- Kündigung: Wenn das Arbeitsverhältnis im Streit endet + Kommentar - Sascha, 23.08.2003, 11:03
- + Kommentar - Dieter, 23.08.2003, 11:35
- Berichtigung - Dieter, 23.08.2003, 11:38
- Re: + Kommentar - Euklid, 23.08.2003, 11:48
- Re: + Kommentar - fridolin, 23.08.2003, 13:56
- Re: + Kommentar - Euklid, 23.08.2003, 14:09
- Re: + Kommentar - fridolin, 23.08.2003, 13:56
- Re: + Kommentar - Sascha, 23.08.2003, 12:07
- Re: + Kommentar - fridolin, 23.08.2003, 14:09
- Re: + Kommentar - Euklid, 23.08.2003, 14:13
- Lebensphilosophie - Dieter, 23.08.2003, 18:28
- Re: + Kommentar - fridolin, 23.08.2003, 14:09
- + Kommentar - Dieter, 23.08.2003, 11:35
Re: + Kommentar
-->Hallo Sascha,
nein, natürlich sind die von Arbeitslosigkeit oder schlechten Arbeitsbedingungen Betroffenen in der Regel nicht faul oder arbeitsscheu. Bloß mußt Du Dir mal bitte eine Grundregel ganz klar verdeutlichen, die nicht nur in der Arbeitswelt gilt: gleiche Chancen und gleiche Anstrengungen heißen nicht notwenigerweise gleiche Ergebnisse oder gleicher Erfolg.
Schau Dir mal einen Sportwettbewerb an. Der letzte im Ziel ist möglicherweise genauso begabt wie der erste und hat genauso hart trainiert. Letzter ist er geworden, weil beispielsweise heute seine Tagesform schlechter war oder weil er nicht optimal austrainiert war. Wenn nun der eine oben auf dem Siegertreppchen steht und der andere unter"ferner liefen" rangiert, ist das doch auch eine schreiende Ungerechtigkeit, nicht wahr?
Aber es kann nicht jeder in der ersten Reihe sitzen. Die Niederlage im Rennen kann für den Verlierer Ansporn sein, intensiver zu trainieren, seine Schwächen zu bekämpfen, an sich zu arbeiten. Beim nächsten Rennen ist er womöglich schon weiter vor, beim übernächsten eventuell an erster Stelle. Bloß darf er eines nicht tun: aufgeben und sagen,"ach, wie schlimm ist doch alles, der Sportverband soll doch gefälligst was tun und mir zu einem Siegerplatz helfen".
Aufgabe des Staates ist vor allem eines: für gleiche Startchancen und faire Wettbewerbsbedingungen zu sorgen, mehr nicht. Was jeder daraus macht, ist seine Sache. Versuche des Staates, durch"Umverteilungspolitik" etwas lösen zu wollen (so wie Robin Hood, nimmt den Reichen und gibt den Armen), waren schon immer zum Scheitern verurteilt und haben alles nur schlimmer gemacht.
Ich rate Dir nochmals eines: vergegenwärtige Dir mal ganz intensiv die Situation, in der die Älteren kurz nach dem Kriege standen. Kein Mensch hatte damals auch nur eine Ahnung davon, ob und wie es überhaupt weitergehen würde. Dennoch hat man trotz der ganzen Misere und des Elends nicht aufgesteckt, in die Hände gespuckt und die Probleme beherzt angepackt. Wenn ich so die Probleme der Leute heute betrachte, sind die von einem ganz anderen Kaliber...
Gruß

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