- Das Wort zum Freitag - Koenigin, 22.08.2003, 18:26
- Diese LektĂĽre dĂĽrfte der Ackermann beim Aufsichtsrat durchkriegen *gg* (owT) - kingsolomon, 22.08.2003, 18:40
Das Wort zum Freitag
-->hola
eine"kleine Nachhilfe vom Chef" H.A.B. warum alles immer noch billig ist und vor allem was mit den Zinsen passiert....damit auch ihr auf laufenden seid...
[i][b]Also, je vorsichtiger dieser Aufwärtstrend verlaufe, um so geringer die Gefahr gefährlicher Abstürze - das müsse man wissen. Das bestätige auch der bisherige Verlauf der Sommerkonsolidierung erneut und nunmehr in der zehnten Woche. Die übliche „September-Klippe“ sei damit zwar noch nicht umschifft, aber „schiffbar“. Der starke Dollar helfe nun natürlich den Europäern, speziell den Deutschen. Den Zusammenhang habe er nun ja oft genug dargestellt. Die Amerikaner orientierten sich daran nicht. Für die zähle allein die Qualität des Ertragstrendes per 2004. Man soll auch nicht die Unterstützung des japanischen Börse unterschätzen.
Das führe zum zentralen Thema für alle, nämlich die Entwicklung der Zinsen und dem Frontenwechsel aus Bonds in Aktien.
Man solle mit steigenden Zinsen und steigenden Inflationsraten rechnen. Er hätte die Frage der Deflation ohnehin für Unsinn erklärt!!!!!!!Das Thema sei endgültig erledigt!
Denn dass Zinsen mit anziehender Konjunktur steigen und kaum fallen können, sei ebenso sicher. Auch die Spekulation auf noch tiefere Zinsen, die noch vor wenigen Wochen die Runde gemacht hätten, habe sich erledigt. Die Grafik (er hat dick das Doppeltop im REX eingemalt und den Aufwärtstrend bei 118 hochgezogen) zeige einem die Lage im deutschen Umfeld.
Der weltweite Bondmarkt schalte bereits total um! PIMCO-Chef Bill Cross setze komplett auf inflationsgesicherte Bonds, also steigenden Inflationsrate und sichere das gesamte Portfolio gegen Kursverluste ab. Immerhin ginge es um knapp 75 Mrd. $ Das wirke schlieĂźlich wie ein Signal.
Wo läge die Alternative? Wer nicht abgesichert sei, müsse in Aktien wechseln!Daran käme niemand vorbei! Deshalb platze keine Blase, aber der Frontenwechsel habe begonnen!
Aus Gläubiger - wird Unternehmerkapital!!
Konjunkturaufschwung bedeute immer steigende Kreditnachfrage. Dazu käme die steigenden Staatsverschuldung und Maastricht sei vorerst vergessen. Alle Industriestaaten bauten die Verschuldung aus, statt sie zu reduzieren. Der Mehrbedarf in USA und Europa werde auf einen jährlichen Zuwachs von 10-12 % für die kommenden zwei bis drei Jahre veranschlagt. Das ergäbe sich aus der aktuellen Neuverschuldung. Wohin ginge dann die Marktrendite?
Die Zinsziele tendieren stets in Richtung der sogenannten landesüblichen Zinsen. Das sei ein historischer Begriff, der kaum noch verwendet würde, der aber dennoch richtig sei. Bezogen auf Deutschland: Die Schwankungsbreite der deutschen Renditen lag fast 50 Jahre von (49-99) zwischen 5,25 im Tief und 9,25 % im Hoch. Der durchschnittliche „Landeszinsfuß“ liegt bei rund 6 %. Der ebenfalls durchschnittliche Realzins bei etwa 3 %. Das bedeute einen ebenfalls durchschnittliches KGV um 16,6 gegen aktuell 12,5 per 2004.
Alle diese Zahlen seien Perspektivzahlen, die man gefälligst im Gedächtnis behalten müsse.
Das Fazit: Steigende Zinsen seien solange keine Gefahr, solange sie nicht aus der der direkten Bremspolitik einer Notenbank stammen, sondern nur Spiegelbild einer dynamischen Wirtschaft seien. Gefährlich würde es allerdings dann, wenn sich irgendwann einmal die Notenbank gezwungen fühle, eine überhitzen Konjunktur abbremsen zu müssen.
Das tat zuletzt Greenspan 1999 mit den Folgen, da man in den letzten Jahren „genossen“ habe. Soweit sei es aber wieder noch lange nicht.....
So, soweit seine Einschätzung zu weiteren „Put-Käufen“...

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