Euklid
22.08.2003, 20:22 |
Jetzt haben sie Rußland ja doch die 8 Mrd Schulden erlassen. Thread gesperrt |
-->Das war ja das Thema als Blair die Russen für den Irak-Krieg ködern wollte (bzw für das Stillhalten) und Putin scheinbar in die Hand versprach daß er die Deutschen dann dazu bringen würde die Schulden zu erlassen.
Wie ihr seht sitzt Blair direkt an der Staatskasse der BRD.
Das muß beim letzten Treffen Schröder - Blair gewesen sein.
Und vor allen Dingen findet man diese generösen Dinge jetzt in ganz kleiner Schrift in der Zeitung.Ohne Brille findet man das nicht.
Eigentlich eine Ungeheuerlichkeit in einer Zeit in der man jeden Pfennig 2 mal umdrehen muß.
Ich bin mal gespannt wann endlich der britische Sonderrabatt fällt der von Deutschland alleine finanziert wird.
Über jetzt 20 Jahre geht allein diese Geschichte in die 100 Milliarden.
Gruß EUKLID
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Silberfuchs
22.08.2003, 20:27
@ Euklid
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Sonderrabatt? Quelle? (owT) |
-->
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apoll
22.08.2003, 20:39
@ Euklid
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Re: Jetzt haben sie Rußland ja doch die 8 Mrd Schulden erlassen. |
-->>Das war ja das Thema als Blair die Russen für den Irak-Krieg ködern wollte (bzw für das Stillhalten) und Putin scheinbar in die Hand versprach daß er die Deutschen dann dazu bringen würde die Schulden zu erlassen.
>Wie ihr seht sitzt Blair direkt an der Staatskasse der BRD.
>Das muß beim letzten Treffen Schröder - Blair gewesen sein.
>Und vor allen Dingen findet man diese generösen Dinge jetzt in ganz kleiner Schrift in der Zeitung.Ohne Brille findet man das nicht.
>Eigentlich eine Ungeheuerlichkeit in einer Zeit in der man jeden Pfennig 2 mal umdrehen muß.
>Ich bin mal gespannt wann endlich der britische Sonderrabatt fällt der von Deutschland alleine finanziert wird.
>Über jetzt 20 Jahre geht allein diese Geschichte in die 100 Milliarden.
>Gruß EUKLID
...nennt man das nicht Tribut?"Ein Ring sie zu knechten, ins Dunkel zu treiben, sie ewig zu binden.....aus:"Der herr die Ringe".
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Euklid
22.08.2003, 20:40
@ Silberfuchs
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Bild- gestern oder vorgestern links unten auf Vorderseite (klitzeklein) |
-->Zuerst Lupe besorgen.
Gruß EUKLID
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Tempranillo
22.08.2003, 21:34
@ Euklid
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Re: Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr |
-->>Das war ja das Thema als Blair die Russen für den Irak-Krieg ködern wollte (bzw für das Stillhalten) und Putin scheinbar in die Hand versprach daß er die Deutschen dann dazu bringen würde die Schulden zu erlassen.
>Wie ihr seht sitzt Blair direkt an der Staatskasse der BRD.
>Das muß beim letzten Treffen Schröder - Blair gewesen sein.
Hallo Euklid,
als ich Deine Info über den Schuldenerlass für Russland gelesen habe, war das ein Schlag in die Magengrube. Das darf doch alles nicht wahr sein, wie wir von der ganzen Welt, nein, von unseren Freunden und Verbündeten, als impotente Idioten vorgeführt werden, denen jeder ungefragt das sauer verdiente Geld aus der Tasche ziehen darf.
Wer will noch mal, wer hat noch nicht, das deutsche Portmonnaie steht genauso offen wie das A...loch von Schröder und Eichel.
Ein Land, das solche"Freunde" hat, braucht wirklich keine Feinde mehr.
Bei etwas kühlerer Betrachtung könnte ich der Sache sogar noch etwas Positives abgewinnen. Ich habe schon mehrfach dafür plädiert, sich politisch aus der dogmatischen Westbindung zu lösen, und mal ausgiebig mit Moskau zu flirten.
Das, was wir unseren Feinden über die EU-Finanzierung und anderes (Zwangsarbeiterentschädigung etc.) in den Rachen werfen, könnten wir im Osten vielleicht gewinnbringender anlegen; wir müßten nur zuvor die Zahlungen an den Westen auf das korrekte Niveau, auf Null, zurückführen. Aber dafür haben unsere Schlappschwänze von PolitikerInnen, wie Chirac zu sagen flegt,"einfach nicht die Eier".
Mir stehen NATO und EU Oberkante Unterlippe, und über die BILD sage ich jetzt besser gar nichts.
Tempranillo
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Emerald
22.08.2003, 21:50
@ Tempranillo
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Re: Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr |
-->Ich kenne mich nicht aus, was da politisch abläuft in Sachen Schulden-Erlass,
nur was Tempranillo antönt betreffend Allianz mit Russland, kann ich maximal
unterstützen.
Leider gibt es da scheinbar Berührungs-Aengste, was sehr sehr schade ist.
Deutschland und Russland in einer Union würde unbedingt Sinn machen. Die
sich öffnenden Märkte und die gemeinsamen Resourcen würden das übrige Europa
und ganz Nord-Amerika plus SüdAmerika ins Hintertreffen (in den Hintern treffen)
bringen.
Ich bin überzeugt, wenn Herr Genscher mit Herrn Putin diese Dinge ernsthaft
erörtern würde, dann würde das Eis schnell auftauen. Ich meine sogar annehmen zu können, dass die Russen sehr vertragstreue und gute Genossen sein würden,
und den ersten Schritt der BRD begrüssen würden.
Beide Länder haben etwas einzubringen in diesen Deal und an Motivation ist
weiland hüben und drüben genügend vorhanden.
Alleine die Milliarden die jährlich in irgendwelchen EU-Kassen versickern
würden genügen bis zum Ural"blühende Städte" in der Republik Germania/Russland
auferstehen zu sehen. Jeder dort investierte Euro rechnet sich in 10 Jahren
50 x auf. In Brüssel ist das pure Gegenteil die Standard - Rechnung.
RWE und Gazprom haben die Verknüpfungen schon geschafft, die dortigen
Manager sind den Politiker gerne behilflich den Teppich ausrollen zu helfen.
Nasdarowje.
Emerald.
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Turon
22.08.2003, 21:51
@ Tempranillo
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Vor allem: |
-->Dieser"flirt" bräuchte dann endlich keine Vermittler und wäre für die tatsächlich ein Schlag ins Gesicht.
Noch etwas sollte man hinzufügen. Die Deutschen haben sich mit den Russen
sehr gut verstanden. Daher wäre die Koalition mit Sicherheit besser - und würde
in beiden Ländern für ordentlichen Aufschwung sorgen.
Stattdessen schwört man ausgerechnet der"Freunden" Treue (Merkel und Co.)
dessen eindeutiges politisch-wirtschaftliches Ziel ist über Deutschlands Finanzen die EU zu demontieren.
Nur eines hat die Sache zum Vorteil. Wenn die EU pleite ist, und der Euro am Boden liegt, werden die Schulden immerhin optisch kleiner. So aber, darf Deutschland auf Umwegen einerseits Amerikas Terrorkrieg quasi mitfinanzieren, auf der anderer Seite zieht man die Basis für den Euro unter den Füßen weg,
da Erdöl jetzt wieder in Dollar abgerechnet wird. Wozu braucht dann die Welt den Euro tatsächlich noch?
Gruß
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nasowas
22.08.2003, 21:59
@ Euklid
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Kann die Bundesregierung ohne Bundestagsabstimmung Schulden erlassen? |
-->Kann die Bundesregierung einen Schuldenerlass in solcher Höhe einfach so vornehmen? -oder muß das Parlament da noch zustimmen?
Ich frage nur, weil ich zu dieser Nachricht mal wieder nichts in den Medien gelesen habe. Würde der Bundestag eine Abstimmung hierzu abhalten, würde man doch eher etwas davon mitbekommen.
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Bob
22.08.2003, 22:24
@ nasowas
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Re: Wer beschließt eigentlich den Staatsbankrott? |
-->Bundestag, Regierung, Finanzminister, Bundeskanzler, einfaches Gesetz, Verwaltungserlaß, Zwei-Drittel-Mehrheit?
weiß jemand, wie das technisch geht?
bob
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Tempranillo
22.08.2003, 22:32
@ Emerald
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Re: Das diplomatische Register in seiner ganzen Vielfalt nutzen |
-->Hallo Emerald,
vielen Dank für Deine Zustimmung; freut mich sehr, wie im Fall von Turon, aber bei Turon ist das nicht so neu wie bei Dir.
>Ich kenne mich nicht aus, was da politisch abläuft in Sachen Schulden-Erlass,
>nur was Tempranillo antönt betreffend Allianz mit Russland, kann ich maximal
>unterstützen.
So weit, eine handfeste Allianz zu schließen, bräuchte man vielleicht gar nicht zu gehen. Es wäre schon viel gewonnen, sich mal die Option zu schaffen, daß man sich gegebenenfalls auch anders orientieren könnte. EU und USA müßte klar gemacht werden, was sie alles verlieren, wenn sie D-Land ins andere Lager treiben.
Was ich mir vorstelle, wäre eine Politik, die das ganze Register der feinen Schattierungen und Nuancen von genseitiger Annäherung und Distanzierung, die zahlreichen Zwischenstufen von Duldung, Einverständnis und offenem Bündnis in ihre Möglichkeiten mit einbezieht. (Die wie so oft unschlagbar treffend und schön formulierte Originalpassage OvBs habe ich gerade nicht zur Hand, deshalb meine Paraphrase)
>Leider gibt es da scheinbar Berührungs-Aengste, was sehr sehr schade ist.
>Deutschland und Russland in einer Union würde unbedingt Sinn machen.
Oh ja. Für mich, diese Ansicht wird vielen völlig verschroben vorkommen, ist das Zerwürfnis mit Russland das Schlimmste, was D-Land passieren konnte. In prophetischer Hellsicht, einer Situation, die an die Szene Großinquisitor/König Philipp erinnert, hat OvB den österreichischen Kronprinzen Rudolf (Mayerling, Vetsera) beschworen, immer und um (fast) jeden Preis das Einvernehmen mit Russland zu erhalten:"Damit steht und fällt Europa."
> Die sich öffnenden Märkte und die gemeinsamen Resourcen würden das übrige Europa und ganz Nord-Amerika plus SüdAmerika ins Hintertreffen (in den Hintern treffen).
Die Sogwirkung wäre vermutlich so stark, daß sich auch andere Länder, v.a. Frankreich, über kurz oder lang anschließen würden.
>Ich bin überzeugt, wenn Herr Genscher mit Herrn Putin diese Dinge ernsthaft
>erörtern würde, dann würde das Eis schnell auftauen. Ich meine sogar annehmen zu können, dass die Russen sehr vertragstreue und gute Genossen sein würden,
>und den ersten Schritt der BRD begrüssen würden.
Wie schön, wenn wir die Gräben zuschütten könnten.
>Beide Länder haben etwas einzubringen in diesen Deal und an Motivation ist
>weiland hüben und drüben genügend vorhanden.
Es gibt doch so viel Verbindendes! Die Aufzählung wäre ermüdend. Angefangen von der Zarin Katharina, dem unglücklichen Bernsteinzimmer, dem in Baden-Baden Geld verspielenden Dostojewski, dem russischen Faible für deutsche Musik (Beethoven), der vom Deutschen Neuhaus begründeten russischen Pianistentradition, und, und, und.
Gerade fällt mir noch ein, welch´ bewegende Liebe Lew Kopelew zur deutschen Literatur hatte. Der kannte seinen Faust auswendig. Ich leider nicht.
>Alleine die Milliarden die jährlich in irgendwelchen EU-Kassen versickern
>würden genügen bis zum Ural"blühende Städte" in der Republik Germania/Russland
Vielleicht würden es uns die Russen danken? Schon ein anerkennendes Wort wäre mehr als es jetzt gibt.
Ich fürchte nur, das ist zu schön, um wahr zu sein. Vor allem wissen wir nicht, wieviel Druck hinter den Kulissen ausgeübt wird. So klug wie wir werden andere auch sein.
Tempranillo
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RetterderMatrix
22.08.2003, 22:45
@ Bob
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Den beschließt keiner |
-->der kommt ganz einfach, egal was Bundestag & Co so bschließen.
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Bob
22.08.2003, 22:59
@ RetterderMatrix
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Re: Den beschließt keiner - wirklich? hast Du das nachgelesen oder geraten? (owT) |
-->
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Tempranillo
22.08.2003, 23:02
@ RetterderMatrix
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Re: Den beschließt keiner |
-->>der kommt ganz einfach, egal was Bundestag & Co so bschließen.
Aber irgendjemand muß ihn doch feststellen, so wie der Arzt den Totenschein ausstellt?
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Ecki1
22.08.2003, 23:08
@ RetterderMatrix
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Re: Den beschließt wirklich keiner! |
-->Aufgrund des kameralistischen Buchführungssystems ist ein Staatsbankrott ja auch nur bei Illiquidität feststellbar. Und selbst diese wird nicht öffentlich kundgetan, sondern man verschleppt fällige Zahlungen (Bestellungen werden verspätet bezahlt), baut"Schwankungsreserven" ab bis auf Zwei-Wochen-Frist oder sogar kürzer, was dann immer noch fehlt, pumpt man sich bei Grossunternehmen und Banken (und somit letztendlich beim Halter von Giralguthaben und Sparbüchern).
Der moderne Staatsbankrott kommt mit ständigen"Sparprogrammen" daher und erst ganz zum Schluss zeigt sich anhand der Zinskurve, wo der Hammer hängt.
In Dottore`s Sammlung sind die verschiedenen Stufen des Staatsbankrotts schön aufgezeigt, bitte dort nachschauen.
Gruss!Ecki1
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Turon
22.08.2003, 23:17
@ Tempranillo
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@ Tempranillo - nur kurze Ergänzung |
-->Du schreibst:
Die Sogwirkung wäre vermutlich so stark, daß sich auch andere Länder, v.a. Frankreich, über kurz oder lang anschließen würden.
Sie [i]würden[/b]? Sie hätten in gegenwärtiger Situation wirtschaftlich nicht den Hauch einer Überlebenschance. Für deutsche Überkapazitäten (rezessionsbedingt) wäre es ersteinmal ein Geldsegen, im Gegenzug wäre eine
"deutschrussische" Globalisierung die logische Folge, was freillig auch deutsche Unternehmen auf der internationaler Ebene zu viel mehr dazu beständiger Wettbewerbsfähigkeit führen würde.
Auch die geplante Steuerreformen hätten da Sinn ergeben, und Deutschland hätte
nur ein einziges Problem: sich von amerikanisch kontrollierten Pharmakonzernen
zu lösen.
Rohstoffversorgung wäre gesichert zum Beispiel.
Ein abgeschlossener Allianzvertrag beider Länder, würde zwar für extreme Unruhe
der Amerikaner sorgen, denn hier würde sich ein Machtgefüge ergeben, dem Amis
keineswegs ohne Weiteres opponieren könnten. Eine Sache kommt da auch noch dazu.
Der mittlere Osten ist der Politik beider Länder wohlgesonnen.
Nachhinein hättest Du einen Effekt - wie die Ausbreitung der Nato, je näher die Grenze rückt, desto mehr Länder wären daran interessiert dem dann neuen
Superkontinent beizutreten oder zumindest sich wirtschaftlich zu öffnen.
Das Problem jedoch ist, daß genau diese Entwicklung den Amerikanern und den Israelis die Axt abschneiden würde, an der sie sizen und es würde ebenfalls
zu sich sehr unschön entladenden Effekten krigerischer Natur führen.
Ich bin jedenfalls sicher: sobald Deutschland und Rußland zueinander finden,
wird die Nato wie auch sämtliche andere Verflechtungen transatlantischer Natur,
von untergeordneter Bedeutung, und Länder die dies nicht akzeptieren,
und traditionsbedingt an USA halten würden, zusammen mit USA einfach nur noch bedeutungslos.
Frankreich wäre von Anfang an mit von der Partie.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Übrigens: Rußland spielt für Amerikaner politisch keine Rolle und ist damit
klar ausgegrenzt. Es ist auch kaum geplant seitens der Amis hier großartig
zu investieren. Und auch Russen haben so ihre Ängste - China.
Die Expansion der EU Richtung Ost ist daher nur noch erwünscht, und insgeheim
denke ich, wird man diesen Schritt nicht wagen, wird Europa und der Euro
wirtschaftlich wie auch politisch absolut bedeutungslos.
Gruß
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nasowas
22.08.2003, 23:25
@ Tempranillo
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Stichwort: Argentinien |
-->>>der kommt ganz einfach, egal was Bundestag & Co so bschließen.
>Aber irgendjemand muß ihn doch feststellen, so wie der Arzt den Totenschein ausstellt?
<font color=#0000FF>
Hat denn in Argentinien irgendjemand den Staatsbankrott festgestellt?
Ich denke nein. (Habe zumindest nichts mitbekommen)
Argentinien stellte (ich glaube Anfang 2002) seine Zahlungen des Schuldendienstes"vorübergehend" ein und wertet die Währung ab. (vorher an den Dollar gebunden -gleicher Schwachsinn wie Eurowährung nach meiner Meinung)
Wenn man seine Schulden und Zinsen nicht mehr bezahlt, weil man nicht mehr kann, dann ist man doch bankrott, oder? Da braucht es keine Feststellung mehr, einem solchen Land leiht keiner so schnell mehr neues Geld.
Nach meiner Meinung kann übrigens nur ein Land bankrott gehen, dass sich in fremder Währung verschuldet. Und da der Euro nicht unsere alleinige Währung ist (wir können nicht alleine darüber entscheiden) können so die Euroländer genauso bankrott gehen, wie Länder, die sich in fremder WÄhrung verschulden. </font>
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Turon
22.08.2003, 23:27
@ Bob
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Staatsbankrott wird heutztage durch Währungsreform bekanntgegeben |
-->Es wird somit keiner feststellen, sondern einfach für neue schöne und
fälschungssischere Währung Werbung betreiben.
Vorher natürlich wird noch richtig an der Steuerschraube gedreht, um den Bürger
noch so richtig zu enteignen, sehr viel auf Kosten der Bürger gespart, wie auch Sozialwesen quasi außer Kraft gesetzt.
Was in übrigen bereits ja schon voll im Gange ist. Der Staat tut so, als die Arbeitslose faul wären, wo doch auf jede offene Stelle 10 Bewerber gibt.
Die Arbeitgeber stellen nicht ein, um ebenfalls zu sparen, und wenn sie schon einstellen dann aber mit größten Bedauern.
Generell würde ich den Umstand so beschreiben: Deutschland (Europa) ist schon mitten drin, es braucht nur noch ein bißchen was.
Gruß
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Ecki1
22.08.2003, 23:46
@ Turon
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Re: Nein! Nicht mal mehr Währungsreform! |
-->Beispiel Argentinien: Nach Aussetzung der Zahlungen für Auslandsverbindlichkeiten gaben argentinische Provinzen die Annahme von Provinzialobligationen mit bis zu drei Monaten Restlaufzeit als Steuerzahlungsmittel bekannt. Somit wurde auf einen Schlag die Liquiditätslage drastisch verbessert. Mit diesen"Lecop" konnten auch bestimmte Einkäufe bezahlt werden.
Das Wundersame am heutigen Papiergeldsystem ist also die Möglichkeit, von beiden Enden der Zinskurve her stufenlos die Liquiditätslage zu beeinflussen. Am langen Ende kauft oder verkauft die Zentralbank Staatstitel, am kurzen Ende entscheiden die Behörden, welche Restlaufzeiten sie als Liquidität für Steuerzahlungen akzeptieren.
Also aufgepasst, man befindet sich noch keineswegs am Ende der Fahnenstange,
befindet Ecki1 ohne allzuviel Edelmetall-Enthusiasmus
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Turon
23.08.2003, 02:04
@ Ecki1
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Ich meine - es wird keiner vor Micro kommen und sagen |
-->sorry Leute wir sind pleite und zahlungsunfähig. Daher: ein neuer
Zahlungsmittel irgendeiner Art das offiziell als Zahlungsmittel
gilt, ist im Prinzip - nach einer davor durchgeführter Bürgerenteignung
das tatsächliche Eingeständnis des Staatsbankrotts.
Ansonsten natürlich einverstanden. ;)
>Also aufgepasst, man befindet sich noch keineswegs am Ende der Fahnenstange,
Richtig, doch sie läuft bereits stufenweise.
>befindet Ecki1 ohne allzuviel Edelmetall-Enthusiasmus
[b]Auch ich habe meinen Edelmetall-Enthusiasmus sehr stark eingedämmt,
denn so wie die Zentralbanken, glaube ich nicht mehr an den Wert
des Geldes. Der Unterschied besteht, daß die es drucken und hoffen,
der Bürger wird dem Geld weiterhin hinterherrennen, wie bisher.
Und so lange es der Bürger tut, wird es auch funktionieren, und die
Banken ihre Macht behalten. Beim Goldrausch haben übrigens immer
die den höchsten Profit gehabt die Siebe und Schaufel verkauft haben,
mit dem heutigen Geld ist es nicht viel anders.
Gruß und Schönes Wochenende von T.
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Ecki1
23.08.2003, 09:44
@ Turon
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Re: Ja, so ist es! Schönes Weekend, Ecki (owT) |
-->
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Standing Bear
23.08.2003, 10:36
@ Turon
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So sieht die Vision aus. |
-->Hallo Turon,
wie Du es beschreibst, wünsche ich es mir auch für die Zukunft. Vorraussetzung wäre aber, daß wir endlich wirklich freie Wahlen haben und endlich Politiker, die nicht ferngesteuert die Interessen der alten Feindmächte vertreten. Bis dahin ist es noch ein langer Weg. Sehr viel muß an die Oberfläche kommen, um das Volk endlich aufzuwecken. Aber Du weißt ja - wenn wir wach sind, dann richtig.
Noch ist USA zu mächtig und ich befürchte, daß erst das Euro-Experiment und die Osterweiterung scheitern muß. Die europäische Einigung mit Deutschland und Russland als führenden Mächten wird kommen, aber werden wir dann (in vielleicht 7-10 Jahren) komplett von vorne anfangen müssen.
Gruß
J.
p.s. Wenn dieses Werk vollbracht ist, die das Nachkriegszeitalter beendet und die Macht der USA dauerhaft GEBROCHEN.
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R1
23.08.2003, 17:03
@ Tempranillo
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also das ist ja mal eine sehr interessante neue Sichtweise (owT) |
-->
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