. Heutige Situation
ist bedauerlicherweise sehr kritisch. Aber das wird sich ändern, ansonsten bekommen wir als letzte Stufe des Kapitalismus den Kaniballismus. (Zum Teil haben wir ihn schon, in Irak zum Beispiel. Da hat USA den Irak gefressen.
Gruß.
|
YIHI
20.08.2003, 14:14
@ Turon
|
Re: Quatsch? ;) |
-->>Du weißt ganz sicher das ich keineswegs gerade das gemeint habe.
>Prinzipiell dient jeder der Gesellschaft, ein Penner dient immerhin
>als Warnung vor dem sozialen Abstieg, und ein Sozialhilfeempfänger
>in Florida als schlechtes Beispiel. Im Beruf ist es nicht Anders.
>Doch halt: einen Unterschied gibt es. Eine Krähe sollte der anderer
>Krähe eben nicht versuchen ein Auge auszuschlagen. Sonst wäre
>sie ja keine Krähe. Ich erlaube mir selbst ja den Luxus nur bedingt
>meine wahre Gedankengänge zum Thema hier im Forum vorzutragen.
>Ist aber auch nur äußerst inoffizielles Ventil für meine Überdrüsigkeit,
>die seit Jahren zunimmt, und sie nimmt ständig zu, wenn ich den Ehrgeiz
>meiner Mitmenschen sehe, auf Kosten der anderen sich zu bereichern.
>Ein Zahnarzt, der nach seinem Werdegang selbständig wird, kommt da
>schnell auf die Idee Jemandem vorzuschlagen, zu sagen, der Zahn ist
>so kaputt, daß man neue Krone aufsetzen muß. Ein alter Arzt plombt
>einfach.
>Das ist ein Musterbeispiel dafür, was unter vielen Ärzten als"Dienst"
>verstanden wird. Du besuchst 10 Zahnärzte 2 sind OK - und 8 machen
>mit Dir Experimente auf Kosten der Krankenkasse.
Wegen Geld wird man nicht Arzt. Der Verdienst hält sich nämlich sehr in Grenzen. Nach dem Studium (welches ohne jegliche Zweifel das härteste ist), kriegst Du bei uns in der Schweiz - wenn Du Glück hast - 6'000 Franken im Monat. Gemessen an der Arbeitszeit (ein junger Assistenzarzt wär froh, er hätte eine 60-Stundenwoche), ist dies u.U. sogar weniger als eine Putzfrau verdient. (Unter 24 Franken die Stunde rührt die hier nämlich keinen Besen). Meist hat man in dem Beruf aber noch nicht mal Zeit, dieses Geld auszugeben...
Natürlich, als Facharzt mit eigener Praxis kann man mit ein bisschen Glück und dem richtigen Händchen schon Geld verdienen. Aber soweit muss man's erstmal bringen.
Zum Thema"fehlende Qualitätskontrolle": Entgegen aller anderen Behauptungen, bringt man es als schlechter Arzt nicht weit. In den USA wurden entsprechende Studien durchgeführt bei Zahnärzten. Während ein zufriedener Kunde in Schnitt nur einen neuen Kunden reinbringen wird, wird ein unzufriedener Kunde im Schnitt 10 (!) potentielle Patienen abschrecken. Pfusch kann sich niemand in diesem Business leisten, sonst ist die Praxis bald leergefegt.
Sicherlich ist man als Arzt kein Gott in Weiss. Aber man darf nicht nur die Fälle sehen, in denen man als Arzt nicht helfen kann. Denn auf einen solchen kommen etliche Fälle, in denen man dem Patienten wirklich helfen konnte.
Ausserdem hört die Arbeit (zumindest nach meinem Verständnis) nicht am Chemikalienschrank auf. Man kann sich auch ausserhalb des Jobs engagieren und so viel bewegen (Prävention, etc.).
>Naja, je nach Aufgabe ist Zusatzwissen nützlich, keine Frage. Eine Entwicklungsabteilung kannst Du als Kaufmann nicht führen:) Deshalb
>findet man da i.d.R. auch einen Ingenieur mit Zusatzausbildung und
>nicht einen Kaufmann. Die Einsatzmöglichkeiten eines BWLers sind schon beschränkt. Das hab ich nicht bestritten.
>Hierzu könnte ich schon ein Buch schreiben. Normale VWL-er und
>BWL-er mit ihren zahlreichen Zusatzausbildungen und Spezialisierungen
>haben aber stets eines gemeinsam. Sobald sie nicht mit Herzen und
>Verstand dabei sind, schauen sie früher oder später absolut verdutzt
>aus der Wäsche, daß ihr glorreicher Plan nicht funktioniert hat.
>Und glaube mir: ein Lopez (das sind Leute nach meinen Geschmack)
>findest Du auf diesem Kontinent der zum selbstbedienungsladen verkommen
>ist äußerst selten. So waren nachhinein die 32 Mille die er von VW
>bekommen hat ein Megaschnäppchen. 100.000 andere, gewöhnliche Wiwis sind
>da echte Fehlinvestition und Fehlkalkulation.
>Gruß.
Das von Dir angesprochene Phänomen kann ich auch feststellen. Echte Ursachenforschung ist da aber sehr schwierig. Ich habe jedoch den Eindruck, dass das Völkchen einfach korrumpiert ist und nur noch an Bereicherung interessiert ist. Ein Bekannter von mir musste einen IT-Auftrag an ein Unternehmen vergeben. Da kam der Sales-manager der einen Firma mit zwei dicken Checks. «Den einen kriegen Sie jetzt, den zweiten, wenn wir den Vergleich gewonnen haben». Musterbeispiel Swiss. Kriegen jetzt ja neue Flugzeuge... [img][/img] Wenn da keine Bestechung im Spiel war....
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YIHI
20.08.2003, 14:21
@ YIHI
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Ergänzung |
-->>Das von Dir angesprochene Phänomen kann ich auch feststellen. Echte Ursachenforschung ist da aber sehr schwierig. Ich habe jedoch den Eindruck, dass das Völkchen einfach korrumpiert ist und nur noch an Bereicherung interessiert ist. Ein Bekannter von mir musste einen IT-Auftrag an ein Unternehmen vergeben. Da kam der Sales-manager der einen Firma mit zwei dicken Checks. «Den einen kriegen Sie jetzt, den zweiten, wenn wir den Vergleich gewonnen haben». Musterbeispiel Swiss. Kriegen jetzt ja neue Flugzeuge... [img][/img] Wenn da keine Bestechung im Spiel war....
Zum Musterbeispiel: das waren keine Nonames.. war die IT-Firma mit 3 Buchstaben...
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Euklid
20.08.2003, 14:27
@ Turon
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Re: Quatsch? ;) |
-->Hör doch auf der Penner hat doch nichts gebracht als Dutzende von Firmen unter die Erde.
Was ist das für eine Leistung technische Unterlagen zu klauen bei Opel und zu VW zu bringen?
Der hat doch mit der Leistung anderer Leute sein Geld verdient indem man ihn den Diebstahl bezahlt hat.
Das war doch ein asozialer großer DIEB.
Gruß EUKLID
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YIHI
20.08.2003, 14:29
@ Euklid
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Guilty until proven innocent? owt |
-->>Hör doch auf der Penner hat doch nichts gebracht als Dutzende von Firmen unter die Erde.
>Was ist das für eine Leistung technische Unterlagen zu klauen bei Opel und zu VW zu bringen?
>Der hat doch mit der Leistung anderer Leute sein Geld verdient indem man ihn den Diebstahl bezahlt hat.
>Das war doch ein asozialer großer DIEB.
>Gruß EUKLID
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Turon
20.08.2003, 14:34
@ Tassie Devil
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Wenn Du Europa damit meinst |
-->in momentaner Situation, einverstanden. Die ZB läßt sich ganz schön lumpen,
und dann auch noch Eichel mit seiner Steuererhöhung, und angeblicher Haushaltskonsolidierung und Schuldentilgung. Wo sich doch die ganze Welt
weiter verschuldet. Die Heimatstadt Eichels ist Kassel. Da wo Kassel heute
ist ist Deutschland auch in fünf Jahren. Dank der angeblich guter Haushaltspolitik.
>es wird sehr schwierig werden, diese Erkenntnisluecke zu schliessen, weil doch gerade die allermeisten derjenigen, die fuer die allgemeingueltigen oekonomischen Mainstreamtheorien formulierend und vorgebend zustaendig sind,
Sorry. Muß ich über kurz oder lang widersprechen. Die meisten Menschen
meines Fachs sind absolute Träumer. Sie träumen in eine milliardenschwere Firma
zu gelangen (die die keine Kredite angeblich braucht), und dort ergeben sie sich
bis zum erbrechen der Vorstellung, sie müssen nur paar Daten statistisch erfassen um daraus so richtig geile Kalkulationsrechnung zum Beispiel erstellen. Und da sie in Rechnungswesen immer von einer Gewinnmarge ausgingen von 20% und Verkauf von 100% der Produktion zu diesem Preis ist es kein Wunder,
daß es nicht funktioniert.
Was Gelder angeht: ich denke im Gegensatz zu Euch beiden, daß jedem irgendwann klar wird, daß es mit der Schuldentilgung des Staates nichts ist.
10 Firmen entstehen, 8 gehen pleite - wo sollen da Schulden jemals getilgt werden können? Und daher wird man sich weiter verschulden müssen, es sei denn
man will eigenes Volk an die Wand fahren (genauso wie es jetzt Deutschland tut
und die EU ZB). Die Maastrichtkriterien werden daher niemals tatsächlich einghalten und am Ende werden wir auch auf den blauen Brief aus Brüssel scheißen.
Oder diese ganze Bande von Vollidioten hängen und so machen wie oben steht.
Es ist schön zwei Optionen zu haben. ;)
dabei fully auf der payroll der Staatsmacht stehend, es wohl kaum begreifen werden, dass nicht sie als Theoretiker die tatsaechlichen"Macher" sind, die als die tatsaechlichen und echten"Kreditschoepfer", besser Kreditgenerierer, bei den GBs auftreten.
Deswegen wird man sie früher oder später hängen müssen. Einen Ort habe ich schon dafür - Paris - da hat man schon die selben schon einmal geköpft. Zusammen mit den Gläubigern. Und diesmal wird es auch nicht anders werden,
OK; aufgrund der Globalisierung erscheint es mir für möglich, daß es auch
in Berin, Warschau, Madrid, Rom, Washington (der umliegende Park eignet sich hervorragend dafür) ebenfalls zu"bedauerlichen Zwischenfällen" kommen
wird. Ein Soros mit Messer im Rücken? Ist das denn so schwer vorstellbar?
Nur nicht heute eben, ich gebe Dir einen Tipp wann. Es gibt so eine polnische Spezialität ;) Geschichten erzählen.
Der König kommt zum Bauer und fordert Steuer. Der weint erzeählt wie
schlecht die Ernte war. Etc. Aber er zahlt freiwillig. Der König erhöht die Steuer um 3%. Im nächsten Jahr das selbe. Der Bauer weint aber zahlt.
Der König erhöht die Steuer um 20%. Er kommt nächstes mal, und sieht
der Bauer lacht sich ins Fäustchen, und er lacht sich wirklich kaputt.
Der König zögert, erhöht aber dennoch Steuer. Erscheint dann selber nicht mehr, sondern schickt die Steuerentreiber. Dann werden diese gehängt.
Ein teil der Bauer werden gehängt, der Rest versteckt sich im Wald.
So - jetzt kann der König seine Steuern auch auf 50000000 % setzen.
;) Wem kratzt das?
Gruß von T.
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Turon
20.08.2003, 14:49
@ Euklid
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Re: Euklid (Du bist leider nicht ganz im Bilde) |
-->Der Comeback von VW war nicht etwa nur dem zuzuschreiben, daß Lopez
Unterlagen geklaut hat.
Das könnte jede Wiwi den ich kenne auch - zumal Lopez sich immer von 10
Firmen Vorschläge anschicken ließ und bei der Konkurrenz nachfragte ob sie es billiger bauen könnten. ;)
Zu erfolgreicher Umstrukturierung von VW gehörten ganz andere Faktoren.
Undwaren deutlichst bedeutender als Technologiespionage.
Der Laden war eine vollkommen verrotete Bürokratie. Uneffizient bis zum Schluß.
Nach Lopez verschwand die zahlreiche Produktpalette von VW. Aktuell werden nicht nur zum Beispiel Passatmotoren in Skoda verbaut. ;) Nur so als Tipp.
Alleine die Auspuffanlagen: werden jetzt so gebaut das sie mittels Adapters
in jedes VW-Auto passen. Es reichte jedenfalls dazu aus, daß die Abteilung
nicht mehr 100 Abgasrohre pro Schicht baute sondern 500. Nach Aussagen der Angestellten, mit minimierten Kraftaufwand, und Laufarbeit.
Daher: diese dümmliche These die immer wieder behauptet wird, die Sanierung hat
VW Lopez Überlaufs zu verdanken - ist leider Blödsinn. Ich habe zu Anfang genauso gedacht, allerdings man sollte es überdenken, warum es denn möglich ist, daß die klauwürdige Technologie Opels seit mind 6-7 Jahren Verluste einbringt, und VW immer noch Gewinne produziert.
Denk mal gut darüber nach. Diese Umstrukturierung der Produktionsfaktoren, Zusammenlegung von Modellteilen etc. war eine absolute Meisterleistung und das auch noch in einer Rekordzeit.
Ohne Lopez wäre die Zweitgrößte Bürokratie in privaten Gewerbe längst konkursreif (Spiegel dazu damals: man kann nur noch beten und hoffen).
------------------------------------------------------------------
Und zum schluß: VW befindet sich seit 3 Jahren wieder auf dem Weg
nach unten (das erkennt man aber nicht am Umsatz).
Die Abteilungen der Firma kämpfen wieder miteinander, und die VW Meister
wollen erneut ihre Macht erlangen. Voraussichtlich in 10 Jahren
kann es wieder so weit sein, daß VW neuen Lopez braucht.
Gruß
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Euklid
20.08.2003, 15:05
@ Turon
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Re: Euklid (Du bist leider nicht ganz im Bilde) |
-->Ich habe diesen Dummschwätzer bei 2 Firmen hier im Raum erlebt.
Beide sind zusammengebrochen nachdem Lopez 2 Jahre weg war.
Ich kenne diesen Basken von kleinem Wuchs ganz genau.
Der hatte scheinbar nach der gelungenen Klauaktion einen dermaßen Hirnschaden und Überheblichkeit daß die Leute freiwillig gegangen sind.
Der Aufschwung bei VW war nicht Lopez sondern der mit dem starren Blick (Piech)
Durchs Klauen gings nur etwas schneller.
Die Standardisierer sind unterwegs das habe ich vernommen.
Aber um darauf zu kommen daß man Teile so oft wie möglich verwenden soll brauchts keinen Lopez.
Der hat lediglich durchgesetzt daß Teile auf Teufel komm raus eingebaut wurden selbst wenn es technisch nicht ratsam war.
Und deshalb wurde aus VW auch eine Schrottkiste.
Vor kurzer Zeit hat einmal hier ein Poster die Riesenmängelliste eines Golf plus Polo reingestellt.
Das sind alles Mängel aus Vergewaltigungsstandardisierern.
Gruß EUKLID
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Miesespeter
20.08.2003, 15:11
@ Turon
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Re: Euklid (Du bist leider nicht ganz im Bilde) |
-->>Der Laden war eine vollkommen verrotete Bürokratie. Uneffizient bis zum Schluß.
>Nach Lopez verschwand die zahlreiche Produktpalette von VW. Aktuell werden nicht nur zum Beispiel Passatmotoren in Skoda verbaut. ;) Nur so als Tipp.
Das ist der Haken dieser Standardiesierungs-Strategie. Wenn erst jeder Verbraucher diese verstanden hat, wird VW viel Skoda absetzen koennen, aber wenig Passat.....ob das der Koenigsweg ist.....?
Wenn doch alles bloss so einfach waere.......
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Turon
20.08.2003, 15:45
@ YIHI
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Re: Quatsch? ;) |
-->Wegen Geld wird man nicht Arzt. Der Verdienst hält sich nämlich sehr in Grenzen. Nach dem Studium (welches ohne jegliche Zweifel das härteste ist), kriegst Du bei uns in der Schweiz - wenn Du Glück hast - 6'000 Franken im Monat.
Klar, entweder macht man das zumindest zu Anfang aus dem grunde,
weil man sich dafür berufen fühlt, oder man ahmt nach, irgendein Grund
idealistischer Natur ist meistens ausschlaggebend.
Gemessen an der Arbeitszeit (ein junger Assistenzarzt wär froh, er hätte eine 60-Stundenwoche), ist dies u.U. sogar weniger als eine Putzfrau verdient. (Unter 24 Franken die Stunde rührt die hier nämlich keinen Besen). Meist hat man in dem Beruf aber noch nicht mal Zeit, dieses Geld auszugeben...
Natürlich, als Facharzt mit eigener Praxis kann man mit ein bisschen Glück und dem richtigen Händchen schon Geld verdienen. Aber soweit muss man's erstmal bringen.
Eine Krankenschwester mit Lohnsteuerklasse III verdient in D 2000 Euro
ein Arzt ist etwas teurer. Aber OK, wir sprechen ja nicht über normalen Lohn.
Zum Thema"fehlende Qualitätskontrolle": Entgegen aller anderen Behauptungen, bringt man es als schlechter Arzt nicht weit.
Sehr gut! Erkläre mir bitte - wie ich als ein kranker Patient zum Beispiel
einen schlechten Arzt erkenne. Ist denn ein netter, zuvorkommender Arzt in D
gleichzeitig ein guter Arzt? Offensichtlich schon, denn Patient A behauptet
Arzt X ist sehr gut (wobei Patient A sich darüber freut daß der Arzt ihm mit 40
schon den Zahnersatz kostengünstig gemacht hat und so schön lächelt).
Alte Weisheit und das A und O des Arztgewerbes. Er ist Gott in Weiß. Erbitte um Gegenbeweis - Anbetracht immer vollen Praxen. Der Patient hat keinerlei Ahnung um die Qualität des Arztes. Meine Mutter zahlte neurdings 400 Euro für Ernährungsberatung, sie wurde exakt so beraten wie von mir und meiner schwester - wir sind aber keine Ärzte. Meine Ma leidet an Osteoporose will sich nicht operieren lassen, hat aber deutliches Übergewicht.
Nach dem man ihr gesagt hat sie muß 10-15 Kilo runter ansonsten landet sie früher oder später im Rohlstuhl, wechselte sie den Arzt, weil er ihr nicht gesagt hat, daß sie abnehmen soll, sondern seit 5 Jahren Bestrahlungsorgien
tat. Seine Praxis ist die vollste überhaupt - denn er hat sehr schöne weiße Zähne.
In den USA wurden entsprechende Studien durchgeführt bei Zahnärzten. Während ein zufriedener Kunde in Schnitt nur einen neuen Kunden reinbringen wird, wird ein unzufriedener Kunde im Schnitt 10 (!) potentielle Patienen abschrecken.
Kennst Du Stalin noch? ;) Er glaubte auch nur Statistiken die er
selbst gefälscht hat. Auch hier: das selbe Phänomen. Starärzte die 50.000 Dollar
für neues Gebiß bei Prominenz verlangen sind gut - aber sie bekommen auch stets
durch Empfehlungen weiteren Nachschub. Ein Güteprädikat ist das für mich jedenfalls nicht zwingend, was nützt mir das schönste Gebiß, und das schöne Lächeln des Arztes, wenn ich mir den a) nicht leisten kann, und ihm auch nicht bei Fehlschlag kaum verklagen kann, da seine Kriegskasse und seine Anwälte
in ganz anderer Liga spielen?
Pfusch kann sich niemand in diesem Business leisten, sonst ist die Praxis bald leergefegt.
Interessanter Querverweis dazu wäre die neue Medizin. Die alte Medizin
betrachtet Ihr Wissen zum Thema Krebsbekämpfung als das Non Plus ultra.
Die Chemotherapie hilft - wenn überhaupt 50% aller Patienten (nicht bewiesen).
Im Börsenjargon würden wir über einem Analysten der zu 50% richtig liegt
von zufall sprechen. Wenn ein Arzt via Chemotherapie einem Patienten
das Leben um 10 Jahre verlängert (was auch nicht bewiesen ist), und drei
hinüber sind, ist er dennoch ein Star. Er hat es geschafft Jemandem das Leben
zu verlängern. ;)
Das ist so wie bei einem poln. Fernsehmechaniker der russische Fernseher repariert hat. Die Hälfte vom Gerät herausgenommen, draufgehauen und die Kiste läuft. Und schon hat die Stadt einen neuen Star. Waclaw Kowalski der Mann der was vom Fernseher versteht. ;)
YIHI über sowas lache ich mich schlapp. Sorry. Chemotherapie ist ein Unding.
Es ist so, als würdest Du Jemandem der einen entzündeten Kratzer hat, den
betroffenen Arm amputieren und behaupten, nur so konnte der Patient überleben.
In Deinen Statistiken sind solche Fälle überhaupt nicht erfasst. Sie würden
zum Nachdenken bewegen.
Im gegensatz - der Arzt der die neue Meidizin da macht (ob sie funktioniert oder nicht - keine Ahnung) - wird die Berufslizenz entzogen, weil seine Methoden unwissenschaftlich sind, obwohl er wesentlich mehr Erfolg bei
Krebspatienten hatte, als die Schulmedizin. Aber ein patient ist wohl gestorben, seine Methoden waren unwissenschaftlich. Er ist ein Ketzter eine Hexe. Willkommen im Mittelalter. Bei Kopernikus und Galileo.
Sicherlich ist man als Arzt kein Gott in Weiss.
Sehe ich ganz anders. Ein Krankenhaus ist für mich nichts weiter
als ein Schlachthof, am besten man vermeidet so weit wie möglich
in das Menschenuntersuchungslabor zu gelangen. Das ist die beste
Vorbeugung vor Krankheiten.
Aber man darf nicht nur die Fälle sehen, in denen man als Arzt nicht helfen kann. Denn auf einen solchen kommen etliche Fälle, in denen man dem Patienten wirklich helfen konnte.
Klar. Nur man erfährt nichts darüber als Betroffener. Das man keine Chance hat. Oder glaubst Du in Deutschland erklärt der Arzt dem Patienten, daß er
leider das zeitliche segnet? Im gegenteil. Wir kriegen das schon wieder hin.
Sie haben da nur so paar Metasthasen, nichts was man mit Messer und Skalpel
nicht wieder hinbiegen kann.
Und dann hat die soziale Macht auch noch geschafft ein gesetz durchzubringen, der einen Arzt zur Hilfe verpflichtet. Ohne ihm ein Wahlrecht zu gewähren.
Es gibt Krankenhäuser die mit 90 einen Patienten noch reanimieren (nachweislich). Beitragszahler zahlt doch alles! Er hat ja keine Ahnung was mit seinem geld passiert, der Patient weiß auch nicht was mit ihm passiert.
Traurig oder? Also wenn mir was passiert will ich nicht operiert werden.
Wie lief das in Deutschland? Zum Hausarzt gehen, entsprechende Erklärung verfassen, und richterliche Unterzeichnung einholen. Gilt nur ein Jahr.
>Ausserdem hört die Arbeit (zumindest nach meinem Verständnis) nicht am Chemikalienschrank auf. Man kann sich auch ausserhalb des Jobs engagieren und so viel bewegen (Prävention, etc.).
Siehst Du? Ich kann Dich nur ermutigen, das Du es bewahrst, denn wenn ich zum Beispiel höre, wie das in einigen sehr erfolgreichen Kliniken in Deutschland läuft, wird mir schlecht. Ein Patient kolabiert, die Schwester kann die richtige Lösung nicht ausrechnen. Der Arzt auch nicht. Rein in die Vene
mit 10 facher Menge? O! Blutdruck steigt auf 220? Was jetzt! Ein Gegenmittel.
Gerettet. Der Arzt die Schwester wischen sich den Schweiß vom Stirn,
gratulieren sich gegenseitig, und vereinbaren Stillschweigen. Letztendlich zählt doch keiner die Medikamente in dem Giftschrank, bis auf drogenähnliche.
Kenne ich - YIHI - und zwar alles. Meine Frau und meine Schwester sorgten dafür, daß ich einem Arzt nur noch mit abgesicherter Handgranate begegnen
will.
Abzocker auf Beitragszahlerkosten, Im Krankenhaus weiß er vermutlich noch nicht einmal, daß jeder seiner Fehler sowieso vom Krankenkasse bezahlt wird.
Und irgendwann ist das doch sowieso egal. Wenn keiner den Widerspruch tatsächlich merkt? Weil die Ausländer schuld sind? ;)
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Sorry, für die Schonungslosigkeit, aber das sind Erfahrungswerte meine
Ehefrau und meiner Schwester. Und beide sind nun mal wirklich nicht die
dümmsten. (Nicht solche Krankenschwester, die man als sexuelle Belustigung
ansieht, jedenfalls.
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Das von Dir angesprochene Phänomen kann ich auch feststellen. Echte Ursachenforschung ist da aber sehr schwierig.
Nicht unbedingt, es ist zeitaufwendig, und manchmal furchtbar lästig,
ich wollte früher mal aus Leidenschaft Chemie studieren. Aber ich wollte
nicht 1000 mal den selben Versuch machen im Labor.
Ich habe jedoch den Eindruck, dass das Völkchen einfach korrumpiert ist und nur noch an Bereicherung interessiert ist.
So ist das Yihi, die meisten Menschen wollen gar nicht einem Problem
entsprechende Bedeutung beimessen. a) Sie werden dafür nicht genügend bezahlt.
b) sie wollen nach Hause zur Familie. c) sie werden für Extraleistung nicht gerade gelobt, denn manchmal arbeiten sie unter einem der sich als Chef,
Boss, Kenner etc. ansieht - weil er das Kapital hatte um in ein projekt zu investieren.
Man widerspricht heutztage nur sehr ungern, Karrieregefahr.
Ein Bekannter von mir musste einen IT-Auftrag an ein Unternehmen vergeben. Da kam der Sales-manager der einen Firma mit zwei dicken Checks. «Den einen kriegen Sie jetzt, den zweiten, wenn wir den Vergleich gewonnen haben». Musterbeispiel Swiss. Kriegen jetzt ja neue Flugzeuge... Wenn da keine Bestechung im Spiel war....
Bekanntlich sind das heutztage die besten Argumente die man erbringen
kann, um schnell, unkompliziert, und zu vollster Zufriedenheit des
Auftraggebers der den Bestochenen dann auch noch so richtig lobt,
weil er sehr schnell und jederzeit eine Lösung findet agieren zu können.
Und dann kommen auch noch Antikorruptiongesetze. Ha, ha, ha.
Aber Du solltest das so nicht nennen. Es gibt wesentlich schönere
Ausdrücke. Zuwendung wegen zu erbringender Leistung - kann man vom Steuer absetzen ;) Zu CDU Zeiten war das möglich - warum glaubst Du ging es da mit
der Wirtschaft so bergauf? Jetzt meckern hier alle das sie knapp bei Kasse
sind. Wegen SPD und Co. ;)
Gruß
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Turon
20.08.2003, 15:50
@ Miesespeter
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Re: Euklid (Du bist leider nicht ganz im Bilde) |
-->Das ist der Haken dieser Standardiesierungs-Strategie. Wenn erst jeder Verbraucher diese verstanden hat, wird VW viel Skoda absetzen koennen, aber wenig Passat.....ob das der Koenigsweg ist.....?
Wenn doch alles bloss so einfach waere.......
Königsweg sicher nicht. Aber es war die einzige Möglichkeit für VW schnell und effizient aus den roten Zahlen zu kommen. Wirtschaft ist übrigens nur
eine Momentaufnahme. Vor 20 Jahren ging es Deutschland wirtschaftlich - im Vergleich zu heute blendend. Niemand glaubte das es schlechter wird.
Doch die Heuschrecken haben hier die Landkarte abgegrast, nun ziehen sie weiter. Auf Dauer ist es keine Lösung, aber diese Art von Wirtschaften die wir haben, ist es natürlich auch nicht.
Gruß
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Euklid
20.08.2003, 15:55
@ Turon
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Re: Quatsch? ;) |
-->Den schlechten Arzt erkennst Du wenn Du im Grab liegst [img][/img]
Vor 6 Jahren hätte mich beinahe 10 gute über die Klinge springen lassen.
Ablauf: Urlaub abgebrochen und von Spanien sofort nach Hause.
Montag zum Arzt:Untersuchung
Dienstag zum Arzt:Untersuchung
Mittwoch:Einweisung ins Krankenhaus zur Magenspiegelung
Donnerstag unerklärliche Besserung
Freitag Nacht:Notärztin die wirklich Ahnung hatte ohne große Apparatemedizin
Freitag Nacht 3 Uhr Notoperation Bliddarmperforation
4 Tage Intensivstation weils auf dem letzten Drücker war.
Eine Ärztin war die einzige die die Situation sofort erfaßt hat.
Nach Aussage des Chefarztes war die ganze Soße schon im Bauchraum.
Der Donnerstag muß der Tag gewesen sein an dem der Blinddarm perforiert ist.
Sofortige Entspannung.
Mindestens 10 Flaschen von Ärzten haben diese Diagnose nicht hingebracht.
Eine Blutsenkung hätte wahrscheinlich gereicht um die Entzündung festzustellen.
Sie wurde weder am Montag noch Dienstag noch Mittwoch gemacht.
Aber die teure nichtsnützige Magenspiegelung wurde durchgeführt.
Gruß EUKLID
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YIHI
20.08.2003, 16:12
@ Turon
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Meine Antwort |
-->Thema Osteoporose und Ernährungsberatung
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Das Grundproblem ist, dass der Weg zu einem langen und gesunden Leben allen bekannt ist. Im Grunde genommen. Viel Früchte und Obst, Fisch, wenig tierische Fette, viele einfach ungesättigte Fettsäuren, Vollkornprodukte, viel Trinken, regelmässige Bewegung, nicht rauchen, nicht übermässig trinken. Aber Du kannst als Arzt einen Menschen nicht umerziehen. Das funktioniert leider nicht. Deshalb haben viele es auch schon aufgegeben. Ich habe selbst einmal mit einem Kardiologen gesprochen und er meinte resigniert, er wisse genau, dass Patient X, wenn er sein Leben nicht umordnet, in einem Jahr unter der Erde liegen wird. Er würde es den Patienten auch sagen. Doch die sind unfähig, sich den Ratschlag zu Herzen zu nehmen... Da gibt man dem Osteoporose-Patienten doch lieber Nandrolon.
Zum Thema Qualitätssicherung bei Ärzten
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Bist Du mit dem Arzt nicht zufrieden, gehst Du nicht wieder hin. Das dürfte den meisten Pfuschern das Genick brechen. Du kannst keine Unternehmung der Welt langfristig über Wasser halten, wenn Du nicht über einen zufriedenen Kundenstamm verfügst. Das geht nicht und das gilt auch für Ärzte. Allen Mythen zum Trotz.
Zum Thema Chemotherapie
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Das Hauptproblem der heutigen medikamentösen Krebstherapien ist, dass sie grösstenteils höchst unspezifisch sind. Es wird fieberhaft an neuen Lösungen gearbeitet und ich denke, dass in den nächsten 50 Jahren grosse Fortschritte zu verzeichnen sein werden. Meinst Du, irgend ein Arzt ist mit den Mitteln zufrieden, die er zur Krebsbekämpfung hat? Aber solange es eine Chance gibt, wird gekämpft. Im übrigen niemals gegen den Willen des Patienten. Jeder Patient kann selbst entscheiden, ob er sich das antun will...
Zum Thema Wissenschaftlichkeit
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Auch der Naturheilpraktiker ist herzlich eingeladen. Nur soll er den Nutzen seiner Behandlungmethode nach wissenschaftlichen Kriterien untersuchen und den Patienten bitte keine falschen Hoffnungen machen. Denn das Problem ist weniger, dass seriöse Naturärzte diskriminiert werden, sondern eher, dass Scharlatane verzweifelte Patienten über den Tisch ziehen.
Zum Thema Krankenhaus
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Was ist mit den unzähligen Standarteingriffen, die nahezu 100%igen Heilungserfolg bringen und die Lebensqualität deutlich verbessern? Sei es die behandelte Verletzung, die Circumcision bei Phimose oder ein Blinddarm...
Zum Thema Reanimation
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Es steht dir frei, durch vorherige schriftliche Fixierung deines Willens, auf Reanimation zu verzichten. Soll man etwa den Arzt über den Sinn solcher Massnahmen entscheiden lassen? - Wo wären wir dann da?"Ne, der ist schon pensioniert. Todeszeit..."
Zum Thema Bestechung
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Das Geld ist immerhin sinnvoller Angelegt als in Hochglanzwerbung in der Tagespresse [img][/img]
Gruss aus der Schweiz
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YIHI
20.08.2003, 16:15
@ Euklid
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Ist das Glas halb leer oder halb voll`? |
-->Tja, auf die Ärzte schimpfen ist immer leicht... aber sieh's mal so: Dank ärztlicher Hilfe lebst Du noch. Sonst wärst Du längst unter der Erde.
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Turon
20.08.2003, 16:46
@ Euklid
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Lopez war schon bei Opel ein Tyrann |
-->aber darum geht es nicht - oder ging es zumindest damals nicht.
Es ging darum VW auf Kurs zu bringen, und VW ging es wirklich mies.
>Ich habe diesen Dummschwätzer bei 2 Firmen hier im Raum erlebt.
>Beide sind zusammengebrochen nachdem Lopez 2 Jahre weg war.
Als Lopez von Opel ging haben Manager der Zuliefererfirmen
Opels angeblich vom Glück geweint. Nur: ich möchte doch darum bitten
zu bedenekn, was wäre wenn VW damals zusammengebrochen wäre. Die
zwei Firmen vor Ort wären auch zusammengebrochen, genauso wie die
anderen zahlreichen Betriebe der Zuliefererindustrie.
>Ich kenne diesen Basken von kleinem Wuchs ganz genau.
>Der hatte scheinbar nach der gelungenen Klauaktion einen dermaßen Hirnschaden und Überheblichkeit daß die Leute freiwillig gegangen sind.
Nein er war schon immer so. Ich kenne den Herr Lopez auch persönlich. ;)
Nur geredet habe ich mit ihm nicht. Sozial ist bei ihm wenn Du ihm die
Füsse lecken kannst. Ich wiederhole dennoch, es ging darum um die trägen Strukturen Volkswagens zu retten. Und an seiner Stelle wäre ich abteilungsintern noch viel härter vorgegangen.
Verwechsle darüberhinaus nicht Überheblichkeit mit einem mächtigem Prüferblick.
Einer der Vorteile von Lopez war: (bei VW) - was keine Wiwi heutztage macht.
Schaue mal hierzu ebenfalls in deinem umland. Wenn es einem Unternehmen schlecht geht - wie der Berliner Zirkus, wird der einzige Elefant verkauft.
;) Das ist typisch für deutsche Betriebswirte.
In Leipzig hat mein Kollege (Arsch ohne Ende) eine Firma gekauft (von treuhand)
Abschluß mit 1.0. Ließ sich sämtliche Zuschüsse zukommen lassen, sanierte das Unternehmen, verkaufte im Anschluß drei Hallen des Unternehmens. Erreichte 100% Auslastung der Hallen angeblich, aber für Break Even hat es nicht gereicht.
Die Hallen hat er verkauft, weil sie unnütz standen, demzufolge hatte er wieder keine Produktionsfläche.
Lopez hat eine wegzusanierende Halle beibehalten. Für den Fall dem Unternehmen
geht es besser.
Der Aufschwung bei VW war nicht Lopez sondern der mit dem starren Blick (Piech)
Durchs Klauen gings nur etwas schneller.
Nein Piech ist zwar auch gut, aber sowohl Lopez wie Piech sind verrückte Autobauer gewesen, ein echter Wiwi ist aber Piech nie gewesen, jedenfalls war es nicht seine Stärke. Zum Thema Klauen: falsch: es ist keine einzige Komponente die Opel entwickelt hat jemals bei VW gebaut worden. oder auch eingesetzt. Ich sage Dir wann VW geklaut hat, bereits vor Piech, sind vier, fünf Patente durch VW angemeldet worden, die Zulieferfirmen dem VW Werk
vorgestellt haben. Einen Fall könnte ich sogar beweisen, weil ich den Konstrukteur kenne. Was Lopez angeht: natürlich haben die Zulieferfirmen darunter gelitten, aber für den Raum Wolfsburg tat es zumindest in der Firmenlandschaft gut. Statt einen Konstreukteurfirmen sitzen in Wolfsburg jetzt zumindest zwei und beschäftigen doppelt soviel Leute wie früher. Von Margen von damals können sie aber nur noch träumen.
>Die Standardisierer sind unterwegs das habe ich vernommen.
>Aber um darauf zu kommen daß man Teile so oft wie möglich verwenden soll brauchts keinen Lopez.
Richtig. Das dumme ist, vor Lopez ist offensichtlich keiner auf die Idee
gekommen. Im gegenteil, die selbstverwaltende Abteilungen, haben dem Meister die Macht gegeben, daß er die Maschinen so aufstellt wie er das gerne möchte.
Und da wurde wieder mal kurz und bündig nach deutscher Din Norm verfahren, und
nicht etwa so, daß der Mitarbeiter während seiner Schicht 8 km zu laufen hat,
um an die Maschine zu kommen, die er zur Hand haben will.
Das gesamte Königreich VW von damals, hätte allerdings auch schon ein quasi
gut entwickelter Junge besser gemacht, nur VW hatte niemals die Macht den Leuten gegeben, sondern in Strukturen eingemottet, was es bereits auch heute wieder tut.
Diese Entbürokratisierung ist Piechs Arbeit gewesen. Er hat so um die 50%
der leitender Schicht bei VW bis an die Ausgangstor begleitet - wohl um sicher zu gehen, daß sie nicht wieder umkehren.
Und ehrlich gesagt: ich hätte damals das selbe auch gemacht.
>Der hat lediglich durchgesetzt daß Teile auf Teufel komm raus eingebaut wurden selbst wenn es technisch nicht ratsam war.
Nein: die VW Autos zwischen 1992 und 1998 waren Spitze - und seit 1998
wird wieder Scheiße verbaut, damit sie schneller kaputt gehen. Tut mir Leid euklid - fairerweise, sollten wir fair bleiben. Es war Piechs und Lopez Ansinnen, absolut beste Qualität zu bauen, und das haben beide erfolgreich erreicht. Und der neue, will wieder an die Qualität anknüpfen, das spricht Bände.
>Und deshalb wurde aus VW auch eine Schrottkiste.
Blödsinn. Der Golf III war zu Anfang derart fehlerhaft, daß die Reklamationen
im Werk Wolfsburg nicht abgerissen haben. Permanente Belegung mit 3000 Einheiten, und zu damaliger Zeit wagte VW auch keine Rückrufaktion. Da gab´s Geschichten, da habe ich Bauch gelegen und mich zusammengerollt. Weil in der Firma wo ich damals gearbeitet habe, haben wir alles mitgekriegt.
Du hättest auch die Mentalität der VW Ingenieure mitkriegen sollen von 1991.
Das war der absolute Hammer.
>Vor kurzer Zeit hat einmal hier ein Poster die Riesenmängelliste eines Golf plus Polo reingestellt.
>Das sind alles Mängel aus Vergewaltigungsstandardisierern.
Das kann sein, und das bezweifle ich nicht, doch das ist eindeutig die Handschrift der Mängel die nach 1998 entstanden sind und serienmäßig verbaut worden sind. Sorry! das ist wieder ein Anzeichen der deutscher Mehrwertarbeit oder wie es heißt. Ohne Bürokratie, Verwaltung geht es da gar nicht mehr.
Exakt diese Strukturen keimten wieder auf, als VW endlich solide Gewinne erwirtschaftet haben. SAP Einführung bei VW war ein Meisterflop. Jeder Spinner wußte zu dieser Zeit, daß SAP in Großlagern Probleme bewirkt, und bestenfalls in Firmen mit Kleinteilen zu Einsparungseffekten führt. Die SAp Einführung
in VW führte dazu, das VW plötzlich 3 Hallen alleine in Kassel angemietet hat und eine weitere gebaut hat. Niemand mekrte es - obwohl Opel und Mercedes SAP zu diesem Zeitpunkt rausgeschmissen haben.
Ein Hammer war auch die Bestandszählung der unfertigen Erzeugnisse bei VW die deswegn zum Teil im Keller und Werksgelände standen. Niemand konnte sagen,
wieviel unfertige Waren tatsächlich wo standen. Und ich sage Dir wie es war:
Seitenteile stapelten sich in Kellerräumen der Werkshallen. Kisten mit Zeug die das SAP Lager Mangels Platz nicht aufnahm. Zum anderen: Gleichzeitig kamen die nicht klar mit Ersatzteillieferung. Der Steuerprüfer machte dem glaube ich ein Ende. Da hat VW plötzlich 200 Studies eingestellt nur um Bestände zu zählen.
In einer Nacht, Nebel Aktion.
Ne, ne Du - auch wenn ich verstehe, daß Du aufgrund überschwänglichen Patriotismus jetzt ungläublig auschaust - es ist besser über solche Umstände
bescheid zu wissen. Um bloß nicht zu behaupten, wir haben alles richtig gemacht. Ich habe das Glück den Tatsachen viel offener und unvoreingenommen
zu beurteilen. Die Hälfte der Vorgänge bei VW, derzeit ist nichts weiter
als ein Beispiel dafür wie man einen Laden eben nicht organisiert.
Es geht auch nicht, nach billiger Wiwi Manier Stoppuhr in die Hand zu nehmen, um die bereits hochgeschraubten Normen noch mal zu erhöhen, was immer noch Mode ist. Da hast Du den größten Qualitätsschwund überhaupt. Es ist logisch, daß man bei solcher Abreit abschaltet und nicht gewissenhaft prüft, wenn Du pro Schicht früher 1000 Röhrchen gezogen hast, und jetzt 1300 machen mußt.
>Gruß EUKLID
Gruß
|
Turon
20.08.2003, 16:50
@ Euklid
|
Re: Quatsch? ;) |
-->Das liegt einfach daran, weil viele nicht begriffen haben,
daß man gewissenhaft untersuchen soll.
Ich sage ja auch nichts wenn sich der Arzt irrt, Fehler sind nicht auszuschließen. Doch offensichtlich irren sie sich gerne irgendwie
zu eigenem Vorteil. Hauptsache man frißt die Wurst und zwar reichlich.
Gruß
|
Das_Orakel_aus_Oberlahnstein
20.08.2003, 16:57
@ Sascha
|
BÄCKERLEHRE absolvieren:-) OwT |
-->>>> Eigener Kommentar: Einfach nur noch schlimm wenn ich das alle lese...
> > Ich würd`s halt nicht mehr lesen, sondern mir eine eigene Strategie zusammenbasteln...
> Hi Ecki!
> Ich bin schon dabei mir zu überlegen was ich nur machen könnte. Nur komme ich im Moment auf keinen grünen Zweig. Ich bin im Oktober diesen Jahres fertig mit meinem BWL-Studium. Ich lande voll in der Sch... Ausgerechnet im Rezessionsjahr. Ausgerechnet in der längsten Stagnationsphase seit dem zweiten Weltkrieg bin ich fertig. Es ist schlecht aus denn ich wohne ausgerechnet im Rhein-Neckar-Raum. Die Uni Mannheim prodziert Kaufleute wie am Fließband und im nur 65 bis 70 Kilometer entfernten Frankfurt schmeißen sie diese zu zehntausenden raus. Naja mal sehen was passiert oder welche Alternativen bestehen. Solangsam wird mir immer klarer warum junge Leute heute immer später von zuhause ausziehen. Wo sind die Perspektiven? Was hätte ich noch mehr tun sollen als mit 22 (knapp 23) mein Studium abzuschließen und meine ganze Ausbildung volles Rohr durchzuziehen? Viel mehr geht da nicht mehr und wenn ich jetzt keine Arbeit finde sondern nur einen"Aushilfsjob" oder"unbezahlte Praktika" werde ich evtl. die Konsequenzen daraus ziehen. Naja ich versuche mal ruhig zu bleiben aber innerlich beginnt es in mir langsam zu brodeln angesichts dieser Zustände die mittlerweile herrschen in Deutschland. Ich höre fast tagtäglich neue Sauerein und Leute die mit mir studieren sind z.T. richtig wütend über die Zustände in diesem Land. Denen geht's nicht besser wie mir. Vielen eher sogar schlechter.
> Beste Grüße
>Sascha
|
Euklid
20.08.2003, 17:14
@ YIHI
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Re: Ist das Glas halb leer oder halb voll`? |
-->Ja einer tüchtigen Ärztin habe ich das zu verdanken.
Aber warum haben 10 andere vor ihr versagt?
Das hat mein Vertrauen in die Ärzteschaft erheblich gestört.
Nach meiner Nachforschung hätte eine Blutsenkung ausgereicht um das festzustellen daß eine Infektion vorlag.
So zumindest der Chefarzt.
Er beklagte sich darüber daß ich den letzten Zug bekommen hätte.
Als ich ihm dann sagte daß ich genau am besagten Mittwoch hier eine Magenspiegelung hatte wurde es seltsam still.
So etwas vergißt man nicht.
Gruß EUKLID
|
Turon
20.08.2003, 17:29
@ YIHI
|
Re: Meine Antwort |
-->>Thema Osteoporose und Ernährungsberatung
>----------------------------------------
>Das Grundproblem ist, dass der Weg zu einem langen und gesunden Leben allen bekannt ist. Im Grunde genommen. Viel Früchte und Obst, Fisch, wenig tierische Fette, viele einfach ungesättigte Fettsäuren, Vollkornprodukte, viel Trinken, regelmässige Bewegung, nicht rauchen, nicht übermässig trinken. Aber Du kannst als Arzt einen Menschen nicht umerziehen. Das funktioniert leider nicht. Deshalb haben viele es auch schon aufgegeben. Ich habe selbst einmal mit einem Kardiologen gesprochen und er meinte resigniert, er wisse genau, dass Patient X, wenn er sein Leben nicht umordnet, in einem Jahr unter der Erde liegen wird. Er würde es den Patienten auch sagen. Doch die sind unfähig, sich den Ratschlag zu Herzen zu nehmen... Da gibt man dem Osteoporose-Patienten doch lieber Nandrolon.
Gut - das kann ich akzeptieren, zumal meine Mutter wirklich mindestens genauso ein Dickkopf ist wie ich. ;)
>Zum Thema Qualitätssicherung bei Ärzten
>---------------------------------------
>Bist Du mit dem Arzt nicht zufrieden, gehst Du nicht wieder hin. Das dürfte den meisten Pfuschern das Genick brechen. Du kannst keine Unternehmung der Welt langfristig über Wasser halten, wenn Du nicht über einen zufriedenen Kundenstamm verfügst. Das geht nicht und das gilt auch für Ärzte. Allen Mythen zum Trotz.
Sieh mal - wenn ich den Arzt wechsle, so schadet es ihm kaum, er dehnt einfach seine Sprechstunde mit der 70 Jährigen um 5 Minuten aus, und schon hat er die Kosten in der Tasche. An die Theorie der Selbstreinigung der Wirtschaft glaube ich nicht so ganz in diesem Sektor, und zwar deswegen, weil im Schnitt nur 10% Menschen kein Vetrauen in einen Arzt haben, die überwältigende Mehrheit vertraut blind. Und daran reitet das Bösewicht und der gute Arzt muß schon aufpassen, nicht ganz aus der Reihe zu tanzen.
>Zum Thema Chemotherapie
>-----------------------
>Das Hauptproblem der heutigen medikamentösen Krebstherapien ist, dass sie grösstenteils höchst unspezifisch sind. Es wird fieberhaft an neuen Lösungen gearbeitet und ich denke, dass in den nächsten 50 Jahren grosse Fortschritte zu verzeichnen sein werden. Meinst Du, irgend ein Arzt ist mit den Mitteln zufrieden, die er zur Krebsbekämpfung hat? Aber solange es eine Chance gibt, wird gekämpft. Im übrigen niemals gegen den Willen des Patienten. Jeder Patient kann selbst entscheiden, ob er sich das antun will...
Ich glaube auch nicht das Ärzte es lieben, wenn Patienten verkommen.;)
Das Problem ist wie ich schon schrieb: wieso man einen 90 jährigen zum vierten
Mal reanimiert - dafür habe ich kein Verständnis, zumal der alte Mensch
dadurch noch hilfsloser wird, und mit den Schaden die die Reanimation verursacht
auch noch leben muß.
Du schriebst: jeder Patient kann entscheiden??? Wenn er ohnmächtig ist kann er das nicht. Zumal das Gesetz der Pflicht zur Hilfeleistung nichts weiter als Ermächtigung zu aller Operationen ist, die der Mensch ansonsten nicht unterschrieben hätte. Und genau das wird übrigens auch gemacht.
>Zum Thema Wissenschaftlichkeit
>------------------------------
>Auch der Naturheilpraktiker ist herzlich eingeladen. Nur soll er den Nutzen seiner Behandlungmethode nach wissenschaftlichen Kriterien untersuchen und den Patienten bitte keine falschen Hoffnungen machen. Denn das Problem ist weniger, dass seriöse Naturärzte diskriminiert werden, sondern eher, dass Scharlatane verzweifelte Patienten über den Tisch ziehen.
Wie ich oben schon sagte: Der neue Medizin Scharlatan hat angeblich Ergebnisse die Erfolge die die offizielle Krebsbehandlung nicht mal ansatzweise hat. Warum es nie offiziell bestätigt wird, oder von Altmedizinern nicht untersucht wird, so liegt hier offensichtlich eine absichtliche Weigerung
vor. Das bedeutet: die alte Medizin und ihre Folgen bei krebsbehandlung erzeugen Rechnungen in ungeahnten Höhen. Da wird locker bis zu 100.000 Euro
und mehr pro Patient an die Krankenkasse als Rechnung präsentiert.
In USA kostet eine Behandlung eines Krebspatienten in drittklassigen Krankenhaus bis zu 200.000 Dollar. (Hat mir ein Betroffener Amerikaner
mal berichtet) Und? Also sollte ich lieber unheilbar Kranken erzählen,
daß er wenig Chance hat, und ob er sich lieber nicht bei seiner Familie aufhalten will, und nicht bediengungslos wortwörtlich dumm sterbenlassen,
und dabei rumzudoktern, wo man die Krankheit noch gar nicht klasifizieren
konnte. Das ist dann schon nämlich eher großangelegter Versuch Jemandem zu
retten, dafür aber außerordentlich gut bezahlter Versuch.
Für mich persönlich existiert so etwas wie Krebs gar nicht,
schon gar nicht als Krankheit. Es ist zwar klar das man daran stirbt,
es sind aber soweit ich weiß die Ursachen von Krebs nie hundertprozentig bewiesen, außer Schockursachen. Man bedient sich dagegen Statistiken
und Aufzählung von Giftstoffen, wo doch jedem mediziner auch klar ist,
daß nicht jeder der Asbest eingeatmet hat, gestorben ist, nicht jeder
Raucher an Krebs stirbt. Im Gegenteil: eine Menge Raucher sterben
wegen hohem Alter. Das ist zwar auch pauschal, damit aber wesentlich glaubwürdiger und logischer.
Wesentlich logischer jedenfalls als zu behaupten, die Methoden des Arztes X
sind wissenschaftlich nicht erwiesen, durch anerkannte Universität, wo
sich genau diese doch weigert, die These zu untersuchen, sogar
Berufsverbot für diesem Arzt erzewingt und dieser auswandern muß,
obwohl er nach eigenen Aussagen, Aussagen der Uni Prag, doch
sehr wahrscheinlich eben doch mit seiner Methode Recht hat.
Nur was ist ein Gutachten der Uni Prag wert, schließlich sind Osteuropäer
ungebildet, und unfähig das Problem anzupacken. Und zu Ärztekongress
werden Sie nur versentlich eingeladen, um Kaffebringer zu spielen.
>Zum Thema Krankenhaus
>---------------------
>Was ist mit den unzähligen Standarteingriffen, die nahezu 100%igen Heilungserfolg bringen und die Lebensqualität deutlich verbessern? Sei es die behandelte Verletzung, die Circumcision bei Phimose oder ein Blinddarm...
>Zum Thema Reanimation
>---------------------
Das bedeutet eben nicht das ich mit dem Erfolg der Standardeingriffen
tatsächlich auch Behandlung von ernsten Erkrankungen messen darf. Du wirst doch
sicher zustimmen, daß Medizin eben eine sehr breite Wissenschaft ist,
und Du wirst auch zustimmen müssen, daß uns bereits die Vergangenheit x mal bewiesen hat, daß wissenschaftliche Thesen für die angesehene Personen
den Nobelpreis bekamen, genauso verkehrt sein können wie die mittelalterliche
Feststellung, Die Erde sei eine scheibe.
Ausgerechnet von den Ärzten und Naturwissenschaftlern generell, sollte man
genau diese Erkenntnis abverlangen und erwarten. Doch genau diese tun so,
als wäre das alles Blödsinn, eigener Weg das beste schlechthin, unumstößlich
weil nach eigenen Erkenntis genial.
Sehe Besipiel neue Medizin. Und es handelt sich hier wiederum um autoritäres
Denken, Macht und ordentlichen Batzen Geld. Vor allem jedoch: es handelt sich
hier um mehr: Mangel an persönlicher Verantwortung.
>Es steht dir frei, durch vorherige schriftliche Fixierung deines Willens, auf Reanimation zu verzichten. Soll man etwa den Arzt über den Sinn solcher Massnahmen entscheiden lassen? - Wo wären wir dann da?"Ne, der ist schon pensioniert. Todeszeit..."
Nein es ghet mir nur darum, daß ich dieses blöde Schriftstück jedes Jahr neu
erstellen muß, und es kostet ebenfalls Gebühren.
>Zum Thema Bestechung
>--------------------
>Das Geld ist immerhin sinnvoller Angelegt als in Hochglanzwerbung in der Tagespresse [img][/img]
>Gruss aus der Schweiz
Nicht dass Du denkst das ich es begrüße. Im gegenteil. Ich finde es wirklich Scheiße, weil auf diese Art wieder mal - da wir schon wieder mal bei Thema sind - erfolgsorientierten und innovativen Firmen - der Zugang zum freien Wettbewerb - wieder mal blockiert wird. Es spielt keine besonders große
Rolle ob sie gut sind oder langfristig wesentlich effizienter.
Man drückt Jemandem eine Münze in die Hand, und da ist es scheißegal
ob das Konzept gut oder schlecht ist.
So kommt man niemals tatsächlich voran, es sei denn, man ist der Bestechende.
Gruß.
|
Turon
20.08.2003, 17:32
@ YIHI
|
ein ziemlich bekanntes und erfolgreiches Dax Unternehmen? |
-->Die versuchen es offenbar überall so. ;) Und bringen anschließend das Chaos.
|
YIHI
20.08.2003, 17:36
@ Turon
|
nein, eher bleulich... owt |
-->>Die versuchen es offenbar überall so. ;) Und bringen anschließend das Chaos.
|
YIHI
20.08.2003, 17:37
@ Turon
|
Vertagung:) |
-->Ich würde sehr gerne weiter mit Dir diskutieren, habe jetzt aber erstmal dringlichere Dinge zu erledigen. Werde dir morgen Abend antworten.
|
t-bull
20.08.2003, 18:07
@ Turon
|
Super, absolut lesenswert! Solche Beiträge würde ich gerne öfters lesen! (owT) |
-->>aber darum geht es nicht - oder ging es zumindest damals nicht.
>Es ging darum VW auf Kurs zu bringen, und VW ging es wirklich mies.
>>Ich habe diesen Dummschwätzer bei 2 Firmen hier im Raum erlebt.
>>Beide sind zusammengebrochen nachdem Lopez 2 Jahre weg war.
>Als Lopez von Opel ging haben Manager der Zuliefererfirmen
>Opels angeblich vom Glück geweint. Nur: ich möchte doch darum bitten
>zu bedenekn, was wäre wenn VW damals zusammengebrochen wäre. Die
>zwei Firmen vor Ort wären auch zusammengebrochen, genauso wie die
>anderen zahlreichen Betriebe der Zuliefererindustrie.
>>Ich kenne diesen Basken von kleinem Wuchs ganz genau.
>>Der hatte scheinbar nach der gelungenen Klauaktion einen dermaßen Hirnschaden und Überheblichkeit daß die Leute freiwillig gegangen sind.
>Nein er war schon immer so. Ich kenne den Herr Lopez auch persönlich. ;)
>Nur geredet habe ich mit ihm nicht. Sozial ist bei ihm wenn Du ihm die
>Füsse lecken kannst. Ich wiederhole dennoch, es ging darum um die trägen Strukturen Volkswagens zu retten. Und an seiner Stelle wäre ich abteilungsintern noch viel härter vorgegangen.
>Verwechsle darüberhinaus nicht Überheblichkeit mit einem mächtigem Prüferblick.
>Einer der Vorteile von Lopez war: (bei VW) - was keine Wiwi heutztage macht.
>Schaue mal hierzu ebenfalls in deinem umland. Wenn es einem Unternehmen schlecht geht - wie der Berliner Zirkus, wird der einzige Elefant verkauft.
>;) Das ist typisch für deutsche Betriebswirte.
>In Leipzig hat mein Kollege (Arsch ohne Ende) eine Firma gekauft (von treuhand)
>Abschluß mit 1.0. Ließ sich sämtliche Zuschüsse zukommen lassen, sanierte das Unternehmen, verkaufte im Anschluß drei Hallen des Unternehmens. Erreichte 100% Auslastung der Hallen angeblich, aber für Break Even hat es nicht gereicht.
>Die Hallen hat er verkauft, weil sie unnütz standen, demzufolge hatte er wieder keine Produktionsfläche.
>Lopez hat eine wegzusanierende Halle beibehalten. Für den Fall dem Unternehmen
>geht es besser. >
>Der Aufschwung bei VW war nicht Lopez sondern der mit dem starren Blick (Piech)
>Durchs Klauen gings nur etwas schneller.
>Nein Piech ist zwar auch gut, aber sowohl Lopez wie Piech sind verrückte Autobauer gewesen, ein echter Wiwi ist aber Piech nie gewesen, jedenfalls war es nicht seine Stärke. Zum Thema Klauen: falsch: es ist keine einzige Komponente die Opel entwickelt hat jemals bei VW gebaut worden. oder auch eingesetzt. Ich sage Dir wann VW geklaut hat, bereits vor Piech, sind vier, fünf Patente durch VW angemeldet worden, die Zulieferfirmen dem VW Werk
>vorgestellt haben. Einen Fall könnte ich sogar beweisen, weil ich den Konstrukteur kenne. Was Lopez angeht: natürlich haben die Zulieferfirmen darunter gelitten, aber für den Raum Wolfsburg tat es zumindest in der Firmenlandschaft gut. Statt einen Konstreukteurfirmen sitzen in Wolfsburg jetzt zumindest zwei und beschäftigen doppelt soviel Leute wie früher. Von Margen von damals können sie aber nur noch träumen.
>>Die Standardisierer sind unterwegs das habe ich vernommen.
>>Aber um darauf zu kommen daß man Teile so oft wie möglich verwenden soll brauchts keinen Lopez.
>Richtig. Das dumme ist, vor Lopez ist offensichtlich keiner auf die Idee
>gekommen. Im gegenteil, die selbstverwaltende Abteilungen, haben dem Meister die Macht gegeben, daß er die Maschinen so aufstellt wie er das gerne möchte.
>Und da wurde wieder mal kurz und bündig nach deutscher Din Norm verfahren, und
>nicht etwa so, daß der Mitarbeiter während seiner Schicht 8 km zu laufen hat,
>um an die Maschine zu kommen, die er zur Hand haben will.
>Das gesamte Königreich VW von damals, hätte allerdings auch schon ein quasi
>gut entwickelter Junge besser gemacht, nur VW hatte niemals die Macht den Leuten gegeben, sondern in Strukturen eingemottet, was es bereits auch heute wieder tut.
>Diese Entbürokratisierung ist Piechs Arbeit gewesen. Er hat so um die 50%
>der leitender Schicht bei VW bis an die Ausgangstor begleitet - wohl um sicher zu gehen, daß sie nicht wieder umkehren.
>Und ehrlich gesagt: ich hätte damals das selbe auch gemacht.
>>Der hat lediglich durchgesetzt daß Teile auf Teufel komm raus eingebaut wurden selbst wenn es technisch nicht ratsam war.
>Nein: die VW Autos zwischen 1992 und 1998 waren Spitze - und seit 1998
>wird wieder Scheiße verbaut, damit sie schneller kaputt gehen. Tut mir Leid euklid - fairerweise, sollten wir fair bleiben. Es war Piechs und Lopez Ansinnen, absolut beste Qualität zu bauen, und das haben beide erfolgreich erreicht. Und der neue, will wieder an die Qualität anknüpfen, das spricht Bände.
>>Und deshalb wurde aus VW auch eine Schrottkiste.
>Blödsinn. Der Golf III war zu Anfang derart fehlerhaft, daß die Reklamationen
>im Werk Wolfsburg nicht abgerissen haben. Permanente Belegung mit 3000 Einheiten, und zu damaliger Zeit wagte VW auch keine Rückrufaktion. Da gab´s Geschichten, da habe ich Bauch gelegen und mich zusammengerollt. Weil in der Firma wo ich damals gearbeitet habe, haben wir alles mitgekriegt.
>Du hättest auch die Mentalität der VW Ingenieure mitkriegen sollen von 1991.
>Das war der absolute Hammer.
>>Vor kurzer Zeit hat einmal hier ein Poster die Riesenmängelliste eines Golf plus Polo reingestellt.
>>Das sind alles Mängel aus Vergewaltigungsstandardisierern.
>Das kann sein, und das bezweifle ich nicht, doch das ist eindeutig die Handschrift der Mängel die nach 1998 entstanden sind und serienmäßig verbaut worden sind. Sorry! das ist wieder ein Anzeichen der deutscher Mehrwertarbeit oder wie es heißt. Ohne Bürokratie, Verwaltung geht es da gar nicht mehr.
>Exakt diese Strukturen keimten wieder auf, als VW endlich solide Gewinne erwirtschaftet haben. SAP Einführung bei VW war ein Meisterflop. Jeder Spinner wußte zu dieser Zeit, daß SAP in Großlagern Probleme bewirkt, und bestenfalls in Firmen mit Kleinteilen zu Einsparungseffekten führt. Die SAp Einführung
>in VW führte dazu, das VW plötzlich 3 Hallen alleine in Kassel angemietet hat und eine weitere gebaut hat. Niemand mekrte es - obwohl Opel und Mercedes SAP zu diesem Zeitpunkt rausgeschmissen haben.
>Ein Hammer war auch die Bestandszählung der unfertigen Erzeugnisse bei VW die deswegn zum Teil im Keller und Werksgelände standen. Niemand konnte sagen,
>wieviel unfertige Waren tatsächlich wo standen. Und ich sage Dir wie es war:
>Seitenteile stapelten sich in Kellerräumen der Werkshallen. Kisten mit Zeug die das SAP Lager Mangels Platz nicht aufnahm. Zum anderen: Gleichzeitig kamen die nicht klar mit Ersatzteillieferung. Der Steuerprüfer machte dem glaube ich ein Ende. Da hat VW plötzlich 200 Studies eingestellt nur um Bestände zu zählen.
>In einer Nacht, Nebel Aktion.
>Ne, ne Du - auch wenn ich verstehe, daß Du aufgrund überschwänglichen Patriotismus jetzt ungläublig auschaust - es ist besser über solche Umstände
>bescheid zu wissen. Um bloß nicht zu behaupten, wir haben alles richtig gemacht. Ich habe das Glück den Tatsachen viel offener und unvoreingenommen
>zu beurteilen. Die Hälfte der Vorgänge bei VW, derzeit ist nichts weiter
>als ein Beispiel dafür wie man einen Laden eben nicht organisiert.
>Es geht auch nicht, nach billiger Wiwi Manier Stoppuhr in die Hand zu nehmen, um die bereits hochgeschraubten Normen noch mal zu erhöhen, was immer noch Mode ist. Da hast Du den größten Qualitätsschwund überhaupt. Es ist logisch, daß man bei solcher Abreit abschaltet und nicht gewissenhaft prüft, wenn Du pro Schicht früher 1000 Röhrchen gezogen hast, und jetzt 1300 machen mußt. >
>>Gruß EUKLID
>Gruß
|
Aleph
20.08.2003, 19:36
@ Turon
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Promotionszeit |
-->Danke für diesen Beitrag. Zur Ausbildungszeit von Ärzten möchten ich anfügen, dass diese max. bei ein bis zwei Jahren liegen. Ingenieure promovieren in der Regel drei bis Jahre. Aber die sind wahrscheinlich zu blöd.
Gruß
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YIHI
21.08.2003, 11:15
@ Turon
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Re: Meine Antwort |
-->>Sieh mal - wenn ich den Arzt wechsle, so schadet es ihm kaum, er dehnt einfach seine Sprechstunde mit der 70 Jährigen um 5 Minuten aus, und schon hat er die Kosten in der Tasche.
Ne, so einfach läuft das nicht. Geld gibt’s da pauschal, egal wie viel Zeit man sich nimmt.
>Du schriebst: jeder Patient kann entscheiden??? Wenn er ohnmächtig ist kann er das nicht.
Genau das ist ja das Problem. Deshalb muss alles für die Lebenserhaltung getan werden, falls nicht vorher anderweitig gewünscht. Falls es wirklich so kompliziert ist, eine solche Willenserklärung rechtskräftig zu verfassen, dann sollte auf politischer Seite etwas getan werden. Ein Arzt kann da nichts für. Ich kann nicht verstehen, warum ein Arzt immer „böse“ ist. Das sind auch nur Leute, die versuchen, ihren Job so gut wie möglich zu machen. Dabei gibt es gewaltige Konfliktfelder, wo Leben und Tod aufeinander treffen, die es nicht gerade einfach machen.
>Der neue Medizin Scharlatan hat angeblich Ergebnisse die Erfolge die die offizielle Krebsbehandlung nicht mal ansatzweise hat. Warum es nie offiziell bestätigt wird, oder von Altmedizinern nicht untersucht wird, so liegt hier offensichtlich eine absichtliche Weigerung vor.
Angeblich! Wie Du richtig sagst. Dieser Heiler kann auch von sich aus was tun, dass diese Ergebnisse auch anerkannt werden. Aber ich vermute Scharlatanerie..
>Für mich persönlich existiert so etwas wie Krebs gar nicht, schon gar nicht als Krankheit.
Wie kann man denn nicht an das offensichtliche glauben, das man mit eigenen Augen sehen kann und mit den eigenen Händen fühlen kann? Du kannst Krebs auf Röntgenbildern erkennen, selbst ertasten, im Präparat anschauen, etc... wie kann man da nicht dran glauben? Aber einem Scharlatan, der mit seinen Händen Tote auferstehen lassen kann, dem glaubt man natürlich wieder... weil der ist „gut“.
>Es ist zwar klar das man daran stirbt,
es sind aber soweit ich weiß die Ursachen von Krebs nie hundertprozentig bewiesen, außer Schockursachen. Man bedient sich dagegen Statistiken
und Aufzählung von Giftstoffen, wo doch jedem mediziner auch klar ist,
daß nicht jeder der Asbest eingeatmet hat, gestorben ist, nicht jeder
Raucher an Krebs stirbt.
Das sind alles nur RISIKOFAKTOREN, die die Entstehung eines Krebsleidens auslösen können.
>Wesentlich logischer jedenfalls als zu behaupten, die Methoden des Arztes X
sind wissenschaftlich nicht erwiesen, durch anerkannte Universität, wo
sich genau diese doch weigert, die These zu untersuchen, sogar
Berufsverbot für diesem Arzt erzewingt und dieser auswandern muß,
obwohl er nach eigenen Aussagen, Aussagen der Uni Prag, doch
sehr wahrscheinlich eben doch mit seiner Methode Recht hat.
Erzähl mir bitte etwas über diese dubiose Methode.
>Nicht dass Du denkst das ich es begrüße. Im gegenteil. Ich finde es wirklich Scheiße, weil auf diese Art wieder mal - da wir schon wieder mal bei Thema sind - erfolgsorientierten und innovativen Firmen - der Zugang zum freien Wettbewerb - wieder mal blockiert wird. Es spielt keine besonders große
Rolle ob sie gut sind oder langfristig wesentlich effizienter.
>Man drückt Jemandem eine Münze in die Hand, und da ist es scheißegal
ob das Konzept gut oder schlecht ist.
>So kommt man niemals tatsächlich voran, es sei denn, man ist der Bestechende.
100% Agree.
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