kizkalesi
21.08.2003, 08:29 |
Euro: Glanz schon wieder vorbei? Thread gesperrt |
-->hallo,
neulich hatte hier mal, als weltweit alle Experten so etwas von grottenbearish auf den Dollar waren,, glaube ich, foreveryoung gefragt: Hat denn wirklich der tolle Euro das Auge von den beiden Blinden, dem Dollar oder dem Euro?
Da hiess es von den Euro -Call Besitzern und das war ausgemachte Sache unter den sogenannten Experten weltweit lauthals 1,20, 1,30, 1,40.
Was ist passiert in der Zwischenzeit?
Ist der Glanz des Musterlandes Europa mit dem Zugpferd Deutschland, mir kommen die Tränen, schon wieder hin? Oder tatsächlich nur Gewinnmitnahmen, wie das immer so schön heisst. TaiwanChinese meint: Euro zu teuer
aws.
kiz
<font size="5">Der Euro verliert an Strahlkraft </font>
Ã-konomen und Exporteure sehen aber noch keine Trendwende
Frankfurt/Main - Deutschlands Exporteure können momentan gleich doppelt aufatmen: Fast zeitgleich mit dem Ende der rekordverdächtigen Hitzewelle hierzulande hat auch der Euro weiter an Strahlkraft verloren. Die Gemeinschaftswährung, die noch vor Kurzem von einem Hoch zum nächsten gejagt war, fiel gestern zeitweise auf 1,1090 Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit April 2003.
Grund für die sinkende Euro-Nachfrage und das wieder erwachte Interesse am Dollar sind vor allem die unterschiedlichen Wachstumsaussichten beider Währungsräume. Während die US-Wirtschaftsleistung nach ersten Schätzungen im zweiten Quartal um 2,9 Prozent gestiegen ist, mussten die europäischen Statistikbehörden in den vergangenen Tagen Enttäuschendes berichten. So entwickelte sich das französische Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einem Minus von 0,3 Prozent im zweiten Quartal deutlich schlechter als erwartet. Deutschland, Italien und die Niederlande sind im ersten Halbjahr sogar in die Rezession gerutscht. Im Schnitt rechnen die Ã-konomen deshalb damit, dass die Euro-Zone im Gesamtjahr mit mageren 0,5 Prozent Wirtschaftswachstum stagnieren wird."Die Konjunkturerholung in den USA ist bisher viel schneller und stärker als in Europa. Das hilft dem Dollar, sagt Carsten Klude, Chefvolkswirt von M.M. Warburg.
Für zusätzlichen Schub sorgten Äußerungen der Zentralbank Taiwans, die in dieser Woche mitgeteilt hatte, keine weiteren keine Pläne zur Anlage von Devisenreserven in Euro zu haben, weil die Gemeinschaftswährung zu teuer sei. Händler rechnen nun damit, dass viele Notenbanken sich nach dem rasanten Anstieg des Euro wieder verstärkt Dollar-Anlagen zuwenden könnten.
Tatsächlich wächst der Appetit der internationalen Investoren auf amerikanische Wertpapiere. Wie aus den jüngsten Statistiken hervor geht, lagen die Nettokapitalzuflüsse ausländischer Investoren im Juni bei 84,6 Mrd. Dollar.
Deutlichen Zuspruch erfuhren vor allem US-Aktien: Nachdem die USA im Februar sogar Kapitalabflüsse von rund 2,1 Mrd. Dollar verzeichnen mussten, fiel die Nachfrage ausländischer Investoren nach US-Aktien im Juni mit 10,3 Mrd. Dollar so kräftig aus wie seit langem nicht mehr."Die Marktteilnehmer glauben wieder an den Wachstumsvorsprung Amerikas und kaufen US-Aktien", sagt John Rothfield von der Bank of America. Doch auch die Zinsdifferenz lang laufender Staatsanleihen in Amerika und Europa falle zum ersten Mal seit langem wider zu Gunsten der US-Papiere aus und locke weiteres Kapital ins Land.
"Es setzt sich zunehmend die Ansicht durch, dass es immer weniger Gründe gibt, in Europa zu investieren. Das alles hilft dem Dollar", sagt Rothfield, der in den kommenden Wochen sogar mit einem weiteren Rückgang des Euro bis unter die Marke von 1,10 Dollar rechnet und seine bisherige Euro-Dollar Prognose, die von Kursen zwischen 1,15 bis 1,20 Dollar bis Jahresende ausgeht, überarbeiten will.
Mit dieser Einschätzung gehört der Währungsexperte allerdings noch zur Minderheit. Die Mehrzahl der Strategen rechnet weiterhin damit, dass der Anstieg des Dollar nicht von Dauer sein wird.
"Das ist nur eine Verschnaufpause", meint etwa Goldman-Sachs-Ã-konom Jim O'Neill. Skeptisch stimmt viele Experten nach wie vor das riesige Leistungsbilanzdefizit der USA, das in diesem Jahr auf rund fünf Prozent des US-BIP steigen wird und das erst deutlich sinken muss, bevor eine Erholung der US-Wirtschaft und des Dollar von Dauer sein kann. Doch die damit verbundene Abwertung des Dollar gegenüber vielen asiatischen Währungen steht noch aus.
Vor allem China setzt bisher alles daran, dass der Yuan nicht weiter aufwertet."So lange das so bleibt, ist die Wahrscheinlichkeit für eine erneute starke Rallye des Euro auf das bisherige Rekordhoch von 1,1930 Dollar oder darüber zwar begrenzt", so O'Neill. Auf Sicht der nächsten drei Monate traut er der Gemeinschaftswährung aber weiterhin Kurse von bis zu 1,18 Dollar zu. Und auch die deutschen Exporteure bleiben misstrauisch: So rechnet der Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) weiterhin mit einem steigenden Euro und Kursen von bis zu 1,20 Dollar. Denn, so warnte BGA-Chef Anton Börner gestern: Was am Devisenmarkt passiere, sei"keine Trendwende, sondern eine reine Konsolidierungsphase
<ul> ~ Original hier</ul>
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HB
21.08.2003, 08:47
@ kizkalesi
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Euro-Gebiet auch in Schwarzafrika? |
-->Der folgende Link (hatten wir hier schon mal) erklärt zwar nicht wirklich die Schwäche des Euro, kann aber anekdotenhaft dafür genommen werden, dass bei der Konstruktion dieser Währung auch getrickst wurde:
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[img][/img]
Euro-Gebiet auch in Schwarzafrika?
Das Gebiet der europäischen Einheitswährung Euro besteht nicht nur aus 12 europäischen Ländern, sondern umfasst aus ökonomischer Sicht auch 15 inoffizielle Mitglieder in Schwarzafrika.
Der Grund hierfür ist das Währungsabkommen, das Frankreich mit 15 afrikanischen Staaten geschlossen hat und das deren Währung, den CFA-Franc, an den Französichen Franc bindet. Die Franc-Zone in Afrika besteht aus 15 Ländern, überwiegend ehemalige französische Kolonien, mit 80 Millionen Einwohnern. Das Geld dieser Länder wird üblicherweise einheitlich CFA-Franc bezeichnet, obgleich es sich in Wirklichkeit um drei verschiedene Währungen handelt.
Die acht Mitglieder der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA) benutzen als Währung den Franc der Afrikanischen Finanzgemeinschaft (FCFA), der von einer eigenen Notenbank, der Zentralbank der Westafrikanischen Staaten (BCEAO) herausgegeben wird. Dieser Union gehören Benin, Burkina-Faso, die Elfenbeinküste, Mali, Niger, Senegal, Togo und auch Guinea-Bissau an.
Daneben gibt es auch noch die aus Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik, Kongo-Brazzaville, Gabun, Äquatorialguinea und dem Tschad bestehende Gemeinschaft Zentralafrikanischer Staaten. Sie verwendet den von der Bank von Zentralafrika (BEAC) emittierten Franc der finanziellen Zusammenarbeit in Zentralafrika (FCFA).
Da die beiden Währungen einen gemeinsamen Kurs von 100 FCFA gegenüber dem Französischen Franc besitzen, werden sie gewöhnlich unter der Bezeichnung CFA-Franc zusammengefaßt.
Eine Sonderrolle spielt die auf der Inselgruppe der Komoren von einer eigenen Zentralbank herausgegebene Komorische Franc, der ebenfalls eng an den Französichen Franc gebunden ist. Die Inselgruppe der Komoren liegt im Indischen Ozean, nordwestlich von Madagaskar. Sie besteht aus vier Hauptinseln vulkanischen Ursprungs.
Die Garantie für die Werthaltigkeit des CFA-Franc übernimmt das französische Finanzministerium. Dort, und nicht (!!) bei der Bank von Frankreich, unterhalten die drei afrikanischen Zentralbanken Konten. Für den Fall von Leistungsbilanzdefiziten und einem damit verbundenen Abwertungsdruck besitzen die afrikanischen Währungshüter einen prinzipiell unbegrenzten Anspruch auf Stützungshilfen durch das Pariser Finanzministerium.
<ul> ~ Euro-Gebiet auch in Schwarzafrika? </ul>
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Toby0909
21.08.2003, 09:41
@ kizkalesi
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ganz einfach |
-->Der Chart brüllte nach einer Korrektur - das habe ich hier mit Emerald mehrmals diskutiert - auch die Kurszielbereiche haben wir hier diskutiert. Das ganze kommt also nicht überraschend. Aber um auf das Sentiment zurück zu kommen: Das wird sich ganz schnell ändern. Dollar wird stark und fällt nicht mehr und in 3 - 8 Wochen sind alle wieder Dollaroptimisten - dann kann der nächste Dollarverfall eingeleitet werden.
Schön übrigens fürs Gold. Das erste mal, daß das Gold steigt, ohne daß der Dollar fällt. Und beim nächsten Verfall wird das weiter gehen...
Viel Spaß wünsche ich allen denen, die ausgestiegen sind und jetzt hoffen, wieder billiger reinzukommen.
Toby
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vladtepes
21.08.2003, 09:49
@ kizkalesi
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Re: Euro: Glanz schon wieder vorbei? |
-->es ist eine simple abc korrektur mit dem ziel 1,05, danach sind 1,30 locker drin!
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HB
21.08.2003, 10:19
@ HB
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Eine hab´ ich noch |
-->.
[img][/img]
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sensortimecom
21.08.2003, 11:50
@ vladtepes
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Ja, Euro: Glanz vorbei! |
-->>es ist eine simple abc korrektur mit dem ziel 1,05, danach sind 1,30 locker drin!
[b]Hallo.
Leider NEIN.
Der Euro geht runter auf den Stand VOR dem 11-09, also so bei ungefähr 0,90$
und fällt noch weiter, wenn die kurz- und langfristigen Euro-Renditen nicht wieder steigen. Die EZB wird aber nicht so schnell eingreifen.
Der DAX geht über 4 500 Pkt. sobald der Euro weiter fällt (Export-Hoffnungen).
Die USA hat die Möglichkeit, es sich immer zu richten. Egal wie hoch deren Gesamtschulden sind. Bitte zu bedenken, dass es noch nicht so lange her ist, wo man vor einem vollständigen Niedergang des Euro gewarnt hat. Damals stand er bei 0,80$. Erst der NewEconomy-Kollaps (verursacht durch das SW-Patent-Chaos), sowie 11-09 und der 2. Golf-Krieg haben das Blatt gewendet.
mfg Erich B.
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Euklid
21.08.2003, 12:00
@ sensortimecom
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Re: Ja, Euro: Glanz vorbei! |
-->Warum die panische Angst vor schwachem Euro?
Lassen wir ihn doch purzeln.
Das mildert die Deflation und läuft in Richtung Infla.
Notenbankzinsen nur schön unten lassen und der Dreh ist gelungen.
Oder ist einer hier der nur weil er eine Gewaltdefla vom Zaun brechen will sich für Zinserhöhungen der EZB stark macht?
Dafür wird doch nach Lehre was ich hier gelernt habe der Markt sorgen.
Er will eben noch eine Risikoprämie haben.
Die Notenbank läßt die Zinsen langfristig auf tiefem Niveau.
Die Banken können sich billigst refinanzieren bei der EZB und der Markt treibt die Zinsen hoch.Damit wird auch die Spanne der Banken wieder richtig fett.
Die verlangen im Moment doch eh zwischen 8 - 12% Kontokorrent plus Überziehungsprovision.
Macht am Ende fette 12-16 % Zins.
Da kommt doch Freude auf oder?
Gewinn aus Refinanzierung sind 300 bis 400%
Das gibt doch Arbeitsplätze oder will jemand die Wallsreet kaufen?
Dann wäre ein starker Euro wohl besser.
Es gibt doch grandiose Lösungen um einem Fall des Euro vorzubeugen.
Warum soll amn immer nur auf Papier schauen?
Gruß EUKLID
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vladtepes
21.08.2003, 12:43
@ sensortimecom
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Re: Ja, Euro: Glanz vorbei! |
-->>>es ist eine simple abc korrektur mit dem ziel 1,05, danach sind 1,30 locker drin!
>[b]Hallo.
>Leider NEIN. > Der Euro geht runter auf den Stand VOR dem 11-09, also so bei ungefähr 0,90$
>und fällt noch weiter, wenn die kurz- und langfristigen Euro-Renditen nicht wieder steigen. Die EZB wird aber nicht so schnell eingreifen. > Der DAX geht über 4 500 Pkt. sobald der Euro weiter fällt (Export-Hoffnungen). > Die USA hat die Möglichkeit, es sich immer zu richten. Egal wie hoch deren Gesamtschulden sind. Bitte zu bedenken, dass es noch nicht so lange her ist, wo man vor einem vollständigen Niedergang des Euro gewarnt hat. Damals stand er bei 0,80$. Erst der NewEconomy-Kollaps (verursacht durch das SW-Patent-Chaos), sowie 11-09 und der 2. Golf-Krieg haben das Blatt gewendet.
>mfg Erich B.
leider nein!
du begründest den rückgang mit renditen, ezb inerventionen und einem dax über 4500.
das spielt alles bei den ew keine rolle!
ich bleibe dabei:
http://www.technical-investor.de/cmy/forum/image.asp?id=314305&f=1
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