- Springer-Verlag demaskiert sich als reines Propaganda-Unternehmen - Tempranillo, 23.08.2003, 00:20
- Na ja:) Wer braucht schon heute Journalismus? - Turon, 23.08.2003, 01:50
- Re: Springer-Verlag demaskiert sich als reines Propaganda-Unternehmen - Euklid, 23.08.2003, 09:32
- Re: Springer-Verlag demaskiert sich als reines Propaganda-Unternehmen - Tassie Devil, 23.08.2003, 10:11
- Re: kommunistische Plattform - prinz_eisenherz, 23.08.2003, 16:39
- Re: Springer-Verlag demaskiert sich als reines Propaganda-Unternehmen - Standing Bear, 23.08.2003, 10:27
- Re: Ich erzaehle Dir das ;-) - Tassie Devil, 23.08.2003, 11:05
- Re: Jetzt werd´ ich auch mal auf Definitionen herumreiten ;-)) - Tempranillo, 23.08.2003, 11:48
- Re: Jetzt werd´ ich auch mal auf Definitionen herumreiten ;-)) - Euklid, 23.08.2003, 12:03
- Re: Bleib so wie du bist - prinz_eisenherz, 23.08.2003, 16:22
- Re: Definitionsreiterei ;-)) - Tassie Devil, 23.08.2003, 19:48
- Re: Von Nutz und Frommen der Wortklauberei - Tempranillo, 23.08.2003, 22:15
- Re: @ Tassie. Fortsetzung Silbenstechen - Tempranillo, 23.08.2003, 23:05
- Re: Am A.... der Welt ;-) - Tassie Devil, 24.08.2003, 03:46
- Re: Leichter Sarkasmus inkognito - Tassie Devil, 24.08.2003, 03:33
- Re: @ Tassie. Fortsetzung Silbenstechen - Tempranillo, 23.08.2003, 23:05
- Re: Von Nutz und Frommen der Wortklauberei - Tempranillo, 23.08.2003, 22:15
- Re: Jetzt werd´ ich auch mal auf Definitionen herumreiten ;-)) - Euklid, 23.08.2003, 12:03
- Re: Jetzt werd´ ich auch mal auf Definitionen herumreiten ;-)) - Tempranillo, 23.08.2003, 11:48
- Re: Ich erzaehle Dir das ;-) - Tassie Devil, 23.08.2003, 11:05
- Re: Von wegen Information, Springer ist ein Tendenzbetrieb - Tempranillo, 23.08.2003, 10:37
Re: Jetzt werd´ ich auch mal auf Definitionen herumreiten ;-))
-->Hallo Tassie,
die Gelegenheit, endlich mal meinerseits Definitionen durchzukauen möchte ich mir nicht entgehen lassen. Und es führt auch ein direkter Weg zur Sache. So lässig, wie sich das aus Deinem Posting ableiten ließe wollen wir es Springer nicht durchgehen lassen, daß sich seine Zeitungen und Zeitschriften als Megaphon amerikanischer Einflüsterungen betätigen. Oder, um ein zu Tode zitiertes Bild zu nehmen, als Transmissionsriemen der US-Propaganda.
>Selbstverstaendlich ist BILD ein Medium der Informationen, denn auch Missinformationen, Fehlinformationen, verschweigen der vollen Wahrheit und Luegen sind speziell und zweckmaessig aufbereitete Informationen fuer deren Empfaenger, oder willst Du das etwa bestreiten?
Mich überrascht, daß Dir der Unterschied zwischen Wahrheit und Lüge so wenig ausmacht.
Information in dem von mir und im Alltagsverstand verwendeten Sinne unterstellt doch immer Wirklichkeitsbezug! Würde man Deine Definition übernehmen, hätte man jede Möglichkeit, Berichterstattung auch nur ansatzweise einer kritischen Prüfung zu unterziehen aus der Hand gegeben. So wie Du schreibst, würden Baron Münchhausens Geschichten in eine Tagesschau passen.
Ich vermute mal, Du hast unter der Hand die Begriffe Information und Aussage gleichgesetzt, und so nebenbei auch den Wirklichkeitsbezug unter den Tisch fallen lassen. Wer wollte bestreiten, daß halbe Wahrheiten und ganze Lügen nur einen Sinn haben, dem Leser oder Zuschauer ein falsches Wirklichkeitsbild zu suggerieren.
Jetzt warte ich auf den Einwand, daß man, weil Objektivität ja ohnehin nur eine Schimäre sei, von einem richtigen und falschen Wirklichkeitsbild also gar nicht die Rede sein könne, man auch nicht eine sachgerechte von einer manipulierenden Berichterstattung unterscheiden könne.
Diesen Schluß halte ich für voreilig, und im übrigen vielfach nur vorgeschoben, weil journalistische Söldner glauben, sich damit ein Alibi für ihre schlampigen Recherchen, wenn nicht noch Schlimmeres, verschaffen zu können.
Woran könnte man Objektivität festmachen? An der Wirklichkeit würde ich meinen.
Gibt es eine Wirklichkeit, die mehr ist als das Ergebnis rein subjektiver Vorstellungen?
Wenn ja, dann lautet die nächste Frage:
Läßt sich diese Wirklichkeit, wenn auch nur mit Annäherungen, beschreiben?
Wenn ja,
Dann lassen sich divergierende Beschreibungen unter dem Aspekt des Wirklichkeitsbezuges abgleichen und mithin auf ihre Wirklichkeitsadäquanz, ihre Objektivität hin, überprüfen.
Wenn es keine vollkommene, wirklich 100%ige Objektivität gibt, kann das doch im Ernst kein Grund sein, darauf von vorneherin verzichten zu wollen. Es gibt auch keine vollkommene Gesundheit. Sollen wir jetzt den gesamten Medizinbetrieb stillegen?
Jetzt müssen wir nur noch versuchen, für die Berichterstattung über das Zeitgeschehen ein Objektivitätskriterium zu finden, und wenn wir nur so weit kommen, zu sagen, was sie NICHT ist - nämlich das, was der Springer-Verlag in die Lande wirft.
Da es sich bei den Inhalten der Berichterstattung, siehe 9.11., um Fragen handelt, die durch die Bank strittig sind, und das wie, würde es der minimalsten journalistischen Ethik entsprechen, die unterschiedlichen INTERPRETATIONEN der Wirklichkeit, vulgo Pro und Kontra, unentstellt zu vermitteln. Jedes Gymnasiastenreferat, jede Facharbeit wird nicht zuletzt danach beurteilt, ob sie zu einem Gegenstand die wesentlichsten und in der Regel gegensätzlichen Meinungen und Ansichten zusammengetragen hat.
In einer Gerichtsverhandlung wird doch genauso vorgegangen: "Audiatur et altera pars!"
So einfach würde das gehen, wenn man nur wollte.
Tempranillo

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