Karl
29.08.2003, 08:43 |
Das Gold-Fieber steigt Thread gesperrt |
-->HANDELSBLATT, Donnerstag, 28. August 2003
Kutzers Corner
Das Gold-Fieber steigt (nicht)
Von Hermann Kutzer
Gold in zehn Jahren bei 2.000 Dollar je Feinunze? Das wäre weit mehr als das Doppelte des historischen Höchststandes, der mit 850 Dollar im Januar 1980 markiert worden war.
Die Edelmetall-Fans unter Ihnen werden angesichts solcher Prognosen begeistert in die Hände klatschen. Denn zugleich melden sich jetzt - wieder einmal - auch die vorsichtiger optimistischen Auguren zu Wort, die mit Blick auf das nächste Jahr Preise von etwa 400 bis 450 Dollar anpeilen.
Werden Rohstoffe, wird insbesondere das Gold tatsächlich zur Konkurrenz für die Wertpapieranlage? Sie kennen meine Skepsis gegenüber dieser Alternative - und ich bleibe dabei. Gewiss, man kann globale Krisenszenarien aufzeichnen, ausgehend von den politischen Brennpunkten und den finanzpolitischen Sorgen (Staatsverschuldung). Eine neue, nachhaltige Gold-Hausse wird sich aber nur dann einstellen, wenn unsere Welt in den kommenden Jahren völlig in Unordnung geraten sollte - ähnlich etwa den späten 70er Jahren. Dann würden sich Anleger auch von Aktien und Anleihen verabschieden und in „handfeste“ Werte flüchten. Bleibt Gold aber „nur“ eine Ergänzung im Portefeuille, ein Objekt der Diversifizierung, eine Art Sicherheitskomponente, dann wird dies nicht ausreichen, den Preis in Richtung alter Höchststände zu treiben. Zwei Anmerkungen noch: Es gibt auch durchaus ernst zu nehmende Szenarien, die wieder deutlich sinkende Preise beschreiben. Und: Deutsche Anleger sollten beim Abwägen der Chancen und Risiken immer die Währungsseite des in Dollar gehandelten Goldes berücksichtigen! Ob mit oder ohne Gold - oder mit zumindest ein bisschen Edelmetall -, ich wünsche Ihnen einen glänzenden Tag!
Der Denkt wohl, dass alles so weiter geht wie immer, naja Bildung ist halt das was übrig bleibt, wenn der letzte Dollar verzockt ist.
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Diogenes
29.08.2003, 08:56
@ Karl
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Hab immer noch 36,5 |
-->Morgen Karl,
>Gold in zehn Jahren bei 2.000 Dollar je Feinunze? Das wäre weit mehr als das Doppelte des historischen Höchststandes, der mit 850 Dollar im Januar 1980 markiert worden war.
Ja und? Was meinst du wie sich seit 1980 die Papiergeldmenge entwickelt hat? Und wie wird sie sich erst in den nächsten 10 Jahren entwickeln, bei den Defiziten aller Orten? Bleibt offen, was die 2000 Dollar in zehn Jahren wert sind.
>Die Edelmetall-Fans unter Ihnen werden angesichts solcher Prognosen begeistert in die Hände klatschen.
Kann nicht klatschen, sonst fallen mir die Barren auf den Boden. [img][/img]
>Denn zugleich melden sich jetzt - wieder einmal - auch die vorsichtiger optimistischen Auguren zu Wort, die mit Blick auf das nächste Jahr Preise von etwa 400 bis 450 Dollar anpeilen.
Genau, ein Schritt nach den anderen. Verkaufe Optimismus, kaufe Weltuntergang.
450 für nächstes Jahr sollten drinnen sein, 400 machen wir noch dieses, denke ich. Schaun mer mal.
>Sie kennen meine Skepsis gegenüber dieser Alternative - und ich bleibe dabei.
Hier habe ich aufgehört zu lesen. Der Mann meint, er könne dem Markt sagen, was er zu tun habe. Kann er machen, aber er halte sich von der Börse fern und bleibe Journalist, sonst verliert er sein letztes Hemd.
Gruß
Diogenes
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MC Muffin
29.08.2003, 09:12
@ Diogenes
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Re: Hab immer noch 36,5 |
-->>Morgen Karl,
>>Gold in zehn Jahren bei 2.000 Dollar je Feinunze? Das wäre weit mehr als das Doppelte des historischen Höchststandes, der mit 850 Dollar im Januar 1980 markiert worden war.
>Ja und? Was meinst du wie sich seit 1980 die Papiergeldmenge entwickelt hat? Und wie wird sie sich erst in den nächsten 10 Jahren entwickeln, bei den Defiziten aller Orten? Bleibt offen, was die 2000 Dollar in zehn Jahren wert sind.
>>Die Edelmetall-Fans unter Ihnen werden angesichts solcher Prognosen begeistert in die Hände klatschen.
>Kann nicht klatschen, sonst fallen mir die Barren auf den Boden. [img][/img]
>>Denn zugleich melden sich jetzt - wieder einmal - auch die vorsichtiger optimistischen Auguren zu Wort, die mit Blick auf das nächste Jahr Preise von etwa 400 bis 450 Dollar anpeilen.
>Genau, ein Schritt nach den anderen. Verkaufe Optimismus, kaufe Weltuntergang.
>450 für nächstes Jahr sollten drinnen sein, 400 machen wir noch dieses, denke ich. Schaun mer mal.
>>Sie kennen meine Skepsis gegenüber dieser Alternative - und ich bleibe dabei.
>Hier habe ich aufgehört zu lesen. Der Mann meint, er könne dem Markt sagen, was er zu tun habe. Kann er machen, aber er halte sich von der Börse fern und bleibe Journalist, sonst verliert er sein letztes Hemd.
>Gruß
>Diogenes
Solche Menschen haben ein Problem, denn sie gehen davon aus, das es in der Welt keine Inflation gibt, selbst wenn der Goldpreis auf 850 $ steigt ist das real betrachtet nicht der Höchststand, weil 850 $ im Verhältnis zu damals nur noch 500 $ wert sind und im Verhältnis zu vor 60 Jahren vielleicht nur 80 $ müsste man mal ausrechnen. Unter dem Gesichtspunkt ist bei 450 $ nichts passiert. Natürlich weis er auch nicht, das nicht alle solche Deppen sind wie er, natürlich wissen viele Anleger das der $ nur eine Show ist und das er künstlich von den Chinesen und Japanern hochgehalten wird und jeder mit ein bischen Gehirn sichert sich ab fals die Jungs es sich anders überlegen und nochwas selbst wenn Gold nur eine Beimischung wird, würde es reichen,weil keine Sau Gold hat. In meinem gesamten Bekanntenkreis bin ich der einzige.
MFG
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Karl
29.08.2003, 09:42
@ MC Muffin
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Re: Hab immer noch 36,5 |
-->Hallo,
der Jurnalist ist halt auch ein realitätsverweigerer, er ist ja nicht der einzige. Es wird doch versucht dem volk das geld aus den taschen zu labbern und es am besten in standartwerte zu investieren.
Wenn man sich die `70iger anschaut und sieht das sich der unzenpreis von 35 $ auf ca. 150 $ in `75 gesteigert hat, kann man eigentlich von ca. 1250 $in 2005 ausgehen oder seh ich das falsch?
Gruß
Karl
>>Morgen Karl,
>>>Gold in zehn Jahren bei 2.000 Dollar je Feinunze? Das wäre weit mehr als das Doppelte des historischen Höchststandes, der mit 850 Dollar im Januar 1980 markiert worden war.
>>Ja und? Was meinst du wie sich seit 1980 die Papiergeldmenge entwickelt hat? Und wie wird sie sich erst in den nächsten 10 Jahren entwickeln, bei den Defiziten aller Orten? Bleibt offen, was die 2000 Dollar in zehn Jahren wert sind.
>>>Die Edelmetall-Fans unter Ihnen werden angesichts solcher Prognosen begeistert in die Hände klatschen.
>>Kann nicht klatschen, sonst fallen mir die Barren auf den Boden. [img][/img]
>>>Denn zugleich melden sich jetzt - wieder einmal - auch die vorsichtiger optimistischen Auguren zu Wort, die mit Blick auf das nächste Jahr Preise von etwa 400 bis 450 Dollar anpeilen.
>>Genau, ein Schritt nach den anderen. Verkaufe Optimismus, kaufe Weltuntergang.
>>450 für nächstes Jahr sollten drinnen sein, 400 machen wir noch dieses, denke ich. Schaun mer mal.
>>>Sie kennen meine Skepsis gegenüber dieser Alternative - und ich bleibe dabei.
>>Hier habe ich aufgehört zu lesen. Der Mann meint, er könne dem Markt sagen, was er zu tun habe. Kann er machen, aber er halte sich von der Börse fern und bleibe Journalist, sonst verliert er sein letztes Hemd.
>>Gruß
>>Diogenes
>Solche Menschen haben ein Problem, denn sie gehen davon aus, das es in der Welt keine Inflation gibt, selbst wenn der Goldpreis auf 850 $ steigt ist das real betrachtet nicht der Höchststand, weil 850 $ im Verhältnis zu damals nur noch 500 $ wert sind und im Verhältnis zu vor 60 Jahren vielleicht nur 80 $ müsste man mal ausrechnen. Unter dem Gesichtspunkt ist bei 450 $ nichts passiert. Natürlich weis er auch nicht, das nicht alle solche Deppen sind wie er, natürlich wissen viele Anleger das der $ nur eine Show ist und das er künstlich von den Chinesen und Japanern hochgehalten wird und jeder mit ein bischen Gehirn sichert sich ab fals die Jungs es sich anders überlegen und nochwas selbst wenn Gold nur eine Beimischung wird, würde es reichen,weil keine Sau Gold hat. In meinem gesamten Bekanntenkreis bin ich der einzige.
>MFG
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Kallewirsch
29.08.2003, 10:54
@ Karl
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Genau, das Geld aus den Taschen labern- jetzt habe ich eine Zeitschrift gesehen |
-->"Ratgeber" oder so
kleiner Absatz - in dem Tenor: Gold ist der letzte Schrott -"Höhenflug" völlig überzogen
DIREKT nach dem Umblättern VIER Seiten mit Vorschlägen von Aktienfonds.
Kalle
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Amanito
29.08.2003, 11:10
@ Karl
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Re: Hab immer noch 36,5 |
-->Hallo Karl,
lauter Goldbären hier! [img][/img]
$6000 ist ein gutes Ziel 2006-7, wie üblich wird dieser Level aber nur kurz gehalten werden können.
Manfred
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Pulpo
29.08.2003, 13:35
@ Karl
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kann mich mal jemand aufklaeren? |
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... schnipp...
> Eine neue, nachhaltige Gold-Hausse wird sich aber nur dann einstellen, wenn unsere Welt in den kommenden Jahren völlig in Unordnung geraten sollte - ähnlich etwa den späten 70er Jahren. Dann würden sich Anleger auch von Aktien und Anleihen verabschieden und in „handfeste“ Werte flüchten.
... schnapp...
Mir war gar nicht bewusst, dass unsere Welt in den 70'er voellig in Unordnung geraten war...? Ist schon klar, da gabs die Oelkrise und die Abkehr von festen Wechselkursen und goldgesichertem Dollar, aber voellig in Unordnung??? Was meint der gute Mann?
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Euklid
29.08.2003, 14:01
@ Pulpo
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Re: kann mich mal jemand aufklaeren? |
-->Na ja es begann mit der Abkopplung und Schließung des Goldfensters in den 70ern.
Die ganze Welt spekulierte in die Mark-Aufwertung weil der Dollar durch das hohe Defizit im Außenhandel und der Belastung durch den Vietnam-Krieg in die Knie ging.
Innerhalb von 10 Jahren verfiel der Dollar um fast die Hälfte.
Jedermann wertete gegen die Mark ab und macht deutsche Waren teurer.
Und Luschi erzählt uns heute das hätte nichts gebracht.
England ist gut dami gefahren denn anders wäre man wohl heute an der Wand.
Die Aufhebung der Goldbindung wurde durch die bösen Spekulanten (so wie wir;-)))
herbeigeführt.
De Gaulle hätte glatt Fort Knox leergeräumt und die Dollars immer gleich in Gold getauscht.
Danach gings rund mit den Währungen.Was es vorher gar nicht gab war das ständige Floating der Währungen.
Das hat man nach der Abkopplung der Währungen vom Gold gemacht weil man ja den Anker (die feste Bindung zum Gold) gelöst hat.
Jetzt kann man nicht mehr zwingen in Gold zu leisten da ja Amerika jetzt kein Gold mehr hergeben muß für sein riesiges Außenhandelsbilanzdefizit.
Das heißt jetzt kann man eigentlich ungestraft abwerten.
Das hat sowohl England als auch USA weidlich ausgenutzt.
Aber das Handelsbilanzdefizit ist wieder dran mächtig zu wachsen.
Gruß EUKLID
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Diogenes
29.08.2003, 20:40
@ MC Muffin
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Re: Hab immer noch 36,5 |
-->>Solche Menschen haben ein Problem, denn sie gehen davon aus, das es in der Welt keine Inflation gibt, selbst wenn der Goldpreis auf 850 $ steigt ist das real betrachtet nicht der Höchststand, weil 850 $ im Verhältnis zu damals nur noch 500 $ wert sind und im Verhältnis zu vor 60 Jahren vielleicht nur 80 $ müsste man mal ausrechnen. Unter dem Gesichtspunkt ist bei 450 $ nichts passiert.
Das ist das Problem. Zukünftiger Goldpreis in Papiergeld gerechnet ist Makulatur, weil keiner weiß, was das Papier in Zukunft kaufen wird.
Daraus ergibt sich die Frage: Wann verkaufen und wohin mit dem Erlös?
Ich werde die Sache so lösen, daß ich mein Gold behalte. Verkaufen werde ich nur die Minen, ganz oder teilweise, je nachdem was für Alternativen sich bieten. Auf diesem Weg ist meine physisches locker bezahlt und ich kann es als Versicherung weiter behalten.
>In meinem gesamten Bekanntenkreis bin ich der einzige.
Bei mir ähnlich. Mir ist es zwar gelungen, den meisten ein paar Unzen"anzudrehen", für eine längere Durststrecke dürfte es aber bei den wenigsten reichen. Für den Fall, daß es arg dick kommt, werde ich ihnen helfen müssen. Wie genau das aussehen soll und wie man es am besten macht, bereitet mir das größte Kopfzerbrechen.
Gruß
Diogenes
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