- Gerhoch Reisegger - Status der gegenwärtigen Wirtschaftslage - marocki4, 27.08.2003, 15:52
Gerhoch Reisegger - Status der gegenwärtigen Wirtschaftslage
-->Gerhoch Reisegger
Status der gegenwärtigen Wirtschaftslage
„Dies ist keine normale Regierungspolitik. - Nun ist es an der Zeit, daß sich die (amerikanischen) Menschen in zivilem Ungehorsam engagieren. Ich glaube, die Zeit zu protestieren ist gekommen - und zwar so stark als möglich.“
- Prof. Akerlof, Nobelpreisträger und Lehrer an der Universität von Berkeley in Kalifornien.
"Gerade in dem Augenblick, als George Bush seine kriegerische Botschaft hervorgrollt, ist sein Land in einem derart entkräfteten Zustand wie noch nie zuvor."[1]
"Versucht Bush, das Land in den Abgrund zu führen", fragt William Thomas[2]. Der jüngste Steuer-Winkelzug aus des Knaben Wunderwelt, mit dem einem Prozent der herrschenden Elite Amerikas ein weiteres 470 Mrd. $-Steuergeschenk gemacht wurde, hatte unlängst eine ganzseitige Annonce in der New York Times zur Folge, die von 40 Nobelpreisträgern und 400 der führenden US-Ã-konomen unterzeichnet war, die vor der Katastrophe warnen. Als den kanadischen Radiohörern die Bedenken der Unterzeichner dargelegt wurden, bezeichnete einer der Sponsoren dieser Anzeige Bushs Wirtschaftspolitik als"fiscal madness".[3]
Die gegenwärtige US-Wirtschaftslage[4] bietet nur zwei Auswege: inflationieren oder untergehen. - Was dies bedeutet? Eine - eigene und die der Kinder - Zukunft haben wir nur durch: Inflation oder Nichtanerkennung der Schulden.
Unter Greenspan erlebten wir, die USA und die ganze westliche Welt, eine Dekade der schrankenlosen Ausgaben, eines Lebens über unsere Verhältnisse und der grenzenlosen Verschuldung. Die Hälfte der US-Bundesschulden wurde in den 1990-ern angehäuft, nämlich 2,87 Billionen $ neuer Schulden; dies ist mehr, als alle Schulden zusammen seit Gründung der Vereinigten Staaten.
Das ist freilich nur ein Teil der Geschichte. Insgesamt handelt es sich um unbedeckte Verbindlichkeiten in Höhe von ungefähr 43 - 44 Billionen $[5], inkl. des Bereichs der Sozialversicherung (Pension und medizinische Vorsorge), der üblichen Regierungsausgaben und natürlich der Zinsen auf die nationale Schuld. Wie soll eine 10 Billionen-Volkswirtschaft je diese Billionen Dollar Schulden bedienen?
Der frühere Treasurer Paul O´Neill hatte gebeten, die wahren langfristigen Verpflichtungen der US-Regierung zu erfahren. Sie sollten in der Budget-Vorschau als “generational accounting” - also der Generationen-Bilanz, aufscheinen, sie wurden jedoch aus dem Budget-Dokument entfernt, als die Dimension sichtbar wurde: ca. 43 Billionen $, zum Barwert gerechnet.
Diese Schätzungen sollten die formalen Schulden des US-Treasury - jene offiziell berichteten etwa 3,8 Billionen $, die „von der Ã-ffentlichkeit” in Form von Regierungsobligationen gehalten werden, plus die verpflichtenden Regierungszusagen enthalten, also Pensionen und medizinische Versorgung.
Die Autoren jener Studie waren Dr. Jagadeesh Gokhale, ein führender Ã-konom der Federal Reserve Bank von Cleveland und der andere an diesem Projekt arbeitende Ã-konom, Dr. Kent Smetters, ein Fachmann für Soziale Sicherheit und Medicare, von der Wharton School der Universität von Pennsylvania in Philadelphia. Der Bericht ist zwar aus dem Budget-Voranschlag verschwunden, nicht aber die Verpflichtungen der US-Regierung.
Es gibt also nur diese beiden Wege: Nichtanerkennung eines Großteils dieser Schuld oder wenigstens deren drastische Beschneidung, oder sie über die Notenpresse zu bedienen. Welche der beiden Möglichkeiten wird die US-Regierung wählen? - Nun die Notenpresse läuft bereits auf Hochtouren, und dabei sind die wirklich großen Ausgaben Amerikas noch gar nicht schlagend geworden. In diesem Fall wird eine noch nie gesehene Inflation einsetzen.
Im Augenblick sehen wir nur die Spitze des Eisbergs. Das Budget-Defizit des Bundes beträgt eine halbe Billion $[6], das Leistungsbilanz-Defizit ist ebenfalls in dieser Höhe. Schlimm genug, aber es ist nichts verglichen mit dem, was noch kommen wird.
Ironie des Schicksals: die am meisten verschuldete Nation - USA - meint den Weltpolizisten spielen zu müssen, und belastet sich pro Monat mit 3,9 Mrd. $ Kosten alleine für den Irak, und stationiert das Militär überall auf der Welt. Die politische Führung ignoriert nicht nur dieses Problem vollkommen, sondern macht es täglich nur noch schlimmer.
Der bisherige „Erfolg“ der USA verdankt sich einem außergewöhnlichen Phänomen: der Akzeptanz des Dollars als Welt-Reserve-Währung. Bisher waren die USA in der Lage, ihre Schulden per Notenpresse buchstäblich wegzudrucken, weil die Welt willens war, die Dollar als Bezahlung für ihre Waren und Handelsgüter zu akzeptieren. Aber der Berg an Dollar wächst, und es erhebt sich längst die Frage, ob der Dollar überhaupt noch eine gültige Währung ist[7]. Wenn dies einmal in Frage gestellt ist, ändert sich alles. Bzw. es ist wie mit des Kaisers neuen Kleidern: wenn aus einem „dummen Zufall“ heraus der Bann gebrochen ist, ist - was ohnedies den Wissenden einsichtig war - keine Frage mehr, sondern es ist aus mit dem Betrug.
Die Besitzer von Bonds beginnen sich bereits abzuseilen, sie verlassen das sinkende Schiff. Die 30-jährigen Bonds sind auf neue Tiefststände gesunken, d.h. die Zinsen für Hypothekardarlehen gehen in die Höhe, Schulden werden teurer. Die Pensions- und Versicherungsfonds, die langfristige Bonds halten, sind seit Mitte Juni inzwischen um 15% und mehr gefallen.
Die FED hatte die Sparer gezwungen, entweder riesige Verluste hinzunehmen oder mit T-Bills (Schatzscheinen) und CD´s praktisch nicht zu verdienen. Die Niedrigzinspolitik der FED hatte die Älteren gezwungen, ihre Ersparnisse aufzubrauchen oder mit den Bonds das Hemd zu verlieren.
Die Zukunft sieht also so aus: die Regierung wird die Notenpresse massiv anwerfen, um Federal Reserve Notes (Dollar genannt) zu drucken, um die Schulden, und bei Fälligkeit die unbedeckten Verbindlichkeiten abzuzahlen. Die Zukunft heißt Dollar-Verfall, damit verbunden eine Flucht aus dem Dollar und Finanzpapieren in Handfestes. Die Zukunft wird durch einen Abfluß des Papiers aus den Funds in echte Werte - Gold und Silber - gekennzeichnet sein.
Die FED hatte einen Zustand sich aufzubauen erlaubt, den man nur als „technischen Bankrott“ bezeichnen kann. Die USA - aber mutatis mutandis ist diese Situation in allen „westlichen“ (= kapitalistischen) Ländern die gleiche - haben eine 10 Billionen-Volkswirtschaft, aber sie sind mit unbedeckten Verbindlichkeiten von über 40 Billionen $, zusätzlich zu den „normalen“ geradezu unerhörten Budget- und Leistungsbilanz-Defiziten, konfrontiert.
Wo wäre da ein Ausweg? Gibt es noch Fluchtmöglichkeiten?
BBC: Muslime rufen auf, dem Kapitalismus einen Strich durch die Rechung zu machen.
Wie von Mark McCullum der BBC berichtet wurde[8], hatte ein Sprecher einer Islamischen Konferenz zum Thema: „Islam in Europa“, im spanischen Granada die Muslime in aller Welt aufgerufen, beizutragen den Kapitalismus zu überwinden. Diese Konferenz wurde von 2000 Muslimen besucht.
Der Hauptredner, Omar Ibrahim Vadillo[9] von der Organisation Murabitum, sagte, daß die amerikanischen Wirtschaftsinteressen zur Religion für die ganze Welt wurden und die Menschen ihre Lebensart sklavisch dem kapitalistischen Modell angepaßt hätten.
Er sieht den IMF und die Weltbank faktisch als Washingtons bezahlte Agenten an, die sowohl die Erste als auch die Dritte Welt auf den inoffiziellen Dollarstandard als Reserve-Währung festgelegt haben, ein Umstand, der sich nun rächt. Es scheine, daß die Entwicklungsländer all jene westlichen Ideen begierig aufnahmen, die zu den schlechtesten gehören. Als kleines Beispiel erwähnt er indische junge Frauen in Designer-Jeans auf einem Motorrad mit ihrem Ehemann fahrend, mit verkehrt aufgesetzten Baseball-Kappen: dies sähe - in Erinnerung an Shri-Shri Ghandi - für den Redner wie ein obszöne Geste aus. Dabei war die indische Gesellschaft eine der wenigen, die ihr kulturelles Erbe vor der Auflösung in eine westliche Welt aus Plastik geschützt hatte. Das sei aber nicht mehr so. Indien existiere in seinen großen Städten nicht mehr und es überlebe kaum auf den Dörfern.
Er habe in eindeutigen Worten dargetan, die Welt sei geradewegs im Dritten Weltkrieg, und der Dollar das Ziel der Zerstörung. Aber wer braucht noch einen Feind, wenn wir selbst die Waffen zur eigenen Massenvernichtung in Form von OTC-Derivaten[10] geschaffen haben. In Wahrheit hat der Kapitalismus nicht über den Kommunismus gesiegt. Der Kommunismus ging zuvor (von allein) zugrunde.
Er kommt zum archimedischen Punkt, den wir auch schon bei der Betrachtung der „wahren Gründe des Irak-Krieges“ behandelt haben[11], als er auf der Konferenz die Muslime aufforderte, die weitere Verwendung des Dollars zu beenden. Möchte noch jemand lange in einer Dollar-Rallye involviert sein? Kaum. Man sollte schleunigst versuchen - wenn möglich am Höhepunkt (des Dollarkurses) - zu verkaufen. Wer Dollar hat, hat dann auch das absolute Ziel von Saddam Hussein und Bin Laden[12].
Derselbe Redner begrüßte die Einführung des malaysischen Gold-Dinars in die Weltwirtschaft und bezeichnete dies als das bedeutendste Ereignis für Muslime in moderner Zeit.
Conclusio
Der rabiate, als „Reform“ etikettierte Abbau der österreichischen oder deutschen Sozialsysteme hängt mit diesem US- bzw. weltwirtschaftlichen, apokalyptischen Zustand unmittelbar zusammen. Die „Deckung“ unserer Währung, solange sie noch Schilling und D-Mark hieß, bestand immer schon zum größten Teil nur noch in Devisen, und hier hauptsächlich im Dollar. Das wird Folgen haben - und hat sie bereits.
Die Deutsche Bundesbank hatte unter Ludwig Erhard aufgrund ihrer Außenhandelsüberschüsse, die damals noch zur Hälfte in Gold ausgeglichen wurden (der andere blieb als Kredit - und „Entwicklungshilfe“ - für die Schuldnerländer stehen), einen Goldschatz im Umfang von 3.701 to angehäuft. Allerdings liegt dieser deutsche Goldschatz nicht in den Tresoren der Deutschen Bundesbank und schon gar nicht in Deutschland, sondern in London und New York. Angeblich hat die BB einstelligen Prozentsatz des Goldes „ausgeliehen“. Das dürfte aber nicht stimmen. David March, der einflußreiche Korrespondent der Financial Times schrieb in seinem Buch „Die Bundesbank - Geschäfte mit der Macht“, daß sie nur kleine Teile auf eigenem Gelände aufbewahre. „Der Rest ist auf die Tresore der FED in New York, der Bank of England und zu einem kleinen Teil auch in der Banque de France verteilt. In den Tresorräumen der Bundesbank liegen nur etwa 80 Tonnen, d.h. knapp über 2% des Gesamtgoldes.“
Der amerikanische Goldexperte James Turk behauptet gegenüber G&M[13], die Bundesbank habe bereits 1700 to Gold, also die Hälfte ihrer Reserven, auf amerikanischen Wunsch hin ausgeliehen.
D.h. das Gold ist faktisch nicht mehr im Besitz der Deutschen Bundesbank. Und man bekommt es u.U. nicht mehr zurück; bei einem Bankrott z.B. Die Notenbanken Portugals und Polens erlebten dies, als deren Vertragspartner, das US-Haus Drexel, vor vielen Jahren in Konkurs ging. Kein privater Investor würde Gold in New York lagern, warum dann die Bundesbank?
Washington wünscht nicht, daß Deutschland seine Goldbestände abzieht, die Amerikaner betrachten sie - nach einem früheren Regierungsmitglied sozusagen als eine Art Pfand. Der frühere Vorstand der Bundesbank, Karl Blessing, (1958 - 1970), schrieb auf amerikanischen Druck hin jenen Brief - ein geheimes Abkommen -, in dem er die „Immobilisierung“ der deutschen Reserven gegenüber der FED versprach. Er versprach, daß die Bundesbank die Reserven aus den USA nicht abziehen werde, solange die USA Stützpunkte in Deutschland unterhalte. Es ist schon unerhört, daß die „deutsche“ Bedingung für eine solche Ungeheuerlichkeit die fortgesetzte Besetzung Deutschlands durch die Besatzungsmacht USA ist.
Wenn, was oben gesagt wurde und ja längst als Faktum feststeht, der Dollar kollabiert, werden weltweit alle Banken schließen, weil sie dann auch sichtbar bankrott sind. Dann steht die Deutsche Bundesbank mit ihren Devisenreserven, die zu 99% (!) in Dollar „angelegt“ sind, ohne jegliche Deckung der Währung da. (Das gilt in praktisch derselben Weise für die EZB, die ja auch kaum eine echte Deckung der Währung besitzt. Hier wurde schon bei ihrer Schaffung Kritik geübt, weil sogar Aktien - die doch oft großen Kursschwankungen unterliegen - als Reserven angeführt wurden, zu einem Zeitpunkt, als die garantierten Staatsobligationen u.ä. allein dafür gehalten werden konnten.) Gerade in so einem Augenblick wäre die Golddeckung nötiger denn je, nur es liegt außer Reichweite der Bundesbank.
Als Charles de Gaulle die französischen Goldreserven aus den USA zurückholen wollte - und sich anders als die Deutschen davon nicht abbringen ließ - hatte die CIA dem französischen Präsidenten die von Cohn-Bendit[14] angeführten Mai-Unruhen von 1968 angezettelt, die schließlich zu seinem Sturz führten!
Zurück zum Geschehen hierzulande: es ist doch erstaunlich, was Deutschland und Ã-sterreich nach dem Krieg und unter großen Entbehrungen in der Lage waren aufzubauen. In die Geschichte ging dieser Wiederaufbau als Wirtschaftswunder ein. Parallel dazu wurden eine vorbildliche Sozialversicherung, Arbeitsschutz- und Arbeitsrechtsgesetze, Reduktion der wöchentlichen und täglichen Arbeitszeit, Kündigungs- und Arbeitslosenschutz, usw. geschaffen. Dies alles soll in einer entwickelten Wirtschaft angeblich nicht mehr leistbar sein.
Oder hängt es nicht viel eher damit zusammen, daß die ganze Welt - insbesondere Deutschland mit seinem hohen Exportanteil - Güter liefert, dafür aber - zumindest was die USA betrifft - nur bedrucktes Papier bekommt. „Fiat money“, wie es die FED aus dünner Luft und in rasender Geschwindigkeit produziert. Die jüngsten Meldungen über die Zunahme der amerikanischen M3-Geldmenge um 60 Mrd. $ sind ja atemberaubend. Deutschland und Ã-sterreich zahlen auch den Löwenanteil der EU-Kosten; angeblich für das größte „Friedensprojekt“. Es hat aber eher den Anschein, daß es ein zweites Versailles ist: Reparationszahlungen in unbegrenzter Höhe und von unbegrenzter Dauer. (Erinnern wir uns noch jener EU-Ratssitzung unter deutschem Vorsitz, zu der Schröder noch mit der Forderung „Ende der Scheckbuch-Diplomatie“ angetreten war? Die mit dem merkwürdigen, CIA-inszenierten Rücktritt Lafontaines destabilisierte Bundesregierung stimmte allen Forderungen der EU-Finanzierung zu und ließ sich obendrein in den Kosovo-Krieg manövrieren, der am selben Tag von den USA ausgebrochen wurde.) Neben diesen noch öffentlich „argumentierten“ Tributzahlungen werden Deutschland und Ã-sterreich aber nun schon seit Kriegsende „Wiedergutmachungs-Leistungen“ abgepreßt, zuletzt unter dem Vorwand von „Sklaven-Arbeit“, für die es außer Anlaßgesetzgebung keine wie immer gearteten Rechtsansprüche gibt.
Es dürfte einem Familienerhalter und Alleinverdiener auch schwerfallen mit seiner Familie durchzukommen, wenn er seit Jahren und mit immer größerer Unverschämtheit vorgetragene Forderungen einer schier unbegrenzten Zahl von Nehmern mit Vorrang nachkommen müßte. Das ist aber im Großen der Zustand unserer Volkswirtschaft und unseres Volkes. Nur ist es auch damit noch längst nicht am Ende, denn delegitimierte „Volksvertreter“, in Wahrheit die Beauftragten Libinterns, in unseren landesverräterischen Regierungen puschen immer noch und immer unverschämter die längst bankrotten neoliberalen Ideologien von der Privatisierung, Deregulierung und Liberalisierung. - In Ã-sterreich wurde zuletzt (mithilfe der Deutschen Bank) ein großes Aktienpaket (10%) der VOEST-Alpine in einem Sekunden-Deal bei Tiefstständen des Aktienkurses verhökert. Die in den USA eben ad oculos vorgeführte Wirkung des privatisierten Energiesektors, ist nach wie vor politisches Ziel einer anscheinend bestochenen Bande von Helfershelfern, die die letzten Assets unserer Volkswirtschaft auch noch in fremde Hände spielen wollen. Die neuen „Freihandels“-Regeln für Services entrechten uns längst bezüglich unserer letzten und ureigensten Ressourcen, des Wassers.
All dies zusammen sind die Folgen der vom Finanzkapital dominierten, globalen Wirtschaft. Es wäre an der Zeit, dies zu erkennen und eine andere Diskussion über die angeblich nötigen „Reformen“ zu führen. Die islamische Welt hat es anscheinend begriffen. Sie führt mit der Ablehnung des Dollars - Husseins Weigerung, Dollar für das Ã-l zu nehmen, und Mahathirs Schöpfung[15] des Gold-Dinars und des Silber Dirhams - den einzig wirksamen Krieg gegen den einzigen Super-Rogue USA und seinen weltweiten Terror. Der Rest ist Larifari. Das Experiment John Law´s ist auch unter dem FED-Vorsitzenden Alan Greenspan ein weiteres Mal gescheitert.
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[1]The Observer, 26.1.2003:"Even while George Bush growls out his bellicose message, his country has never been in such an enfeebled state."
[2] William Thomas, The Bucks Stop Here (Es geht nichts mehr), www.Lifeboatnews.com, 26.5.2003.
[3] CBC Feb. 11, 2003,"fiscal madness" - finanzwirtschaftlicher Wahnsinn.
[4] www.LeMetropolCafe.com berichtet Ende Juli 2003 und zitiert den hier mit Anmerkungen auszugsweise wiedergegebenen Kommentar von Richard Russel.
[5] 44 Billionen = 44.000 Mrd. $. In US-Terminologie: 44 Trillionen $.
[6] Dies sind die offiziellen Daten des Budgets mit den nach und nach zusätzlich bekanntgewordenen Kriegskosten im Irak, die im Entwurf ja noch gar nicht enthalten waren. Nach Schätzungen der FED sind unbedeckte, außerbudgetäre, jedoch fällige Ausgaben zusammen mit dem offiziellen Budget-Defizit ca. eine Billion $, d.h. ~50% des Budgets.
[7] Manche haben den Dollar schon seit langem als „legales Falschgeld“ bezeichnet, weil es zwar von der FED mit Billigung des Treasury ausgegeben wird, also „legal“ ist, aber nichts destoweniger ein Falschgeld ist, weil es ja mangels Deckung und insbesondere dem Willen, mit echten Leistungen zu bezahlen, in Wahrheit keinen Wert hat. Als am 15. Aug. 1971 die Einlösepflicht in Gold ganz aufgehoben wurde, ist aus diesem Kreditgeld"fiat money", ungedecktes legales Falschgeld geworden. Es ist aber nicht etwa deshalb Falschgeld geworden, nur weil die bisherige minimale Golddeckung von - sagen wir 10% - nicht mehr da ist, sondern ganz einfach, weil beim Gelderzeuger die Absicht zur Leistung weggefallen ist.
Über dieses Thema hat Dipl.-Kfm. Reinhard Deutsch in der Islamischen Zeitung - http://www.islamische-zeitung.de -einen höchst aufschlußreichen Artikel verfaßt, der in klarer Weise die Zusammenhänge erklärt. Er ist die Wiedergabe eines Referates, Reprivatisierung des Geldes, das er anläßlich des Elliott-Treffens im Februar 2001 in Ochsenfort gehalten hatte.
[8] Jim Sinclair´s Mineset http://www.jsmineset.com vom 30. Juli 2003.
[9] Siehe auch FN 15.
[10] OTC: Over the Counter; d.h. von jeder beliebigen Bank „über den Tresen“ in den Verkehr gebracht und nicht einmal nach Art und Umfang mehr erfaßt.
[11] Gerhoch Reisegger, Wir werden schamlos irregeführt, Hohenrain-Verlag Tübingen, 2003.
[12] Sofern diese CIA-gemachte Wunderfigur überhaupt eine reale Rolle im US-Krieg „gegen den Terror“ gespielt hat, was uns mehr als zweifelhaft erscheint.
[13] www.bandulet.de/Text-Seiten/GoldMinen.htm, G&M-Serie: Das Gold der Deutschen, April 2003.
[14] Dieser Zusammenhang wurde durch einen Vorfall in Italien blitzlichtartig sichtbar. Ca. 10 Jahre nach den 68er-Revolutionen in ganz Europa fand in Rom ein Vortrag von Herbert Marcuse statt. Bei diesem war die schon verstorbene Nichte Graf Plettenbergs, Frau Elisabeth Gagern, als Dolmetscherin der ital. Regierung anwesend. Hiervon berichtete sie folgendes: Cohn-Bendit war auch zugegen und griff in der Diskussion Herbert Marcuse mit den Worten an: „Sie haben uns an der Nase herumgeführt. Sie waren/sind ein Agent der CIA.“ - Woher wußte er das so genau? - Man muß dazu in Erinnerung rufen: die ganze Frankfurter Schule ist nach dem Krieg als Instrument der Psychologischen Kriegführung gegen die Deutschen ("Umerziehung") in Deutschland re-implantiert worden. Natürlich waren diese Leute alle Exponenten der US-Politik und wurden von jenen gesteuert, plaziert und protegiert, die dieses Programm bis heute in und mit Deutschland exekutieren! Interessant ist freilich, daß hier offenbar durch einen Regiefehler die inneren Streitereien der US-gesteuerten europäischen Destabilisierung mit einem kurzen Blitzlicht sichtbar wurden. Selbstverständlich wurde ob dieser Anmerkung Cohn-Bendit umgehend aus dem Saal hinauskomplimentiert. (Pers. Mitteilung Graf Plettenberg)
[15] Im Gegenwert von 4,25 Gramm 22-karätigem Gold wurde der Gold-Dinar von Prof. Omar Ibrahim Fadillo inspiriert, dem Gründer einer Organisation, die - nach IslamOnline -"glaubt, daß die Einheit der Islamischen Welt sich nur durch eine Vereinigung auf wirtschaftlicher Ebene erreichen lasse. Er fordert ebenfalls die Errichtung eines islamischen Marktes mit einer Währung, dem Gold-Dinar, von dem er hofft, daß er den Dollar ersetzen wird".
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© 2003 / V.i.S.d.P. Gerhoch Reisegger
[25.8.2003]
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