philliecht
26.10.2007, 14:48 |
Aktive Devisenhändler gesucht Thread gesperrt |
-->Hallo an alle
Ich suche Devisenhändler, um ein kleines Netzwerk mit Profis aufzubauen.
Ziel ist, verschiedene Perspektiven und Standpunkte im Kassenmarkt zusammenzubringen, damit jeder (s)einen Nutzen daraus ziehen kann.
Jeder Händler hat seine Vorlieben in den Währungspaaren, und durch den fortlaufenden Austausch können Synergien entstehen, welche es erlauben, sich noch besser im Markt zu positionieren.
Es geht mir also nicht in erster Linie darum, noch mehr Informationen zu erhalten (z.B. welcher grosser Fisch macht gerade was im Markt, wobei diese Infos immer willkommen sind ), sondern um die Fülle der Nachrichten, persönliche Einschätzungen, technische Vorgänge usw. aufzuteilen. Diejenigen, welche schon in einem Händlerteam z.B. auf einer Bank gearbeitet haben, wissen, was ich meine.
Durch die enormen technischen Entwicklungen ist es ein Leichtes, dieses Netzwerk über das Internet aufzubauen. Tools wie z.B. Skype ermöglichen es, dass alle Teilnehmer ohne zusätzliche Kosten miteinander sprechen können. So kann ein Team über Distanzen entstehen.
Hier nun einige Vorstellungen über die Händler:
- Arbeitet zurzeit alleine (z.B. auf eigene Rechnung)oder in einem ganz kleinen Team (In einem grösseren Team könnte es Probleme mit der Compliance geben, müsste dann diskutiert werden.)
- Hat mehrjährige Berufserfahrung (Vorfälle wie 9/11, Golfkrieg usw. bringen enorme Erfahrungswerte und"brühen ab".
- Nimmt regelmässig Positionen (mehrere Positionen, auch täglich) und kennt somit das Spiel von Gewinn und Verlust gut.
-Händler, welche"umgesattelt" haben, aber immer noch eng mit dem Kassenmarkt verbunden sind, sind ebenso willkommen.
- Ist die meiste Zeit im Büro und deckt zeitmässig spätes Far East bis Mittag New York ab.
- Hat Lust sich in einem virtuellen Team zu verbinden und teilt sich gerne mit
Wichtig: Es sollen nur Synergien auf dieser Ebene gebildet werden. Es geht nicht um Konkurrenz oder neue Kundschaft.
Ganz kurz zu mir: Ich bin seit 20 Jahren im Markt, davon 13 Jahre für verschiedene Banken in Europa plus eine Bank in Singapur. Erfahrung im US-Markt durch Abend/Nachtschicht in Europa. Seit 7 Jahren arbeite ich selbständig.
Wenn sich Händler in der Forengemeinde angesprochen fühlen, oder Forenteilnehmer solche Händler kennen, bitte ich Euch mich zu kontaktieren: forexyoursmine@yahoo.com
Ganz herzlichen Dank, auch für Eure Feedbacks hier.
Grüsse vom
Philliecht
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Burning_Heart
26.10.2007, 16:49
@ philliecht
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Forex fass ich mit dem Stock nicht an. |
-->Moin Philliecht
Ich bin kein Devisenhändler und darum wohl kein Kandidat aber was mich interessiert, warum gerade Forex, dem meiner Meinung nach mit Abstand schwersten Markt?
Ich habe in den letzten Jahren viele Systeme auf historischen Kursen getestet, aber beim Forex war jede Herangehensweise vergebens, egal ob Trendfolge, Antitrend, einfach oder kompliziert, Tick oder Wochenbars. Nach hunderten Versuchen habe ich Forex als kompletten Zufallsmarkt abgehakt. Und mit einem Zufallsmarkt kann man kein Geld verdienen.
Gleich danach kam der Bund welcher auch nur auf extrem langen Zeitfenstern ein positives Ergebnis brachte. Dann sinds aber nur noch 10 Trades im Jahr weshalb der Umsatz fehlt und der Gewinn zu klein bleibt.
Auf Stocks oder Indexfutures habe ich dutzende Systeme mit Profitfaktor > 2.
Ausser fundamentalem Insiderwissen wüsste ich nicht wie man an der Forex auf Dauer Geld machen soll, aber ich bin ja der Laie.
Mal voraus gesetzt du bist erfolgreich, auf was achtest du so? Auf Charttechnik eher weniger oder?
Alles Diskretionär oder auch mit Handelssystem?
Grüsse
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XERXES
26.10.2007, 17:10
@ Burning_Heart
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Habe schon immer gesagt, |
-->dass Devisenhändler die besten sind.
Tatsächlich lebt ein Devisenhändler von Erfahrung, Intuition, Schnelligkeit und Disziplin.
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igelei
26.10.2007, 17:19
@ Burning_Heart
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bin zwar auch kein Kandidat, aber lange Trends sind handelbar... mkT |
-->... Währungen, hab mich dabei auf €/US$ eingeschossen, weisen i.d.R. lange lineare Trends auf. Mein"System" dabei, immer mit dem Trend. Also gegenwärtig alle Trades immer Eurotz long. Siehe Chart:
http://waehrungen.onvista.de/snapshot.html?ID_CURRENCY_FROM=EUR&ID_CURRENCY_TO=USD&PERIOD=7#chart1
Es gab nur 2 Richtungen, von 99 bis 2002 Euro short, ab da long. Im Jahr 2005 dachte ich, dass es schon wieder auf short gedreht hat und lag damit auch ein paar mal falsch, nach Korrektur (also das Zurückgehen auf Long-Strategie) wars wieder ganz gut gelaufen. Die Trades laufen immer mit Optionsscheinen, knapp am oder knapp im Geld gekauft mit Restlaufzeiten zwischen 9 und 12 Monaten, spätestens 3 Monate vor Verfall raus, immer nur in der"beschlossenen" Richtung. Beim Reingehen Stop auf die Basis, dass OS ca. 15% max. Minus macht (kommt das vor, dann erstmal Marktbeobachtung), bei 150% Gewinn grundsätzlich die Hälfte raus und danach Bauch Exit (ab da geht ja kein Verlust mehr, also kann man sich auch nen kleinen Psychoirrtum erlauben).
MfG
igelei
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philliecht
26.10.2007, 17:20
@ XERXES
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D A N K E!!!!!!!!!! (o.Text) |
-->
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Burning_Heart
26.10.2007, 18:55
@ igelei
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Re: bin zwar auch kein Kandidat, aber lange Trends sind handelbar... mkT |
-->Moin
Fassen wir dein System mal in einer Formel zusammen.
Du gehst long wenn der Wochenclose 3x hintereinander über dem 50er und dem 200er gleitenden Durchschnitt liegen.
Wenn er drei Schlusskurse unter den Durchschnitten schließt, drehst du die Position und gehst short oder wahlweise flat.
Und immer so weiter...
Dieses System, was ungefähr deinem entspricht, machte in den letzten 5 Jahren super Ergebnisse. Das Problem: Davor machte es noch mehr Verluste und wird es auch bald wieder machen, wenn die langen Trends in Chop übergehen.
Wenn du dann endlich nach grossen Verlusten den EUR mit Antitrend im Griff zu haben scheinst, kommen wieder die Trends.
Wenn man dieses System auf 50 Jahre über alle Währungen testet, kommt genau Null am Ende raus. Dito bei einem Antitrend-System und allen anderen.
Man kann es tunen, drehen und optimieren, es hilft alles nichts.
Wie gesagt habe ich so viele Systeme auf Forexpaare backgetestet das es mind. 1000 Jahre Traderrerfahrung entspricht. Forex ist wegen hoher Liquidität und kleinem Spread natürlich DAS Objekt der Begierde auch bei mir, aber das wars dann mit den Vorteilen.
Häufig funktioniert Trend sehr ( zu ) gut aber dann geht die Gewinnkurve genau so steil wieder runter weil plötzlich Antitrend angesagt ist und es zu einer Serie von Stops kommt. Im Endeffekt war es nur eine Randombewegung.
Es wird behauptet das Forex der trendigste Markt ist, aber die Antitrends sind genau so häufig weshalb ja im Backtest kein positives Ergebnis zustande kommt.
Wären Trends dominant, könnte man die leicht ausbeuten.
Auf kleinem Zeitrahmen, sagen wir mal unter 60 Minuten Bars, wird es nahe 100% Random. Ab und zu spiked es gewaltig, aber die treffen einen langfristig auch nur 50/50.
Mein Fazit: Entweder du nimmst Monatscharts ( weil da die Trends tatsächlich häufiger sind als Antitrends )und ein
Trendfolgesystem, begnügst dich mit 5% und 1-2 Trades pro Jahr oder dein Konto tritt auf der Stelle.
Grüsse
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certina
26.10.2007, 20:22
@ Burning_Heart
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Re: bin zwar auch kein Kandidat, aber lange Trends sind handelbar.. |
-->>Moin
>Fassen wir dein System mal in einer Formel zusammen.
>Du gehst long wenn der Wochenclose 3x hintereinander über dem 50er und dem 200er gleitenden Durchschnitt liegen.
>Wenn er drei Schlusskurse unter den Durchschnitten schließt, drehst du die Position und gehst short oder wahlweise flat.
>Und immer so weiter...
>Dieses System, was ungefähr deinem entspricht, machte in den letzten 5 Jahren super Ergebnisse. Das Problem: Davor machte es noch mehr Verluste und wird es auch bald wieder machen, wenn die langen Trends in Chop übergehen.
>Wenn du dann endlich nach grossen Verlusten den EUR mit Antitrend im Griff zu haben scheinst, kommen wieder die Trends.
>Wenn man dieses System auf 50 Jahre über alle Währungen testet, kommt genau Null am Ende raus. Dito bei einem Antitrend-System und allen anderen.
>Man kann es tunen, drehen und optimieren, es hilft alles nichts.
>Wie gesagt habe ich so viele Systeme auf Forexpaare backgetestet das es mind. 1000 Jahre Traderrerfahrung entspricht. Forex ist wegen hoher Liquidität und kleinem Spread natürlich DAS Objekt der Begierde auch bei mir, aber das wars dann mit den Vorteilen.
>Häufig funktioniert Trend sehr ( zu ) gut aber dann geht die Gewinnkurve genau so steil wieder runter weil plötzlich Antitrend angesagt ist und es zu einer Serie von Stops kommt. Im Endeffekt war es nur eine Randombewegung.
>Es wird behauptet das Forex der trendigste Markt ist, aber die Antitrends sind genau so häufig weshalb ja im Backtest kein positives Ergebnis zustande kommt.
>Wären Trends dominant, könnte man die leicht ausbeuten.
>Auf kleinem Zeitrahmen, sagen wir mal unter 60 Minuten Bars, wird es nahe 100% Random. Ab und zu spiked es gewaltig, aber die treffen einen langfristig auch nur 50/50.
>Mein Fazit: Entweder du nimmst Monatscharts ( weil da die Trends tatsächlich häufiger sind als Antitrends )und ein
>Trendfolgesystem, begnügst dich mit 5% und 1-2 Trades pro Jahr oder dein Konto tritt auf der Stelle.
>Grüsse
hi,
prima Analyse.
Den"Stein des Weisen" im Devisentrading zu finden, da beissen sich schon Heerscharen
gegeelter und geglatzkoepfter
Jungkrawattentraeger-Trader die Zaehne dran (vergeblich!!!!!)
aus.
Eine besser als der Durchschnitt funktionierende Devisenabt.
einer grossen Institution (Bank etc.) im Dayly-Trading ist auf einen der
alle Jubeljahre mal auftauchenden "sogenannten Bauchaendler" angewiesen.
Der dominiert mit seinem"Bauch" das"long/short" der Abteilung
und alle anderen nicken nur hoerig und justieren die verruecktesten
Programme auf seine Anweisungen. Mit Erfolg. Und eigentlich oft genug
vollig kontraer zu den Parametern und Signalen, die die Programme vorgegeben haetten.
Dass das Zeit eines begnadeten Trader-Lebens funktioniert,
ist mehr als einmal in die Hose gegangen - siehe spektakulaer
Nick Leason. Der war jahrelang mit seinem"Bauch" der Garant fuer
beste Bilanzen.
Es soll derzeit in London 4 dieser"begnadeten Intuitiv-
Haendler" geben...
Die kommen auf >10.Mio/anno.
tschuess
G.C.
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igelei
26.10.2007, 20:29
@ Burning_Heart
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Naja, Systeme haben ein Problem... mkT |
-->... bzw. mehrere: Hauptsächlich berauben sie dich des größten Vorteils, den du hast - der Intuition.
>Moin
>Fassen wir dein System mal in einer Formel zusammen.
>Du gehst long wenn der Wochenclose 3x hintereinander über dem 50er und dem 200er gleitenden Durchschnitt liegen.
Nein - gehe ich nicht. Ich gehe long (bzw. short), wenn ich der Ansicht bin, dass ein stabiler Trend EXISTIERT. Und dieser existiert in der Geschichte des Euro (seit 99), wie am Chart vom Ausgangsthreat zu sehen ist, immer. Rein gehe ich dann, wenn der Kurzfristchart sagt, es könnte wieder aus einer kurzfristigen Korrektur in meine Hauptrichtung drehen (Beispiel meines"aktuellen" Trades: http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/382538.htm - bin kurz darauf rein). Und ich werde auch nur noch maximal bis Dezember long bleiben, weil eine Handelsregel besagt, dass ich spätestens 3 Monate vor Ablauf der Option glattstelle. Meine Prognose zum weiteren Verlauf findest du hier: http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/391841.htm
Kontext: Nächstes Jahr US-Wahl, daher kein zusammenbrechender USD, Topkurse Euro vs. USD also Q4 2007. Wenn dieser long also geschlossen ist, warten auf die Entwicklung, ob es Anzeichen gibt, dass meine Prognose eintrifft. Wobei ich alle Zeit der Welt habe und nicht investiert sein MUSS. Erkenne ich Anzeichen, werde ich dann schon mal ausnahmsweise gegen den Trend (obwohl ich den immer noch nicht gebrochen sehe, sondern nur kurzfristig unterbrochen, bis die Einschätzung sich ändert) handeln. Das kannst du mit keinem System dieser Welt abbilden.
>Wenn er drei Schlusskurse... Das Problem: Davor machte es noch mehr Verluste und wird es auch bald wieder machen, wenn die langen Trends in Chop übergehen.
Siehe eins drüber, rechne so ein bisschen mit Chop...
>Wenn man dieses System auf 50 Jahre über alle Währungen testet, kommt genau Null am Ende raus. Dito bei einem Antitrend-System und allen anderen.
>Man kann es tunen, drehen und optimieren, es hilft alles nichts.
Sag ich ja. Intuition hat manchmal was:-)
>Wie gesagt habe ich so viele Systeme... aber die treffen einen langfristig auch nur 50/50.
Naja, wirst du ein paar mal hintereinander ausgestoppt, denkst du einfach drüber nach, ob deine Trendeinschätzung stimmt. Und lässt gegebenenfalls auch mal für ein halbes Jahr die Finger von Trades.
>Trendfolgesystem, begnügst dich mit 5% und 1-2 Trades pro Jahr oder dein Konto tritt auf der Stelle.
Habe früher mal, noch bei Consors, so um die 100 Trades pro Jahr mit Transaktionskosten um die 2k€ gehabt (Quote damals so 55% mit kleinem Minus ausgestoppt, 3-4% Plusminus Null, Rest Plus, Jahresergebnis insgesamt meist ordentlich). Bin aber schon seit geraumer kein Junkie mehr, viel mehr als 3-4 Trades pro Jahr mache ich nie, meist sogar nur 2-3. Aber wenn nur einer davon im Plus liegt, ist das schon ein ordentliches Jahr. Aber die Quote liegt über die Jahre gesehen inzwischen bei 2/3 positiv. Weniger ist manchmal mehr.
MfG
igelei
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igelei
26.10.2007, 20:37
@ certina
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*g... dann gibt es wohl 5 ;-)... mkT |
-->>Es soll derzeit in London 4 dieser"begnadeten Intuitiv-
>Haendler" geben...
... einen dann halt in Berlin. Der betreibt das allerdings nur als Hobby.
>Die kommen auf >10.Mio/anno.
... und kommt damit auf deutlich WENIGER. Allerdings vermute ich, dass man deutlich schlechter wird, wenn man davon leben muss!
MfG
igelei
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Ecki1
26.10.2007, 20:53
@ Burning_Heart
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mein bescheidener Senf dazu mkT |
-->Hallo
So wie ich das verschiedentlich mitbekomme, werden die Gewinne im Devisenhandel hauptsächlich in Transmissionsfunktion zwischen Interbankenmarkt und Retail und eben nicht über Nettopositionen erzielt. Ich bleib bei den Aktien, das läuft in der Regel gut.
Aber wer`s mag...
Gruss!Ecki1
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---Elli---
27.10.2007, 13:59
@ philliecht
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Re: Aktive Devisenhändler gesucht |
-->Ich habe vor knapp 20 Jahren eine Zeitlang hobbymäßig Devisen gehandelt, anfangs sehr erfolgreich, später weniger, Summe = etwa Null.
Später habe ich auch einige Jahre für einen Ã-lkonzern Devisen (und Commodities) gehandelt.
Um es kurz zu machen: Meine Erfahrung deckt sich mit der von Burning_Heart und Ecki1. Ich halte den Ansatz, noch mehr Infos sammeln zu wollen, für völlig falsch; das machen schon ganz andere Kaliber.
In Forex erfolgreich zu sein, geht - wenn überhaupt - nur mit Intuition, meine ich. Und auch das nur, bis die Strähne endet.
Ich komme mit Aktien, Aktienindizes und Commodities gut klar, aber jeder muss seinen Lieblingsmarkt finden.
Das war nur mein Senf dazu, auch wenn´s dir nicht hilft.
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