schlaffi
25.08.2003, 09:50 |
Frage an die PC/Internet-Experten! Thread gesperrt |
-->Hallo Forum!
Ich habe eine Frage:
Es ist doch pc-technisch möglich dass ich mein DSL-Zugang bzw. DSL-Account an zwei verschiedenen Orten gleichzeitig nutzen kann.
Der Provider sagt zwar es ist nicht erlaubt, aber was können die machen wenn mein Arbeitskollege aus"versehen" mein Passwort hat?
danke und gruss
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Euklid
25.08.2003, 09:56
@ schlaffi
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Re: Frage an die PC/Internet-Experten! |
-->Im Endeffekt das gleiche Dilemma wie bei den Fernsehgebühren.
Obwohl man nicht an 3 verschiedenen Orten gleichzeitig sehen kann ist ees denkbar daß man 3 Mal abkassiert wird.
Ein Urteil dieser Tage in Bezug auf Parkplätze:
Zwei Mini-PKWs teilen sich einen Parkplatz und stehen innerhald der Umrandung.
Ein Richter hat sich damit befassen müssen ob dann 2 mal Parkgebühren für einen Parkplatz in der gleichen Zeit verlangt werden kann.
Was raus kam ist wohl klar:Gegen den Bürger.
Es muß zweimal gelöhnt werden.
Je näher der Staatsbankrott kommt desto mehr Urteile werden gegen die Bürger ausgesprochen.
Gruß EUKLID
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Herbi, dem Bremser
25.08.2003, 10:11
@ schlaffi
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Re: Frage an die PC/Internet-Experten! |
-->>..es ist nicht erlaubt, aber was können die machen, wenn mein Arbeitskollege aus"Versehen" mein Passwort hat?
Moin schlaffi,
Passwörter sind etwas sehr Privates und können daher nicht aus Versehen von anderen gewusst werden - woraus folgt: du treibst Unerlaubtes...
Als Provider würde ich deine DSL abdrehen und deine ID auf die Schwarze Liste setzen .
Als kleines Dankeschön für die Beendigung der Geschäftbeziehung gäbe es ein Tabakspfeifchen - für gewisse Rauchzeichen.
Gruß
Herbi
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igelei
25.08.2003, 10:57
@ schlaffi
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rein technisch gesehen geht es natürlich,... mkT |
-->... dass"du" dich an 2 verschiedenen Orten einloggst und auch surfen kannst. Und wenn du das mal für 10 min. oder auch 2 h tust passiert auch nix.
Tricky wirds dann, wenn du von 2 Stellen gleichzeitig mit dem selben Account zuschlägst, ich denke mal, dass irgendwo ein Schwellwert in irgendeinem Datenlogger ist, ab dem die Telekomiker es merken. Was dann passiert müsste in den AGBs nachzulesen sein, keine Ahnung.
Insofern wäre es ganz günstig, wenn dein Arbeitskollege in der"zufällig" auch in deiner Nähe wohnen würde, am besten so nah, dass er mit WLAN erreichbar ist. Wenn sich dann noch mehr Arbeitskollegen in deiner Nähe niederlassen, so dass sich die DSL-Gebühren praktischerweise gleich durch 5 oder 6 teilen lassen wirds ganz effektiv. Aber 2 Zugänge von verschiedenen Orten auf Dauer würd ich nicht machen.
MfG
igelei
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schlaffi
25.08.2003, 11:47
@ igelei
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Re: rein technisch gesehen geht es natürlich,... mkT |
-->Hallo!
Und was ist wenn ein Hacker auf mein Account zugriff hat?
gruss
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igelei
25.08.2003, 13:26
@ schlaffi
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nun, dann surft einer mehr ;-)... mkT |
-->>Hallo!
>Und was ist wenn ein Hacker auf mein Account zugriff hat?
>gruss
... nee, mal im Ernst, da muss man schon unterscheiden. Im Grunde sind das 2 verschiedene Dinge, du loggst dich bei T-Online ein und verteilst es an jemanden dahinter. Ein Hacker kann sich dann zwar in dein WLAN reinhacken, hat aber ausser der IP von T-Online keinen Zugang zu den Accountdaten, sofern man sich nicht gerade absolut deppert anstellt. Es gibt Hardwarerouter um die 100 oder 120 Eurotze, die kann man schon recht ordentlich dicht machen. Da steckst du ein Kabel in den DSL-Anschluss und die andere Seite ist fertiges WLAN, man konfiguriert das Ganze über einen Webbrowser, denkt sich eine Passphrase aus, die man vielleicht einmal im Monat wechselt und ist damit schon relativ safe. Wenn du den DHCP so konfigurierst, dass nur für jeden"Arbeitskollegen" 1 IP zur Verfügung steht, die auf die Macadresse gebunden ist, merkst du spätestens da, wo einer nicht mehr reinkommt, dass ein"Besucher" im Netz ist. Man kann den Traffic aber auch komplett mitloggen, dann merkt man es sofort (so mache ich es bei meinem WLAN-Adapter).
MfG
igelei
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Tassie Devil
25.08.2003, 13:53
@ schlaffi
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Re: Was nicht erlaubt ist ist verboten |
-->DSL heisst aus marketingtechnischen Gruenden in der BRDDR TDSL, es ist ein Synonym fuer den ansonsten weltweit gaengigen Begriff ADSL - Asymmetric Digital Subscriber Line.
(1.7) Wieso gibt es bei T-DSL für T-Online eine"Einwahl"? Ist T-DSL nicht eher mit einer Standleitung vergleichbar?
Ein Verbindungsaufbau* zu T-Online wird durch einen speziellen Treiber (PPPoE) realisiert. Erst dadurch werden Sie identifiziert und bekommen eine dynamische IP-Nummer für die Sitzung zugewiesen. Eine Standleitungsverbindung würde zum einen eine feste IP-Nummer pro Kunde notwendig machen, was wegen des sehr beschränkten Vorrates an IP-Nummern zu"Privatkundenpreisen" nicht machbar wäre.
T-DSL auf Standleitungen bietet die Deutsche Telekom AG ebenfalls an, hier dann auch mit höheren Übertragungsraten. Diese Leitungen dienen zur Verbindung beispielsweise zu T-ATM oder T-Interconnect, nicht jedoch zu T-Online. Diese Leitungen werden dann auch nach Transfervolumen abgerechnet.
*Verbindungsaufbau: Der Verbindungsaufbau bei ADSL erfolgt genauso wie bei analoger oder ISDN-(Telefon-)Technik zunaechst mit der Anwahl des ISP (in der BRDDR z.B. T-Online, 1und1 etc.), nach der Handshakingphase der beiderseitigen Frontendtechnik (Modem) erfolgt die Identifizierung und die Authentifizierung des anwaehlenden Teilnehmers seitens des ISP.
Selbstverstaendlich darfst Du Dir an zwei verschiedenen Orten von der deutschen Telekom jeweils eine ADSL-Line physikalisch einrichten lassen, jede dieser Leitungen wird Dir letztendlich von der Telekom berechnet, weil sie immer noch die Hoheit ueber alle physikalisch grundstueckueberschreitenden Telekommunikationsverbindungen ausuebt.
Keiner kann und darf Dir heute in der BRDDR die Nutzung Deines ISP-Accounts via ADSL auf einen und nur einen speziellen ADSL-Anschluss zwingend vorschreiben, i.e. die Nutzung Deines ISP-Accounts via verschiedener ADSL-Lines verbieten, voellig unbesehen des jeweils bezahlenden Inhabers des ADSL-Anschlusses, es waere ein Verstoss gegen die TKO.
Du darfst also ganz beruhigt auch den ADSL-Anschluss Deiner Freunde oder Bekannten nutzen, um Deinen ISP anzuwaehlen um ins Internet zu gelangen.
Ist die Verbindung zu Deinem ISP erfolgreich zustande gekommen und steht, dann wuerden weiterere parallele Verbindungsaufbauversuche in diesem Zeitraum solange abgewiesen werden (wie beim Telefon: angewaehlter Anschluss belegt), bis die Verbindung wieder abgebaut ist, d.h. ISP-Accounts sind von beliebigen Orten aus seriell aber niemals parallel nutzbar.
Die parallele Mehrfachnutzung eines ISP-Accounts verhindert der ISP selbst, indem er nach der Anwahl und dem Handshaking die Identifizierung des Anwaehlers (dessen bei Vertragsbeginn fest vom ISP mitgeteilte Benutzerkennung/-name) und die Authentifizierung des Anwaehlers (Pruefung des Passwortes) durchfuehrt.
Alles klar?
Hoffentlich.
Gruss
TD
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schlaffi
25.08.2003, 17:13
@ Tassie Devil
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Re: Was nicht erlaubt ist ist verboten |
-->Hallo!
Danke für deine Antwort.
Also: Ich hab dich jetzt so verstanden, dass einer die Verbindung trennen muss,
damit der andere aus einem anderen Ort(Telefonanschluss) sich ins Netz mit dem selben Zugang einwählen kann.
Ja wenn das so ist, warum sagen die Provider dann einfach nicht: eine parallele
Nutzung des DSL-Accounts ist technisch nicht möglich, statt"es ist nicht erlaubt"?
gruss
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Tassie Devil
26.08.2003, 06:06
@ schlaffi
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Re: Was nicht erlaubt ist ist verboten |
-->>Hallo!
Rehi!
>Danke für deine Antwort.
Bitte.
>Also: Ich hab dich jetzt so verstanden, dass einer die Verbindung trennen muss,
>damit der andere aus einem anderen Ort(Telefonanschluss) sich ins Netz mit dem selben Zugang einwählen kann.
Moment, der andere Ort muss ebenfalls mit einem ADSL-Anschluss ausgestattet sein, das Mischen von analog/ISDN-Anschluessen mit ADSL-Anschluessen, um auf ein und den gleichen ISP-Account zugreifen zu koennen, ist technisch auf Seiten der ISPs nicht vorgesehen.
Konkret: Wenn Du sowohl ueber ADSL wie auch ueber analog/ISDN ins Internet moechtest, dann suchst Du Dir einen ISP aus, der bei fuer Dich besten Konditionen beides kann. Nutzt Du meistens einen ADSL-Anschluss und nur gelegentlich einen analog/ISDN-Anschluss, dann faehrst Du am besten, wenn Du im Falle der analog/ISDN-Anschluss-Nutzung deinen ISP ueber Internet-by-Call anwaehlst, Du musst bei dieser Variante keinen Nutzungsvertrag fuer dieses dynamisch genutzte zweite Account mit Deinem ISP abschliessen.
Regel: fuer das ADSL-Netz benoetigt man 1 Account bei einem ISP, und fuer das analog/ISDN-Netz benoetigt man 1 Account bei einem ISP.
>Ja wenn das so ist, warum sagen die Provider dann einfach nicht: eine parallele
>Nutzung des DSL-Accounts ist technisch nicht möglich, statt"es ist nicht erlaubt"?
Ganz einfach deshalb, weil Dich der ISP durch diese seine Wortwahl mit einem voellig unnoetigen zweiten ADSL-Account in seiner Anlage zusaetzlich abzukassieren gedenkt.
Die Wortwahl:"die parallele Nutzung eines ADSL-Accounts ist nicht erlaubt" oder noch etwas professioneller"die parallele Nutzung eines ADSL-Accounts ist verboten" laesst jeden Michel/Micheline der BRDDR sofort zusammenzuckend einknicken, ist das Verbot der Authoritaet noch von einem hocherhobenem leicht wackelndem Zeigefinger begleitet, dann fuellt sich postwendend das untere Teil der Unterwaesche.
Das Resultat solcher Wortwahl: Michel/Micheline bestellt und bezahlt grundsaetzlich dann permanent zwei ADSL-Lines und zwei Accounts, statt nur einem.
Besonders spassig (und teuer) wird eine solche Wortwahl stets dann, wenn Michel und auch Micheline zwei PCs haben, z.B. jeder der beiden sein eigenes Notebook, die sie von einem gemeinsamen Ort aus betreiben moechten. Obige Wortwahl laesst sie zusammengefaltet zwei ADSL-Lines und zwei ISP-Accounts bestellen und permanent bezahlen, Motto:"Da muessen wir halt in den sauren Apfel beissen".
Der Fachmann loest das Problem z.B so: er bestellt 1 ADSL-Line, in der BRDDR bei der Telekom, und 1 Account beim ISP seiner Wahl. Danach flanscht er hinter Splitter und ADSL-Modem auf seiner Seite einen preisguenstigen kleinen Ethernet-Router an dieses ADSL-Modem an, haengt die zwei oder noch mehr PCs, die ueber einen Ethernet-Anschluss verfuegen muessen, an den Router, und fertig ist die Lauge.
Der erste PC, der ins Internet geht, laesst den Router den ISP anwaehlen und die Verbindung herstellen, jeder weitere hinzukommende PC, der gleichzeitig (parallel) zum ersten PC ebenfalls z.B. im Web surfen moechte, der kann das selbstverstaendlich ohne jedes schlechte Gewissen tun, es ist nicht nur technisch moeglich, sondern sogar erlaubt. Keine Angst, es kommt dabei nichts durcheinander.
Die Wortwahl:"die parallele Nutzung eines ADSL-Accounts ist technisch nicht moeglich bzw. vorgesehen" wuerde Michel/Micheline nachdenken und fragen lassen was denn dann moeglich sei, dabei wuerde er/sie evtl. von der Erkenntnis bestiegen werden, dass ueberhaupt keine parallele sondern eine serielle Nutzung seines/ihres ADSL-Accounts von verschiedenen Orten aus vorliegt. [img][/img]
>gruss
Gruss
TD
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