Tempranillo
23.08.2003, 00:20 |
Springer-Verlag demaskiert sich als reines Propaganda-Unternehmen Thread gesperrt |
-->Hallo,
www.feldpolitik.de bringt die Grundsätze des Springer-Verlags, worüber hier schon mehrfach geschrieben wurde. Werfen wir mal einen Blick auf die Gesetzestafeln des Hamburger Verlagshauses:
Axel Springer (1912-1985) verstand seinen Verlag zu keiner Zeit als reines Wirtschaftsunternehmen. Vielmehr wollte er mit dem Journalismus seines Hauses beispielhaft publizistische Verantwortung übernehmen. Daher formulierte Axel Springer 1967 die aus den Lehren der jüngeren Geschichte resultierende Maxime seines Handelns bezüglich deutscher Einheit, deutsch-jüdischer Aussöhnung, Abwehr von Totalitarismus und freier Marktwirtschaft.
Als einziges unabhängiges Verlagshaus besitzt die Axel Springer AG eine Unternehmensverfassung. Die fünf Präambeln beschreiben ein humanistisches, liberal-konservatives Weltbild in wenigen Sätzen. Die Unternehmensverfassung definiert Werte, gibt aber keine Meinungen vor. Bei der Verkündung der Präambeln 1967 erklärte Axel Springer, was darunter zu verstehen ist: Die Zeitungen seines Hauses sollen nicht Politik machen, sondern Politik beschreiben.
Die fünf Grundsätze lauten:
1. Eintreten für die friedliche Wiederherstellung der deutschen Einheit in Freiheit, nach Möglichkeit in einem vereinten Europa; Dieser Grundsatz wurde 1990 geändert in: das unbedingte Eintreten für den freiheitlichen Rechtsstaat Deutschland als Mitglied der westlichen Staatengemeinschaft und die Förderung der Einigungsbemühungen der Völker Europas;
2. das Herbeiführen einer Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen, hierzu gehört auch die Unterstützung der Lebensrechte des israelischen Volkes;
3. die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika;
4. die Ablehnung jeglicher Art von politischem Totalitarismus;
5. die Verteidigung der freien sozialen Marktwirtschaft.
Die Essentials haben nach dem Tod Axel Springers zwei Aktualisierungen erfahren: 1990 wurde der erste Grundsatz dahingehend geändert, dass Deutschlands freiheitlich-westliche Orientierung und die europäische Integration zu fördern seien. Nach den Terror-Anschlägen in Washington und New York vom 11. September 2001 formulierte die Unternehmensleitung den USA-Grundsatz. Mit ihm entsprach sie der starken Verbundenheit des Verlagsgründers mit den USA und positionierte den Verlag Axel Springer auch hiermit als internationales Medienunternehmen.
Eigener Kommentar:
Jetzt haben wir es, zum wievielten Male eigentlich, schwarz auf weiß, daß es dem Springer-Verlag nicht um Information geht, sondern um Indoktrination, um reine Propaganda, wenn es sein muß, im Gewande des Gossenjournalismus.
Keinem einzigen der o.a. Absätze ist das Bekenntnis zu allseitiger, objektiver, zumindest die wichtigsten Perspektiven einer strittigen Sache, zumindest Pro und Kontra, unverzerrt zu vermitteln, was doch wohl die wichtigste Aufgabe von Informationsmedien sein sollte.
Geradezu entlarvend ist die Wortwahl unter Ziff. 3, wo von der"Solidarität (...) mit den USA die Rede ist", was nichts anderes heissen kann, als daß man es als völlig selbstverständlich erachtet, wenn nur ein Teil, nämlich D-Land, Solidarität gibt, und der andere, die USA, Solidarität nimmt.
Diese Interpretation, die glasklare Beschreibung eines Vasallen-Verhältnisses, geht sicher nicht zu weit, weil die Springer-Medien, diese Einstellung auch auf ihre EU-Berichterstattung übertragen.
Im Hinblick auf die beabsichtigte Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen mag den Verlag vielleicht ein schätzenswertes Motiv getrieben haben, aber jüngste Entwicklungen (Schandmal etc.) und Äusserungen, die an Eindeutigkeit nicht mehr zu überbieten sind ("Land der Mörder","Versöhnung ist absolut unmöglich") sollten klar gemacht haben, wie aussichtslos das Unterfangen ist.
Wenn die Wiedergutmachung für die Wiedergutmachung darin besteht, mitten in der Hauptstadt Berlin die Erniedrigung D-Lands in monströsen Moumenten zu verewigen, dann sollte man sich von diesem Vorhaben doch verabschieden?
<ul> ~ Springer-Verlag ohne Maske </ul>
|
Turon
23.08.2003, 01:50
@ Tempranillo
|
Na ja:) Wer braucht schon heute Journalismus? |
-->Dank Präsident Bush und Co. bekommen wir doch die Infos
direkt aus erster Hand und die sind - was Wahrheitgehalt angeht -
vielen führenden Zeitschriften mindestens ebenbürtig.
Doch bei Bush und Co. bekommen wir noch ein wenig Mimik
und Körpersprache zu sehen, die genau genommen - dafür
verantwortlich ist, daß die Menschen die Wahrheit leicht erahnen.
Mal ein Tipp an die Bushadministration: es geht ganz einfach:
wenn Sie der Welt was zu sagen haben (was weiß ich Pressekonferenz,
öffentliche Sitzung oder so) drehen Sie sich doch mit dem Hintern
zu Micro - und dann gewinnt die Presse (hier und da und überall)
wieder mal ein wenig mehr Ansehen. Und vielleicht auch ein
wenig an Glaubwürdigkeit.
Grüße von Turon
|
Euklid
23.08.2003, 09:32
@ Tempranillo
|
Re: Springer-Verlag demaskiert sich als reines Propaganda-Unternehmen |
-->Punkt 5 ist der schönste Punkt von allen.
Wie will man etwas verteidigen daß gar nicht mehr existiert [img][/img]
Oder will man gar die vorhandene kommunistisch umverteilende Plattform als soziale Marktwirtschaft ausgeben?
Von der haben wir uns wohl 1969 engültig verabschiedet.
Gruß EUKLID
|
Tassie Devil
23.08.2003, 10:11
@ Euklid
|
Re: Springer-Verlag demaskiert sich als reines Propaganda-Unternehmen |
-->>Oder will man gar die vorhandene kommunistisch umverteilende Plattform als soziale Marktwirtschaft ausgeben?
Ja, das will"man", und"man" wird noch lange dabei erfolgreich sein.
Du wirst es eines Tages in nicht ferner Zukunft nicht fuer moeglich halten, wie gut PISA-ausgebildete und BILD-gestaehlte Gehirnwindungen vorgegebenen Visionen zu folgen vermoegen und dabei allen ernstes behaupten, es sei die Realitaet.
>Von der haben wir uns wohl 1969 engültig verabschiedet.
Ja, damals hat es begonnen, als der Brandtstifter den Deutschen komplett die Koepfe verdrehte.
Und die 68-ger ihr segensreiches Wirken fuer die sich langsam entwickelnde BRDDR in Szene zu setzen begannen.
>Gruß EUKLID
Gruss
TD
|
Standing Bear
23.08.2003, 10:27
@ Tempranillo
|
Re: Springer-Verlag demaskiert sich als reines Propaganda-Unternehmen |
-->Paß bloß auf, denn gleich kommt Dottore und wird Dir in einer lange Abhandlung"beweisen", daß alles ganz anders ist.:-) Die Grundsätze gibt es zwar, aber Papier ist geduldig, gell?
Besten Gruß!
SB
p.s. Wer mir erzählen will, daß BILD ein Medium der Information ist, der hat sich dauerhaft unglaubwürdig gemacht.
|
Tempranillo
23.08.2003, 10:37
@ Tempranillo
|
Re: Von wegen Information, Springer ist ein Tendenzbetrieb |
-->Hallo,
was bin ich doch für ein behämmerter Naivling, daß ich geglaubt habe, dem Springer-Verlag sei es um Information zu tun. Den Laden muß man als Tendenzbetrieb verstehen, wie auch die beiden christlichen Kirchen oder einen islamischen Kindergarten.
Folgende Definition dessen, was einen Tendenzbetrieb ausmacht, habe ich nach kurzem Recherchieren gefunden:
Tendenzbetrieb
Ein Unternehmen oder Betrieb, mit überwiegend politischen, konfessionellen oder ähnlichen Zwecken (z.B. ein konfessionell geführtes Krankenhaus). Auf ihn finden die Vorschriften des Betriebsverfassungsgesetzes nur eingeschränkt Anwendung.
<ul> ~ Was ist ein Tendenzbetrieb?</ul>
|
Tassie Devil
23.08.2003, 11:05
@ Standing Bear
|
Re: Ich erzaehle Dir das ;-) |
-->>p.s. Wer mir erzählen will, daß BILD ein Medium der Information ist, der hat sich dauerhaft unglaubwürdig gemacht.
Selbstverstaendlich ist BILD ein Medium der Informationen, denn auch Missinformationen, Fehlinformationen, verschweigen der vollen Wahrheit und Luegen sind speziell und zweckmaessig aufbereitete Informationen fuer deren Empfaenger, oder willst Du das etwa bestreiten?
Gruss
TD
P.S. Kennst Du die kleine GeCHichte, die als Witz aufzufassen bereits vor etwa 35 Jahren in der BRD ihre Runde machte, bei der Micha Zipfelmuetz, seines Zeichen deutscher Arbeiter von echtem Schrot und Korn, nach seinem Ableben im Himmel von Petrus persoenlich empfangen wird und was dieser bei einem Rundgang Micha als Erklaerung gibt, nachdem der Saal mit den Abermillionen von Gluehlaempchen ploetzlich in gleissendes Flutlicht getaucht wird?
|
Tempranillo
23.08.2003, 11:48
@ Tassie Devil
|
Re: Jetzt werd´ ich auch mal auf Definitionen herumreiten ;-)) |
-->Hallo Tassie,
die Gelegenheit, endlich mal meinerseits Definitionen durchzukauen möchte ich mir nicht entgehen lassen. Und es führt auch ein direkter Weg zur Sache. So lässig, wie sich das aus Deinem Posting ableiten ließe wollen wir es Springer nicht durchgehen lassen, daß sich seine Zeitungen und Zeitschriften als Megaphon amerikanischer Einflüsterungen betätigen. Oder, um ein zu Tode zitiertes Bild zu nehmen, als Transmissionsriemen der US-Propaganda.
>Selbstverstaendlich ist BILD ein Medium der Informationen, denn auch Missinformationen, Fehlinformationen, verschweigen der vollen Wahrheit und Luegen sind speziell und zweckmaessig aufbereitete Informationen fuer deren Empfaenger, oder willst Du das etwa bestreiten?
Mich überrascht, daß Dir der Unterschied zwischen Wahrheit und Lüge so wenig ausmacht.
Information in dem von mir und im Alltagsverstand verwendeten Sinne unterstellt doch immer Wirklichkeitsbezug! Würde man Deine Definition übernehmen, hätte man jede Möglichkeit, Berichterstattung auch nur ansatzweise einer kritischen Prüfung zu unterziehen aus der Hand gegeben. So wie Du schreibst, würden Baron Münchhausens Geschichten in eine Tagesschau passen.
Ich vermute mal, Du hast unter der Hand die Begriffe Information und Aussage gleichgesetzt, und so nebenbei auch den Wirklichkeitsbezug unter den Tisch fallen lassen. Wer wollte bestreiten, daß halbe Wahrheiten und ganze Lügen nur einen Sinn haben, dem Leser oder Zuschauer ein falsches Wirklichkeitsbild zu suggerieren.
Jetzt warte ich auf den Einwand, daß man, weil Objektivität ja ohnehin nur eine Schimäre sei, von einem richtigen und falschen Wirklichkeitsbild also gar nicht die Rede sein könne, man auch nicht eine sachgerechte von einer manipulierenden Berichterstattung unterscheiden könne.
Diesen Schluß halte ich für voreilig, und im übrigen vielfach nur vorgeschoben, weil journalistische Söldner glauben, sich damit ein Alibi für ihre schlampigen Recherchen, wenn nicht noch Schlimmeres, verschaffen zu können.
Woran könnte man Objektivität festmachen? An der Wirklichkeit würde ich meinen.
Gibt es eine Wirklichkeit, die mehr ist als das Ergebnis rein subjektiver Vorstellungen?
Wenn ja, dann lautet die nächste Frage:
Läßt sich diese Wirklichkeit, wenn auch nur mit Annäherungen, beschreiben?
Wenn ja,
Dann lassen sich divergierende Beschreibungen unter dem Aspekt des Wirklichkeitsbezuges abgleichen und mithin auf ihre Wirklichkeitsadäquanz, ihre Objektivität hin, überprüfen.
Wenn es keine vollkommene, wirklich 100%ige Objektivität gibt, kann das doch im Ernst kein Grund sein, darauf von vorneherin verzichten zu wollen. Es gibt auch keine vollkommene Gesundheit. Sollen wir jetzt den gesamten Medizinbetrieb stillegen?
Jetzt müssen wir nur noch versuchen, für die Berichterstattung über das Zeitgeschehen ein Objektivitätskriterium zu finden, und wenn wir nur so weit kommen, zu sagen, was sie NICHT ist - nämlich das, was der Springer-Verlag in die Lande wirft.
Da es sich bei den Inhalten der Berichterstattung, siehe 9.11., um Fragen handelt, die durch die Bank strittig sind, und das wie, würde es der minimalsten journalistischen Ethik entsprechen, die unterschiedlichen INTERPRETATIONEN der Wirklichkeit, vulgo Pro und Kontra, unentstellt zu vermitteln. Jedes Gymnasiastenreferat, jede Facharbeit wird nicht zuletzt danach beurteilt, ob sie zu einem Gegenstand die wesentlichsten und in der Regel gegensätzlichen Meinungen und Ansichten zusammengetragen hat.
In einer Gerichtsverhandlung wird doch genauso vorgegangen: "Audiatur et altera pars!"
So einfach würde das gehen, wenn man nur wollte.
Tempranillo
|
Euklid
23.08.2003, 12:03
@ Tempranillo
|
Re: Jetzt werd´ ich auch mal auf Definitionen herumreiten ;-)) |
-->Hallo tempranillo
die Zeit des Aufregens liegt nun hinter mir.
Das ist Vergangenheit.
Die Gestaltung der Zukunft muß gerade in Angriff genommen werden.
Wer stillhält hat verloren.
Das gilt auch für alle die unbedingt hier ausharren möchten.
Spätestens die Grenzöffnung zum Osten wird den letzten Rest von Hoffnung für die Arbeitskräfte wegspülen.
Ab dann wird das Klima hier unerträglich werden.
Wenn man die politische Garde anschaut ist es das eigentlich jetzt schon.
Wir steuern mit Macht auf den Bürgerkrieg.
Die Inszenierung ist ganz geschickt und hat mit der Einführung des Euro den Siegeszug angetreten.
Die Medien haben hier der politischen Garde einen besonderen Dienst erwiesen.
Es war noch nicht mal einer Dikussion würdig.
Die Bürger hatten keine Freiheit dagegen anzugehen wie die Eingabe beim BVG ja gezeigt hat.
In allen anderen Ländern durften ja die Bürger abstimmen.
Und das treibt mir heute noch die Galle hoch besonders wenn ich ansehen muß wie man sich jetzt von Berlusoni und Co vorführen lassen muß.
Den Grundstein hat der Dicke gelegt.
Der Oberrucker war ja nur noch der Steigbügelhalter.
Gruß EUKLID
|
prinz_eisenherz
23.08.2003, 16:22
@ Euklid
|
Re: Bleib so wie du bist |
-->>Hallo EUKLID,
deine Aussagen:
1.
die Zeit des Aufregens liegt nun hinter mir.
Das ist Vergangenheit.
2.
Und das treibt mir heute noch die Galle hoch besonders wenn ich ansehen muß wie man sich jetzt von
Na was denn nun?
Meine Bitte:
Bleib so wie du bist.
Ich glaube deine Gefühlslage wie im 2. Punkt steht dir viel besser und ich meine, du kannst doch eigentlich gar nicht anders, oder?
Und außerdem, ein bißchen egoistisch von mir, wenn du Blutdruck beim Schreiben hast, dann werden deine Beiträge hier so richtig erquickend und labend.
Ich kann es zwar nicht so gut wie du aber gebe mir redliche Mühe.
Einen mit Temprament und Durchblick brauchen wir hier.
Werde bloß nicht ruhig!
So das war es.
Puh, mehr kann ich nicht.
prinz_eisenherz
|
prinz_eisenherz
23.08.2003, 16:39
@ Euklid
|
Re: kommunistische Plattform |
-->Bei unserem Taxifahrer in der Regierung und deinem heißgeliebten:)) Bundeskanzler, äh, wie heißt denn noch einmal, und noch viele andere in der jetzigen Administration merkt man schon, daß sie wie in alten Zeiten gerne einmal die Faust zum kommunistischen Gruß hochreißen würden.
Aber wenn sie dann in ihren Kabinettssitzungen zusammenklüngeln dann probieren sie es schon noch, dann sind sie nicht mehr zu halten, dann werden sie wieder jung.
Sieger ist dann immer der, der die Faust am schellsten hoch bekommt und am lautesten"Sieg heil" oder war es etwas anderes?, na egal, brüllt.
Dann sagt der Taxifahrer zum Gerhard:" Ach Gerdi, mein Gut`ster, weißt du noch, die alten Zeiten".
PS
Zu besondern Anlässen kommt dann noch"olle" Daniel der Bendit mit dazu.
|
Tassie Devil
23.08.2003, 19:48
@ Tempranillo
|
Re: Definitionsreiterei ;-)) |
-->>Hallo Tassie,
Hi Tempranillo,
>die Gelegenheit, endlich mal meinerseits Definitionen durchzukauen möchte ich mir nicht entgehen lassen. Und es führt auch ein direkter Weg zur Sache. So lässig, wie sich das aus Deinem Posting ableiten ließe wollen wir es Springer nicht durchgehen lassen, daß sich seine Zeitungen und Zeitschriften als Megaphon amerikanischer Einflüsterungen betätigen. Oder, um ein zu Tode zitiertes Bild zu nehmen, als Transmissionsriemen der US-Propaganda.
Ich habe wirklich nichts dagegen, wenn Du aus Deiner Sicht klarstellst, welche Melodeien die Springermegaphone, hierunter im besonderen BILD, immer haben ablaufen lassen.
Es war keinesfalls in meiner Absicht, Laessigkeit zur Schau zu stellen, aber es ist halt mal so wie es ist, der Begriff Zeitungsente war mir schon als kleiner Junge ein Begriff, und dass man nicht alles, was in einer Zeitung informativ steht als bare Muenze nehmen muss, z.B. weil auch der verantwortliche Redakteur seine ureigenste Sicht der Dinge hat, nuja, als deutschem Junggymnasiasten vor ca. 45 Jahren leuchteten mir solche Dinge ebenfalls ganz schnell ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich generell damit begonnen, Informationen aller Art, besonders wenn sie fuer mich m.E. wichtig waren, auf ihren Wahrheitsgehalt zu untersuchen.
>>Selbstverstaendlich ist BILD ein Medium der Informationen, denn auch Missinformationen, Fehlinformationen, verschweigen der vollen Wahrheit und Luegen sind speziell und zweckmaessig aufbereitete Informationen fuer deren Empfaenger, oder willst Du das etwa bestreiten?
>Mich überrascht, daß Dir der Unterschied zwischen Wahrheit und Lüge so wenig ausmacht.
Jetzt bin ich aber baff, dass Du ueberrascht bist.
Nein, Tempranillo, Du hast einen falschen Eindruck von mir, wenn Du glaubst, dass ich Wahrheit und Luege so in etwa gleichwertig gewichte, das ist keinesfalls so.
Ich mag die Luege ueberhaupt nicht, aber deshalb vermag ich sie nicht abzuschaffen, noch sehe ich einen Sinn fuer mich darin, tagtaeglich deshalb zu weinen und zu wehklagen, dass es Luege ueberhaupt gibt. Und Macht. Und Korruption. Und noch einiges andere mehr, wie z.B. die GeCHichte der Siegermaechte.
>Information in dem von mir und im Alltagsverstand verwendeten Sinne unterstellt doch immer Wirklichkeitsbezug!
Das ist aber m.E. ein grosser Irrtum Deinerseits. Ich habe die Qualitaet einer Informationsquelle, i.e. deren Naehe zur Wahrheit der Wirklichkeit, auch immer an deren Motivationsbezug gemessen.
>Würde man Deine Definition übernehmen, hätte man jede Möglichkeit, Berichterstattung auch nur ansatzweise einer kritischen Prüfung zu unterziehen aus der Hand gegeben.
Aber nein, es ist halt nur manchmal etwas muehsam, den Massgrad der Wahrheit oder der Luege einigermassen korrekt einzuschaetzen.
>So wie Du schreibst, würden Baron Münchhausens Geschichten in eine Tagesschau passen.
Ja, entgueltig seit 1991 waren fuer mich ARD und ZDF qualitativ hochwertige Quellen solcher Unterhaltung, nicht nur aber auch, und natuerlich in Abhaengigkeit des Themas.
>Ich vermute mal, Du hast unter der Hand die Begriffe Information und Aussage gleichgesetzt, und so nebenbei auch den Wirklichkeitsbezug unter den Tisch fallen lassen.
Aber nein, Tempranillo!
Eine Information ist eine Aussage, ihr Massgrad zur Wahrheit kann 100% Kongruenz betragen, aber auch 0%, dann ist es eine perfekte Luege.
>Wer wollte bestreiten, daß halbe Wahrheiten und ganze Lügen nur einen Sinn haben, dem Leser oder Zuschauer ein falsches Wirklichkeitsbild zu suggerieren.
>Jetzt warte ich auf den Einwand, daß man, weil Objektivität ja ohnehin nur eine Schimäre sei, von einem richtigen und falschen Wirklichkeitsbild also gar nicht die Rede sein könne, man auch nicht eine sachgerechte von einer manipulierenden Berichterstattung unterscheiden könne.
Objektivitaet ist keine Schimaere, sie orientiert und reibt sich ausschliesslich an Fakten, die man gelegentlich selbst nachpruefen kann.
Sachgerechte und manipulierte Berichterstattung lassen sich manchmal und im Einzelfall direkt ueberhaupt nicht unterscheiden, wenn man jedoch den Fluss der Faktenlage aus Vergangenheit und Gegenwart einkalkulierend in die Zukunft projiziert, dann allerdings hat man ziemlich schnell den Bogen raus, was in welchem Massgrad manipulierte und was in welchem Massgrad sachgerechte Berichterstattung sein duerfte, wenn man dieses Projektionsverfahren stetig anwendet.
>Diesen Schluß halte ich für voreilig, und im übrigen vielfach nur vorgeschoben, weil journalistische Söldner glauben, sich damit ein Alibi für ihre schlampigen Recherchen, wenn nicht noch Schlimmeres, verschaffen zu können.
Du stehst mit beiden Beinen auf dem Boden der Realitaet.
Der Anzahl und Varianten der Alibis sind keine Grenzen gesetzt, wenn es um Versagen geht, selbst gestandene Maenner, darueber hinaus Familienvaeter, von denen ich glaubte, dass sie das sind, habe ich wie Schulerbuben weich werden sehen, obwohl m.E. dazu keinerlei Anlass bestand.
>Woran könnte man Objektivität festmachen? An der Wirklichkeit würde ich meinen.
Ja, unbedingt, an den Fakten aus der Vergangenheit in der Gegenwart.
>Gibt es eine Wirklichkeit, die mehr ist als das Ergebnis rein subjektiver Vorstellungen?
Ja, natuerlich.
>Wenn ja, dann lautet die nächste Frage:
>Läßt sich diese Wirklichkeit, wenn auch nur mit Annäherungen, beschreiben?
Ja.
>Wenn ja,
>Dann lassen sich divergierende Beschreibungen unter dem Aspekt des Wirklichkeitsbezuges abgleichen und mithin auf ihre Wirklichkeitsadäquanz, ihre Objektivität hin, überprüfen.
Ja.
>Wenn es keine vollkommene, wirklich 100%ige Objektivität gibt, kann das doch im Ernst kein Grund sein, darauf von vorneherin verzichten zu wollen. Es gibt auch keine vollkommene Gesundheit. Sollen wir jetzt den gesamten Medizinbetrieb stillegen?
Nein, die Tatsache, dass wir Menschen letztendlich alle sterblich sind, sollte uns nicht nach Begreifen dieser Erkenntnis bereits in der Kindheit stante pede in den Suizid treiben.
>Jetzt müssen wir nur noch versuchen, für die Berichterstattung über das Zeitgeschehen ein Objektivitätskriterium zu finden, und wenn wir nur so weit kommen, zu sagen, was sie NICHT ist - nämlich das, was der Springer-Verlag in die Lande wirft.
>Da es sich bei den Inhalten der Berichterstattung, siehe 9.11., um Fragen handelt, die durch die Bank strittig sind, und das wie, würde es der minimalsten journalistischen Ethik entsprechen, die unterschiedlichen INTERPRETATIONEN der Wirklichkeit, vulgo Pro und Kontra, unentstellt zu vermitteln. Jedes Gymnasiastenreferat, jede Facharbeit wird nicht zuletzt danach beurteilt, ob sie zu einem Gegenstand die wesentlichsten und in der Regel gegensätzlichen Meinungen und Ansichten zusammengetragen hat.
>In einer Gerichtsverhandlung wird doch genauso vorgegangen: "Audiatur et altera pars!"
>So einfach würde das gehen, wenn man nur wollte.
Rein rethorische Gegenfrage: wer ist"man" und was will"man"?
Lieber Tempranillo, waehrend meiner Gymnasiastenzeit im Bereich der Untersekunda/Obersekunda ist mir damals klar geworden, dass buchstaeblich alles"nur" eine Machtfrage ist und gewesen ist. Darueber hinaus ist mir in diesem Zeitraum auch klar geworden, dass es zwei Arten von Wahrheit gibt: naemlich die objektive Wahrheit, die sich an den Fakten der vergangenen Realitaeten und der gegenwaertigen Realitaet vollkongruierend misst und orientiert, und die subjektive Wahrheit, das ist die Wahrheit, wie jeder einzelne Mensch die objektive Wahrheit wahrnimmt, wie er glaubt, dass so die Raelitaet ist oder sein muss.
Von Objektivitaet spreche ich, wenn eine natuerliche oder juristische Person ihre subjektive Wahrheit, die sie immer nur haben kann, an der objektiven Wahrheit unter Einsatz ihres vollen Willens moeglichst deckungsgleich synchronisiert.
Dauerobjektivitaet ist lediglich ein Alias fuer Wahrheitsliebe.
Nicht nur die Springerpresse hat dabei themenabhaengig so ihre liebe Not und Muehe.
>Tempranillo
Gruss
TD
|
Tempranillo
23.08.2003, 22:15
@ Tassie Devil
|
Re: Von Nutz und Frommen der Wortklauberei |
-->Hallo Tassie,
Ich beginne mal mit ein paar Sätzen, die nicht zu unserem Thema gehören. Da mir die Sache nahe liegt, erlaube ich mir eine kleine Abschweifung.
Ob Du meine Ausführungen über D-Land und Russland verfolgt hast, weiß ich nicht. Gestern in einem meiner kulturellen Anfälle habe ich etwas von der russischen Liebe zu Beethoven geschrieben. Heute kam die Bestätigung: Das Marinskyi-Orchester (St. Petersburg) unter der Leitung von Valery Gergijew (Georgien)und Vadim Repin spielten Beethovens Violinkonzert; im Konzertsaal des Kurhauses Wiesbaden, das natürliche Lebensumfeld, in dem früher reiche Russen Geld verblasen haben. Dabei sollte man nicht nur an Dostojewski denken, sondern auch an den D-Land sehr wohlgesonnenen Iwan Turgenjew, über dessen Germanophilie sich Dostojewski wiederholt lustig gemacht hat.
Hast Du gewußt, daß russische Großfürsten, Rasumowsky und Galizin, Beethoven, heute würde man sagen, gesponsert haben? Die Herren waren nicht kleinlich!
Das nur, um zu zeigen, woran sich, guten Willen vorausgesetzt, anknüpfen ließe.
Jetzt aber zu den Nüssen, die Du mir wieder zu knacken gibst:
>Jetzt bin ich aber baff, dass Du ueberrascht bist.
>Nein, Tempranillo, Du hast einen falschen Eindruck von mir, wenn Du glaubst, dass ich Wahrheit und Luege so in etwa gleichwertig gewichte, das ist keinesfalls so.
>Ich mag die Luege ueberhaupt nicht, aber deshalb vermag ich sie nicht abzuschaffen, noch sehe ich einen Sinn fuer mich darin, tagtaeglich deshalb zu weinen und zu wehklagen, dass es Luege ueberhaupt gibt. Und Macht. Und Korruption. Und noch einiges andere mehr, wie z.B. die GeCHichte der Siegermaechte.
Da haben wir ein schönes Beispiel, wie man aneinander vorbeireden kann. Ich wollte die Verwendung Deiner Begrifflichkeiten - Information=Aussage - mal haarspalterisch genau beim Wort nehmen, und Du faßt meine Zeilen genau so auf, als hätten sie sich auf Deine innerste Einstellung bezogen, und nicht bloß auf eine Folge von Buchstaben.
Das ist ein klassisches Mißverständnis. Ich wollte mir einzig und allein mal Deine Wortwahl vorknöpfen, und so tun, als hätte ich nicht verstanden, was Du in Wahrheit sagen wolltest.
Ein schönes Beispiel für Nutz und Frommen der Wortklauberei.
>>Information in dem von mir und im Alltagsverstand verwendeten Sinne unterstellt doch immer Wirklichkeitsbezug!
>Das ist aber m.E. ein grosser Irrtum Deinerseits. Ich habe die Qualitaet einer Informationsquelle, i.e. deren Naehe zur Wahrheit der Wirklichkeit, auch immer an deren Motivationsbezug gemessen.
Tassie, das ist schon klar, ich habe Dich halt beim Wort genommen, weil Deine sprachliche, nicht gedankliche (!!!) Unschärfe eine allgemeine ist. Du rennst jetzt ein paar Türen ein, die sperrangelweit offenstehen.
Ich habe mal so getan, ALS OB man jedes Wort eines Postings auf die Goldwaage legen könne. Es hat mir Spaß gemacht, und ich meine nach wie vor, daß damit etwas allgemeines sichtbar geworden ist: Sinn und Unsinn der Wortklauberei - wenn man über dem Silbenstechen den GEDANKEN aus den Augen verliert.
>>Würde man Deine Definition übernehmen, hätte man jede Möglichkeit, Berichterstattung auch nur ansatzweise einer kritischen Prüfung zu unterziehen aus der Hand gegeben.
>Aber nein, es ist halt nur manchmal etwas muehsam, den Massgrad der Wahrheit oder der Luege einigermassen korrekt einzuschaetzen.
Hat man nichts anderes an der Hand als die Systempresse ist es fast unmöglich. In Wahrheit sind wir, die deutsche Gesellschaft, blind, taub und stumm!
>Sachgerechte und manipulierte Berichterstattung lassen sich manchmal und im Einzelfall direkt ueberhaupt nicht unterscheiden, wenn man jedoch den Fluss der Faktenlage aus Vergangenheit und Gegenwart einkalkulierend in die Zukunft projiziert, dann allerdings hat man ziemlich schnell den Bogen raus, was in welchem Massgrad manipulierte und was in welchem Massgrad sachgerechte Berichterstattung sein duerfte, wenn man dieses Projektionsverfahren stetig anwendet.
Eine offene Tür, durch die Du dankenswerterweise erhobenen Hauptes hindurchgehst. Du rührst an das Problem der Gleichschaltung, und die Frage, aus welchen Quellen, man sich noch informieren kann, wenn man keinen Zugriff auf´s Internet hat?
>Du stehst mit beiden Beinen auf dem Boden der Realitaet.
Danke, ich bin mir da nicht so sicher, und versuche meinen Standpunkt (guter Begriff, nicht wahr?) immer wieder neu einzustellen
>Nein, die Tatsache, dass wir Menschen letztendlich alle sterblich sind, sollte uns nicht nach Begreifen dieser Erkenntnis bereits in der Kindheit stante pede in den Suizid treiben.
Denn alles Fleisch, es ist wie Gras."Man sollte sich narkotisieren lassen, bevor man das Leben über sich ergehen lassen muß." (Karl Kraus)
>>So einfach würde das gehen, wenn man nur wollte.
>Rein rethorische Gegenfrage: wer ist"man" und was will"man"?
"Man", das sind wir alle, die Gesellschaft in allen Schichten, von oben bis unten, alle, die es sich in der eigenen Verlogenheit gemütlich gemacht haben. Ausnahmsweise stimmt der Satz mal.
>Dauerobjektivitaet ist lediglich ein Alias fuer Wahrheitsliebe.
>Nicht nur die Springerpresse hat dabei themenabhaengig so ihre liebe Not und Muehe.
Die Verlogenheit, das Unterdrücken unliebsamer Wahrheiten, ist das Grundübel der deutschen Nachkriegsgesellschaft. Davon ist die Kloaken-, pardon, Springer-Presse nur der Reflex.
Das Übel liegt sehr viel tiefer. Die BILD-Zeitung ist nur ein Symptom.
Mit der Bitte, Dich an den GEDANKEN, nicht an den BUCHSTABEN zu halten,
Schicke ich Dir
Beste Grüße zum A... der Welt
Tempranillo
|
Tempranillo
23.08.2003, 23:05
@ Tempranillo
|
Re: @ Tassie. Fortsetzung Silbenstechen |
-->Hallo Tassie,
gerade als ich meine Antwort an Dich gelesen habe, ist mir aufgefallen, daß meine Schlußformel
>Beste Grüße zum A... der Welt
zu Mißverständnissen Anlaß geben könnte.
Ich würde Dich bitten, mir zu glauben, daß ich auch zu jenen gehöre, die Dich glühend beneiden, weil Du schon vor Jahren hierzulande Deine Zelte abgebrochen hast und nach"Down Under" gegangen bist.
Dieses"Down Under", das untere Ende der Erdkugel, hatte ich vor meinem geistigen, eher ungeistigen Auge, als ich etwas vom A... der Welt geschrieben habe.
So liest es sich doch schon freundlicher?
Nochmal die Bitte, dem Gedanken Vorrang vor dem Wort einzuräumen
Tempranillo
|
Tassie Devil
24.08.2003, 03:33
@ Tempranillo
|
Re: Leichter Sarkasmus inkognito |
-->>Hallo Tassie,
Tempranillo, ich begruesse Dich!
Auch allgemeinen diesbezueglichen Euphorien stand ich immer mit gewisser Skepsis gegenueber, eine natuerliche Reaktion aufgrund meines Wissens wie ich meine.
>Jetzt aber zu den Nüssen, die Du mir wieder zu knacken gibst:
>>Jetzt bin ich aber baff, dass Du ueberrascht bist.
>>Nein, Tempranillo, Du hast einen falschen Eindruck von mir, wenn Du glaubst, dass ich Wahrheit und Luege so in etwa gleichwertig gewichte, das ist keinesfalls so.
>>Ich mag die Luege ueberhaupt nicht, aber deshalb vermag ich sie nicht abzuschaffen, noch sehe ich einen Sinn fuer mich darin, tagtaeglich deshalb zu weinen und zu wehklagen, dass es Luege ueberhaupt gibt. Und Macht. Und Korruption. Und noch einiges andere mehr, wie z.B. die GeCHichte der Siegermaechte.
>Da haben wir ein schönes Beispiel, wie man aneinander vorbeireden kann. Ich wollte die Verwendung Deiner Begrifflichkeiten - Information=Aussage - mal haarspalterisch genau beim Wort nehmen, und Du faßt meine Zeilen genau so auf, als hätten sie sich auf Deine innerste Einstellung bezogen, und nicht bloß auf eine Folge von Buchstaben.
Nuja, ich hatte meine Message an SB fuer in leichten Sarkasmus gehuellt befunden, auch wenn ich den Smiley direkt dahinter absichtlich nicht gepostet habe, da bist Du hier aufgekreuzt und wirfst mir den etwas groesseren Ball gefuellt mit einigen konkreten und in logischer Abfolge zueinander stehenden Fragen zu. Da ich weder Deine Gestik noch Deine Gesichtsmimik hier im Board erkennen konnte, habe ich den Ball zweifelshalber nicht fallen lassen.
>Ein schönes Beispiel für Nutz und Frommen der Wortklauberei.
Wie gesagt, leichter Sarkasmus inkognito meinerseits war dabei angedacht.
>>>Information in dem von mir und im Alltagsverstand verwendeten Sinne unterstellt doch immer Wirklichkeitsbezug!
>>Das ist aber m.E. ein grosser Irrtum Deinerseits. Ich habe die Qualitaet einer Informationsquelle, i.e. deren Naehe zur Wahrheit der Wirklichkeit, auch immer an deren Motivationsbezug gemessen.
>Tassie, das ist schon klar, ich habe Dich halt beim Wort genommen, weil Deine sprachliche, nicht gedankliche (!!!) Unschärfe eine allgemeine ist.
Na also, dann wurde doch das Ziel unseres kleinen Voelkerballintermezzos erreicht.
>>Dauerobjektivitaet ist lediglich ein Alias fuer Wahrheitsliebe.
>>Nicht nur die Springerpresse hat dabei themenabhaengig so ihre liebe Not und Muehe.
>Die Verlogenheit, das Unterdrücken unliebsamer Wahrheiten, ist das Grundübel der deutschen Nachkriegsgesellschaft. Davon ist die Kloaken-, pardon, Springer-Presse nur der Reflex.
>Das Übel liegt sehr viel tiefer. Die BILD-Zeitung ist nur ein Symptom.
Einverstanden.
Im Nachhinein besehen bin ich zu der Ansicht gelangt, dass auch bei diesem sehr wichtigen Thema es absichtlich versaeumt wurde, die Weichen in den 70-ger Jahren auf die richtigen Gleise einzustellen, 25 Jahre nach dem Ende des WK II waere der angemessene Zeitpunkt gewesen.
>Mit der Bitte, Dich an den GEDANKEN, nicht an den BUCHSTABEN zu halten,
Ich halte mich wohlausgewogen an beides, im Normalfall geht dann nichts schief, Dissonanzen zwischen beiden sollten bei dieser Verfahrensweise recht schnell erkennbar sein.
Gruss
TD
|
Tassie Devil
24.08.2003, 03:46
@ Tempranillo
|
Re: Am A.... der Welt ;-) |
-->>Hallo Tassie,
>gerade als ich meine Antwort an Dich gelesen habe, ist mir aufgefallen, daß meine Schlußformel
>>Beste Grüße zum A... der Welt
>zu Mißverständnissen Anlaß geben könnte.
Koennte, ja, hat sie aber nicht. [img][/img]
>Ich würde Dich bitten, mir zu glauben, daß ich auch zu jenen gehöre, die Dich glühend beneiden, weil Du schon vor Jahren hierzulande Deine Zelte abgebrochen hast und nach"Down Under" gegangen bist.
>Dieses"Down Under", das untere Ende der Erdkugel, hatte ich vor meinem geistigen, eher ungeistigen Auge, als ich etwas vom A... der Welt geschrieben habe.
Um wirklich an den A.... der Welt zu gelangen muss ich noch ca. 100 km weiter suedlich fahren, dann ist aber echt Feierabend, der Suedpol ist ca. 2000 km entfernt, dazwischen nichts als Wasser.
>So liest es sich doch schon freundlicher?
Keine Bange, no worries, ich habe Deinen Gruss weder als unfreundlich noch als voellig unangemessen empfunden.
>Nochmal die Bitte, dem Gedanken Vorrang vor dem Wort einzuräumen
>Tempranillo
Gruss
TD
|