- Lieber kosh - Turon, 21.10.2007, 19:34
- Lieber Turon - kosh, 22.10.2007, 15:33
Lieber Turon
-->Du schreibst:
> So einfach wie Ihr Euch uns vorstellt, so funktioniert es nicht, weil es so nicht funktionieren kann. Ganz besonders dann, wenn einige Schreiber weiterhin mit selben Klischeemotiv auf Kaczynski's auch noch so ein kleines ABER hinweisen.
Leg z.B. das "Euch" beiseite und schon wäre eines Deiner auffälligsten Klischees beseitigt um einer etwas komplexeren Einfachheit Raum zu geben. Um der Einfachheit dennoch eine Chance zu geben, will ich es mit einer Gegenüberstellung versuchen:
@Turon in http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/394533.htm
> Ich denke, die Politiker die Kaczynski unterstützen - wollen die urpolnische Krone (einen Staatenbund mit Ukraine, Litauen und Weißrußland) widerherstellen und auf diese Art und Weise sich der polnischer Bestimmung gerecht werden.
... Kaczynski mit seiner durchaus antidemokratischer Haltung - wäre der einzige Mann der in polnischischer Politik in der Lage wäre, den Widerstand zu organisieren, aufrechtzuerhalten und damit polnische Interessen zu wahren. Der Rest der Politiker Polens, sind dazu in jedweder Hinsicht außer Stande, weil sie Kompromisse schließen wollen. Nur eine straff geführte Monarchie Polens kann den Russen sich widersetzen. Alles Andere sind ineffiziente Versuche, Widerstand zu leisten die - für mich zweifellos ohnehin zu Scheitern verurteilt sind.
Im darauf folgenden Posting schreibst Du als Antwort auf meine Frage:
@Turon in http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/394634.htm
> Ja ich bin ein Monarchist.
Du bist Monarchist, Monarchisten unterstützen Kaczynski, Kaczynski ist der einzig fähige Widerstandsorganisator, Kaczynski ist der einzige Interessenvertreter Polens, alles andere sind ineffiziente Versuche und zweifellos zum Scheitern verurteilt. Das will ich einer anderen Aussage von Dir gegenüber stellen, Du schreibst im letzten Posting:
> Wäre da nicht bloß der Kaczynski. Denn der weiß nun mal wirklich nicht was er will. Allen Orten kriegt er Geld in den Arsch geschoben und ist stets unzufrieden.
Turon, wie soll ich Dich bitte ernst nehmen, wenn Du Dich selbst nicht ernst nimmst? Denkst Du wirklich, unsere Diskussion scheitert deswegen, weil ich oder andere ("wir") die östliche Problematik oder Denkweise per Definitionem nicht begreifen können? Um es auf einen Punkt zu bringen, ich begreife durchaus Putins Russland, quasi den östlichsten aller Slawen in der Gegend, und ich begreife den Westen, beide"Gesellschaftsformen" begreife ich mehr oder weniger gerade ausreichend für meine Belange, wobei täglich neue Blickwinkel dazu kommen und von Zeit zu Zeit sogar grössere Revisionen ins Haus fallen.
Aber zwischen Russland und dem Westen tut sich mir eine Verständnislücke auf, z.B. Kaczynskis Polen oder Du. Schon wieder machst Du es mir unmöglich, Dir zu folgen. Erst die Argumentationshämmer pro Kaczynski, warum und wieso der Kaczynski und nur Kaczynski, und plötzlich, warum auch immer, stellst Du den Kaczynski als einen hin, der nicht weiss was er will, den Arsch voller Geld und doch stets unzufrieden.
Ich weiss wirklich nicht aus eigener Anschauung, wie man in Polen diskutiert, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man mit Deinem Slalom auf einen grünen Zweig kommt, Osten hin oder her. Am ehesten kann ich mir noch vorstellen, dass Polen gerade wegen solcher Slalomfahrten stets eins auf die Mütze gekriegt hat und als Standardnotlösung die Opferrolle abfeiert. Wegen dieser Demonstration eines einzelpolnischen (staatenlosen?) Unvermögens stellvertretend für gestandene polnische Parteien will ich Dir dankbar sein. Danke, einmal mehr übrigens, immer noch aus der Schweiz.
aus http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-512746,00.html
> Nach Auszählung von mehr als 90 Prozent der abgegebenen Stimmen kam die PO auf rund 42 Prozent und 206 der 460 Sitze im Unterhaus, dem Sejm. Die Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) des bisherigen Regierungschefs Jaroslaw Kaczynski errang demnach 32 Prozent der Stimmen und damit 164 Sitze. Die Bauernpartei, die mit der PO eine Koalition eingehen will, erhielt rund neun Prozent. Die radikale Partei Selbstverteidigung und die Polnische Familienliga, die zeitweise Teil von Kaczynskis Regierungskoalition waren, schafften es nicht wieder ins Parlament. Die Linken und Demokraten unter Führung von Ex-Präsident Aleksander Kwasniewski kamen auf rund 13 Prozent.
Grüsse
kosh

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