dottore
21.08.2003, 14:42 |
Debitismus well & alive! Thread gesperrt |
-->Hi,
in Fredmund Maliks neuestem M.o.M. (8/2003, eben erst gelesen) ein weiterer Break fĂŒr die"debitistische Theorie":
"Die Summe aller SchuldverhĂ€ltnisse mal dem jeweils gĂŒltigen Zinssatz entspricht der Summe der mindestens erforderlichen wirtschaftlichen Mehrleistung zwecks Vermeidung des Untergangs."
Mit Hinweis auf"Der Kapitalismus" und"Eigentum, Zins und Geld". Weitere Passagen bitte wg. Urheberschutz im Original einsehen.
Dazu aus dem Kolloquium zur Diss. unseres Freundes Harry Haas (11. 8. 2003):
"Die neuen AnsÀtze von Bethmann, Heinsohn, Kutyn, Martin, Minsky, Nuri, Rothbard, Soddy, Soros und Steiger erklÀren ein auf Eigentumsrechten und Schulden basiertes Wirtschaftssystem mit den Charakteristika eines auf FiatwÀhrungen laufenden fraktionalen Reservebanksystems mikroökonomisch fundiert und bilden neue neue stringente Wirtschaftstheorie.
Die neuen AnsÀtze vollziehen einen grundlegenden Perspektivenwechsel, indem sie die grundlegenden finanziellen VorgÀnge 'auf den Kopf stellen' und in neuen ZusammenhÀngen verstehen und verlangen einen Paradigmenwechsel in Volkswirtschaftslehre und Geldtheorie."
Wir werden das Vögelchen Marke"mainstream" schon noch erwischen...
GruĂ!
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R.Deutsch
21.08.2003, 17:36
@ dottore
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Worin besteht der Paradigmenwechsel?? |
-->Hi,
Harald Haas schreibt:
Die neuen AnsÀtze vollziehen einen grundlegenden Perspektivenwechsel, indem sie die grundlegenden finanziellen VorgÀnge 'auf den Kopf stellen' und in neuen ZusammenhÀngen verstehen und verlangen einen Paradigmenwechsel in Volkswirtschaftslehre und Geldtheorie."
Worin besteht denn nun der Paradigmenwechsel oder die kopernikanische Wende? Er schreibt zwar stĂ€ndig davon, aber ich kann nach intensiver LektĂŒre nichts Neues entdecken.
Sollte etwa Tlagas Vorschlag einer Abwertung von 1:10 die tolle Neuigkeit sein, oder die versteckte Andeutung einer neuen Golddeckung, oder gar die 100% Deckung mit Papier? Worin besteht der Paradigmenwechsel???
GruĂ
RD
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Bob
21.08.2003, 18:47
@ R.Deutsch
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Re: Stimmt das ĂŒberhaupt? |
-->Das einzige, was ich sehe ist, daà in den PrÀmissen wahrhaft revolutionÀre Gedanken verborgen liegen, wie z.B. dieser hier:
>>It is important to note, that the bankâs equity position does not affect the bankâs ability to make loans or purchase assets. The increase in equity through profits or additional stock offerings does not affect the bankâs ability to create loans or purchase assets. It may be useful that a bank maintains certain balance sheet ratios for fulfilling external financial regulations and laws, technically however, it is irrelevant to the creation of loans or to the purchase of assets. Since each time a bank purchases an asset or creates a loan, an equal and offsetting deposit is created, these transactions can continue to occur regardless of the equity level of the bank.<<
bob
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Theo Stuss
21.08.2003, 20:20
@ R.Deutsch
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Re: Hallo Reinhard |
-->Ich hatte Dich bitter nötig als EmpfangsbevollmĂ€chtigten fĂŒr die verbindliche Zollauskunft. Nun ist Cosa eingesprungen.
Auch einen Mittelsmann, Mohammed M., zu Islamic Mint habe ich inzwischen.
Ich hoffe, dass mir der Zoll im Oktober antworten wird.
Gruss,
Theo
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Diogenes
21.08.2003, 20:21
@ Bob
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Re: Stimmt das ĂŒberhaupt? |
-->>Das einzige, was ich sehe ist, daà in den PrÀmissen wahrhaft revolutionÀre Gedanken verborgen liegen, wie z.B. dieser hier:
>>>It is important to note, that the bankâs equity position does not affect the bankâs ability to make loans or purchase assets. The increase in equity through profits or additional stock offerings does not affect the bankâs ability to create loans or purchase assets. It may be useful that a bank maintains certain balance sheet ratios for fulfilling external financial regulations and laws, technically however, it is irrelevant to the creation of loans or to the purchase of assets. Since each time a bank purchases an asset or creates a loan, an equal and offsetting deposit is created, these transactions can continue to occur regardless of the equity level of the bank.<<
Klar stimmt das. FĂŒr jedes Soll wird ein Haben gebucht und umgekehrt. Das ist der Kern der Buchhaltung. (endlich haben die Ă-konomen es begriffen, woah! ;-))
Eigenkapital nicht notwendig. Falls es doch einmal dick kommen sollte - heiĂt die"Assets" fallen aus, dann stehen Staat und ZB hilfreich zur Seite.
Daraus ergibts sich, daà ad infinitum Buchgeld produziert werden kann, was beispielsweise von den GSE's bereits krÀftig genutzt wird.
In letzter Konsequenz fĂŒrt dieses System entweder in einen Kreditkollaps, wenn nicht weiter aufgebucht wird oder in die Hyperinflation, wenn weiter aufgebucht wird. So oder so gilt: jedes Zahlungsmittel nĂ€hert sich seinem inneren Wert an und der Wert eines Buchungssatzes ist Null. *g*
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dottore
22.08.2003, 10:11
@ R.Deutsch
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Re: Schuldparadigma statt Tauschparadigma |
-->Selbst das schönste Edelmetall wird nicht zum"Tauschen" benötigt, sondern, um damit bestehende Verpflichtungen / Verbindlichkeiten / Schulden / Steuern abzudecken, sofern diese auf Edelmetall lauten (lauteten).
Ziemlich einfach also. Die"Geld = Tauschmittel"-Theorie hat sich verabschiedet.
GruĂ!
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