- Der neue Buchtitel müßte lauten:Das ENDE der Deflation - Euklid, 02.09.2003, 10:42
Der neue Buchtitel müßte lauten:Das ENDE der Deflation
-->Inflations und Zinserwartungen:
Die Märkte schwimmen in Geld.Die Zentralbanken halten nach wie vor die Schleusen weit geöffnet und pumpen ständig frisches Geld nach.
Die EZB hängt sich inzwischen der amerikanischen FED an die Fersen und richtet ihre geldpolitische Stimmung vermehrt an Konjunkturstimulierung aus.Die Märkte registrieren das ganz nüchtern.
Entfalten die niedrigen Zinsen tatsächlich die erhoffte Konjunkturwirkung (alles andere wäre auch eine mittlere Katastrophe),löst dies mit Sicherheit Preissteigerungen aus.
Liegen die Märkte mit dieser Spekulation falsch werden sie doch nicht auf dem falschen Fuß erwischt.
Denn dann tritt der Schutzfaktor II des Goldes in Kraft:der Risikoschutz als sicherer Hafen,fernab der dann gefährdeten Aktien und Zinsmärkte.
Wie ernst die Notenbanken allen Hoffnungszeichen zum Trotz die Risiken noch immer einschätzen,verdeutlichte gerade US-Notenbankchef Greenspan.
Er bezeichnete seine aktuelle Geldpolitik als Risikomanagement.Sprich:Greenspan handelt sich geldpolitisch von einem Problem zum nächsten und hofft so,das Wachstumstal überwinden zu können.
Absturzgefahr: Hoch
Der Portfolioanteil von Gold ist weltweit sehr niedrig.Wenn nun wichtige institutionelle Anleger oder Notenbanken (v.a China) ihre Bestände wieder - auch nur leicht- aufstocken,trifft diese Nachfrage auf ein sinkendes Angebot.Die Förderung wird tendenziell in den kommenden Jahren um mindestens 5% per anno fallen,da die Investitionen in neue Kapazitäten zu stark zurückgefahren wurden.
Und:Viele Minengesellschaften haben fusioniert oder wegen des langjährig niedrigen Preises ihre Förderung gedrosselt.
4. Die beim Goldpreis besonders wichtige Charttechnik zeigt sonnenklar:Der Aufwärtstrend seit Mitte 2001 ist intakt und die Konsolidierung seit dem Frühjahr 2003 steht vor ihrem Ende.
Gold kehrt als Inflationsschutz an die Märkte zurück.Die Feinunze Gold strebt mit Macht in Richtung 400 US-Dollar auf Sicht von 12 Monaten sind sogar 450 Dollar realistisch.Weder niedrige Inflationsraten,noch zulegende Aktienkurse können das edle Metall auf seinem Weg in höhere Preissphären stoppen.Aktuell tastet sich die Feinunze erneut an den charttechnischen Widerstand von 380 heran.Dort endete im Frühjahr zunächst der Aufwärtstrend.
Ebenso bezeichnend wie entscheidend für den weiteren Verlauf ist:Aktien und Gold steigen fast parallel.Das Edelmetall wird also nicht aus Angst oder wegen mangelnder Alternativen in Folge einer Aktienbaisse gekauft.
Dieser letzte Absatz hätte eigentlich ganz oben stehen müssen:Pardon!
Gruß EUKLID

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