Wolfgang
07.11.2007, 14:40 |
eur/us$, Gold, Ã-l.... Thread gesperrt |
-->Ich habe das Gefühl, dass dzt. alles aus dem Ruder läuft und sich irgendetwas"Grosses" zusammenbraut. Denkt außer mir noch jemand so?
Wie es scheint, will niemand mehr Dollars haben und diese werden auf Teufel komm raus auf den Markt geworfen. Vielleicht gibts bald Grüne Tapeten günstig zu haben..
Wenn man so im 5 Jahreschart auf eur/us$ bzw. Gold schaut, ist dzt. KEIN ENDE des Trends in Sicht. Nichtmal kleinste Anzeichen. Im Gegenteil: Der Trend verstärkt sich (schaut euch zb. Jahres oder 5-Jahres Charts an) von Woche zu Woche.
Mir fällt dazu nur Wilhelm Busch´s"Wehe Wehe wenn ich auf das Ende sehe" ein.
Was haltet Ihr von einem startenden EDT bis Feb-März 2008 (2000 + 2x4)?
So, jetzt gehts mir besser. Der Kommentar war einfach notwendig.
lg
wolfgang
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Fremdwort
07.11.2007, 14:46
@ Wolfgang
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Re: eur/us$, Gold, Ã-l.... |
-->Hi,
das dürfte nicht nur ein Gefühl sein, sondern wie von mir seit Jahren prognostiziert real. China steigt aus dem Dollar aus: http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=aUYiisswPSJw&refer=home
Wenn es nur ein Teil der Reserven ist, könnte es sich zwischenzeitlich stabilisieren. Wenn die den Yuan aufwerten, dann ist alles zu spät.
China ist der einzig relevante Mehrwertexporteur (oder Kapitalimpoteur - sprich, die nehmen ungedeckte Dollores gegen ihre Waren). Aber die Yuanaufwertung dürfte der Dollarabstossung auf dem Fusse folgen.
Gruß
<ul> ~ http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=aUYiisswPSJw&refer=home</ul>
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Jacques
07.11.2007, 15:05
@ Wolfgang
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Re: eur/us$, Gold, Ã-l.... |
-->>Ich habe das Gefühl, dass dzt. alles aus dem Ruder läuft und sich irgendetwas"Grosses" zusammenbraut. Denkt außer mir noch jemand so?
>Wie es scheint, will niemand mehr Dollars haben und diese werden auf Teufel komm raus auf den Markt geworfen. Vielleicht gibts bald Grüne Tapeten günstig zu haben..
>Wenn man so im 5 Jahreschart auf eur/us$ bzw. Gold schaut, ist dzt. KEIN ENDE des Trends in Sicht. Nichtmal kleinste Anzeichen. Im Gegenteil: Der Trend verstärkt sich (schaut euch zb. Jahres oder 5-Jahres Charts an) von Woche zu Woche.
>Mir fällt dazu nur Wilhelm Busch´s"Wehe Wehe wenn ich auf das Ende sehe" ein.
>Was haltet Ihr von einem startenden EDT bis Feb-März 2008 (2000 + 2x4)?
>So, jetzt gehts mir besser. Der Kommentar war einfach notwendig.
>lg
>wolfgang
Hallo Wolfgang
deine aufgezeigte Konstellation ist mir auch aufgefallen. Weiter unten habe ich Pancho meine kurzfristige Sicht dargelegt.
In meinen gedanklichen Fundamentalüberlegungen bin ich an ein bis jetzt unüberwindbares Hindernis gestossen.
Geld ist in Massen vorhanden und muss angelegt werden.
Bei einem starken Kurszerfall wird das Zeug geschmissen.
Die Flucht in Gold, Minen etc. wird im Nu zu explodierenden Preisen führen.
Dann wäre auch da der Bubble und zwar ein absolut gigantischer mit einem Klumpenrisiko der alles übertrifft. Das kann nicht zugelassen werden.
Aber wie?
Wohin flüchtet das Geld? Festgeld, Cash? Die Zinsen bohren sich sofort auf 0 respektive Negativzinsen.
Flucht in Basicunternehmen (Firmen die Produkte für den Grundbedarf liefern, Verteiler und Zulieferer?)? Bubble auch hier?
Bei einem Börsenausverkauf besteht auch die Gefahr, das bestgeführte und solide Unternehmen viel zu billig zu haben sind. Dazu der billige Dollar?
Ausverkauf der westlichen Produktion an die Russen, Chinesen und Inder?
Ich habe den Eindruck, dass das ganze sehr sehr schwierig zu handhaben sein wird.Die USA stehen sonst vor ihrem eigenen Ausverkauf.
Mit der FED und allen anderen Zentralbanken respektive deren Mitgliedern, möchte ich um kein Geld der Welt tauschen.
Es geht um absolut gigantisches, das nur schon in Szenarien sauber durchzudenken, geschweige einen Konsens zu finden, wie nun vorgegangen werden soll, ist eine unvorstelbbare Aufgabe. Liebend gerne würde ich einmal eine saubere Beschreibung der Ausgangslage (ohne jedwelche Spekulation) von den Herren Zentralbankern lesen.
Den einzigen Ansatz zur Lösung des Problems sehe ich darin, zunächst einmal das Teilproblem Derivate zu lösen; nämlich derivative Produkte so rasch wie möglich zu verbieten und die offenen Positionen einzufrieren (Handel über Monate ausgesetzt). Das Leverage Risiko muss zwingend beseitigt werden.
Mit den Instrumenten wurde zuviel Missbrauch getrieben.
Gruss
Jacques
[b][/b]
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imperator
07.11.2007, 15:27
@ Fremdwort
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kaufe Renmimbi |
-->> Aber die Yuanaufwertung dürfte der Dollarabstossung auf dem Fusse folgen.
>Gruß
<hr>
d.h.
1. Waren aus China werden teurer - falls als jemand danach Ausschau haelt, heute zuschlagen
2. eines jeden sein Vermoegen heute in Renmimbi umzutauschen und nach der offensichtlich vor der Tuer stehenden AUfwertung wieder zurueckzutauschen, dafuer koennte man sogar noch Kredite bis zum Abwinken aufnehmen - ein Kursgewinn mit Ansage mit 100% Sicherheit?
Was kann denn dabei, auf einen steigenden Renmimbi zu spekulieren, eigentlich schief gehen?
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igelei
07.11.2007, 15:38
@ imperator
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Weltweite Rezession... mkT |
-->>2. eines jeden sein Vermoegen heute in Renmimbi umzutauschen und nach der offensichtlich vor der Tuer stehenden AUfwertung wieder zurueckzutauschen, dafuer koennte man sogar noch Kredite bis zum Abwinken aufnehmen - ein Kursgewinn mit Ansage mit 100% Sicherheit?
>Was kann denn dabei, auf einen steigenden Renmimbi zu spekulieren, eigentlich schief gehen?
Bislang haben die Chinesen sich erfolgreich der von den USA gewünschten Aufwertung gewehrt. Und wenn eine weltweite Rezession ausbricht und der cinesische Export damit einbricht, gehts vielleicht Richtung Abwertung. Man sollte auch bedenken, China ist ein sozialistisches Land, deren Wachstumsangaben ist genau so viel zu trauen wie den damaligen der DDR.
MfG
igelei
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Fremdwort
07.11.2007, 16:35
@ imperator
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Re: kaufe Rubel |
-->Hallo,
>1. Waren aus China werden teurer - falls als jemand danach Ausschau haelt, heute zuschlagen
>2. eines jeden sein Vermoegen heute in Renmimbi umzutauschen und nach der offensichtlich vor der Tuer stehenden AUfwertung wieder zurueckzutauschen, dafuer koennte man sogar noch Kredite bis zum Abwinken aufnehmen - ein Kursgewinn mit Ansage mit 100% Sicherheit?
>Was kann denn dabei, auf einen steigenden Renmimbi zu spekulieren, eigentlich schief gehen?
Die Überlegung ist durchaus nicht unvernünftig. Leider ist mein chinesisch wie auch die Meldungen in deutsch zu schlecht, um eine verlässliche Prognose abgeben zu können. Aber die Chinesen sind durchaus nicht dumm. Ich bin mir recht sicher, dass aber die russische Wirtschaft den Kollaps der westlichen Welt recht unbeschadet übersteht. Wie die am Markt agieren, sollte zu denken geben. Waren aus RU gibts nur gegen Bares in Vorkasse = man begrenzt den Mehrwertexport und hat somit mehr Waren am eigenen Markt. Und so schlecht wie immer hier dargestellt, geht es den Russen ökonomisch wahrlich nicht.
Gruß
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imperator
07.11.2007, 22:51
@ Fremdwort
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warum sollte China eigentlich aufwerten? |
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>>Was kann denn dabei, auf einen steigenden Renmimbi zu spekulieren, eigentlich schief gehen?
>Die Überlegung ist durchaus nicht unvernünftig. Leider ist mein chinesisch wie auch die Meldungen in deutsch zu schlecht, um eine verlässliche Prognose abgeben zu können.
<hr>
Du gehst also vage von einer Aufwertung des Renmimbi nach der Dollarabwertung aus?
Nur, wollte man sich in China nicht irgendwie an den Dollarkurs orientieren?
Warum sollte man eigentlich aufwerten, wenn mit dem billigen Renmimbi alles so toll laeuft?
Nehmen wir doch mal das Beispiel DDR.
Dort hatten wir eine billige DDR Mark.
SIe war der Grund fuer die florierende Exportwirtschaft, sowie heute CHina.
China hat fuer den Quellekatalog quasi die Stelle der DDR eingenommen mit qualitativ wesentlich schlechteren Produkten, als es die Privileg Waschmaschinen usf. einstmals waren.
Mit der DDR Mark AUfwertung (1:3 Umtausch zu D-Mark) brach die WIrtschaft ein.
Fuer alle die die Waehrung zu diesem Zeitpunkt hielten, war es ein Riesengewinn, fuer das Land respektive dessen Wirtschaft ein Riesenverlust, die Grundlage des Exportes, der unschlagbar guenstige Preis, ueber Nacht pfutsch!
Warum sollte China also diesem Weg folgen?
Nur weils Amerika fordert?
Mit welchen Druckmitteln koennen die denn fordern?
Quotierung?
Importstopp?
Ich denke, durch die erkennbar schwindende Kaufkraft des Dollars erledigt sich der Export Richtung USA sowieso, und dann gleichzeitig Aufwerten hiesse ja ein Produktionsstopp fuer dieses Exportzielgebiet.
Um also seine WIrtschaft am Laufen zu halten, und den Dreischluchtendamm auch Rendite abwerfen zu lassen, wird die Bindung an den Dollar, solange man noch Rohstoffe am Weltmarkt bekommt (wieder DDR Vergleich) aufrecht erhalten.
Und im Gegensatz zur DDR ist CHina mit dieser ExportWirtschaft keinesfalls auf der Pleitestrasse!
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imperator
07.11.2007, 22:58
@ igelei
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20 Stunden Arbeit pro Woche? |
-->
>Bislang haben die Chinesen sich erfolgreich der von den USA gewünschten Aufwertung gewehrt. Und wenn eine weltweite Rezession ausbricht und der cinesische Export damit einbricht, gehts vielleicht Richtung Abwertung.
<hr>
auch eine berechtigte Annahme!
Tut man es nicht, hat man ueber Nacht 100 Mio Arbeitslose!
Oder kommt dann Plan C, die kommunistische Vision, die 20 Stunden Woche, womit die verbleibende Arbeit auf die vorhandenen Arbeitnehmer aufgeteilt wird und keiner Arbeitslos werden muss?
Irgendwann kommt man einfach an den Punkt.
Die Frage ist, ob die CHinesen mit dem Lohn von 20 Stunden nach VW VOrbild leben koennen!
Die Planerwartungen sind allerdings realistisch.
Das waren die der DDR ja auch, man hatte schlicht die Verschuldung unterschaetzt.
China erfreut sich allerdings entgegen der DDR Erfahrung ueber eine bessere, eigentlich die auf den Punkt gegenteilige Finanzierungssituation.
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igelei
08.11.2007, 06:37
@ imperator
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war leider noch nie dort... @imperator mkT |
-->>Die Planerwartungen sind allerdings realistisch.
>Das waren die der DDR ja auch, man hatte schlicht die Verschuldung unterschaetzt.
>China erfreut sich allerdings entgegen der DDR Erfahrung ueber eine bessere, eigentlich die auf den Punkt gegenteilige Finanzierungssituation.
... nur mein (inzwischen im Ruhestand befindlicher) Chef war vor ca. einem Jahr mal da, der war auch begeistert. Hast du auch Erfahrungen da?
Was deine Einschätzung der Finanzsituation betrifft, da ist ganz sicher was dran. Was den Rest betrifft, da sagtst du ja dann, dass Planwirtschaft funktioniert ;-)... werden die kapitalistischen Marktwirtschaftler nicht so gern hören. Obwohl die Realität den Erfolg seit ein paar Jahren ja eindeutig nachweist.
Allerdings könnte zum Problem bzw. Scheitern führen, wenn man sich auf der Gläubigerseite zu weit aus dem Fenster hängt, das ist m.E. ebenso gefährlich wie wenn man es auf der Schuldnerseite tut. Sieht man ja jetzt auch schön bei den Banken.
MfG
igelei
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