- Da hat die Welt drauf gewartet: Kreditkarte für US-Kinder - kizkalesi, 28.08.2003, 08:12
- Läuft doch hier genau so: EC-Karte wird ausgegeben, obwohl es ein Risiko ist. - LenzHannover, 29.08.2003, 01:42
Da hat die Welt drauf gewartet: Kreditkarte für US-Kinder
--><font size="5">Kreditkarten für Kinder</font>
Unternehmen in den USA zielen mit vorbezahlten Produkten auf neue Kundengruppe
von Martin Halusa
In den USA können Kinder künftig mit Prepaid-Karte bezahlenFoto: dpa
New York - Die Amerikaner leben auf Pump, die Zahl der persönlichen Bankrotte war mit 1,6 Mio. Fällen noch nie so hoch wie in den vergangenen zwölf Monaten. Und die Unternehmen - vom Autobauer bis zum Hersteller von Kühlschränken - überschütten die Verbraucher mit immer besser klingenden Finanzierungsangeboten:"Nehmen Sie den Computer gleich mit, zahlen Sie in einem Jahr die erste Rate","3000 Dollar Cash back","Null Prozent Zinsen".
Doch was der Konjunktur recht sein kann, ist für den Bürger nicht immer billig. Zehntausende Haushalte brechen unter der Last ihrer Schulden zusammen, wenden sich professionellen Bankrottberatungen zu. Die Portemonnaies sind voll gestopft mit Kreditkarten; jede größere Bekleidungskette bietet eine Karte an, mit der der Kunde erst später bezahlt und obendrein zehn Prozent Rabatt auf den kompletten Inhalt seiner Einkaufstasche erhält.
Nachdem die Banken mit ihren vielerlei Zahlungsformen die Erwachsenenwelt sowohl offline als auch online gewonnen haben, sind nun die Kinder und Jugendlichen dran. Immer mehr Geldhäuser bieten aufladbare Kreditkarten an, auf die die Eltern das Taschengeld überweisen können. Das Plastikgeld im Schulranzen wird zum Statussymbol - und verfehlt obendrein nicht eine erzieherische Wirkung."Vorausbezahlte Kreditkarten sind nicht nur eine gute Idee für Kinder, sie sind eine sehr gute Idee", frohlockt Melody Hobson von Ariel Capital Management. Durch Kreditkarten könnten Kinder lernen, Geld zu schätzen, es vernünftig auszugeben oder zu investieren. Allerdings, räumt Melody Hobson ein, sei die"Generation Y" auch die am stärksten wachsende Bevölkerungsgruppe, die pleite geht.
Die Banken bauen vor: Das Kreditkartenunternehmen Visa bietet die Buxx Karte an, auf die die Eltern einen bestimmten Betrag einzahlen. Entweder einmalig zu Weihnachten oder als Dauerauftrag statt baren Taschengelds. Ein großer Vorteil: Die Eltern können online und fast in Echtzeit nachschauen, in welchen Shopping Malls sich die Kids gerade herumtreiben, was sie kaufen und wie teuer es war. Kurz nach Einsatz der Karte sendet Visa eine E-Mail an die Eltern, danach eine monatliche Auflistung."Später können Sie mit Ihren Kindern über ihr Ausgabeverhalten sprechen", heißt es bei Visa.
Die Buxx Card (Bucks = umgangssprachlich für Dollar) erziehe die Kinder zu finanzieller Verantwortung. Und: Verlieren die Kinder ihr Bargeld, ist es weg. Geht die Kreditkarte verschütt, gibt es Ersatz. Überziehungskredit allerdings gewährt Visa nicht, sondern immer nur soviel Spielraum, wie die Eltern einräumen. Die Kids verschulden sich so nicht bei einer Bank, sondern bei ihren Eltern.
Auch andere Unternehmen haben Jugendliche als Zielgruppe ausgemacht: Da im Internet mit echter Erwachsenenkreditkarte bezahlt werden muss, können Jugendliche bei Amazon.com oder Gap.com meist nichts bestellen. Anders die AOL Cash Card, in Zusammenarbeit mit Visa. Auch diese Karte ist von den Eltern vorbezahlt - doch die Kids können sie beim Shoppen im World Wide Web zum Einsatz bringen. Auch bei AOL können die Eltern online die Ausgaben ihrer Kinder beobachten.
Ab 500 Dollar sind Kunden von Mastercard dabei, wenn sie ihren Kindern oder jemand anders eine i-Gen Prepaid Card zukommen lassen. Die Karte kann jeder kaufen, der Bares auf den Tisch legt: In Apotheken und kleineren Kaufhäusern ist die wieder aufladbare Karte erhältlich, es gibt keine Monatsgebühr. Die Karte wird nicht gesondert für Kinder angeboten, erfüllt aber eine ähnliche Funktion wie die Visa Buxx Card. Auch American Express bietet eine Gift Card, mit der Kunden dort kaufen können, wo American Express am Türschild steht. Die Karte kann mit 25 bis 500 Dollar aufgeladen werden. Für Schüler wichtig: Der Name steht - anders als bei anderen Geschenkkarten - in fetten schwarzen Lettern drauf.
Deutsche Kids werden wohl auf absehbare Zeit noch auf Bargeld oder die Hilfe ihrer Eltern zurückgreifen müssen: Derzeit planen weder Visa noch American Express noch AOL hier zu Lande die Einführung einer vorbezahlten Karte. Mastercard hat ein solches Produkt für Deutschland entwickelt und bietet es den Banken an. Keine habe dieses Angebot aber bisher ihre Kunden weitergegeben, so eine Sprecherin
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