- Steuereinnahmen im Juli: Die Schätzer waren zu optimistisch - Sascha, 19.08.2003, 20:04
Steuereinnahmen im Juli: Die Schätzer waren zu optimistisch
-->STEUEREINNAHMEN IM JULI
<font size=5>Die Schätzer waren zu optimistisch</font>
<font color="#FF0000">Das Finanzloch von Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) wird von Monat zu Monat größer</font>. Auch im Juli blieben die Einnahmen erheblich hinter den Erwartungen zurück.
Hamburg - Monatelang hatte sich Eichel am stetigen Anstieg der Körperschaftssteuern erfreuen können. Jetzt macht ihm die Juli-Schätzung einen gehörigen Strich durch die Rechnung. <font color="#FF0000">Denn im Vergleich zum Vorjahr haben Bund und Länder einen Aufkommensrückgang um rund 152 Millionen Euro zu verkraften</font>.
Das ergibt sich aus dem Vorbericht zu den Steuereinahmen des Bundes und der Länder für den Monat Juli. <font color="#FF0000">Den offiziellen Monatsbericht wird das Bundesfinanzministerium am Mittwoch in Berlin veröffentlichen</font>.
Der Rückgang der Körperschaftssteuer ist aber nicht die einzige schlechte Nachricht für Eichel. Auch die veranlagte Einkommensteuer lag im Juli 2003 um 325 Millionen Euro unter dem Vorjahresergebnis. <font color="#FF0000">Damit blieben auch die Gesamteinnahmen deutlich hinter den ursprünglichen Prognosen des Arbeitskreises Steuerschätzung zurück. So hat der Bund statt des erwarteten Zuwachses von 2,1 Prozent ein Minus in gleicher Höhe zu verkraften</font>. Die Einnahmen der Länder bleiben sogar drei Prozent hinter denen des Vorjahresmonats zurück. Die Steuerschätzer waren hier von einem Plus in Höhe von 1,4 Prozent ausgegangen.
Betrachtet man dagegen die <font color="#FF0000">reinen Bundessteuern</font>, sieht die die Sache ein wenig erfreulicher aus. Insbesondere die Tabaksteuer (Plus 54,1 Prozent) und die Stromsteuer (Plus 44,2 Prozent) sorgten für den vergleichsweise üppigen Zuwachs in Höhe von 15,6 Prozent. Auch die Steuern für Branntwein und Mineralöl trugen mit 12,9 Prozent beziehungsweise 4,9 Prozent erheblich zu dem Zuwachs bei.
Dagegen ergaben sich bei den Steuern, die allein den Ländern vorbehalten sind, Verluste in Höhe von 4,2 Prozent, was in erster Linie auf die Rückgänge bei den Grunderwerbsteuern zurückzuführen ist. Einziger Lichtblick: <font color="#FF0000">Die Biersteuer verzeichnete in Folge des heißen Sommers Zuwachsraten in Höhe von 7,4 Prozent</font>.
[b] Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,261900,00.html

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