- Michael Moore:"Germany still hasn't paid for its sins" - t-bull, 26.08.2003, 14:26
- Re: Er ist Amerikaner. Was soll man von einem Schwein erwarten, ausser Grunzen? (owT) - Tempranillo, 26.08.2003, 14:34
- Aufruf zur Ermordung deutscher Touristen in Miami??? (owT) - t-bull, 26.08.2003, 14:37
- Re: American Spirit at it´s best. Genozidphantasien à la Roosvelt u. Morgenthau (owT) - Tempranillo, 26.08.2003, 15:01
- Aha.. - wheely, 26.08.2003, 15:14
- Re: Du hast Recht, aber etwas Wichtiges übersehen - Tempranillo, 26.08.2003, 15:36
- Re: Hallo Tempranillo, da schlaegt mein Gutmenschentum wieder voll durch - Pudelbirne, 26.08.2003, 16:00
- Re: Noch einer, der Recht hat, aber, aber... - Tempranillo, 26.08.2003, 16:45
- was solls.... - wheely, 26.08.2003, 16:34
- Auch wenn wir so unsere Differenzen haben, wheely... - Turon, 26.08.2003, 18:01
- is ja nett..... - wheely, 26.08.2003, 18:47
- Re: is ja nett..... - Turon, 26.08.2003, 20:40
- Re:@Turon: Greatest Hits of Heinrich Lübke - Tempranillo, 26.08.2003, 21:06
- Re: is ja nett..... - Turon, 26.08.2003, 20:40
- is ja nett..... - wheely, 26.08.2003, 18:47
- Auch wenn wir so unsere Differenzen haben, wheely... - Turon, 26.08.2003, 18:01
- Re: Hallo Tempranillo, da schlaegt mein Gutmenschentum wieder voll durch - Pudelbirne, 26.08.2003, 16:00
- Re: Du hast Recht, aber etwas Wichtiges übersehen - Tempranillo, 26.08.2003, 15:36
- @ Tempranillo - ich kann den Zorn ja nachvollziehen.... - stocksorcerer, 26.08.2003, 18:33
- Re: Gleiches Recht für alle, warum ist das so schwer? - Tempranillo, 26.08.2003, 19:08
- @ Tempranillo: Gleiches Recht für alle - ist sehr schwer manchmal - leider - stocksorcerer, 26.08.2003, 22:20
- Re: Den ganzen Ärger fressen schon die Amis weg - Tempranillo, 26.08.2003, 23:00
- @Tempranillo: Den ganzen Ärger fressen schon die Amis weg - stocksorcerer, 27.08.2003, 08:53
- Re: Den ganzen Ärger fressen schon die Amis weg - Tempranillo, 26.08.2003, 23:00
- @ Tempranillo: Gleiches Recht für alle - ist sehr schwer manchmal - leider - stocksorcerer, 26.08.2003, 22:20
- Re: Gleiches Recht für alle, warum ist das so schwer? - Tempranillo, 26.08.2003, 19:08
- Aufruf zur Ermordung deutscher Touristen in Miami??? (owT) - t-bull, 26.08.2003, 14:37
- Re: Ein profunder Deutschlandkenner. Hoffentlich kennt er die USA besser. (owT) - JLL, 26.08.2003, 14:50
- Immerhin findet er Deutschland auf der Landkarte... - rodex, 26.08.2003, 15:03
- Re: dann schau mal hier... - ottoasta, 26.08.2003, 15:44
- Re: Michael Moore: - Standing Bear, 26.08.2003, 19:50
- Re: Jeder sieht nur, was er will??? - Pudelbirne, 27.08.2003, 01:58
- Re: Jeder sieht nur, was er will??? - Standing Bear, 27.08.2003, 09:14
- Re: Jeder sieht nur, was er will??? - Pudelbirne, 27.08.2003, 01:58
- Re: Er ist Amerikaner. Was soll man von einem Schwein erwarten, ausser Grunzen? (owT) - Tempranillo, 26.08.2003, 14:34
Re:@Turon: Greatest Hits of Heinrich Lübke
-->Hallo Turon,
Du wolltest doch Dein Deutsch verbessern? Hier habe ich für Dich und alle anderen, die noch an Ihrem Stil feilen, ihr verbales Florett schärfen wollen, eine Fundgrube der herrlichsten Anregungen, wahre Kleinodien aus dem Schatzkästlein des Bundespräsidialmtes.
Heinrich Lübke:
Meine Mutter gab mir vor Reden immer Rotwein mit Ei, damit meine Stimme besser klingt.
Das freie Wort schlägt unter uns Brücken von Mensch zu Mensch.
Ich bin erstaunt über das Niveau der Vorträge, die hier gehalten werden. Aber man ist ja auch nicht verwöhnt.
Es ist sehr schwierig, jedesmal eine neue Rede zu erfinden.
Sie müssten eigentlich mehr Beifall spenden, weil ich zwischendurch trinken muss, um meine Stimme zu schonen.
Ich soll ja nicht mehr frei reden.
Das Rednerpult war für meinen Vorredner Gerstenmaier hergerichtet. Darum war der Abstand zwischen meinen Augen und dem Manuskript zu groß. [nach einer Rede, bei der er sich mehrfach versprochen hatte]
Da hört niemand zu, was? Können Sie meine Stimme hören?
Am 13. März 1964 war Heinrich Lübke beim"44. Liebesmahl des Ostasiatischen Vereins" (auf Tradition des kaiserlichen Ost-Asien-Geschwaders zurückgehendes Herrenessen) in Hamburg und hielt - offenbar völlig unvorbereitet - eine Tischrede, in der er vor allem von seinen zahlreichen Reisen erzählte:
In Persepolis steht noch eine alte Burg, wie die heißt habe ich vergessen, und gebaut hat die der Darius oder Xerxes, ich weiß das nicht so genau.
Indonesien besteht aus Inseln, die liegen teils nördlich, teils südlich vom Äquator, und dazwischen ist eine Menge Wasser.
Dann kamen wir nach Teheran... und da habe ich gleich gesehen, die Leute waren alle sauber gewaschen.
Sukarno wollte ich erst gar nicht besuchen, denn das sollte ja so ein schrecklicher Mensch sein, aber dann habe ich ihn kennengelernt und festgestellt, dass er ein ganz prächtiger Kerl ist.
Ich habe gesagt, Herr Schah, Sie verstehen nichts von Wirtschaft.
Der Schah ist ein sehr netter Mann. Er hat mich auch auf die Entwicklungshilfe angesprochen. Er ist der Ansicht, wir sollten lieber weniger Ländern Entwicklungshilfe geben, dafür aber mehr. Er hofft natürlich, dass er dann dabei ist.
Nach der ca. 55minütigen Rede wunderte sich Lübke über den zurückhaltenden Applaus:"Ihr Beifall ist ja nicht sehr stark und kommt auch ein bißchen langsam." O-Ton Erich Lüth (Pressechef des Hamburger Senats):"Das Entsetzen unter den Anwesenden war allgemein."
Ende Februar 1966 besuchte Heinrich Lübke einige afrikanische Staaten. Die folgenden Zitate stammen von seinem Besuch Madagaskars:
Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Frau Tananarive. [in der Ansprache an das Präsidenten-Ehepaar Tsiranana; Tananarive ist die Hautpstadt Madagaskars]
Der gewaltige Aufmarsch der Bevölkerung ruht von denen her, die hier gearbeitet haben.
Ich habe vernommen, dass die Bevölkerung glücklich, zufrieden und wunschlos sei. Ob letzteres wirklich stimmt, werde ich beim Präsidenten erst mal nachzufragen haben.
Die Leute müssen ja auch mal lernen, dass sie sauber werden. [bei der Besichtigung eines Duschraumes in einer Erwachsenen-Schule]
Sie tragen im Ausland die gleiche Verantwortung wie unsere Diplomaten. Wenn Sie sich schlecht verhalten gegenüber der Bevölkerung, dann dürfen Sie sich nicht wundern, dass sie aus dem Wald herausruft. [in einem Gespräch mit Deutschen auf Madagaskar]
Dass seine Reden häufig nicht die gewünschte Wirkung erzielten, war auch Heinrich Lübke bewusst. Seinen Beratern drehte sich der Magen um, wenn Lübke"vom vorbereiteten Manuskript abwich und 'frisch drauflos improvisierte', sich dabei häufig verhaspelte oder 'Banalitäten sagte'."
Wie man es auch anders darstellen kann, lesen wir bei Johannes Hermanns:"Selbst in der sichtbaren Hemmung, die Heinrich Lübke vor dem Auge der Fernsehkamera befällt, und in der unpathetischen, spröden Art seines Vortrags sind immer das tiefe Empfinden und die Anteilnahme spürbar, die ihn mit dem Gesagten jeweils verbinden. Seine ruhige, leidenschaftslose Art zu sprechen - rhetorische Floskeln finden sich in seinen Reden nie - nimmt den Zuhörer um so stärker gefangen, sobald er begriffen hat, daß der bewußte Verzicht auf glanzvolle sprachliche Ausschmückung es ihm erlaubt, sich ganz auf die Substanz der Worte zu konzentrieren." (Hermanns, S. 12)
Mehr vom größten Lachsack in Diensten des deutschen Staates gibt´s über den Link
<ul> ~ Der beste Bundespräser aller Zeiten. Sauerland ist überall</ul>

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