prinz_eisenherz
14.11.2007, 21:43 |
Für die nächste Spaniendiskussion, ein königliches: „"Por qué no te callas?" Thread gesperrt |
-->"Ich, der König …"
Chavez legt nach
Nach einem Schlagabtausch auf dem Iberoamerika-Gipfel in Santiago de Chile hat Venezuelas Präsident Hugo Chavez eine Entschuldigung von Spaniens König Juan Carlos gefordert. Falls der Monarch keine Reue für seine verbale Entgleisung zeige, könne dies wirtschaftliche Konsequenzen für Spanien haben, drohte Chavez."Er sollte sagen... 'Ich, der König, gebe zu, dass ich mich daneben benommen und einen Fehler begangen habe'", sagte der Staatschef.
(...)
"Por qué no te callas?", herrschte der Monarch den Linkspopulisten an. Wörtlich übersetzt heißt dies:"Warum schweigst Du nicht?" In Wirklichkeit aber bedeuteten die Worte des Königs:"Halt endlich mal die Klappe!"
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Soweit, so spanisch.
Das war nicht gut von dem Linkspopel, so gegen den rechtspopeligen König von Spanien zu wettern, das war gar nicht gut.
Denn der König war sicher gerade dabei nach vorne zu gehen und sich nach fünfhundert Jahren für die Ausrottungsfeldzüge seiner königlichen Vorgänger gegen die Urbevölkerung in Südamerika zu entschuldigen, ein großes Programm der Wiedergutmachung zu verkünden, von Spanien an die Inkas und Azteken und für die sonstigen Reststämme dort, viele schöne Milliarden und dazu eine Menge Gold aus den königlichen Schatzkammern. Das Meiste davon wurde ohnehin in Südamerika zusammen geraubt. Ja, das war dort bestimmt seine Absicht. Und da raunzt der Indianer als gewählter Präsident von Venezuela den kleinen König mit seiner Gemahlin so gemein an. So geht es nicht. Dann darf er sich nicht beschweren, wenn er keinen spanischen Euro und keinen Krümel Gold als Wiedergutmachung zu sehen bekommt.
Mal sehen was der Zentralrat der Indios in Spanien dazu sagt, wie der König sich benommen hat. Zwei Jahre Sperre als König und eine saftige Geldstrafe, das ist wohl das Mindeste was ihm vom Zentralrat droht.
Salve
eisenherz
<ul> ~ Der König habe sich wie ein Hooligan verhalten. >>></ul>
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kosh
15.11.2007, 09:59
@ prinz_eisenherz
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Inzüchtlerisch"por qué no te callas?" oder nazometrisch"geht nicht" |
-->Inzüchtlerisch"por qué no te callas?" oder nazometrisch"reden geht nicht"
Hallo prinz
Wer hätte das gedacht, die Spanien- und die Deutschlandfraktion bekommen unerwartet Schützenhilfe von einem aus adliger Gruft gestiegenen Blaubluthund. Eigenartig, auf welche Weise sich die Elite in beiden Ländern durchzusetzen anschickt, in welch naher Verwandtschaft"por qué no te callas?" einem"geht nicht" steht. Zugegeben, der Hugo ist ne Zecke, aber warum sollen nicht Indianer anfangen, Stupid White Blut zu saugen? Dann ham wer endlich Blutsaugen in beide Richtungen, freie Marktwirtschaft heisst das in unseren Gefilden, und stolz drauf sind wir auch. Aber dass sich ein in seinen künstlich geschaffenen Thron...
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... Gefallener, nie Gewählter, vom Gutmenschen Franco per Dekret Verordneter, vom Diktator diktierter, quasi selbst Diktator, auf solch abführmittelartige Weise von seiner bislang vorbildlich gelebten politischen Bescheidenheit entadelt, erklärt doch auch irgendwie seine rassenreine Abkunft:
aus http://de.wikipedia.org/wiki/Bourbon#Die_K.C3.B6nige_von_Spanien_aus_dem_Haus_Borb.C3.B3n
Heiraten von Cousin und Cousine sowie Onkel und Nichte
* König Karl IV. von Spanien heiratete seine Cousine Maria Louise, Tochter von Karls Onkel Philipp von Parma. Karls und Maries Louises Tochter heiratete ihren Cousin Ludwig von Etrurien, den Enkel Philipps.
* Karls und Marie Louises Sohn wiederum, König Ferdinand VII., heiratete zunächst seine Cousine Maria Antonia, die Tochter von Siziliens König Ferdinand I. *Später in vierter Ehe heiratete Ferdinand VII. von Spanien sogar seine Nichte Maria Christina, die Tochter seiner Schwester Maria Isabel mit ihrem Cousin Franz. I. von Sizilien, dem Sohn Ferdinands I. Auch Ferdinands VII. Bruder Franz von Paula heiratete seine Nichte Louise Charlotte, beider Sohn war Franz von Assissi.
* Ferdinands VII. und Maria Christinas Tochter Isabella II. heiratete eben diesen Franz von Assissi, ihren Cousin sowohl mütterlicherseits als auch väterlicherseits (beider Väter waren Brüder, beider Mütter waren Schwestern). Sie selbst waren ihrerseits schon beide das Ergebnis von Nichtenheirat. Beider Sohn Alfons XII., heiratete seine Cousine Maria de la Mercedes (1).
* Alfons’ gleichnamige Tochter Maria de la Mercedes (2) heiratete den sizilianisch-bourbonischen Prinzen Karl.
* Karls Tochter Maria de la Mercedes (3) heiratete wieder ihren Cousin, den spanischen Prinzen Juan. Juans und Marias Sohn ist der gegenwärtige spanische König Juan Carlos.
In drei der fünf unmittelbaren Generationen vor Juan Carlos hatten also Cousin und Cousine Kinder gezeugt, in zwei Fällen und von beiden Ausgangslinien sogar Onkel und Nichte. Diese sich jede Generation wiederholende Inzucht ist demnach nur einmal unterbrochen worden.
Der Diktator ist tot, es lebe die Inzucht. Und so ist einmal mehr ein Auserwählter hingefallen um seine rassenreine Auserwähltheit verbal zur Schau zu kotzen. Derweil sich der südamerikanische Arm der Spanienfraktion von inzüchtlerischen Bourbonenbimbos anherrschen lassen darf, setzt sich der mitteleuropäische Arm der Germanenfraktion vor DEM Zentralrat der völkisch Auserwählten zum Diktat. Nazometer geht nicht, obwohl, der grösste Nazometer ist diese fixe Idee mit der Bezeichnung ZdJ. Oder etwa nicht? Wer schreit am lautesten, wer schlägt aus, wer ist der Herr des Ringnazialarms?
Insofern tun Schmidt & Pocher dem Team Knoblauch einen einfältigen Gefallen, eigentlich, aber nix da, schwelgt's aus dem stinkenden Garten Eden, das ist zionistisches Stammrevier. Wir die völkisch Auserwählten von der Spitze der Rassenpyramide haben allein das Recht, wir haben und sind das Nazometermonopol. Geht nicht! An und für sich: Geht nicht! Dass wir uns jahrzehnte nazometrisch aufopfern, uns das natürliche Gewohnheitsrecht auf das Nazipatent zurückerobern und dann kommen da ein paar dahergelaufene Naziabkömmlinge und spucken in unsere Grütze! Geht nicht! Schlagen uns mit katholischen Mixa-Pickles rum und jetzt auch noch die Zeugen Jehovas! Wir haben es gerne, wenn sich unsere Feinde nicht verzetteln also bitte schön brav wieder zurück ins Nazikörbchen.
Grüsse
kosh
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prinz_eisenherz
15.11.2007, 10:53
@ kosh
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Kosh, ein würdiger Nachfolger von François Villon |
-->Guten Tag kosh,
da nun manche der bekannten Börsensommerfrischler hier im Forum wie Hühner ohne Kopf über den Börsenplatz rennen, kommt mir deine Kurzintervention zur spanischen Königinzucht gerade recht. Ich meine, alle die da so in der Runde saßen, keinem von denen würde ich die Leitung eines Heimes für gefallene Frauen übertragen, aber ausgerechnet der spanische König, ausgerechnet der plustert sich zum Unberührbaren auf. Die Parallelen zur sich steigernden Hysterie in Deutschland, die „Das geht nicht - Sperranlage“ war einfach zu verlockend, wie z. b. Spanien es regelt.
Der Text, dein in die Tasten gehämmerter Blutrausch erinnert mich an die besten Zeiten von Wolfgang Neuss. Ja, der Wolfgang Neuss aus dem Film „Das Wirtshaus im Spessart“, aber nicht der Schauspieler, sondern er selbst, später, der Vortragskünstler hier in Berlin.
Zu den Texten von dem oben genannten Barden François Villon ist er auf Zuruf aus dem Publikum oder weil er gerade wieder einmal nicht wusste wohin mit seiner Wortgewalt, dann ist der, derb aber herzlich, auf die Tagespolitik eingegangen. Es war zum Schreien und zum Lachen gleichzeitig, einfach genial. Im halben Jahr habe ich mir die Geldausgabe gegönnt, bin ich mindestens dreimal in seine Vorstellung gegangen.
Er konnte so lesen und vortragen wie du den letzen Absatz es dir von der Seele geschrieben hast, ohne Tabus. Das alles in den ach so spießigen 60zigern. In jeder Vorstellung brodelte die Halle. Es war eine Stimmung zum Kinder zeugen. Der eine aus dem Publikum rief zum Neuss rüber, daß er eine verdammte Drecksau sei, was nicht so falsch war; der nächste stürmte aus der Sitzreihe, mitten in der Vorstellung, in die Garderobe und ging nach Hause, aber nicht ohne einen persönlichen Nachruf von der Bühne. Ein anderer jubelte lautstark vor Verzückung und vorne stand der Wolfgang Neuss, nahm alles auf und verwurstelte es zu den vorgetragnen Texten von dem französischen Schriftsteller. Manchmal hatte ich Schweißausbrüche, weil man glaubte, jeden Augenblick beginnt eine wüste Massenschlägerei im Saal.
So, jetzt aber genug. Der Vergleich deines Textes mit dem François Villon hat mich in diese Zeiten versetzt.
bis denne
eisenherz
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