- Jugendliche: Dank Bankberater in die Schuldenfalle - Sascha, 26.08.2003, 02:09
- Jeder zehnte Jugendliche in Deutschland ist verschuldet - Sascha, 26.08.2003, 03:19
- Re: Jeder zehnte Jugendliche in Deutschland ist verschuldet - Tassie Devil, 26.08.2003, 07:45
- Re: Deinen Optimismus möchte ich auch mal haben - Tempranillo, 26.08.2003, 11:39
- Darauf kann man nur mit Erich Mühsam antworten: - alberich, 26.08.2003, 12:24
- Re: @Tempranillo - Optimismus - Tassie Devil, 28.08.2003, 14:04
- Re: Deinen Optimismus möchte ich auch mal haben - Tempranillo, 26.08.2003, 11:39
- Re: Jeder zehnte Jugendliche in Deutschland ist verschuldet - Tassie Devil, 26.08.2003, 07:45
- Verschuldung von Jugendlichen (mal wieder was zu dem armen Jugendlichen) - Sascha, 26.08.2003, 03:50
- Wer's nicht lesen will: Artikel hier als Real-Audio vom Deutschlandfunk - Sascha, 26.08.2003, 03:52
- Länge des Beitrags vom Deutschlandfunk:Knapp 20 Minuten,aber interessant -owT- - Sascha, 26.08.2003, 03:56
- Wer's nicht lesen will: Artikel hier als Real-Audio vom Deutschlandfunk - Sascha, 26.08.2003, 03:52
- Re: Jugendliche: Dank Bankberater in die Schuldenfalle - Emerald, 26.08.2003, 08:02
- Jeder zehnte Jugendliche in Deutschland ist verschuldet - Sascha, 26.08.2003, 03:19
Jeder zehnte Jugendliche in Deutschland ist verschuldet
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Berlin - Bundesfamilienministerin Renate Schmidt will gegen die zunehmende Verschuldung junger Menschen vorgehen."Kinder und Jugendliche müssen von früh auf lernen, mit dem eigenen Geld umzugehen", sagte die SPD-Politikerin der"Welt am Sonntag". Etwa jeder zehnte Jugendliche oder junge Erwachsene stehe bereits mit durchschnittlich 1550 Euro in der Kreide, berichtete die Zeitung unter Berufung auf das Institut für Jugendforschung (IJP) in München.
Schmidt sagte, der bedenklichen Schuldenentwicklung müsse dringend entgegenwirkt werden. Bei den Erwachsenen sehe es nicht besser aus:"Fast jeder siebte Privathaushalt ist inzwischen von Überschuldung betroffen", sagte Schmidt. Deshalb wolle die Bundesregierung mit einem Armutspräventionsprogramm erreichen, dass Menschen aller Altersgruppen besser lernten, mit Geld und Konsum umzugehen. Schmidt rief neben Wohlfahrts- und Verbraucherorganisationen auch die Wirtschaftsverbände auf, sich an der Bekämpfung der Überschuldung zu beteiligen. Viele Verbraucher können wegen zu hoher Schulden ihre Rechnungen nicht mehr begleichen und treiben damit Mittelständler in den Ruin.
Nach Einschätzung des Instituts wird die Verschuldung Jugendlicher weiter zunehmen. Bereits bei den 13- bis 17-Jährigen seien sechs Prozent mit im Schnitt 370 Euro verschuldet. Hauptgründe für die Verschuldung seien zunehmend die Kosten für Mobilfunk und Telekommunikation. Wenn das Geld nicht mehr reicht, werden zunächst oft Freunde angepumpt. Aber auch um Autos, Mofas oder Einrichtungsgegenstände zu finanzieren, verschulden sich die Jugendlichen. Schon Grundschüler scheuen sich nicht, Schulden zu machen. Unter Berufung auf eine noch laufende Untersuchung des Kreditauskunftsbüros Schufa heißt es in dem Bericht, die Zahl der 20- bis 24-Jährigen, die wegen Privatinsolvenz oder einer eidesstattlichen Versicherung (früher Offenbarungseid) bei der Schufa registriert gewesen seien, sei um ein Drittel auf 174 000 gestiegen.
Die Beauftragte für Verbraucherschutz der Unionsfraktion, Ursula Heinen, forderte die Bundesregierung auf, ihrer Fürsorgepflicht nachzukommen und zu verhindern, dass Jugendliche in großer Zahl bereits im Alter von 20 Jahren den Offenbarungseid leisten. Heinen kündigte an, noch im Herbst Gespräche mit Telekomunternehmen zu führen, damit Jugendlichen Konditionen angeboten würden, die sie nicht in die Schuldenfalle laufen ließen.
Erst kürzlich hatte auch Dieter Plambeck, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen, davor gewarnt, dass bereits immer mehr Kinder und Jugendliche in die Schulden tappen. Schulden und der Umgang mit Geld gehörten in den Schulunterricht, forderte Plambeck. Der Weg in die Schuldnerkarriere beginne dabei in vielen Fällen mit dem Handy. AP
Hilfe für verschuldete Jugendliche:
www.ohne-moos.de AP
Artikel erschienen am 18. Aug 2003
http://www.welt.de/data/2003/08/18/154966.html

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