- Die zukünftige Entwicklung der weltweiten Aktienmärkte... - JüKü, 12.10.2000, 16:31
Die zukünftige Entwicklung der weltweiten Aktienmärkte...
London/Amsterdam, 12. Okt - Die zukünftige Entwicklung der weltweiten Aktienmärkte wird von den Bankhäusern HSBC und ABN Amro unterschiedlich eingeschätzt. Das niederländische Institut ABN Amro teilte am Donnerstag mit, es erwarte bei Aktien weiter höhere Renditen als bei festverzinslichen Papieren und werde Dividendenpapiere daher mit 70 Prozent im globalen Portfolio gewichten. Die britische Bank HSBC ist dagegen der Ansicht, dass sich die Aktienmärkte in den kommenden Monaten wahrscheinlich allenfalls seitwärts bewegen und frühstens Mitte 2001 wieder steigen. Im schlimmsten Fall könnten Aktien im kommenden Quartal zehn bis 20 Prozent fallen, sagte HSBC-Analyst Peter Oppenheimer auf einem Investment-Seminar seiner Bank.
ABN Amro riet dazu, das Anlage-Portfolio zu 70 Prozent auf Aktien, zu 20 Prozent auf Anleihen und zu zehn Prozent auf Barreserven zu verteilen. Die Auswirkungen des hohen Ã-l-Preises und der sich häufenden Gewinnwarnungen würden auf lange Sicht gelassen betrachtet, hieß es. Die Renditen aus Aktienanlagen sollten moderat positiv sein und die Erträge aus festverzinslichen Investments zumeist überwiegen. In regionaler Sicht raten die Experten von ABN Amro zum Übergewichten der US-Märkte. Auch in Europa bestehe Aufwärtspotenzial, jedoch mit höheren Risiken als in Amerika. Vom japanischen Aktienmarkt riet ABN Amro ab.
HSBC gab eine eher pessimistische Prognose ab. Das Londoner Bankhaus gewichtet Aktien zu 50 Prozent im Anlage-Portfolio und damit nach eigenen Angaben um zehn Prozentpunkte unter dem Branchendurchschnitt. Die Einschätzungen für Dividenden-Papiere blieben tendenziell negativ, Anleihen würden weiter neutral bewertet, hieß es. Favorisiert würden bei Aktien defensive Papiere und Finanzwerte. Regional würden Großbritannien und Japan übergewichtet, des restliche Teil Asiens, die USA und Kontinentaleuropa würden untergewichtet. Die amerikanische Konjunktur sei nicht vor einer starken Abkühlung gefeit, US-Aktien würden andere Märkte nicht mehr überbieten, hieß es weiter. In Europa werde sogar mit einer Enttäuschung der wirtschaftlichen Entwicklung und Revidierungen von Unternehmensergebnissen gerechnet.
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