- Springer-Verlag demaskiert sich als reines Propaganda-Unternehmen - Tempranillo, 23.08.2003, 00:20
- Na ja:) Wer braucht schon heute Journalismus? - Turon, 23.08.2003, 01:50
- Re: Springer-Verlag demaskiert sich als reines Propaganda-Unternehmen - Euklid, 23.08.2003, 09:32
- Re: Springer-Verlag demaskiert sich als reines Propaganda-Unternehmen - Tassie Devil, 23.08.2003, 10:11
- Re: kommunistische Plattform - prinz_eisenherz, 23.08.2003, 16:39
- Re: Springer-Verlag demaskiert sich als reines Propaganda-Unternehmen - Standing Bear, 23.08.2003, 10:27
- Re: Ich erzaehle Dir das ;-) - Tassie Devil, 23.08.2003, 11:05
- Re: Jetzt werd´ ich auch mal auf Definitionen herumreiten ;-)) - Tempranillo, 23.08.2003, 11:48
- Re: Jetzt werd´ ich auch mal auf Definitionen herumreiten ;-)) - Euklid, 23.08.2003, 12:03
- Re: Bleib so wie du bist - prinz_eisenherz, 23.08.2003, 16:22
- Re: Definitionsreiterei ;-)) - Tassie Devil, 23.08.2003, 19:48
- Re: Von Nutz und Frommen der Wortklauberei - Tempranillo, 23.08.2003, 22:15
- Re: @ Tassie. Fortsetzung Silbenstechen - Tempranillo, 23.08.2003, 23:05
- Re: Am A.... der Welt ;-) - Tassie Devil, 24.08.2003, 03:46
- Re: Leichter Sarkasmus inkognito - Tassie Devil, 24.08.2003, 03:33
- Re: @ Tassie. Fortsetzung Silbenstechen - Tempranillo, 23.08.2003, 23:05
- Re: Von Nutz und Frommen der Wortklauberei - Tempranillo, 23.08.2003, 22:15
- Re: Jetzt werd´ ich auch mal auf Definitionen herumreiten ;-)) - Euklid, 23.08.2003, 12:03
- Re: Jetzt werd´ ich auch mal auf Definitionen herumreiten ;-)) - Tempranillo, 23.08.2003, 11:48
- Re: Ich erzaehle Dir das ;-) - Tassie Devil, 23.08.2003, 11:05
- Re: Von wegen Information, Springer ist ein Tendenzbetrieb - Tempranillo, 23.08.2003, 10:37
Springer-Verlag demaskiert sich als reines Propaganda-Unternehmen
-->Hallo,
www.feldpolitik.de bringt die Grundsätze des Springer-Verlags, worüber hier schon mehrfach geschrieben wurde. Werfen wir mal einen Blick auf die Gesetzestafeln des Hamburger Verlagshauses:
Axel Springer (1912-1985) verstand seinen Verlag zu keiner Zeit als reines Wirtschaftsunternehmen. Vielmehr wollte er mit dem Journalismus seines Hauses beispielhaft publizistische Verantwortung übernehmen. Daher formulierte Axel Springer 1967 die aus den Lehren der jüngeren Geschichte resultierende Maxime seines Handelns bezüglich deutscher Einheit, deutsch-jüdischer Aussöhnung, Abwehr von Totalitarismus und freier Marktwirtschaft.
Als einziges unabhängiges Verlagshaus besitzt die Axel Springer AG eine Unternehmensverfassung. Die fünf Präambeln beschreiben ein humanistisches, liberal-konservatives Weltbild in wenigen Sätzen. Die Unternehmensverfassung definiert Werte, gibt aber keine Meinungen vor. Bei der Verkündung der Präambeln 1967 erklärte Axel Springer, was darunter zu verstehen ist: Die Zeitungen seines Hauses sollen nicht Politik machen, sondern Politik beschreiben.
Die fünf Grundsätze lauten:
1. Eintreten für die friedliche Wiederherstellung der deutschen Einheit in Freiheit, nach Möglichkeit in einem vereinten Europa; Dieser Grundsatz wurde 1990 geändert in: das unbedingte Eintreten für den freiheitlichen Rechtsstaat Deutschland als Mitglied der westlichen Staatengemeinschaft und die Förderung der Einigungsbemühungen der Völker Europas;
2. das Herbeiführen einer Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen, hierzu gehört auch die Unterstützung der Lebensrechte des israelischen Volkes;
3. die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika;
4. die Ablehnung jeglicher Art von politischem Totalitarismus;
5. die Verteidigung der freien sozialen Marktwirtschaft.
Die Essentials haben nach dem Tod Axel Springers zwei Aktualisierungen erfahren: 1990 wurde der erste Grundsatz dahingehend geändert, dass Deutschlands freiheitlich-westliche Orientierung und die europäische Integration zu fördern seien. Nach den Terror-Anschlägen in Washington und New York vom 11. September 2001 formulierte die Unternehmensleitung den USA-Grundsatz. Mit ihm entsprach sie der starken Verbundenheit des Verlagsgründers mit den USA und positionierte den Verlag Axel Springer auch hiermit als internationales Medienunternehmen.
Eigener Kommentar:
Jetzt haben wir es, zum wievielten Male eigentlich, schwarz auf weiß, daß es dem Springer-Verlag nicht um Information geht, sondern um Indoktrination, um reine Propaganda, wenn es sein muß, im Gewande des Gossenjournalismus.
Keinem einzigen der o.a. Absätze ist das Bekenntnis zu allseitiger, objektiver, zumindest die wichtigsten Perspektiven einer strittigen Sache, zumindest Pro und Kontra, unverzerrt zu vermitteln, was doch wohl die wichtigste Aufgabe von Informationsmedien sein sollte.
Geradezu entlarvend ist die Wortwahl unter Ziff. 3, wo von der"Solidarität (...) mit den USA die Rede ist", was nichts anderes heissen kann, als daß man es als völlig selbstverständlich erachtet, wenn nur ein Teil, nämlich D-Land, Solidarität gibt, und der andere, die USA, Solidarität nimmt.
Diese Interpretation, die glasklare Beschreibung eines Vasallen-Verhältnisses, geht sicher nicht zu weit, weil die Springer-Medien, diese Einstellung auch auf ihre EU-Berichterstattung übertragen.
Im Hinblick auf die beabsichtigte Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen mag den Verlag vielleicht ein schätzenswertes Motiv getrieben haben, aber jüngste Entwicklungen (Schandmal etc.) und Äusserungen, die an Eindeutigkeit nicht mehr zu überbieten sind ("Land der Mörder","Versöhnung ist absolut unmöglich") sollten klar gemacht haben, wie aussichtslos das Unterfangen ist.
Wenn die Wiedergutmachung für die Wiedergutmachung darin besteht, mitten in der Hauptstadt Berlin die Erniedrigung D-Lands in monströsen Moumenten zu verewigen, dann sollte man sich von diesem Vorhaben doch verabschieden?
<ul> ~ Springer-Verlag ohne Maske </ul>

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