Sascha
22.08.2003, 03:00 |
Discothekenbranche begrüßt beabsichtigte Thread gesperrt |
--><font size=5>Discothekenbranche begrüßt beabsichtigte Verlängerung der Ausgehzeiten für Jugendliche</font>
Pläne des Bundesfamilienministeriums für eine Liberalisierung des Jugendschutzgesetzes entsprechen den Bedürfnissen der Jugendlichen [Eigener Kommentar: Ich glaube es wäre sinnvoller wenn der Focus mal wieder etwas mehr auf eine bessere Bildung gerichtet würde denn auf Heruntersetzen der Ausgehzeiten was m.E. totaler Schwachsinn ist!]
(Berlin, 22. Februar 2002) Der DEHOGA und insbesondere der im DEHOGA integrierte Bundesverband deutscher Discotheken und Tanzbetriebe e.V. (BDT) begrüßen ausdrücklich die vom Bundesfamilienministerium in Aussicht gestellte Liberalisierung des Jugendschutzgesetzes. Hierzu erklärt Henning Franz, Präsident des BDT, in Berlin: Die geltenden Altersgrenzen und Ausgehzeiten im schon 17 Jahre alten Jugendschutzgesetz sind antiquiert <font color="#FF0000">und entsprechen nicht mehr den veränderten Lebens-und Ausgehgewohnheiten der Jugendlichen</font>.[Eigener Kommentar: Was hat das mit Lebens- und Ausgehgewohnheiten zu tun? Das Gesetz wurde damals gemacht um Jugendliche zu schützen. Vor eigener Naivität und vor Überfällen und auch damals schon Vergewaltigung usw.]
Der gesetzlich erlaubte Aufenthalt in Discotheken und Gaststätten sollte daher, wie das Bundesfamilienministerium beabsichtigt, <font color="#FF0000">auf Teenager zwischen 14 und 16 Jahren bis 23 Uhr und zwischen 16 und 18 Jahren auf 1 Uhr ausgeweitet werden</font>. <font color="#FF0000">Hierdurch werde den Ausgehbedürfnissen der Jugend Rechnung getragen</font>.[Eigener Kommentar: Wir haben echt andere Probleme in Deutschland... als dafür zu sorgen, daß noch jüngere Jugendliche noch öfter in die Discotheken gehen können!]
Die Jugendlichen gehen meistens mit ihrer Clique, die sich aus unterschiedlich alten Teenagern zusammensetzt, in die Discothek, wo sie mit anderen reden, tanzen und einfach Spaß haben können.
Eine Integration der 14- bis 16-Jährigen in den Kreis der älteren Jugendlichen ist auf jeden Fall sinnvoll. Sie müssten [ Eigener Kommentar: Müssen sie das wirklich?]fortan ihre abendliche Freizeit nicht mehr auf der Straße oder auf suspekten Privatparties verbringen, wo sie in der Regel unbeaufsichtigt und unkontrolliert Alkohol- oder Drogengefahren ausgesetzt sind. Die Discothek hingegen, die im Übrigen regelmäßigen Kontrollen des Ordnungs- und Jugendamtes unterliegt, kann durch eine effektive Ein-lasskontrolle wie z.B. Vorzeigen des Kinder- oder Personalausweises[Eigener Kommentar: Sicher, deswegen sitzen dauernd 13/14-jährige heute schon in Discotheken bis nachts um zwei und fast alle finden es normal], die Einhaltung der Jugendschutzvorschriften gewährleisten. Durch die in der Discobranche eingesetzten Chip- oder Lochkarten kann auch die Abgabe von Alkohol sehr leicht kontrolliert werden.[Eigener Kommentar: Unsinn, dann bestellt eben der Kollege der mitkommt, weiter oben schreibt"ihr" ja selbst, daß meistens Jugendliche verschiedenen Alters zusammen kommen und so ist es ja auch...] Jugendliche erhalten dann z.B. eine andersfarbige Chipkarte, mit der sie keinen Alkohol bestellen können. Besorgten Eltern wird durch eine Liberalisierung des Jugendschutzgesetzes nicht in ihr Erziehungsrecht eingegriffen. Sie haben bei der Entscheidung, ob und wie lange ihr Kind in die Disco geht, nach wie vor das letzte Wort.[ Eigener Kommentar: Wissen sie das überhaupt? Viele Eltern wissen das ja gar nicht. A sagt ihrer Mutter sie sei bei B, B sagt sie sei bei A. In Wirklichkeit hocken sie mit C in der Disco bis um drei Uhr und kommen halb voll bei C nach Hause wo gerade sturmfrei ist] Durch die Einbeziehung der 14- bis 16-Jährigen ergäben sich für Discotheken neue Veranstaltungsmöglichkeiten wie z.B. die Durchführung von Jugenddiscos in der Zeit von 18 bis 23 Uhr.
Redaktion: RA Stephan Büttner, Geschäftsführer
Marc Schnerr M.A., Pressesprecher
DEHOGA, 10873 Berlin
Telefon: 030 / 72 62 52 - 32
Fax: 030 / 72 62 52 - 42
Email: disco@dehoga.de
Internet: http://www.dehoga.de
[b] Quelle: http://www.dehoga-bdt.de/presse/Jugendschutzgesetz.pdf
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Pudelbirne
22.08.2003, 06:15
@ Sascha
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Re: Es soll nicht Aufgabe des Staates sein, Kinder zu erziehen |
-->Hallo Sascha,
es geht den Staat doch wirklich nichts an, wie lange Eltern Ihre Kinder in der Disko lassen? Das sollen doch die Eltern selber entscheiden, oder?
Gruesse einem Pudel, der naiverweise immer noch meint, dass nur ein minimaler Staat ein guter Staat ist...
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Gewinnmitnehmer
22.08.2003, 09:20
@ Sascha
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Re: Scheinbar geht es der Discothekenbranche |
-->nicht so gut und bevor unzählige nichtvermittelbare Securityleute, Klofrauen, Gläserputzer und DJs auf den Arbeitslosenmarkt strömen, greift man halt zu solchen Mitteln. Mal gespannt wann der maroden Kinoindustrie unter die Arme gegriffen wird und die Altersfreigabe für 16 jährige auf 18 Jahre erweitert wird.
Wäre doch nur logisch oder?
Thomas
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Firmian
22.08.2003, 10:05
@ Gewinnmitnehmer
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Re: FSK - Logik |
-->>nicht so gut und bevor unzählige nichtvermittelbare Securityleute, Klofrauen, Gläserputzer und DJs auf den Arbeitslosenmarkt strömen, greift man halt zu solchen Mitteln. Mal gespannt wann der maroden Kinoindustrie unter die Arme gegriffen wird und die Altersfreigabe für 16 jährige auf 18 Jahre erweitert wird.
>Wäre doch nur logisch oder?
>Thomas
Lieber Thomas,
Du meinst:"...die Altersfreigabe FSK 18 abgeschafft wird", damit die Sechzehnjährigen endlich die Splatterfilme sehen können, die sie sehen wollen.
Die Freiwillige Selbstkontrolle der (deutschen) Filmwirtschaft ist ein Club älterer Herren, die ganz auf Jugendschutz gepolt sind und darauf, ihre Pfründe zu verteidigen. Von denen ist keine"Gefahr" zu erwarten.
Zum Verfahren:
Die Filmverleiher müssen ihre Filme der FSK vorlegen, um eine Altersfreigabe zu erhalten. Alle nicht geprüften Filme sind automatisch FSK 18. Die Prüfung kostet pro Meter Film 0,82 €. Bei 27,4 m/min ergibt sich ein Minutenpreis von 22,47 €, also für einen 1,5h Film 2472 €.
Dokumentarfilme können von kleinen engagierten Verleihern aus Kostengründen zum Teil nicht der FSK vorgelegt werden. So wird dann Kultur von den Heranwachsenden ferngehalten. Weil jede einzelne Fassung (synchronisiert, Original mit Untertiteln, Originalfassung) einzeln vorgelegt und bezahlt werden muß, sind eigentlich alle OmU und OF Filme"Frei ab 18", so wird verhindert, daß die Heranwachsenden mit Fremdsprachen in Berührung kommen.
Zur Krönung: Es gab einen langen Streit, weil die Defa-Kinderfilme nie der FSK vorgelegen haben. Sie waren lange Zeit mit FSK 18 gesiegelt und es dauerte Jahre, bis die Altersempfehlung der DDR anerkannt wurde.
Gruß aus Hamburg
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Gewinnmitnehmer
22.08.2003, 11:59
@ Firmian
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Re: FSK - Logik |
-->Ich kenne das. Das wird zur Zeit bei der USK gebnauso bescheuert gehandhabt. Z.B."Bob der Baumeister" von dem einige Teile nie über die USK liefen, wird teilweise jetzt mit USK 18 verkauft.
Thomas
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Euklid
22.08.2003, 13:45
@ Pudelbirne
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Re: Es soll nicht Aufgabe des Staates sein, Kinder zu erziehen |
-->Ich weiß nicht ob Du schon Kinder großgezogen hast und verurteile auch nicht deine total großzügigen Ansichten des Begriffs Freiheit.
Das ist gut so.
Aber gut ist es eben nicht mehr wenn manche meinen diese totale Freiheit mißbrauchen zu können,denn Freiheit hat eben genau da den Schlußpunkt zu setzen wo sie andere Menschen ihrer Freiheit beraubt.
Auch ich gehöre zu der Sorte Mensch die den Staat minimalst haben wollen.
Trotzdem muß man Regeln des Zusammenlebens akzeptieren die jeder einzuhalten hat.Man kann diese aber nur durchsetzen wenn man dafür sorgt daß sie eingehalten werden.Und dafür braucht es den Staat.
Alternativ könnten wir ihn auch abschaffen.Dann bräuchte aber jeder eine Pistole und wer zuerst schießt hat gewonnen.Willst Du das?
So etwas will ich jedenfalls noch nicht.
Eventuell erst wenn der Staat doch die Grätsche macht.
Dann versuche ich sicher immer zuerst abzudrücken ;-))
Mit Kindern zu diskutieren wie lange sie wegbleiben dürfen ist schwer genug.
Jede weitere Freizügigkeit ist momentan unangebracht,weil nämlich die Welle gerade wieder zurückläuft und das Gefahrenpotential zunimmt.
Kinder wollen immer das maximale ausschöpfen,vor allem dann wenn sie wissen daß dies zuhause keine Konsequenzen hat.
Und hier beginnt das Vabanque - Spiel immer wieder aufs Neue.
Zuviel Strenge ist wohl genauso schädlich wie zuviel Leine.
Gruß EUKLID
Gruß EUKLID
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Pudelbirne
22.08.2003, 17:22
@ Euklid
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Re: Ganz meiner Meinung, aber ich setze wohl `nen anderen Akzent |
-->>Ich weiß nicht ob Du schon Kinder großgezogen hast und verurteile auch nicht deine total großzügigen Ansichten des Begriffs Freiheit.
>Das ist gut so.
>Aber gut ist es eben nicht mehr wenn manche meinen diese totale Freiheit mißbrauchen zu können,denn Freiheit hat eben genau da den Schlußpunkt zu setzen wo sie andere Menschen ihrer Freiheit beraubt.
Yep, und werden durch solche Staatsverbote Freiheiten geschaffen oder genommen?
>Auch ich gehöre zu der Sorte Mensch die den Staat minimalst haben wollen.
>Trotzdem muß man Regeln des Zusammenlebens akzeptieren die jeder einzuhalten hat.
Ja, und ueber die Regeln muss man streiten...
>Man kann diese aber nur durchsetzen wenn man dafür sorgt daß sie eingehalten werden.
Tautologie!
>Und dafür braucht es den Staat.
Nun, das scheint so zu sein, aber ist das wirklich so? Ich meine, nur weil das in unserer (historisch) recht kurzen Lebensspanne immer so war, muss das nicht in Stein gemeisselt sein...
>Alternativ könnten wir ihn auch abschaffen.Dann bräuchte aber jeder eine Pistole und wer zuerst schießt hat gewonnen.Willst Du das?
Nun vertrittst Du radikale Ansichten!
>So etwas will ich jedenfalls noch nicht.
Gott sei Dank! !
>Mit Kindern zu diskutieren wie lange sie wegbleiben dürfen ist schwer genug.
>Jede weitere Freizügigkeit ist momentan unangebracht,weil nämlich die Welle gerade wieder zurückläuft und das Gefahrenpotential zunimmt.
>Kinder wollen immer das maximale ausschöpfen,vor allem dann wenn sie wissen daß dies zuhause keine Konsequenzen hat.
>Und hier beginnt das Vabanque - Spiel immer wieder aufs Neue.
>Zuviel Strenge ist wohl genauso schädlich wie zuviel Leine.
>Gruß EUKLID
>Gruß EUKLID
Gruss Zurueck...
Pudelbirne
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Euklid
22.08.2003, 19:04
@ Pudelbirne
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Re: Ganz meiner Meinung, aber ich setze wohl `nen anderen Akzent |
-->>>Ich weiß nicht ob Du schon Kinder großgezogen hast und verurteile auch nicht deine total großzügigen Ansichten des Begriffs Freiheit.
>>Das ist gut so.
>>Aber gut ist es eben nicht mehr wenn manche meinen diese totale Freiheit mißbrauchen zu können,denn Freiheit hat eben genau da den Schlußpunkt zu setzen wo sie andere Menschen ihrer Freiheit beraubt.
>Yep, und werden durch solche Staatsverbote Freiheiten geschaffen oder genommen?
Ab hier wird es wohl interessant
<font color=#FF0000>Ich behaupte daß durch Verbote auch Freiheiten geschaffen werden können</font>
Beispiel:<font color=#008000>Grafitti-Sprayer rückt jede Nacht an und verschandelt mein Haus. Nach dem x-ten Male lasse ich ihn abführen.Dadurch gewinne ich nämlich meine Freiheit wieder weil es ja nicht Sinn und Zweck sein kann das Geld aus meiner Arbeit für die Entfernung von Grafittibildern auszugeben.Es ist absolut nicht von der Hand zu weisen daß ich dadurch wieder meine persönliche Freiheit gewinne.Also wird durch das Verbot des Grafitti-Sprühens meine Freiheit zunächst indirekt wieder hergestellt.Durchgesetzt wird sie aber nur durch den Vollzug.</font>
<font color=#0000FF>Und jetzt wird es halt noch interessanter.Tut es die Staatsmacht nicht aus welchen Gründen auch immer,obwohl es Gesetze gibt, weil vielleicht der Pleitegeier kreist und die persönliche Freiheit eines Euklid in der Prioritätenliste zu weit unten steht,dann muß Euklid wohl seine Freiheit zurückerkämpfen.Das geschieht dann entweder in Eigenleistung mit der Kalaschnikoff,oder eventuell durch Bestellung einer Dienstleistung.</font>
So hart ist das Leben eben;-))
Der Sprüher hätte das vermeiden können.
Und das ist beileibe keine Tautologie.
Natürlich gibt es noch Zwischenstufen.
Man könnte ihn nicht erschießen sondern man könnte ihm auch beide Hände abhacken.
Das Risiko daß er dann noch frecher würde wenn er schon vorher laufend Gesetze übertritt ist dann wohl zu groß.
Die nächste Eskalationsstufe muß unterbrochen werden.
Also machts peng und das wars dann.
Gruß EUKLID
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