- Noch ein mal zu Unruhen in Israel und Ex-Jugoslavien (als Vergleich) - Turon, 22.08.2003, 18:32
- Re: Noch ein mal zu Unruhen in Israel und Ex-Jugoslavien (als Vergleich) - Karl52, 22.08.2003, 20:10
- Re: Noch ein mal zu Unruhen in Israel und Ex-Jugoslavien (als Vergleich) - Turon, 22.08.2003, 22:46
- Re: Noch ein mal zu Unruhen in Israel und Ex-Jugoslavien (als Vergleich) - Karl52, 22.08.2003, 20:10
Noch ein mal zu Unruhen in Israel und Ex-Jugoslavien (als Vergleich)
-->Wer gestern noch eventuell diesen Artikel gelesen hat, und sich ernsthaft paar Gedanken"angetan" hat,
dem schicke ich noch eine Ergänzung zu.
Israel - was wir von Israel wissen ist, daß der Staat Israel gegenüber
allen seinen Nachbarnländern über militärische Stärke verfügt, die
seines gleichen sucht. Die Armee ist bestens ausgerüstet, die Geheimdienste
mit ziemlicher Gewissheit auf den neuesten Stand der Technik (was hin und wieder bewiesen wird), wenn man sich die Informationen anschaut, über die
der Mossad in aller Regel als erster berichtet. (man kann nur also
erahnen wieviel der geheimdienstlichen Informationen gar nicht erst bekannt
gegeben wird). Was wir in aller Regel auch noch vom jeweiligen Staaten
wissen, ist die Tatsache, daß bei derartiger Stärke Unruhen so gut wie
unmöglich sind, ebenfalls ist es ein Ding der Unmöglichkeit, daß der
Mossad angeblich nicht in der Lage sei, tatsächliche Verbindungen
zu"Arafats Terroristen" und seinen Helfern zu enttarnen.
Stattdessen wird mit Mutmaßungen und Vermutungen gearbeitet, die tatsächlich
vom Geschehen im Israel ablenkt, und die Aufmerksamkeit des Lesers auf andere
Krisengebiete und Drahtzieher lenkt. Die Folge ist, daß der Leser sich gedanklich nicht damit beschäftigt, sondern einfach andere"schwarze Männer"
für Sündenböcke hält.
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Über Multi-Kulti und Vielvölkerstaaten, die dazu auch noch in selben Grenzen leben, wissen wir ja in aller Regel bescheid. In Europa - gerade in den
Wohlstandstaaten, gibt es nur dann tatsächliche Unruhen, wenn Arbeit knapp
ist, und der Verdacht nahe liegt, dass irgendeine der Gruppen bevorzugt wird.
Das Land Jugoslavien ist bis zum Fall des eisernen Vorhangs ein Vielvölkerstaat
mit mehreren religiösen Orientierungen gewesen. Der Bros Tito - jugoslavischer Staatschef - hat offensichtlich hier astreine Arbeit geleistet - denn ich kann mich nicht erinnern jemals zu seiner Zeit, von irgendwelchen Unruhen gehört zu haben. Ebenfalls haben Bosnier, Kroaten und die Serben nicht auf den Straßen Deutschlands weitergekämpft, genauso wenig übrigens, wie Juden und Palästinenser.
Bros Tito erreichte also Ruhe und wurde wegen dieser Leistung lange Zeit
sehr bewundert. Jugoslavien war ein Paradebeispiel dafür, dass ein Vielvölkerstaat friedlich nebeneinander und auch miteinander leben konnte,
trotz verscheidenen Religionen und nationalen Zugehörigkeiten.
All das hörte dann aber ganz schnell auf, als Jugoslavien frei von russischen Einfluß wurde, und sich für die Fortsetzung des Sozialismus durch freie Wahlen entschieden hat.
Dann gab es plötzlich einen Bürgerkrieg und Greueltaten. Es liegt der Verdacht nahe, daß diese plötzliche Wutausbruch von außen eingeschleppt wurde.
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Was Israel aber angeht: hier herrscht trotz bester technologischer Ausrüstung,
trotz sehr effektiver Überwachung, seit der Entstehung des Israels immer
wieder Unruhe. Der mündige Leser mag sehr wohl hier auf ein Wirtschaftsgefälle achten und als Grund angeben, und ebenfalls ein Religionenkonflikt.
Über Israel und Unruhen berichtete bereits polnisches Fernesehen (und zwar dauernd) als ich noch 7 Jahre alt war) man erinnerte an den 6 Tage Krieg,
an die Golanhöhen, technologische Vormachtsstellung des Israels im nahen Osten. Und irgendwie wissen wir ja schon seit unserer Lebzeit schon, daß im Nahen Osten immer was im Gange ist, so daß man sagen kann - sobald die Aussicht auf
Befriedung des Regions gut sind - kann man mittlerweile danach die Uhr stellen -sobald das fernsehen über Friedensprozess und Bemühungen berichtet, wird es bald Unruhe geben. Clinton war ja angeblich schon nahe dran. Zum Beispiel.
Doch um schlußendlich zum Fazit zu gelangen: trotz aller Macht, die die israelische Streitsmacht besitzt und trotz der bestimmt bestorganisierter Überwachung, die zumal über sehr große Erfahrung verfügt, ist es den Israelis irgendwie unmöglich dort für Frieden zu sorgen. Was übrigens schon sehr verwundert, denn regimorientierte Staaten wie Ex-UdSSR, oder Yugoslavien haben es nicht bloß mehrmals bewiesen, daß egal wie groß das Territorium ist,
für Ruhe und Ordnung auf die eine, oder eben andere Art und Weise gesorgt werden kann.
In Israel gelingt das aber nicht, ominöserweise. Es liegt die Vermutung schon
sehr nahe, daß es im Interesse gewisser Kreise ist, daß dieser Konflikt zwar
nach außen hin bekämpft wird, dennoch stets vorhanden ist, und gelegentlich mal zu Eskalationen kommt. Und deswegen haben wir wohl auch im Israel immer
vorhandenen Friedensprozess aber nie Frieden.
Kann man denn den Palästinensern soviel Blödheit unterstellen, daß sie sich
immer wieder ganz von alleine in eine aussichtslose Situation bringen?
Wohl kaum. Kann man denn unterstellen, daß die Nachbarn einfach mal stets
die Palästinensern dazu bringen können, bißchen Krieg zu spielen? und diese
mit Waffen versorgen, ohne das darüber der Mossad erfährt? Eher kaum.
Eine Erklärung gibt es schon für das ganze. Wenn man die Leute dort, stets bis
zur Verzweiflung bringt, ist es kein Wunder, daß sie sich paar Splitterbomben
um Hals hängen und gewisse Zentren besuchen. Eine Verbindung zu Hussein und sonst welchen Bazillen ist da sehr leicht hergestellt, denn mittlerweile wissen
wir sehr genau, daß an allem immer die arabischen Intrigen schuld wären.
Mit der totaler Sicherheit, und geradezu allergischem Ausschlag, wenn man
gerade wieder mal einen mutmaßlichen Terroristen wittert, kann man offensichtlich jederzeit einen Krieg provozieren, wenn man will, oder diesem Krieg braucht.
Mit Antisemitismus und Antiamerikanismus dagegen, kann man immer die breite
Ã-ffentlichkeit dazu verleiten, an die Richtigkeit eigener Überzeugung und kritischer Haltung zu zweifeln und schlußendlich Desinteresse hervorrufen.
Gerade wenn man stets erinnert, wer welche historische Verbrechen gegenüber dem Judentum noch zu verantworten hat.
Ein Breitmaulknebel dem historisch und eventuell auch noch genetisch-familiär vorbelastetem Kritiker! Solange man damit durchkommt, kommt man mit allem durch.
Gruß. T.

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