- Kriegsgegner - Berliner »Amis« halten Protest aufrecht - stocksorcerer, 27.08.2003, 21:38
- Re: Kriegsgegner - Berliner »Amis« halten Protest aufrecht - Euklid, 27.08.2003, 21:46
- Amerika wird die Nationen Europas solange gegeneinander ausspielen,..... - stocksorcerer, 27.08.2003, 22:05
- Nachtrag: - Euklid, 27.08.2003, 22:06
- Re: Weniger schmierig formuliert liest es sich anders - Tempranillo, 27.08.2003, 22:30
- Re: Weniger schmierig formuliert liest es sich anders - Euklid, 27.08.2003, 22:36
- Re: DeGaulle hat das mal angedacht: Frankreich und D-Land zusammenlegen - Tempranillo, 27.08.2003, 23:09
- Frankreich und D-Land zusammenlegen - stocksorcerer, 28.08.2003, 05:54
- Re: Frankreich und D-Land zusammenlegen - alberich, 28.08.2003, 10:07
- Re: Frankreich und D-Land zusammenlegen - Euklid, 28.08.2003, 10:19
- Re: Frankreich und D-Land zusammenlegen - alberich, 28.08.2003, 11:22
- Re: Frankreich und D-Land zusammenlegen - Euklid, 28.08.2003, 11:32
- Re: Oui Monsieur ;-))) - Tassie Devil, 28.08.2003, 14:48
- Re: Ein paar Gründe Paris, Frankreich und seine Menschen zu mögen - Tempranillo, 28.08.2003, 15:47
- Re: Frankreich und D-Land zusammenlegen - alberich, 28.08.2003, 11:22
- Re: Frankreich und D-Land zusammenlegen - Euklid, 28.08.2003, 10:19
- Re: Frankreich und D-Land zusammenlegen - alberich, 28.08.2003, 10:07
- Frankreich und D-Land zusammenlegen - stocksorcerer, 28.08.2003, 05:54
- Re: DeGaulle hat das mal angedacht: Frankreich und D-Land zusammenlegen - Tempranillo, 27.08.2003, 23:09
- Re: Weniger schmierig formuliert liest es sich anders - Euklid, 27.08.2003, 22:36
- Re: Weniger schmierig formuliert liest es sich anders - Tempranillo, 27.08.2003, 22:30
- Re: Die Botschaft ist angekommen - Tempranillo, 27.08.2003, 21:58
- Stimmt,.... denn der schwarze Schachspieler zieht meistens nach - stocksorcerer, 27.08.2003, 22:02
- Re: Kriegsgegner - Berliner »Amis« halten Protest aufrecht - Euklid, 27.08.2003, 21:46
Re: Ein paar Gründe Paris, Frankreich und seine Menschen zu mögen
-->>Ach ja, und haette 1968 nicht der Tod zugeschlagen, vielleicht wuerde ich immer noch in Paris wohnen, avec ma famille, je ne sais pas...
>Franzoesisch waere dann zu meiner zweiten Muttersprache geworden und nicht Englisch.
Hallo Tassie,
ja, Paris, meine Ruh´ ist hin, mein Herz ist schwer.
Den wunderbaren Glanz, die Pracht und Herrlichkeit der Hauptstadt Frankreichs brauche ich Dir nicht eigens zu schildern.
Interessanter ist vielleicht, was man als unbedarfter Tourist erleben kann, wenn man im Bastille-Viertel ein Bistro aufsucht und gegenüber eine nicht mehr ganz junge Dame Platz nimmt.
Was jetzt kommt, ist eine Fußnote zur deutschen Vergangenheitsbewältigung und zu der von mir immer cholerisch verschrieenen Einseitigkeit.
Sich am Esstisch gegenüber sitzen und Konversation vermeiden, ist nicht ganz einfach, selbst wenn der eine jeden französischen Satz einzeln hervorstochern muß.
Wie es halt so geht, Madame kam auf das deutsch-französische Verhältnis zu sprechen, und da war natürlich auch der Adi nicht weit weg. Mir ist schon ganz anders geworden, aber der Verlauf der Unterhaltung hat mich eines besseren belehrt. Welch ein Unterschied zum deutschen Auschwitz-Genöle.
"Mein Mann", sagte sie,"war französischer Soldat, und verdankt sein Leben doch den Deutschen. Er war Seemann, eines Tages wurde sein Schiff von einem deutschen U-Boot torpediert, der Kahn ist untergegangen, die Mannschaft schwamm um ihr Leben, er selbst sah keine andere Möglichkeit mehr, als auf das deutsche U-Boot zuzuschwimmen, und hat schon damit gerechnet, daß er eine Salve aus dem Maschinengewehr bekommt. Aber nichts dergleichen, die Deutschen haben ihn aus dem Wasser gezogen, und ihm so das Leben gerettet."
Ein Satz von dem, was mir die liebenwürdige Dame"entre poire et fromage" gesagt hat, ist mir im Gedächtnis haften geblieben:"Les allemands ont sauvé la vie de mon mari."
Weiter ging´s dann, mir wurde schon wieder unbehaglich zumute, mit Berichten aus der Zeit der Besatzung."Haben Sie gewußt", fragte Sie,"daß in Wahrheit ein Deutscher, Generalmajor von Choltitz,"Paris vor der Zerstörung gerettet hat?" Es gab einen Füherbefehl, ganz Paris samt Eiffelturm beim Abzug der deutschen Truppen in die Luft zu sprengen, dem sich von Choltitz glücklicherweise widersetzt hat."
Wer in diesem unserem Lande kennt diese Geschichte?
Weiter ging´s dann mit Ausführungen über Charles de Gaulle, der die Größe hatte, dem besiegten D-Land die Hand zu reichen, und einigen Anekdoten über ihren mittlerweile verstorbenen Mann.
Dieser sei ein großer Liebhaber der Oper gewesen, von Verdi, Wagner bis zu Richard Strauss (Präsident der Reichsmusikkammer). Sie selbst könne sich an wunderbare Aufführungen von Wagner- und Strauss-Opern erinnern, und habe sogar noch Maria Callas live gehört.
Das alles, wie gesagt, so nebenbei als begleitende Konversation eines Menüs.
So etwas möchte ich auch mal bei uns erleben.
Tempranillo

gesamter Thread: