- Legales Falschgeld - R.Deutsch, 23.06.2001, 08:02
Legales Falschgeld
Lieber Jürgen,
beim Nachlesen zurückliegender Beiträge bin ich auf den folgenden Beitrag von Dir mit Bezug auf die Jahresbilanz der BIZ gestoßen:
Am internationalen Bankenmarkt vervierfachten sich die Bankkredite gegenüber 1999 auf 1,2 Billionen Dollar im Jahr
2000. Nach Angaben der BIZ dominierten hierbei die Ausleihungen der Banken untereinander."Bei den
Interbankaktivitäten stand die Umleitung großer Kapitalflüsse aus den ölexportierenden Ländern und den
Schwellenländern in Ostasien zu den Kreditnehmern in den USA und anderen Industrienationen im Vordergrund," erklärte
die BIZ.
Reinhard, du hattest so Recht, damals, vor Monaten, mit den gegenseitigen Krediten der Banken! Mir wird das schlimme Bild immer klarer.
Die Banken haben mit anderen Worten in 2000 etwa 900 Milliarden Dollar zusätzliches Geld aus dem Nichts erzeugt, indem sie sich wechselseitig Kredit eingeräumt haben. Die"Deckung" besteht in der wechselseitigen Zusage der Banken:"ich bezahle Deinen Kredit, wenn Du meinen bezahlst". Im privaten Verkehr wird so etwas als Wechselreiterei bezeichnet und bestraft. Ich denke, der Begriff"legales Falschgeld" beschreibt den Sachverhalt recht zutreffend. Das ist übrigens auch der blinde Fleck bei H&S, wie ich meine. Weder verpfändet der Gelderzeuger hier etwas, noch verpflichtet er sich zu einer Leistung, und es ist auch kein Dritter da, der sich zur Leistung verpflichtet.
So und jetzt muss ich erst mal die spannende Gelddiskussion zwischen dottore und Dimi nachlesen.
Gruß
Reinhard
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