chiron
20.08.2003, 23:11 |
Was war in den dreissiger Jahren in den USA los... Thread gesperrt |
-->Bei der ganzen Diskussion, die sich auch in anderen Foren breit macht, ob denn nun die Inflation kommt oder doch die Deflation, scheint einiges durcheinander zu kommen.
Vorallem, dass bei einer Deflation auch gewisse Preise steigen können, wird da und dort ausgeschlossen.
In den USA in den zwanziger Jahren stiegen die Staatsschulden und die Aktienkurse und die Immobilienpreise. Gleichzeitig fielen die Preise für landwirtschaftliche Produkte und für Rohstoffe.
In den dreissiger Jahren fielen die Aktien, aber die Goldminen stiegen. Was die Rohstoffe und Nahrungsmittel für eine Preisentwicklung hatten, ist mir leider nicht bekannt. Kann hier jemand nachhelfen?
Interessant ist natürlich auch das Goldverbot anfangs der dreissiger Jahre, was auf einen steigenden Goldpreis hinweist. Der Nachweis fehlt wegen der Anbindung des US$ an das Gold.
Nun meine Vermutung für die nächsten Jahre.
Dasselbe nochmals:
Deflation der Geldmenge
Tiefere Aktienkurse
Höhere Rohstoffe inkl. Gold und Nahrungsmittel
Tiefere Immobilienpreise wegen der hohen Fremdfinanzierung
Was sehen Eure Erwartungen aus?
Gruss Chiron
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Cosa
20.08.2003, 23:51
@ chiron
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Re: Was war in den dreissiger Jahren in den USA los... |
-->Was die Rohstoffe und Nahrungsmittel für eine Preisentwicklung hatten, ist mir leider nicht bekannt. Kann hier jemand nachhelfen?
-----------------
yep, kann mit zwei Charts dienen:
zum einen die Verbraucherpreise, gesamt und Kernrate, wie auch dem damaligen Lebenkostenindex, weiss nicht was in dem enthalten ist:
<center> </center>
hätte ansonsten noch Brot, Mehl, Schinken, Kartoffel und Zuckerpreise zu bieten *g*, aber nicht im Chart.
Grüsse
Cosa
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zucchero
21.08.2003, 00:15
@ chiron
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Re: Was war in den dreissiger Jahren in den USA los... |
-->
In Deutschland sehe ich die Sache so:
>Nun meine Vermutung für die nächsten Jahre.
>Dasselbe nochmals:
>Deflation der Geldmenge
--> Sinkende Kreditnachfrage der Bürger und Unternehmen, aber steigende Kreditnachfrage des Staates. --> Inflation
>Tiefere Aktienkurse
--> Tiefere Aktienkurse bis eine Rendite von 3-4% vom Kurs erreicht ist. Kurs wird wieder vom Ertrag bestimmt werden.
>Höhere Rohstoffe inkl. Gold und Nahrungsmittel
--> Alle Importe werden teuer, Nahrungsmittel auch, da Subventionen nicht mehr finanzierbar sind
>Tiefere Immobilienpreise wegen der hohen Fremdfinanzierung
--> Immobilienpreis ist primär von der Arbeitsplatzqualität eines Raums abhängig. Es wird weniger verdient, also sinkt der Verkaufswert einer Immobilie. Wohnen wird überproportional teuer, denn wegen wirtschaftlicher Unsicherheit ist das Risiko einer Immobilieninvestition groß.
>Was sehen Eure Erwartungen aus?
>Gruss Chiron
Gruß aus Baden
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Turon
21.08.2003, 00:24
@ chiron
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Re: Was war in den dreissiger Jahren in den USA los... |
-->Amerika setzt auf Eroberung von Rohstoffen, wie man es offenkundig sieht.
(Gleichzeitig versucht sie schon das Erdöl in künftigen Krisenräumen
eventuell zu sichern gegenüber der kommender wWltmacht China).
Daher: Die US-Börsen sind nichts anderes als Luftballon, der etwas schlapp gemacht hat. Gelingt es den Amerikanern die Besicherungsgrundlage für
alte, faule Kredite wiederherzustellen (bis dahin wird durch Neuverschuldung
Geld seitens des US-Staates in die Wirtschaft gepumpt: Rüstungsaufträge,
eventuell Schiffsbau, Modernisierung des Elektrizitätsnetzes wie auch,
Logistik - und Aufbau von China Atomkraftwerkbau (man möchte den Koloß
sicher kontrollieren);
Sollten also die Börsen steigen werden wir nur kurze Defla erleben,
bzw langanhaltende Stagnation. Preisstabilität für Waren wäre dadurch
erreicht, Lohnerhöhungen folgen höhere Steuern (in USA ganz besonders).
Ich erinnere ganz gerne in dem Zusammenhang dass dottore mal gesagt hat,
Greenspan spekuliert darauf Aktien zu kaufen (nicht für sich sondern für
die FED ;) ) so als hätte er geplant, deren Aktienkurs zu stützen.
So etwas gab es so weit ich weiß bei Bubble 1929 nicht.
Es ist schon möglich, daß bestimmte Waren teurer werden, aber das würde
soziale Unruhen herausfordern, zumal die Arbeitsplätze auch rar
sind.
Ich denke jedenfalls, so wie es ausschaut - Emerald postete das Hedgefonds noch kein Gewinn erwirtschaftet haben - daß diese zum Zurückhaltung ermahnt wurden.
Könnte ja sein. Das weißt ja nicht.
Wir werden weitersehen, wie sich die Lage weiter entwickelt.
Ich denke jedoch, es muß nicht so kritisch sein, wie allgemein angesehen.
Und bei heutigem Börsenkurs ist zu vermuten daß die finanzielle Situation
sich gar bessert (nur die der FED nicht).
Ich tendiere bis auf Wiederruf, daß wir die Tiefststände für dieses Jahr
hinter uns haben. Eine Korrektur folgt dann noch eventuell, dann aber
hat dieser Dow Jones durchaus Chancen zum Ende des Jahres wieder mal fünfstellig zu werden. Wäre nach Elliott vermutlich auch noch drin.
(dazu Jükü fragen - ich bin kein Aboinhaber).
Das werden aber die nächsten Tage entscheiden.
Die Jahre 2004-2007 könnten aber tatsächlich dann dafür sorgen,
daß Dow richtig auf die schnauze fallen wird - 2000 bis 5000
- alles drin. Das hängt von Ausgabenpolitk der nächster Wahlperiode.
Bush hat die nächste Wahl zu gewinnen - und da ist überhaupt nichts mit sparen,
sondern mit Verschuldungsgrenzen anheben.
Gruß
Gruß
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Burning_Heart
21.08.2003, 05:24
@ chiron
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Re: Was war in den dreissiger Jahren in den USA los... |
-->
1930 und heute ist kaum vergleichbar,weil die heutigen Schulden einfach alles platt machen werden inkl. den meisten Währungen.
-Deflation(Start seit 2000 durch Aktiencrash)
-Arbeitslosigkeit
-Armut
-Kriege aller Art
-Aktien erstmal 5 Jahre zickzack(der Crash liegt hinter uns) dann langsames ausbluten bis S&P unter 100 Punkte.
-Gold wird steigen,weil es bereits steigt(uptrend) und ich vermute,das bald einiges Volumen von Forex in den dünnen Goldmarkt wandern könnte.Wenn dieser Uptrend bricht,wird auch Gold und andere Commodities von der alles umfassenden Deflation erfasst.Gold dann zweistellig -jawohlja.
Enthält schliesslich noch 80% Inflationsprämie.Es sei den,Euro und $ geben vorher den Geist auf.
-Immobilien:Adios Amigo! minus 70% wenn E und $ solange halten.
Insgesamt wird die Deflation alle Preise auf 1900 Niveau zurückbringen.
-danach einige Jahre Staatenlose Anarchie und Chaos.
zum Schluss werden dann Oldys Gogos eingeführt.Zwei Jahre später werden diese dann von einer Staatsmacht unterdrückt und verboten,weil sie eine eigene Währung wollen zum Steuern abknopfen und...gähn
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Euklid
21.08.2003, 08:30
@ chiron
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Re: Was war in den dreissiger Jahren in den USA los... |
-->
>Nun meine Vermutung für die nächsten Jahre.
>Dasselbe nochmals:
>Deflation der Geldmenge
>Tiefere Aktienkurse
>Höhere Rohstoffe inkl. Gold und Nahrungsmittel
>Tiefere Immobilienpreise wegen der hohen Fremdfinanzierung
>Was sehen Eure Erwartungen aus?
>Gruss Chiron
Ausweitung der Geldmenge impliziert durch Staatsausgaben (höhere Verschuldung)
Gegenläufig wird anfangs bei vielen Leuten Omas Sparstrumpf wirken.<font color=#FF0000>Insgesamt auf 5 Jahre neutral,auf 10 Jahre inflationär weil Infla dann warmgelaufen</font>
Drastisch höhere Rohstoffpreise auf Sicht von 10 Jahren weil Ã-kofuzzys noch immer Erschließungen mit aller Macht behindern.Staat verdient hier über Umsatzsteuern kräftig mit ohne einen Finger zu rühren.
Aktienkurse in etwa seitwärts auf 10 Jahre Dax zwischen 3000 und 4000 aber nochmals Absturz möglich auf unter 1500
Immobilienpreise neutral weil sich Überlagerungen ergeben:
Zahl der Einzelhaushalte steigt
Investitionen in Immobilien werden vorerst nicht mehr getätigt
Verhinderung des Absinkens der Immo-Preise durch drastisch teurere Rohstoffe und Grundstücksmonopolist Staat und Kommunen.
Insgesamt immer mehr in inflationäres Szenario abgleitende Gesamtsicht.
Vollkommen irre Staatsausgaben für militärischen Krempel
Preisindexe sind für den Reißwolf da sie nicht die Wahrheit abbilden.Dadurch lassen sich viele Leute verwirren und investieren erst dann wenn die Zinsen wieder hoch sind und die Mieten anfangen zu steigen.
Das macht doch mehr Spaß. Es war leider immer so und nicht anders (Schweinezykklus)
Da die meisten Leute nicht real und nominal unterscheiden können werden sie gerne investieren und sich über die Steigerung ihrer angeschafften Werte freuen obwohl nominal 0% herumkommt.
Es ist doch ein so schönes Gefühl für 100 000 anzuschaffen um nach 15 Jahren 200 000 auf dem Zettel stehen zu haben was nach Beschau dann 0% Rendite macht;-))
Und noch schöner ist es wenn dann Papa Staat vom vermeintlichen Zuwachs und der Null-Rendite auch noch 50% schnappt.
Aber das kriegen doch die meisten Investoren gar nicht mehr mit weil sie das Gras bis dahin von unten sehen;-))
Gruß EUKLID
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chiron
21.08.2003, 09:31
@ Cosa
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Besten Dank, Cosa! (owT) |
-->>Was die Rohstoffe und Nahrungsmittel für eine Preisentwicklung hatten, ist mir leider nicht bekannt. Kann hier jemand nachhelfen?
>-----------------
>yep, kann mit zwei Charts dienen:
>zum einen die Verbraucherpreise, gesamt und Kernrate, wie auch dem damaligen Lebenkostenindex, weiss nicht was in dem enthalten ist:
><center> </center>
>
>hätte ansonsten noch Brot, Mehl, Schinken, Kartoffel und Zuckerpreise zu bieten *g*, aber nicht im Chart.
>Grüsse
>Cosa
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