-->Hallo,
mein Tag begann mit einem Anruf eines alten Bekannten aus Mitteldeutschland. Wollte mal etwas reden, und so beiläufig erzählte er mir von unglaublichsten Dingen, von amtlichem bzw. städtischen Mobbing, von Investorenvergraulen, von lebendigem Kommunismus und Grundstücksenteignungen, deren Grundbuchumschreibegebühr der Enteignete zu tragen hat.
Rund eine Stunde der hellste Horror, man fühlt sich nach 1968 zurückversetzt, oder 1975 oder so. Rat der Stadt als oberste Instanz.
Gibts das? Ja. In der BRDDR.
Auf Feinheiten einzugehen, wonach alteingesessene Handwerksbetriebe null Förderung bekommen, Neuzuzügler aber voll, worauf die nach Förderablauf den Firmensitz verlegen und am Neu-Ort wieder Fördergeld kassieren, spare ich mir.
Auch von den perfiden Investorenanschlägen, erst mit günstigen Preisen zu ködern und hernach dreist mit Straßenausbaubeitrags- und Entwässerungsbeitragsumlagen in gigantischen Summen zuzuschlagen.
Usw.
Etwas später begab sich der BAldur auf Krankenbesuch nach Pissistan, und wollte bei dieser Gelegenheit gleich zwei Arztrechnungen in bar auf rgendeiner Bank in der BRDDR einzahlen - im Auftrag.
Was kostet bei Ihnen (Volksbank) die Überweisung auf ein fremdes Konto bei Bareinzahlung?
.......äh, das weiß ich nicht, bitte fragen Sie doch mal an der Kasse......der Kassierer zählt ein Bündel Dollarnoten, genüßlich, langsam, gründlich, mit Muße, er zählt, und sortiert, und bündelt, und konfektioniert, und zählt und so weiter. Nach laaaaaaanger Wartelassendauer bequemt er sich, aufzustehen, und nach meinem Begehr zu fragen............das kostet bei uns 3 Euro.
Aha, danke, und tschüss.
In den nächsten Abzockverein (Sparkasse): Was kostet bei Ihnen die Überweisung bei Bareinzahlung auf eine andere Sparkasse in der Nähe?
.....das kostet bei uns fünf Euro.
Aha, danke, und aber fertig und ab.
Zur obersten Dingensbank, der Hypovereinsbank, bin ich gar nicht mehr rein, der Schock reichte ja voll aus.
Gut, dann halt nicht, und umsonst ab Firmenkonto. Da läuft so was kostenlos und auf Service.
Dann in die Apotheke, noch Salbe holen. Rezeptpflichtig, harmlos, Rezept hatte ich dabei.
In der ersten Apotheke, wo ich sonst die Salbe immer hole und bekannt bin, die kennen sowohl Diagnose als auch Umstände und Hintergründe, steht eine alte Schabracke vor mir und kotzt sich schier die Schamhaare aus der Gurgel, sie hustet, kotzt, hustet, daß es einem ganz anders wird. Nicht, daß ihr denkt, sie hielt sich die Hand vor den Mund, oder ein Taschentuch, oder sie ginge mal schnell vor die Tür - nein, sie hustet und hustet und verseucht den ganzen Raum, ohne,daß ihr das irgendwie auffallen würde..........Mann, früher hat man kleinen Kindern beigebracht, sich beim Husten die Hand vor den Mund zu halten, heute hustet ein Teil der Rentenempfänger wie die Geistesgestörten, die nur auf den nachfolgenden Lungenorgasmus zu warten scheinen - widerlichst.
Baldur ergriff die Flucht, mal sehen, um die Ecke ist noch ne andere Apotheke.
.....hm., ihr Rezept kann ich nicht akzeptieren, weil sie ja die dort verordnete Menge schon im LAuf der Zeit bezogen haben (verordnet war Größtpackung, die jedoch nirgends vorrätig ist, daher halt stückerlweise in Form von Kleinpackungen.....alles auf Privatrezept übrigens, und echt ein harmloses Zeug, daß in der Schweiz und Liechtenstein frei verkäuflich ist).
Ja, und? Es ist Urlaubszeit, ich brauche die Salbe, geht das jetzt oder nicht?
.....Nein, tut mir leid.
Dann tut es mir auch leid, dann räumen sie die anderen Sachen auch wieder ein, und....tschüss.......Baldur denkt sich das Götzzitat.
Wieder in die erste Apotheke zurück, die alte Kotzertussie geht gerade.
Lehrmädchen kommt, nimmt Rezept mit zig Stempeln des Hauses entgegen, frägt Kollegin, kommt wieder und sagt, tut mir leid........sie haben ja schon mehr als die verordnete menge......
......ja, mag sein, na, und?
....dann darf ich Ihnen das nicht geben, also, ICH unterschreibe das nicht.
.....Die Kollegin, (kennt mich genau, incl. traurigen Hintergrund)........tja, wissen Sie, der GESETZGEBER ist halt so streng, wenn Sie wüßten...
......Baldur: ja, ich weiß, der, dieser Gesetzgeber duldet den offenen Drogenhandel auf Schulhöfen, derweil er Krtanken das Leben schwer macht..........
denkt sich Götzzitat mehrfach und intensiv und dreht sich um und geht.
Fazit: Ich denke, daß es so, wie es in Perfidistan abläuft, genau richtigläuft. Es läuft so, wie es die dort wohnhaften verdienen, und nicht anders.
Die Duldsamkeit, die Obrigkeitshörigkeit hinsichtlich schwachsinnigster Dinge ist derart allumfassend, daß nur eine Sintflut Abhilfe und wieder unversiffte Hirne schaffen könnte.
Die Leut sind schon so indoktriniert, daß die gar kein normales Empfinden mehr haben.
Ich bin echt der Meinung, auch wenn es schade um einige Querdenker ist, daß es die übergroße Mehrheit verdient, auszuhalten, was abläuft. Samt kommenden großen Konsequenzen.
Es korrespondiert. Würden mehr Leut mit der Faust auf den Amtstisch knallen, wie foreveryoung uns das vormacht, stünde es ums Land nicht derart schlimm.
Aber nein, alles duckt sich, und huldigt Gessler, äh, dem Geschwätzgeber, diesem unsichtbaren Leviathan, der den leuten auch verordnen kann, sich täglich selbst den Arsch abzulecken, um ökologischerweise Klopapier zu sparen.
Das würde mehr als 90 % überhaupt nicht mehr zum Nachdenken bringen. Eine Masse von Schlachtschafen, die dem Tor der Metzgerei zustreben.
Ich verstehe die Bilderberger, Illuminati etc. immer mehr als die einzigen, die erkannt haben, wohin der Haufen der offenbar debilen Schwachsinnigen trabt, und die diesen Weg nicht mitzugehen gedenken.
Es würde ihnen nichts helfen, auch vor der Lawine stehenzubleiben und sie schön zu finden.
Nein, statt dessen haben sie sich überstaatlich dem irrsinn entzogen - und schweben über den schwachsinnigen Alltagseskapaden von Einfältigen Wichtigtuern.
Daß die dritte Apotheke ohne Probleme und ohne Rezepttratra das Medikament verkaufte, sei nur als Ergänzung genannt, zu offensichtlich waren die Umstände und die Sachlage.
Ich habe heute wieder viel gelernt - man sollte die BRDDR an den Disney-Konzern verkaufen und als lebendes Irrenhausmuseum betreiben lassen.
Dieses Land ist nicht emrh normal, weil seine Einwohner nicht mehr normal sind - zumindest die meisten.
Daß dann eine Krankenschwester auch sagte, sie würde sofort ein ausländisches Arbeitsangebot annehmen, obwohl sie sich das vor Jahren nie, NIE hätte vorstellen können, weil sie gerne Deutsche ist, aber langsam packe sie den Schwachsinn nicht mehr und die geradezu verbrecherischen Umstände, das machte dann auch keinen Unterschied mehr.
Jedenfalls zeigte es, daß heute mindestens noch eine Person so wie der Baldur dachte. Nein, mindestens zwei. Nein, drei.
Na, ist doch ein Anfang. Oder?
Nicht umsonst war Götz von Berlechingen auch Deutscher.
Laßt Euch grüßen, genießt den Abend, und gedenket immer des zwölften gebotes, laß Dich von allen speichelleckenden obrigkeitsfahrenden wurmschleimigen Möchtegernbesserwissern mal kreuzweise...
Euer Baldur
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-->Hi, Baldur, ich wollte heute nix mehr schreiben, aba Du haben mich zwingen. ;)
:)
>Hallo,
>mein Tag begann mit einem Anruf eines alten Bekannten aus Mitteldeutschland. Wollte mal etwas reden, und so beiläufig erzählte er mir von unglaublichsten Dingen, von amtlichem bzw. städtischen Mobbing, von Investorenvergraulen, von lebendigem Kommunismus und Grundstücksenteignungen, deren Grundbuchumschreibegebühr der Enteignete zu tragen hat.
Scheiß auf die Investoren, wenn Du einen Vorgesetzten hast, der Dich so richtig lieb hat. Das Dingens - was wagt sich"Kunde" zu nennen, zeige ihm ersteinaml wo es lang geht. Damit biste ja der Amtsvorgabe treu, als treuer Staatsdiener (jetzt mußte ich wahrhaftig prüfen, ob ich bei dem Staatsdiener
mich nicht irgendwie unsittlich verschrieben habe).
Arm sind die Beamten, die einen Vorgesetzten haben, die sie nicht mag. Die müssen sich erst beweisen, aber so richtik.
>Rund eine Stunde der hellste Horror, man fühlt sich nach 1968 zurückversetzt, oder 1975 oder so. Rat der Stadt als oberste Instanz.
>Gibts das? Ja. In der BRDDR.
>Auf Feinheiten einzugehen, wonach alteingesessene Handwerksbetriebe null Förderung bekommen, Neuzuzügler aber voll, worauf die nach Förderablauf den Firmensitz verlegen und am Neu-Ort wieder Fördergeld kassieren, spare ich mir.
Die häden doch dafür sorgen müssen, den Vater Staat zu fördern. Umgekehrt läufts net. Wie?????? Ich der Staat soll irgendjemandem, so einen Selbständigen
Kohle rüber geben? Er will selbständig sein, hat bestimmt seine 123 dunkle Kanäle, fährt einen - sagen wir mal Perrari, ein Deufel tun wir. Stellt nicht ein der Sack.
>Auch von den perfiden Investorenanschlägen, erst mit günstigen Preisen zu ködern und hernach dreist mit Straßenausbaubeitrags- und Entwässerungsbeitragsumlagen in gigantischen Summen zuzuschlagen.
>Usw.
Der Lieblingstrick, das habe ich bei einem polnischen Film mal gesehen, wo der Hauptheld, gelandet in Syrien bei französischer Einheit als Koch und Lebensmittelmanager gelandet ist. Die Leute wollten ihm nichts verkaufen und er war nahe dran, in der Suppe zu landen. Also hat er mit den Arabern gespielt.
Salvatores drei Karten. ;) Wie ein Amtsmann halt.
>Etwas später begab sich der BAldur auf Krankenbesuch nach Pissistan, und wollte bei dieser Gelegenheit gleich zwei Arztrechnungen in bar auf rgendeiner Bank in der BRDDR einzahlen - im Auftrag.
>Was kostet bei Ihnen (Volksbank) die Überweisung auf ein fremdes Konto bei Bareinzahlung?
>.......äh, das weiß ich nicht, bitte fragen Sie doch mal an der Kasse......der Kassierer zählt ein Bündel Dollarnoten, genüßlich, langsam, gründlich, mit Muße, er zählt, und sortiert, und bündelt, und konfektioniert, und zählt und so weiter. Nach laaaaaaanger Wartelassendauer bequemt er sich, aufzustehen, und nach meinem Begehr zu fragen............das kostet bei uns 3 Euro.
>Aha, danke, und tschüss.
>In den nächsten Abzockverein (Sparkasse): Was kostet bei Ihnen die Überweisung bei Bareinzahlung auf eine andere Sparkasse in der Nähe?
>.....das kostet bei uns fünf Euro.
>Aha, danke, und aber fertig und ab.
>Zur obersten Dingensbank, der Hypovereinsbank, bin ich gar nicht mehr rein, der Schock reichte ja voll aus.
Lieber Baldur, als ich das letzte Mal eine Zahlung nach Spanien vorgenommen
habe, sagte mir die 80 jährige Banktusse die wohl immer noch bei Douglas einkauft, es kostet nur 8 Euro. (Überweisung 25 Euro - habe bei Ebay was ersteigert). Tatsächlich aber fand ich eine Rechnung für die Überweisung etwas später. 19,00 Euro für 25 Euro überweisung. Sei froh, daß Du nicht überwiesen hast, es könnte noch teuerer sein.
>Gut, dann halt nicht, und umsonst ab Firmenkonto. Da läuft so was kostenlos und auf Service. Dann in die Apotheke, noch Salbe holen. Rezeptpflichtig, harmlos, Rezept hatte ich dabei. In der ersten Apotheke, wo ich sonst die Salbe immer hole und bekannt bin, die kennen sowohl Diagnose als auch Umstände und Hintergründe, steht eine alte Schabracke vor mir und kotzt sich schier die Schamhaare aus der Gurgel, sie hustet, kotzt, hustet, daß es einem ganz anders wird. Nicht, daß ihr denkt, sie hielt sich die Hand vor den Mund, oder ein Taschentuch, oder sie ginge mal schnell vor die Tür - nein, sie hustet und hustet und verseucht den ganzen Raum, ohne,daß ihr das irgendwie auffallen würde..........Mann, früher hat man kleinen Kindern beigebracht, sich beim Husten die Hand vor den Mund zu halten, heute hustet ein Teil der Rentenempfänger wie die Geistesgestörten, die nur auf den nachfolgenden Lungenorgasmus zu warten scheinen - widerlichst.
Baldur Du erwartest doch nicht, daß Jemand seine eigene Bazillen
wieder schluckt. Du warst in einen sozialen Staat da wird alles wieder einfach mal auf andere übertragen. Das ist nicht mit eurem schweizerischen Egoismus zu vergleichen. Also Vorsicht! Sozial ist eben sozial, und wenn Du extrawünsche hast, dann mußt Du dafür zahlen.
>Baldur ergriff die Flucht, mal sehen, um die Ecke ist noch ne andere Apotheke.
.....hm., ihr Rezept kann ich nicht akzeptieren, weil sie ja die dort verordnete Menge schon im LAuf der Zeit bezogen haben (verordnet war Größtpackung, die jedoch nirgends vorrätig ist, daher halt stückerlweise in Form von Kleinpackungen.....alles auf Privatrezept übrigens, und echt ein harmloses Zeug, daß in der Schweiz und Liechtenstein frei verkäuflich ist).
Ja, und? Es ist Urlaubszeit, ich brauche die Salbe, geht das jetzt oder nicht?.....Nein, tut mir leid.
Dann tut es mir auch leid, dann räumen sie die anderen Sachen auch wieder ein, und....tschüss.......Baldur denkt sich das Götzzitat.
Wieder in die erste Apotheke zurück, die alte Kotzertussie geht gerade.
Lehrmädchen kommt, nimmt Rezept mit zig Stempeln des Hauses entgegen, frägt Kollegin, kommt wieder und sagt, tut mir leid........sie haben ja schon mehr als die verordnete menge......
>......ja, mag sein, na, und?
>....dann darf ich Ihnen das nicht geben, also, ICH unterschreibe das nicht.
>.....Die Kollegin, (kennt mich genau, incl. traurigen Hintergrund)........tja, wissen Sie, der GESETZGEBER ist halt so streng, wenn Sie wüßten...
Mal ehrlich! Baldur. Diese Salbe die Du brauchst, ist eindeutig bestimmt ein Verstoß gegen das Rauschmittelgesetz. Nimmst Du es ein gar übermässig, es geht Dir dann wieder gut. Mensch! Das ist so wie bei LSD, Heroin etc. Das kann man nicht dulden, denn der Gesetzesgeber verbietet das. Außerdem, ich finde die Tusse hat richtig gehandelt. Ehrlich. Du könntest von so einem Zeug abhängig werden, und was dann?
>......Baldur: ja, ich weiß, der, dieser Gesetzgeber duldet den offenen Drogenhandel auf Schulhöfen, derweil er Krtanken das Leben schwer macht..........
Der Gesetzgeber kennt die Sorgen der Jugend, und kümmert sich darum vom ganzen Herzen, daß die Jugend nicht übermäßig gestresst werden kann. Schließlich muß auch sie irgendwann so richtig Steuern zahlen. Jugend muß man haben, bevor man solche Erfahrung macht.
>denkt sich Götzzitat mehrfach und intensiv und dreht sich um und geht.
>Fazit: Ich denke, daß es so, wie es in Perfidistan abläuft, genau richtigläuft. Es läuft so, wie es die dort wohnhaften verdienen, und nicht anders.
So leid es mir tut. Entweder man hat eigenen Vater Staat als Zivilcourage,
oder man hat Zivilcourage. (Jetzt mal ganz ernst: mit vielen was man manchmal hört bin ich nicht einverstanden - aber ich bin auch nur Einwanderer gewesen -
ich weiß nicht, was wäre wenn ich Deutschland 100% als mein Vaterland ansehen könnte.) Aber eines weiß ich. Wenn ich eine gewisse Idealvorstellung von meinem Vaterland habe, dann kämpfe ich darum. Nur: ich habe nach Polens Einmarsch im Irak, festgestellt, solange ich keine eigene Pershing habe, mit richtig viel Bums, bin ich wohl heimatslos. Amerikaner bomben, meinen es wäre gut wenn die Deutschen mit ihrer unwichtiger Meinung sich als Allierten erklären würden,
aber jetzt hat man so was wie die neue Europa. 90% von neuer Europa ist für die alte Europa, aber die Regierungen sind gegen. Und diese billige idiotische 10%
wird Euch als Beispiel gezeigt. Ich glaube wir brauchen mal langsam eigenes
Europa, und Schalunterdrückungssender für amerikanische Sendestationen.
>Die Duldsamkeit, die Obrigkeitshörigkeit hinsichtlich schwachsinnigster Dinge ist derart allumfassend, daß nur eine Sintflut Abhilfe und wieder unversiffte Hirne schaffen könnte.
Man hat die Leute so erzogen. Schlimmer noch. Die Amis nutzen offensichtlich
fast jeden lager um gewünschten Effekt zu erzeugen, so wie es ihnen paßt.
Deswegen habe ich aus meinen Laden auch einen Amerikaner rausgeschmissen.
Zwei Tage später hatte ich einen Polizeibesuch. Und er sagte mir so. Sie zahlen eine Strafe für Beleidigung eines amerikanischen Mitbürgers, der mit Falschgeld zahlen wollte (der Polizist ist mein Kumpel - Schwamm drüber). Er sagte mir aber auch, daß ich das nächste Mal mir einen Zeugen besorgen soll, zu Not, einem von der Straße holen und Bier spendieren. Der Unterschied ist, ich brauche dann keinen Ami zu bedienen, und zahle keine Strafe. Schließlich hat er doch mich beleidigt.
In Deutschland läuft das irgendwie völlig anders. Die Obrigkeit verwaltet nur, und der Bürger glaubt ihr blind anstatt hinter die Kulissen zu schauen.
Ihr müßt wieder zu Euch finden.
Die Leut sind schon so indoktriniert, daß die gar kein normales Empfinden mehr haben.Ich bin echt der Meinung, auch wenn es schade um einige Querdenker ist, daß es die übergroße Mehrheit verdient, auszuhalten, was abläuft. Samt kommenden großen Konsequenzen.
Wenn, dann nur als eine Lehre für die Zukunft. Ohne dies hat sich das nicht gelohnt.
Es korrespondiert. Würden mehr Leut mit der Faust auf den Amtstisch knallen, wie foreveryoung uns das vormacht, stünde es ums Land nicht derart schlimm.
Aber nein, alles duckt sich, und huldigt Gessler, äh, dem Geschwätzgeber, diesem unsichtbaren Leviathan, der den leuten auch verordnen kann, sich täglich selbst den Arsch abzulecken, um ökologischerweise Klopapier zu sparen.
Das würde mehr als 90 % überhaupt nicht mehr zum Nachdenken bringen. Eine Masse von Schlachtschafen, die dem Tor der Metzgerei zustreben.
Darf ich mir mein kommentar hierzu sparen? Ich dachte auch mal, die Leute erkennen meinen Fall als vollmündige Bürger an, der auf sie übertragbar sein könnte. Stattdessen, wird mir unterstellt, da ich keinen Schadensersatz
vom Staat verlangt habe, (was genau diese Bürger zahlen), ist meine nicht gerade kaufmännische Überlegung - ihrer Meinung nach - ein Indiz dafür daß ich
eine Straftat begangen habe - wieder ihrer Meinung nach.
Ich kann Dir in vielen beipflichten, auch wenn wir uns irgendwie durchaus
konträr gegenüberstehen müßten, aber so weh es meinem Herzen tut: entweder
man ist willig zu lernen, oder zu zahlen. Wenn das Zweite eher zutrifft,
dann geht es den Leuten irgendwie immer noch zu gut. Aber das wird sich ändern.
Ich verstehe die Bilderberger, Illuminati etc. immer mehr als die einzigen, die erkannt haben, wohin der Haufen der offenbar debilen Schwachsinnigen trabt, und die diesen Weg nicht mitzugehen gedenken. Es würde ihnen nichts helfen, auch vor der Lawine stehenzubleiben und sie schön zu finden. Nein, statt dessen haben sie sich überstaatlich dem irrsinn entzogen - und schweben über den schwachsinnigen Alltagseskapaden von Einfältigen Wichtigtuern.
Korrekt. Sie sorgen dafür daß man jedem gegen jedem aufhetzen kann, geben Dir einen Kredit, mit der Fußnote, daß Du Dir eine Waffe dafür zulegen sollst.
Gegen dem Nachbar (dem sie auch eine Waffe verkaufen).
Anstatt sich auf der Volksebene zusammenzutun, wo es staatlich nicht mehr geht,
werden wir gegeneinander erfolgreich gehetzt - durch simple Stammtischparolen.
Araber waren es, oder eben die anderen, die uns und Euch hassen.
Daß die dritte Apotheke ohne Probleme und ohne Rezepttratra das Medikament verkaufte, sei nur als Ergänzung genannt, zu offensichtlich waren die Umstände und die Sachlage.
Wenn ich es richtig erfasse: als Apotheker diene ich dem Kunden und der Gesundheit, der Staat kann mich am Arsch lecken, nur sich die Zähne davor putzen. alles was anders denkt denkt in Größenornung billiger festeingefahrener Hierrchie und Strukturen, die heute nicht mehr wegzudenken sind. Deutsche Ordnung hat eben Vorrang vor eigener Pleite. Ich konnte da niemals verstehen,
und am Ende, habe ich es verstanden - und bin ausgewandert, egal wohin, dahin wo ich weiß, das es zwischenmenschlich anders läuft.
>Ich habe heute wieder viel gelernt - man sollte die BRDDR an den Disney-Konzern verkaufen und als lebendes Irrenhausmuseum betreiben lassen.
Laß uns mal Copyrightrechte kaufen, daß letzte was das System und die Menschen brauchen ist ein Pole deutscher Abstammung, der nach Polen ausgewandert
ist. Aber es geht nicht um Rache, oder so was Blödes. Es geht darum, den Menschen zu erklären, daß der Staat es nicht wert ist im blind zu vertrauen.
Dieses Land ist nicht emrh normal, weil seine Einwohner nicht mehr normal sind -zumindest die meisten. Daß dann eine Krankenschwester auch sagte, sie würde sofort ein ausländisches Arbeitsangebot annehmen, obwohl sie sich das vor Jahren nie, NIE hätte vorstellen können, weil sie gerne Deutsche ist, aber langsam packe sie den Schwachsinn nicht mehr und die geradezu verbrecherischen Umstände, das machte dann auch keinen Unterschied mehr.
Wir haben mit meiner Frau ernst erwogen in die Schweiz zu gehen. Daß es dann Polen gewesen ist, liegt ersteinmal an der Familie, und an den Steuern. Aber es ging darum, rette sich wer kann und haue von hier ab. Das Problem ist, zum Teil erleben die Deutschen auch im Ausland sehr dumme Anmache. Na ja, es ist besser manchmal stolz runterzuschlucken als Steuern zu zahlen und stolz runterzuschlucken. Unterschied ist wieder nur finanzieller Art. Aber? Mit irgendwelchen Spinnern wird man schnell fertig, mit dem Staat - insbesondere
den Deutschen sehr schnell, oder nie. Die Bürger Deutschlands brauchen einen anderen Staat. So einfach ist das.
>Jedenfalls zeigte es, daß heute mindestens noch eine Person so wie der Baldur dachte. Nein, mindestens zwei. Nein, drei.
>Na, ist doch ein Anfang. Oder?
Ich wünsche Euch das vom Herzen, daß man noch viel mehr darüber nachdenkt,
aber so wie ich den Gesetzesgeber kenne, den Steuerempfänger kenne, und, und, und... Politiker die meinen ihre Politik ist sozial... kann es nicht mehr lange dauern, un der Staat holt auch noch 93-jährige in die Pflicht für umsonst und ohne Rente zu arbeiten.
>Nicht umsonst war Götz von Berlechingen auch Deutscher.
>Laßt Euch grüßen, genießt den Abend, und gedenket immer des zwölften gebotes, laß Dich von allen speichelleckenden obrigkeitsfahrenden wurmschleimigen Möchtegernbesserwissern mal kreuzweise...
Genau. Es ist mein Weihnachtswunsch, daß alle endlich mal überdenken wer, was, wem, wirklich antut. Die Erkenntnis wird schmerzhaft sein, aber dauerhaft wirksam.
Euer Baldur
Gruß vom T.
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--><center>Surfen auf Staatskosten?</center>
Huhu Baldur,
ist doch erstaunlich, dass es nicht nur Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern, sondern mittlerweile auch Kriminellen besser geht, als so manchem braven (oder soll ich sagen: saublöden) Arbeiter.
Das sind auch Beispiele für die Zerfallserscheinungen eines maroden Apparates. In Florida wohnt man mit 1500€ Beihilfe aus Niedersachsen am Strand und die Knackis spielen Sport&Fun.
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SPIEGEL ONLINE - 29. August 2003, 6:21
URL: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,263351,00.html
Sozialstaat
Empörung über Surfkurse für Kriminelle
Von Martin Dommer
Ein neuer Fall von Sozial-Sponsoring erzürnt Bürger und Politiker: Das Land Nordrhein-Westfalen zahlt Straftätern Surf- und Skikurse. Die einzigartigen Ausflüge gelten als"pädagogische Maßnahme".
Hamburg - Für den stellvertretenden FDP-Fraktionsvorsitzenden in Nordrhein Westfalen, Robert Orth, ist die derzeitige Regelung unhaltbar."Ich sehe ja noch ein, dass Maßnahmen mit Gemeinschaftscharakter zur Resozialisierung sinnvoll sind, aber Straftätern aus Steuergeldern Freizeitspaß zu finanzieren, geht zu weit", sagte Orth gegenüber SPIEGEL ONLINE.
Aufmerken ließ den FDP-Fraktionsvize ein Controlling-Bericht"Förderprogramm gemeinnützige Arbeit" des Düsseldorfer Landesjustizministeriums, in dem unter der Rubrik"pädagogische Maßnahmen" im Rahmen der Bewährungshilfe neben Forsteinsätzen auch Surfkurse, Segeltraining und Radtouren auftauchten. Freizeitspaß als Alternative zu einer Haftstrafe oder Bewährungsauflagen?
Jährlich 23.000 Euro in NRW für Resozialisierungsmaßnahmen
Orth hakte nach und erhielt schriftlich die Auskunft durch die gemeinsamen Maßnahmen solle bei den Probanden"die häufig kaum vorhandene Gemeinschaftsfähigkeit - Anerkennung von Regeln, Rücksicht auf andere, Disziplin, Unterordnung, Zusammenarbeit auf ein Ziel hin - entwickelt und gestärkt werden". Die Trainingsmaßnahmen seien in den letzten Jahren von diversen Bewährungshilfestellen und einer gerichtlichen Entscheidung als Alternativen zur Verhängung von Geld- und Arbeitsauflagen entwickelt worden. In den Jahren 2000 bis 2002 seien hierfür jeweils 23.000 Euro aus dem Justizhaushalt des Landes bereitgestellt worden. Für 2003 ist der gleiche Betrag vorgesehen.
Gegenüber SPIEGEL ONLINE bestätigt der Pressesprecher des Landesjustizministeriums NRW, Ralph Neubauer, die Etatbereitstellungen. Es handele sich um Projekte, die von den Bewährungshilfestellen bei den zuständigen Landgerichten beantragt und schließlich bei Genehmigung, mit Landeshaushaltsmitteln bezuschusst würden."Man kann hier nicht von einem Segelurlaub oder einer Skifreizeit im herkömmlichen Sinne sprechen", verteidigt Neubauer die Projekte."Das läuft alles ganz bescheiden ab, die Probanden versorgen sich selbst und die Unterbringung ist nicht gerade luxuriös. Es geht darum Sekundärtugenden wie Gemeinsinn, Hilfsbereitschaft etc. zu trainieren."
Derzeit gibt es in NRW 46.000 Probanden
Über mangelnde Nachfrage kann sich Nordrhein-Westfalen jedenfalls nicht beklagen. Für 2004 liegen bereits so viele Anmeldungen vor, dass die Kosten auf gut 64.000 Euro ansteigen würden."Im Moment sind allerdings alle freiwilligen Zuwendungen auf Null heruntergefahren", sagt Neubauer. Bislang zahlte das Land jedem Übeltäter maximal 50 Cent Zuschuss für die sportlichen Aktivitäten, klassischen Therapien, Diskussionsrunden und PC-Schulungen. 46.000 Probanden sind es derzeit.
In anderen Bundesländern hat man für soviel Großzügigkeit kein Verständnis."In der jetzigen finanziellen Situation geht es eindeutig zu weit, teure Surfkurse zu bezahlen. Mir kann keiner erzählen, dass die für die Resozialisierung unbedingt notwendig seien", sagt etwa Fabian Scherf vom Justizministerium in Rheinland-Pfalz.
Schwitzen statt Sitzen
Dort heißt die Devise für Straftäter"Schwitzen statt Sitzen". Wer eine Straftat begeht, die auf Bewährung mit Auflagen ausgesetzt werden kann, geht in den Stadtpark, statt in den Knast. Rheinland-Pfalz setzt auf gemeinnützige Arbeit, soziale Trainingskurse und Täter-Opfer-Ausgleiche. Wie auch in Bayern werden hier fast alle Maßnahmen im Rahmen der Bewährungshilfe über so genannte"Bußgeldzuweisungen" finanziert.
Gesetzesbrecher, deren Verfahren von der Staatsanwaltschaft gegen Zahlung eines Bußgeldes eingestellt werden können, zahlen das Geld an gemeinnützige Vereine und Einrichtungen, wie etwa Bewährungshilfeeinrichtungen."Praktisch zahlt hier ein Täter für die Bewährungsmaßnahmen eines anderen", erklärt Kord Lemke, stellvertretender Pressesprecher am Bayerischen Staatsministerium der Justiz."Aus Haushaltsmitteln gibt es hier keine Zuschüsse."
Auch im Norden lehnt man Steuerfinanzierte Freizeitangebote für Straftäter ab."Bezuschussungen für Segelkurse oder ähnliche Freizeitveranstaltungen kann ich für Hamburg sicher ausschließen", sagt Kai Nitschke von der Justizbehörde der Hansestadt."Abgesehen davon, dass man sich fragen sollte, wie sinnvoll solche Veranstaltungen sind, haben wir für so etwas schlichtweg kein Geld." Aus dem ebenfalls hoch verschuldeten Osten kommen ähnliche Töne. Petra Marx vom Landesministerium der Justiz in Brandenburg:"Für derartigen Luxus gibt es bei uns kein Haushaltsgeld. Die Maßnahmen haben alle primär etwas mit Erziehung zu tun, weniger mit Spaßurlaub."
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Dein Bild mit der Lawine war so schön. [img][/img] Das wollte ich Dir noch sagen.
winkääää
stocksorcerer
<ul> ~ http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,263351,00.html</ul>
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-->Schlankheitsmittel - Die Industrie profitiert vom Magerwahn junger Mädchen
Bericht: Ingmar Cario, Julia Friedrichs, Kim Otto
Verführt durch Werbung, hungern junge Mädchen dem Schönheitsideal entgegen. Studien zeigen: schon die Hälfte der 11-13Jährigen hat mindestens eine Diät gemacht. Um abzunehmen, greifen die jungen Mädchen verstärkt zu Appetitzüglern, Abführmitteln und Entwässerungspillen. Viele der Schlankheitspräparate können in den Apotheken von den Mädchen ohne Rezept erworben werden. Dabei warnen Experten seit Jahren vor den Gesundheitsgefahren zahlreicher Produkte, die schon zu Todesfällen geführt haben. Für die Pharmaindustrie entsteht aber ein lukrativer Markt, den sie offenbar ins Visier genommen hat. Werbung für Schlankheitspräparate in der Hauptsendezeit für Jugendliche ist nur der Anfang: die Industrie erarbeitet zur Zeit offensichtlich Zielgruppen genaue Werbung für Jugendliche.
[mehr...]
MONITOR Nr. 508 am 28. August 2003
Schlankheitsmittel - Die Industrie profitiert vom Magerwahn junger Mädchen
Bericht: Ingmar Cario, Julia Friedrichs, Kim Otto
Volker Happe:"Zu unserem nächsten Thema. Verführt durch Werbung, Frauenillustrierte, Modemagazine und TV-Programme, hungern immer mehr junge Mädchen einem Schönheitsideal entgegen, das sich an knochendürren Models orientiert. Nach neuesten Untersuchungen haben schon zwei Drittel der Jugendlichen mindestens eine Diät gemacht. Die ist oft nur der Einstieg in einen Teufelskreis des Hungerns, der bis zur gefährlichen Magersucht führen kann. Um noch mehr abzunehmen, greifen die jungen Mädchen verstärkt zu Appetitzüglern, Abführmitteln und Entwässerungspillen, die sie in den Apotheken ohne Rezept erwerben können. Dabei warnen Experten seit Jahren vor den Gesundheitsgefahren zahlreicher Produkte, die schon zu Todesfällen geführt haben. Während die Pharma-Unternehmen an den Schlankheitsmitteln gut verdienen, sind die Kinder am Ende rank und krank. Ein Bericht von Julia Friedrichs, Ingmar Cario und Kim Otto."
Therapeutin:"Was haben Sie sich denn für heute ausgesucht zum Kochen?"
Miriam:"Die Spaghetti mit der frischen Tomatensauce."
Miriam muss mit Hilfe ihrer Therapeutin mühsam lernen, was für andere selbstverständlich ist: zu essen. Ein verdünntes Glas Cola-Light - das war früher oft ihre Tagesration. Denn mit 12 begann Miriam zu hungern, wollte nicht mehr essen, um dünn zu sein. In ihrer schlimmsten Zeit wog die 19-Jährige gerade einmal 24 Kilogramm - 20 Kilo weniger als heute. Um jedes Gramm loszuwerden, schluckte Miriam schachtelweise Schlankheitsmittel.
Miriam:"Das hat angefangen mit den Abführmitteln, da habe ich anfangs eine Dosis von zwei bis drei Tabletten genommen. Dann ist es irgendwann regelmäßig geworden, also täglich, und im Laufe der Zeit habe ich die Dosis dann auch bis auf über 20 Tabletten pro Tag gesteigert, und Abführmittel waren eine Droge für mich."
Möglichst dünn sein, das wollen auch Michelle, Melanie und Julia - zwölf und dreizehn Jahre alt. Diäten sind ihr Hobby. Denn sie haben ein klares Schönheitsideal: Superschlank. Deshalb kämpfen sie bereits jetzt mit ihren Körpern, gegen jedes Gramm Fett.
Melanie:"Mein Bauch schwabbelt da so rüber. Ich hab wirklich da so einen Arsch wie ein Brauereipferd drin."
Michelle:"An meinem Körper gefallen mir meine Oberschenkel und mein Bauch nicht, weil ich die einfach zu dick finde, und um abzunehmen esse ich halt manchmal den ganzen Tag nur Kaugummi und lass dafür die anderen Mahlzeiten weg."
Teenager im Schlankheitswahn - fast 70 Prozent von ihnen haben bereits eine Diät gemacht. Sie sind bereit, alles für den perfekten Körper zu tun. Willkommene Konsumenten für die Industrie: Auch Pharmafirmen verdienen daran. Appetitdämpfer, Abführmittel, Entwässerungspillen. Für diese Märkte wachsen zahlreiche neue Kundinnen nach. 10,5 Prozent der weiblichen Teenager haben schon mal Entwässerungspillen genommen, 8,4 Prozent Appetithemmer, und 5,7 Prozent benutzen Abführmittel.
Dr. Bernhard Osen, Facharzt für Ess-Störungen:"Das ist sicher sehr problematisch, dass immer mehr Jugendliche Schlankheitspräparate einnehmen. Das ist aber auch ein Zeichen dafür, dass viele Jugendliche ihr Selbstwertgefühl an einen perfekten Körper koppeln. Und in diesem Zusammenhang kommt es dann auch häufig zu Abführmittel-Missbrauch oder eben zu Appetitzügler-Einnahme, was ein hohes medizinisches Risiko beinhaltet, weil sich der Körper an die Einnahme dieser Medikamente gewöhnt und dann immer höhere Dosen eingenommen werden müssen."
Dennoch erhalten die Mädchen die begehrten Schlankheitspillen problemlos. Denn viele Präparate sind in Deutschland rezeptfrei in Apotheken verkäuflich. Und werden häufig von Apothekern leichtfertig abgegeben - auch an Jugendliche.
Reporterin:"Sie haben gerade den beiden Mädchen dieses Zeug verkauft. Die beiden sind dreizehn und kaufen das auch nicht zum ersten Mal, was halten Sie denn davon, dass Kinder so was kaufen?"
Apothekerin:"Also, ich habe mich schon gewundert, weil sie sehr schlank ist, warum sie überhaupt so was braucht. Aber im Endeffekt kann ich niemandem vorschreiben, ob er so was nimmt oder nicht."
Die Apotheker verkaufen die Pillen wie harmlose Hustenbonbons. Und reichen sie selbst 13-Jährigen über den Ladentisch. Und das, obwohl Pharmazieexperten schon lange vor den gefährlichen Nebenwirkungen einiger Schlankheitsmittel warnen.
Prof. Peter Schönhöfer, Pharmakologe:"Appetitdämpfer, die Quellmittel enthalten, können den Darm verschließen und dadurch eine Erkrankung hervorrufen. Abführmittel, die chemische Stoffe enthalten, können die Darmwand zerstören und den Darm unbeweglich machen. Abführmittel, die pflanzliche Stoffe enthalten, enthalten oft krebserzeugende Stoffe. Also sind alle diese Produkte unsinnig, aber gefährlich. Sie müssten vom Markt, aber das scheitert, denn im Zweifelsfall entscheidet die Behörde für die Industrie und gegen die Verbraucher."
Reporter:"Verstehen Sie, dass 13-Jährige in der Apotheke Schlankheitsprodukte kaufen können?"
Marion Caspers-Merk, Drogenbeauftragte der Bundesregierung:"Wir haben keine Möglichkeit beim Jugendschutzgesetz für bestimmte Produktgruppen Altersbegrenzungen zu erlassen. Dies macht auch keinen Sinn vom Verwaltungsaufwand, und ich glaube, den Apothekern wäre nicht gedient, wenn er jeweils nach dem Ausweis fragen müsste, ob er etwas abgeben kann oder nicht."
Jugendschutz - für die Drogenbeauftragte bei Schlankheitsmitteln offenbar kein Thema. Die Pharmaindustrie wirbt im Vorabendprogramm - im Umfeld von Soaps, Gerichtsshows und Talksendungen, die bei jungen Mädchen sehr beliebt sind. Experten verwundert das nicht.
Ines Imdahl, rheingold-Institut für qualitative Marktanalysen:"Einfach eine Pille reinwerfen, das Fett ist weg, das ist ein ideales Versprechen. Deswegen ist das natürlich für die Industrie eine sehr interessante Zielgruppe, denn diese Zielgruppe möchte es sich gerne einfach machen. Insofern macht es schon Sinn, solche Werbung im Vorabendprogramm zu schalten, denn dort sind ja auch diese jungen Mädchen präsent."
MONITOR hat sich direkt an Pharmafirmen gewandt. Übereinstimmend heißt es: Teenager seien nicht die primäre Zielgruppe. Aber weiter schreiben die Firmen beispielsweise:
"Unser Produkt ist für Jugendliche bei verantwortungsvollem Umgang geeignet."
"Das Produkt ist auch für Teenager geeignet."
"...die Anwendung unseres Produktes ist immer noch besser als die Verfestigung einer Bulimie."
- also einer Ess-Störung.
Schon häufig haben Melanie und Michelle Werbespots für Schlankheitsmittel im Vorabendprogramm gesehen. Doch einige Pharmafirmen gehen jetzt offenbar noch einen Schritt weiter, um Jugendliche für Schlankheitsprodukte zu gewinnen.
Ines Imdahl, rheingold-Institut für qualitative Marktanalysen:"Werbung für Schlankheitsprodukte im Vorabendprogramm ist der erste Schritt in die Richtung, eine junge Zielgruppe möglichst optimal anzusprechen. Inhaltlich ist diese Werbung allerdings noch nicht auf dem Punkt. Die jungen Mädchen wollen etwas anders angesprochen werden. Deswegen betreibt die Industrie jetzt und wohl auch in Zukunft einen großen Forschungsaufwand, um Werbung strategisch inhaltlich optimal auf die junge Zielgruppe zuzuschneiden."
Für Miriam waren Schlankheitsmittel ein Grund dafür, dass sie magersüchtig wurde. Das ist die Krankheit mit der höchsten Todesrate bei jungen Mädchen. Jede zehnte Magersüchtige stirbt daran. Miriams Therapie war erfolgreich. Nach viereinhalb Monaten wird sie morgen aus der Klinik entlassen. Sie lebt jetzt ohne Schlankheitsmittel.
Links zum Thema:
Informationen über Magersucht:
http://www.magersucht.de
Homepage von Marion Caspers-Merk:
http://www.caspers-merk.de
rheingold-Institut für qualitative Markt- und Medienanalysen:
http://www.rheingold-online.de
<ul> ~ http://www.wdr.de/tv/monitor/real.phtml?bid=520&sid=101</ul>
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