alberich
28.08.2003, 10:30 |
Der Griff in die öffentlichen Kassen - mal anders Thread gesperrt |
-->Die Erscheinungen eines Florida-Rolf gehören zu den Facetten einer 'enriche vous'- Gesellschaft, wie wir sie schon immer hatten, aber nicht bemerkten oder bemerken wollten).
Eine andere Facette ist der ebenso ungenierte Griff der Wohlhabenderen in die öffentlichen Kassen.
Hier ein Auszug:
Folgt man ihm, so wurde die Bankgesellschaft vor allem für die Versorgung der „Klientelwirtschaft“ mit Posten, Aufträgen und Krediten gegründet. Um die nötigen Milliarden zu verdienen, legte die Bank in den neunziger Jahren geschlossene „Sorglos“-Immobilienfonds auf. Obwohl die Immobilienhausse nach der Wiedervereinigung vorüber war, gaben die Manager luftige Rendite-Garantien. Den Anlegern wurden für meist 25 Jahre feste Ausschüttungen aus den Mieten versprochen. Außerdem wurde ein Extrazuckerl versprochen. Wenn die Immobilie nach 25 Jahren im Wert gesunken sei, zahle die Bank die Fondsanteile zu 100 Prozent zurück.
Tausende stürzten sich auf die Vollkasko-Anlage und zahlten 13 Milliarden Euro ein. Zu den eifrigen Abstaubern der Schnäppchen gehörten die Bankvorstände selbst, Politiker und Baulöwen - Berlins „Beutegemeinschaft“. Dass die teuren Garantien nicht eingelöst werden können, ist einkalkuliert. Warum auch? Für die Mietgarantien der leer stehenden „Schrottimmobilien“, so das Urteil eines Insiders, haftete die staatliche Bank und damit das Land Berlin mit Steuergeld. Die rot-rote Regierung übernahm 2002 mit Billigung der CDU eine Bürgschaft für 21,6 Milliarden Euro. Diese Umverteilung öffentlichen Geldes auf private Konten dürfte einmalig sein.
.........
Für 21 MÃlliarden Euro kann man viele Florida-Rolfs durchfüttern.
Der Fisch stinkt nicht nur an Kopf und Flosse, mittlerweile ist der ganze Körper in Verwesung übergegangen.
Einen weiteren Kommentar verkneife ich mir.
gruß
alberich
<ul> ~ Sorgloser Raubzug durch öffentliche Kassen DIE ZEIT Archiv 28/2003</ul>
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Euklid
28.08.2003, 10:57
@ alberich
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Re: Der Griff in die öffentlichen Kassen - mal anders |
-->Du hast völlig Recht.
Aber bei diesem Prozeß ist mir eines aufgefallen.
Es ist richtig daß im Kopf schon die Maden krabbeln.
Gilt auch ganz unten an den Füßen.(Verwesung)
Die Infektion muß jetzt selbstverständlich auf den Rumpf (die Mitte) übergreifen.Da fängt es jetzt an zu stinken.
Da hilft leider auch keine Amputation mehr weil ohne Kopf und Füße gehts halt nicht.
Deswegen stiften gehen und abhauen.
Gruß EUKLID
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thomas
28.08.2003, 11:35
@ Euklid
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stiften gehen und abhauen: WOHIN? |
-->Hat jemand eine vergleichende Aufstellung der Staatsquoten aller Länder dieser Welt?
Das dürfte eine der interessanteren Entscheidungshilfen sein.
Danke und Gruß,
Thomas
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SchlauFuchs
28.08.2003, 18:32
@ Euklid
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Re: Der Griff in die öffentlichen Kassen - mal anders |
-->>Du hast völlig Recht.
>Aber bei diesem Prozeß ist mir eines aufgefallen.
>Es ist richtig daß im Kopf schon die Maden krabbeln.
>Gilt auch ganz unten an den Füßen.(Verwesung)
>Die Infektion muß jetzt selbstverständlich auf den Rumpf (die Mitte) übergreifen.Da fängt es jetzt an zu stinken.
>Da hilft leider auch keine Amputation mehr weil ohne Kopf und Füße gehts halt nicht.
>Deswegen stiften gehen und abhauen.
>Gruß EUKLID
Meine kleine Madenfamilie wuerde gerne verduften, sucht aber noch nen Sponsor
SF
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