kizkalesi
25.08.2003, 10:12 |
Deutscher Immo-Markt weiter im Tal Thread gesperrt |
-->Bankanalyse: Deutscher Immobilienmarkt bleibt im Tal
Hamburg - Der Immobilienmarkt in Deutschland wird sich auf absehbare Zeit nicht von seiner schlechten Verfassung erholen. Lediglich im Marktsegment der Ein- und Zweifamilienhäuser sei mit einem Zwischenhoch zu rechnen, weil die Regierung die Eigenheimzulage streichen will, heißt es in einer Analyse der Deutschen Genossenschafts-Hypothekenbank AG (DG Hyp) in Hamburg. Das führe zu Vorzieheffekten. Ansonsten leide der Markt unter der schwachen Konjunktur, dem geringen Interesse der Investoren und schlechteren steuerlichen Rahmenbedingungen.
Die Bank erwartet, dass sowohl der Wohnungsbau als auch der Handel mit gebrauchten Immobilien in diesem und im nächsten Jahr weiter zurückgehen. Nach der Analyse werden im kommenden Jahr in Deutschland zwischen 232 000 und 253 000 Wohnungen gebaut. Zum Vergleich: Im Jahr 1995 waren es noch mehr als 600 000 Wohnungen, seitdem ging es fast jedes Jahr abwärts. Vor allem in den neuen Bundesländern ist der Wohnungs-Neubau weitgehend zum Erliegen gekommen; dort werden jährlich nur noch um die 30 000 Wohnungen gebaut.
Während die Zahl der Verkäufe in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre zwischen 750 000 und 810 000 schwankte, rechnet die DG Hyp im nächsten Jahr mit 565 000 bis 574 000 Transaktionen. dpa
Durchschnittseigenheim in Nordrhein-Westfalen für 190 000 Euro
und Bauland bei 114 € /qm.
Münster - Wer im vergangenen Jahr ein Eigenheim in Nordrhein-Westfalen gekauft hat, musste im Schnitt 190 000 Euro dafür auf den Tisch legen. Damit sei der Durchschnittspreis für Häuser ohne Grundstück im Vergleich zu 2001 um 2000 Euro gefallen, teilte die Westdeutsche Landesbausparkasse in Münster mit. Während die Preise für die Immobilien sinken, werde Bauland immer teurer. Das LBS-Immobilienbarometer sehe für das Jahresende bereits neue Preissteigerungen vor allem im Rheinland und im Ruhrgebiet voraus. Der Durchschnittspreis für einen Quadratmeter Bauland lag 2002 bei 114 Euro (1995: 82 Euro).
Neue Einfamilienhäuser werden in Nordrhein-Westfalen im Mittel mit 147 qm Wohnfläche etwas kleiner gebaut als im Durchschnitt der alten Bundesländer. Dennoch sei der Eigenheimbau die mit Abstand größte Investition für die privaten Haushalte. Jeder Häuslebauer müsse sechs Jahresnettoeinkommen aufwenden, um sein Haus zu bezahlen. Dazu kommen noch die Grundstückskosten. Die Notwendigkeit wachse, möglichst früh Eigenkapital zu schaffen. dpa
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Euklid
25.08.2003, 10:38
@ kizkalesi
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Re: Deutscher Immo-Markt weiter im Tal |
-->Das ist kein Geheimnis daß Häuser trotz immer billigerer Erstellung trotzdem teurer werden.
Daher geht man ja auch vermehrt zu Holzbaracken über.
Natürlich ist dieses Gebiet für Journalisten nur am Rande anzukratzen.
Man muß sich mal vorstellen daß die Grundstücke von 1995 bis 2002 um 39% angestiegen sind.Zusätzlich zu den staatlich angeordneten Zwangsmaßnahmen wie ENEV können daher Häuser trotz fallender Baupreise gar nicht billiger werden.
Wie denn wenn die Kommunen die Preise für das teure Bauland bestimmen?
Bestätigt voll meine These die ich hier aufgestellt habe.
Bewertung benötigt eben Fachwissen und nicht das Denken in Wunschträumen.
Infolge der verlangten Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt wird man kleinere Wohnungen anbieten müssen die aber momentan noch mit Studentenwohnungen kollidieren.
Die Anzahl der Haushalte ist ebenfalls am Steigen.Eine Trendumklehr ist nicht auszumachen.
Fazit:Firmen bieten zwar immer billiger an,trotzdem fällt der Preis kaum weil die höheren Grundstückskosten das fallen der Baupreise mehr als kompensieren.
Außerdem hat der Staat durch Einführen von Horror-Deponiegebühren es fertiggebracht die Kosten für den Erdaushub um mehr als 250% in 10 Jahren ansteigen zu lassen.
Auch hier administrative Kostenschübe die ein billigers Bauen gezielt torpedieren.
Auch hier ist wieder die grüne Hand der Ã-kofuzzys im Spiel.
Diese Gruppierung hat durch ihren Ã-kowahn nichts verbessert aber die Preise für vieles in wahnsinnige Höhen katapultiert.
Und solange daß so ist wird Deutschland nicht zum Investitionsland.
Vielleicht verlangen sie bald das Sortieren der abgelegten Zahnbürsten.Immerhin könnten da ja Schwermetalle aus den Zahnfüllungen enthalten sein.
Gruß EUKLID
Gruß EUKLID
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fridolin
25.08.2003, 15:00
@ Euklid
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Zwei Beispiele |
-->Vielleicht verlangen sie bald das Sortieren der abgelegten Zahnbürsten. Immerhin könnten da ja Schwermetalle aus den Zahnfüllungen enthalten sein.
So was Ähnliches passiert durchaus schon.
Vor kurzem in unserer Zeitung gelesen - Behandlung von Biomüll. Theoretisch soll dieser kompostiert und dann wieder zur Düngung verwendet werden. Nun sind in Eßwaren immer irgendwelche Schwermetallrückstände. Bei der Kompostierung verflüchtigt sich das Wasser größtenteils, diese Rückstände konzentrieren sich daher im Kompost. Andererseits werden die zulässigen Rückstände infolge von Verschärfungen der Bestimmungen immer kleiner. Das soll dazu geführt haben, daß fertig aufbereiteter Biomüll-Kompost nicht mehr verwendet werden konnte, sondern auf die Sondermüll-Deponie mußte.
Zweites Beispiel aus meinem früheren Wohnort. Im Winter hat man umweltfreundlich nicht Salz, sondern Sand zum Streuen der Straßen verwendet. Der löst sich natürlich nicht auf, sondern bleibt liegen und muß im Frühjahr entfernt werden. Leider zu recht hohen Kosten, denn er darf nicht auf die normale Deponie, sondern muß zum Sondermüll. Begründung: er könnte, da er auf der Straße lag, mit Ã-lrückständen kontaminiert sein...
Na ja, denke sich jeder dabei, was er will...
Gruß
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