- Synarchistische Utopie:"Weltwährung und Weltzentralbank" - Cujo, 02.09.2003, 21:33
Synarchistische Utopie:"Weltwährung und Weltzentralbank"
-->Synarchistische Utopie:"Weltwährung und Weltzentralbank"
(EIR, Wall Street Journal)
Bei einem Treffen in einem Schloß aus dem 15. Jahrhundert im italienischen Siena besprachen kürzlich führende Bankiers und Ã-konomen einen Plan, die nationalen Währungen abzuschaffen und durch eine einzige"Weltwährung" unter Aufsicht einer supranationalen"Weltzentralbank" zu ersetzen. Der Plan entspricht offensichtlich dem Ziel einer synarchistischen Utopie, bei der jede nationale Souveränität und Macht repräsentativer Regierung in der Wirtschaft beseitigt ist. Der bisher einzige Bericht über das Treffen von Siena erschien am 30. Juni im Wall Street Journal; der Autor ist der"emeritierte Herausgeber" des WSJ, Robert Bartley, ein bekannter Gegner LaRouches. Seit 1971 lädt der kanadische Ã-konom Robert Mundell alle paar Jahre Wirtschaftswissenschaftler und Finanziers in sein Schloß in Siena ein, das er in den 60er Jahren von den Nachfahren des Pandolfo"Il Magnifico" Petrucci, der bis 1512 in Siena herrschte, gekauft hat.
In seinem Artikel mit der Überschrift"Weltgeld am Palazzo Mundell" schreibt Bartley:"Braucht die Weltwirtschaft eine Weltwährung?... Wenn der Euro den Franc, die Mark und die Lira ersetzen kann, warum kann dann nicht eine neue Weltwährung den Dollar, Euro und Yen ersetzen?" Dies wäre natürlich"die größte Reform überhaupt, eine supranationale Zentralbank". Bartley ist ein langjähriger enger Mitarbeiter Mundells. Seit den 60er Jahren, angefangen mit der Tätigkeit in der Forschungsabteilung des IWF, hat Mundell viele Bücher und Schriften über die"Zusammenlegung nationaler Währungen" verfaßt. Gegner wie Befürworter des Euro zitierten Mundell, der immer ein begeisterter Fürsprecher der gemeinsamen europäischen Währung war. In den 70er Jahren erfanden er und sein Kollege Arthur Laffer von der Universität Chikago die"angebotsorientierte" Wirtschaft; sie forderten insbesondere große Steuersenkungen als Mittel zur Überwindung von Wirtschaftsschwächen. 1999 verlieh ihm die schwedische Königliche Akademie den Wirtschaftsnobelpreis. Weitere Teilnehmer des Treffens in Siena waren:
Jacob Frenkel, IWF-Chefökonom von 1987-91, dann ab 1991 Chef der israelischen Zentralbank. 2000 ging Frenkel zur US-Investmentbank Merrill Lynch und wurde ihr internationaler Präsident.
Steve Hanke von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore. Hanke vertritt leidenschaftlich die Idee eines"Währungskontrollrats", wo die Währungspolitik automatisch an den Umfang des Zustroms ausländischen Kapitals gekoppelt ist.
Domingo Cavallo, der als Finanzminister Anfang der 90er Jahre entscheidend an der Zerstörung der Wirtschaft Argentiniens beteiligt war.
Paul Volcker, der frühere Chef der Federal Reserve, der die Idee der"Weltwährung" offen unterstützt hat. Am 9. November 1978 sagte Volcker:"Kontrollierte Desintegration in der Weltwirtschaft ist ein legitimes Ziel." Einige Monate später wurde er Fed-Chef und begann eine"Schocktherapie" der US- und Weltwirtschaft mit extrem hohen Zinsen um 20%.
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