Elmarion
04.11.2007, 09:43 |
Peak oil: Simmons-Interview Thread gesperrt |
-->Eine Tasse Ã-l kostet 15 Cent - viel zu billig meint Herr Simmons.
Was meint das Board: Ist Ã-l nun wirklich knapp oder wird es knapp geredet?
<ul> ~ Video 4 Min.</ul>
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Elmarion
04.11.2007, 10:08
@ Elmarion
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Re: Peak oil: Simmons-Interview |
-->Stand der Disskussion - gut zusammengefasst
<ul> ~ in diesem Video</ul>
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Mephistopheles
04.11.2007, 10:16
@ Elmarion
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Re: Ã-l kann gar nicht knapp werden |
-->>Eine Tasse Ã-l kostet 15 Cent - viel zu billig meint Herr Simmons.
>Was meint das Board: Ist Ã-l nun wirklich knapp oder wird es knapp geredet?
Ã-l kann gar nicht knapp werden.
Erdöl besteht aus Kohlenstoff und Wasserstoff, von beiden ist auf der Erde mehr vorhanden als jemals aufgebraucht werden kann.
http://www.umweltdatenbank.de/lexikon/kohlenwasserstoffe.htm
Die Methode die massenhaft vorhandenen Kohle zu verflüssigen ist längst bekannt und technisch ausgereift.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kohleverfl%C3%BCssigung
Die Ingenieure haben ihre Arbeit getan.
Wir sollten also lieber die ganzen BWLer hier im Forum fragen, wie wir genügend Geld herbekommen für das ganze Ã-l!
Gruß Mephistopheles
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Ghandi
04.11.2007, 11:05
@ Elmarion
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Re: Preisfrage |
-->>Was meint das Board: Ist Ã-l nun wirklich knapp oder wird es knapp geredet?
Eine kleine Metapher dafür gefällig?
Stell dir vor, du wärst als Geologe mit deinem schweren SUV bei größter Hitze im Auftrag von XOM in einer unwirtlichen Wüstenregion unterwegs, um für deine Firma neue Ã-lfelder zu entdecken.
Und justament in dem Augenblick, da du dir zu 99 Prozent sicher bist, mit deinem 20-Liter-Auto genau über einem unerschlossenen Ã-lfeld zu fahren, welches gerade mal 1.000 Kilometer unter dir schlummert und nur darauf wartet angezapft zu werden, musst du zu deinem Erschrecken feststellen, dass dir in wenigen Augenblicken das Benzin ausgehen wird...
Zu dumm, dass die nächste Tankstelle schlappe 500 Kilometer entfernt liegt.
In der nun einbrechenden Nacht träumst du, wovon?
Logo, von dieser laaangen Kamel-Karawane, die zufällig an dem Ort deiner Not vorbeizieht - und gerade so viel Benzinkanister mit dem kostbaren dunklen Saft mit sich führt, wie du benötigen würdest, um zur rettenden Tankstelle zu gelangen.
Wetten, dass dir beim Gedanken an die Preisverhandlung der Schweiß ausbrechen wird ;-?
Ergo:
Ã-l gibet es genug. Das ist nicht das Problem, sondern:
Bei immer mehr Bohrungen wird weltweit tendenziell immer weniger - zusätzlich - gefördert und gleichzeitig wollen schlappe 2 oder 3 Milliarden Menschen ihr altes Fahrrad in die Ecke werfen, um sich am liebsten gleich einen großen, schweren Wagen als Statussymbol zu kaufen (siehe China)...
Daher meine Prognose: So billig wie heute werden Benzin & Heizöl nicht lange bleiben.
Schönen Sonntag!
G.
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Elmarion
04.11.2007, 11:23
@ Ghandi
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Re: Preisfrage |
-->"Ã-l gibet es genug. Das ist nicht das Problem, sondern:
Bei immer mehr Bohrungen wird weltweit tendenziell immer weniger - zusätzlich - gefördert und gleichzeitig wollen schlappe 2 oder 3 Milliarden Menschen ihr altes Fahrrad in die Ecke werfen, um sich am liebsten gleich einen großen, schweren Wagen als Statussymbol zu kaufen (siehe China)..."
Also gibt es NICHT genug Ã-l!
Gruß
elmarion
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Elmarion
04.11.2007, 11:25
@ Mephistopheles
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Re: Ã-l kann gar nicht knapp werden |
-->Ok - es gibt nicht genug bezahlbares Ã-l - kommt auf`s Gleiche raus oder?
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Ghandi
04.11.2007, 11:33
@ Elmarion
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Re: doch |
-->
>Also gibt es NICHT genug Ã-l!
nur wird es mittelfristig dort wo DU es benötigst, nämlich an der Tankstelle, a bissel mehr kosten als heute ;-)
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Theo Stuss
04.11.2007, 14:44
@ Mephistopheles
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Re: Was machst Du eigentlich hier in diesem Forum? |
-->Und warum sollte man ausgerechnet BWLer fragen, woher man das Geld zur Kohleverflüssigung nehmen soll, um diese finanzieren?
Lange scheinst Du noch nicht hier zu sein und die Archive und Dottore-Sammlungen hast Du wohl auch nicht gelesen, oder?
Also, woher kommt Geld?
Daß es immer genügend Ã-l gibt, solange jemand den Preis dafür bezahlt, ist eine Binsenweisheit, die uns hier nicht weiterhilft. Ã-l wird zur gebraucht, ob man es bezahlen kann, oder nicht.
Ansonsten muß man anders leben.
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Sorrento
04.11.2007, 14:53
@ Theo Stuss
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Mepho kommt aus dem Hannich-Forum |
-->>Und warum sollte man ausgerechnet BWLer fragen, woher man das Geld zur Kohleverflüssigung nehmen soll, um diese finanzieren?
>Lange scheinst Du noch nicht hier zu sein und die Archive und Dottore-Sammlungen hast Du wohl auch nicht gelesen, oder?
>Also, woher kommt Geld?
>Daß es immer genügend Ã-l gibt, solange jemand den Preis dafür bezahlt, ist eine Binsenweisheit, die uns hier nicht weiterhilft. Ã-l wird zur gebraucht, ob man es bezahlen kann, oder nicht.
>Ansonsten muß man anders leben.
und dort gelten ja bekanntermaßen andere Gesetze
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webmax
04.11.2007, 15:36
@ Theo Stuss
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Re: Was machst Du eigentlich hier in diesem Forum? |
-->>Und warum sollte man ausgerechnet BWLer fragen, woher man das Geld zur Kohleverflüssigung nehmen soll, um diese finanzieren?
>Lange scheinst Du noch nicht hier zu sein und die Archive und Dottore-Sammlungen hast Du wohl auch nicht gelesen, oder?
>Also, woher kommt Geld?
>Daß es immer genügend Ã-l gibt, solange jemand den Preis dafür bezahlt, ist eine Binsenweisheit, die uns hier nicht weiterhilft. Ã-l wird zur gebraucht, ob man es bezahlen kann, oder nicht.
>Ansonsten muß man anders leben.
Ist selbst mir etwas zu einfach: Es stellt sich wohl erst die Frage der Bewertung. Und der möglichen - oder nicht vorhandenen - Alternativen.
Nehme ich ostfriesisches Joghurt, wenn das bayerische mit Transportaufschlag teurer wird? Oder wird es gar nicht offen teurer, weil Mischkalkulation und bayerische Subventionitis greifen...
Spannend wird es in dem Moment, wo nur wenige Elite-Yoghurt essen können - und die anderen Hungerleider dreist zur Mehrarbeit auffordern.
Gruß w
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Tarantoga
04.11.2007, 15:59
@ Elmarion
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Re: Ã-l ist nur der Maßstab für den Wert des Papiergeldes |
-->>Eine Tasse Ã-l kostet 15 Cent - viel zu billig meint Herr Simmons.
>Was meint das Board: Ist Ã-l nun wirklich knapp oder wird es knapp geredet?
Imho gibt es kein wirkliche Erdölknappheit. Zwar wird die Förderung weiteren Erdöls aufwändiger, aber gleichzeitig wird die Technik dafür immer besser und auch effizienter.
Der Grund für den Ã-lpreisanstieg ist gleichzeitige die Abwertung nahezu aller Papier-Währungen (oder jedenfalls der Leitwährungen). Das war auch schon in den 70ern so. Die"Opec-Verschwörung" etc. sind nur Augenwischerei. Als Nixon den Goldstandard endgültig aufgab um den Vietnamkrieg finanzieren zu können bewirkte dies (bzw. die Monetarisierung der für den Vietnamkrieg aufgenommenen Staatskredite) einen Verfall des Dollars. Wegen der Verflechtungen der Währungen und des Charakters des Dollars als Welt-Leitwährung zog das alle anderen Währungen mit. Seid Gold keine monetäre Bedeutung mehr hat ist Ã-l das eigentliche"Backup" und der Maßstab aller Geld-Werte.
George W. Bush hat es eigentlich erstaunlich gut geschafft die Folgen des 2001er Crashs auf die Weltwirtschaft ziemlich gering zu halten. Heute redet niemand mehr von der Depression, die bei einem solchen Chrash eigentlich zu erwarten wäre. Bush hat wie ein verrückter Schulden gemacht, in sein Militär investiert und die Schulden durch Greenspan/Bernancke monetarisieren lassen. Das ist reinster Kenesianismus. Der Preis dafür ist die Abwertung des Papiergeldes (vor allem gegen Ã-l und andere Rohstoffe).
Die Debatte um Rohstoff-Knappheit und auch weite Teile der Ã-ko-Diskussion (namentlich CO2) sind reine Augenwischerei. Ob sie absichtlich betrieben wird oder ob die Masse der Meinungsbilder nur zu dumm ist den Zusammenhang zu erkennen kann man offen lassen, das spielt eigentlich keine Rolle.
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- Elli -
04.11.2007, 16:03
@ Tarantoga
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Re: Ã-l ist nur der Maßstab für den Wert des Papiergeldes/ Zustimmung! (o.Text) |
-->
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Mephistopheles
04.11.2007, 18:07
@ Sorrento
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Re: Mepho kommt aus dem Hannich-Forum |
-->>
>und dort gelten ja bekanntermaßen andere Gesetze
z.B. die der Naturwissenschaft.
Ich komm eigentlich aus einer humoristischem Klosterschule mit einem Faible für Naturwissenschaften. Daher auch meine Empathie für Indschiniöre.
Und naturwissenschaftlich ist das Problem gelöst: Es wird immer soviel Ã-l geben, wie man braucht und bezahlen kann.
Wegen dem Bezahlen, da hab ich mal so ein Buch gelesen"Aufwärts ohne Ende".
Ich resümiere aus dem Gedächtnis:
Geld entsteht wenn irgendeiner einen Kredit aufnimmt.
Und wenn kein Privatier mehr Kredite aufnehmen möchte, so gibt es doch den lieben Staat, der das steöllvertretend macht, wenn mal so eine trillion $$ fehlt, dann nimmt eben Dein Großer Persönlicher Beschützer, Theo, du weißt schon, der Dschordsch Wooker mal son ne trillion zusätzliche Kredite, aktuell gerade die 10te trillion, auf und schon ist das Geld da, das du brauchst, um weiter so zu leben wie bisher.
Nur mit dem Crash hab ich so meine Probleme.
Wieso Crash?
Wegen der Zinsen? Forget it! Die Zinsen werden nicht bezahlt, sondern aufgeschuldet.
Ich höre: Geht nicht ewig? Weil irgendwann die fälligen Zinsen größer sind als das BIP?
Wieso eigentlich nicht? Das BIP wächst analog zu den Zinseszinsen.
Diese trillion entspricht der Menge"X" in Unzen Gold und irgendwann hast du durch Zins und Zinseszins zig trillions Schulden und du guckst nach nach dem aktuellen Wechselkurs Gold und stellst voller Ãœberraschung fest:
Für diese zig Trillpions kannst du dir in etwa ganau dieselbe Menge"X" Unzen kaufen wie vordem.
Ich kann mich noch an die Zeiten erinnern, wo die Unze Gold für so um die 30 $$ zu haben war.
Und du wirst erleben, dass sie 8.000 $$ kostet. Mindestens.
Macht aber nix. Das US-BIP wird dann bei mindestens 100 trillions liegen und das der BRD bei 25 Bio Euro.
Wieso soll das Spielchen eigentlich nicht ad infinitum so weitergehen?
Gruß
Mephistopheles
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Ghandi
04.11.2007, 18:08
@ - Elli -
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Re: m.M. nach greift das zu kurz |
-->.
denke, dass der fulminante Preisanstieg bei Ã-l sehr wohl etwas mit Angebot & Nachfrage zu tun hat. Während die Nachfrage nämlich kontinuierlich steigt, kann das Angebot:
1. selbst dann, wenn alles wie am Schnürchen läuft, kaum mithalten
2. ist diese, wenn man an große Fördergebiete wie die Nordsee, Mexiko oder auch an das saudische Ghawar denkt, mit erheblichen Ausfallrisiken bzw. eindeutig rückläufiger Produktion behaftet
3. geht vor allem auch die Qualität vielerorts stark zurück (dickflüssige, zähe Pampe)
In einem Punkt sind wir uns wohl einig - und der ist für den Investor ja der Wichtigste:
Werft mal einen Blick auf Umsatz- Gewinn & Cash-flow-Entwicklung einiger großer Hersteller von Förder-Equipment. Wenn reichlich Ã-l vorhanden wäre, würde dieser Industriezweig kaum derartig boomen. - Dort wird imo auf Jahre hinaus weiter kräftig investiert und verdient werden.
Tipp: Nabors Industrie (NBR) kaufen, Schlaftabletten nehmen und... ;-)
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webmax
04.11.2007, 23:46
@ Ghandi
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Re:sehr sophistisch... |
-->>
>>Also gibt es NICHT genug Ã-l!
>nur wird es mittelfristig dort wo DU es benötigst, nämlich an der Tankstelle, a bissel mehr kosten als heute ;-)
>.
Wenn ich´s recht verstehe:
Ã-l indisch?
" Mahatma, ma hatma nich...." ;-)
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Tassie Devil
06.11.2007, 08:15
@ Mephistopheles
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Re: Ad infinitum |
-->>Wieso soll das Spielchen eigentlich nicht ad infinitum so weitergehen?
Ganz einfach deshalb, weil die Einseitigkeiten und Verzerrungen im wirtschaftlichen Finanznetz - staendig steigender Reichtum bei den relativ wenigen Reichen und noch weniger Superreichen steht andererseits die staendig steigende Massenverschuldung gegenueber - die gesamten Verhaeltnisse im wirtschaftlichen Produktionsnetz demoliert und zerstoert, was wiederum"soziale" Aufstaende bis zu Buergerkriegen zur Folge hat.
Ad infinitum waere die rein mathematische Application"Geldsystem" unter der Bedingung ablauffaehig, wenn keine solchen Einseitigkeiten und Verzerrungen im Finanznetz auftraeten, also die Verhaeltnismaessigkeiten der Glaeubiger und Schuldner auf vertretbarem Niveau gewahrt blieben und nicht scherenartig staendig immer weiter auseinander liefen.
Irgendwann wuerden die dennoch inflationaer wachsenden Zahlengroessen generell alle um mehrere Nullen direkt links vor dem Komma gekuerzt werden koennen, was keinerlei Aenderungen der Verhaeltnismaessigkeiten zwischen Glaeubigern und Schuldnern inhaerent haette sondern ausschliesslich dem Umstand Rechnung tragen wuerde, dass mit kleineren Zahlen halt eben doch viel einfacher gerechnet werden kann.
>Gruß
>Mephistopheles
Gruss!
TD
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