- Analysten und wichtige Marktteilnehmer - ein Résumé - marsch, 25.06.2001, 18:15
- Superservice, danke - Bär, 26.06.2001, 02:02
- Nee, nee!! Internet macht's möglich! Hab' mich letztens in irgend eMail-News.. - marsch, 26.06.2001, 17:23
- Superservice, danke - Bär, 26.06.2001, 02:02
Analysten und wichtige Marktteilnehmer - ein Résumé
Analysten und wichtige Marktteilnehmer - ein Résumé
CIBC erwartet Erholung im Halbleiter Markt im Mai
Die Analysten von CIBC World Markets erwarten dass im Halbleiter-Sektor die abrechnungsfähigen Auftragseingänge im Mai nach 8 monatigem Abschwung erstmals wieder
steigen werden. Das Book-to-Bill (Auftragseingänge zur Abrechnung) Ratio soll von 0.42:1 im April auf 0.48:1 im Mai ansteigen.
Bill Gates: Weiterhin reichster Mann weltweit
Laut einer aktuellen Studie eines renommierten amerikanischen Magazins ist Bill Gates weiterhin der reichste Mann der Welt. In diesem Jahr beträgt sein Vermögen $58.7
Mrd. - und nahm somit seit dem letzten Jahr von $60 Mrd. ab. Der Microsoft-Gründer wird gefolgt von Warren Buffett, dem bekannten Finanzguru. Auf dem dritten Platz war
der Mitbegründer von Microsoft, Paul Allen, mit einem Vermögen von $30.4 Mrd. zu finden. Larry Ellison, der Gründer von Oracle, musste sich mit einem Rückgang seines
Vermögens von $47 Mrd. auf $26 Mrd. abfinden. Dies reichte aber immer noch, um ihm den sechsten Platz zu verleihen.
Der deutsche Medienmogul Thomas Haffa fiel aus der Liste, nachdem sein Vermögen von $4 Mrd. auf $250 Mio. einbrach. Masayoshi Son, der Gründer von Softbank, konnte
es mit einem Vermögen von $5.6 Mrd. auf den 55. Platz schaffen.
Goldman senkt EBITDA-Prognosen von AOL
Goldman Sachs hat die Prognosen für den Cash Flow vor Steuern für das Fiskaljahr 2001 von $10.975 Mrd. auf $10.8 mrd. gesenkt.
"Diese Reduktion hat die Funktion, die verzögerte Erholung im Advertisingsektor zu reflektieren.
Nebst der Senkung der Cash Flow Prognosen lässt der Analyst aber die restlichen Schätzungen für den Gewinn und Umsatz unverändert.
Das langfristige Wachstum des Cash Flow vor Steuern (oder EBITDA - Gewinn vor Abzug der Steuern, Zinsen und Abschreibungen) wird mit 29% wachsen, hieß es.
Thomas Weisel: Short Interest steigt wieder
Mit weiter anhaltenden Gewinnwarnungen der Unternehmen ist im Monat, der am 15. Juni endete, der Short Interest um 29% gestiegen. Dies berichtet Thomas Weisel
Partners am Freitag.
Dabei trug der Technologiesektor zu 72% bei. Die Analysten der Investmentbank führen den steigenden Short Interest auf Spekulationen der Anleger zurück. Diese
versuchen möglichst gefährdete Unternehmen zu shorten, diejenigen, die möglicherweise eine Warnung ausgeben könnten.
Goldman Sachs: 50 Basispunkte möglich
Das Ã-konomenteam von Goldman Sachs hält nun eine Senkung des Leitzins um 50 Basispunkte zum Treffen in der nächsten Woche für möglich. Die Investmentbank sieht
die US-Wirtschaft immer noch in Schwierigkeiten, weiteres Abwärtspotential könnte sich ergeben, sollte der Arbeitsmarkt sich nicht entspannen. Das Risiko"zu viel" zu
machen, sei geringer, als das Risiko"zu wenig" zu machen, da auch eine Senkung zwischen den Meetings unwahrscheinlich sei und die Pause bis zum nächsten Treffen zum
21. August sehr lange sei.
Bear Stearns gibt"Gewinnwarnungsliste" aus
Bear Stearns erwartet Gewinnwarnungen bei Conexant Systems, Linear Technology, LSI Logic und PMC Sierra. Die Unternehmen könnten im Juni-Quartal eine Gewinnwarnung
ausgeben oder die Prognosen für das September-Quartal signifikant nach unten korrigieren, hieß es. Unternehmen mit einem prozentual großen Anteil am Telekom- und
Netzwerk-Sektor seien allgemein gefährdet, so die Analysten von Bear Stearns.
Auch Lehman Brothers mit"Gewinnwarnungsliste"
Lehman Brothers erwartet im Halbleiter Equipment Sektor bei den Unternehmen Axcelis Techs, Lam Research, Photon Dynamics und Pri Automation Warnungen.
CS First Boston zu Redback: Warnung erwartet?
Vor dem Hintergrund der Warnungen im Telekom Ausrüstungs Sektor denkt CS First Boston voraus und senkt die Prognosen für Redback Networks. Die Umsatzprognosen
werden demnach für das Fiskaljahr 2001 von $410 Mio. auf $358 Mio. gesenkt, anstatt eines Verlustes je Aktie von 23 cents erwartet man nun einen Verlust von 29 cents je
Anteilsschein. Im Jahr 2002 wird der Umsatz nach den neuen Prognosen anstatt bei $592 Mio. bei $436 Mio. liegen, die Gewinnschätzungen je Aktie werden von 27 cents auf
20 cents gesenkt. Das Kursziel fällt von $20 auf $15.
Prudential: Wird IBM eine Warnung aussprechen?
Kimberly Alexy, Analyst bei Prudential Securities, sieht bei IBM die Gefahr einer Warnung. So sei International Business Machines eines der wenigen Unternehmen, die bisher
behaupten, von der Wachstumsverlangsamung nicht betroffen zu sein.
"Wir sind weiterhin der Meinung, dass die Kräfte des Marktes das Unternehmen unter Druck setzen werden, und das Unternehmen wird die Prognosen für das zweite Halbjahr
nach unten setzen müssen," so Alexy. Darüber hinaus sieht der Analyst Gefahr durch die ausländischen Währungen. So würde der Euro gerade ein Allzeittief testen und der
Yen sei auch im Sinkflug.
Software Sektor: Erholung lässt auf sich warten
Im stark angeschlagenen Software Sektor wird sich wohl vorerst keine Erholung abzeichnen, auch wenn Oracle überraschend gute Zahlen präsentieren konnte.
"Es gibt nichts was ich in der letzten Nacht hörte, was darauf hindeuten würde, dass das wirtschaftliche Umfeld besser als zuvor geworden wäre," so Melissa Eisenstat, Analystin
bei CIBC World Markets.
Die Software Aktien, die von dem Internet Boom angetrieben wurden, waren im ersten Quartal die Hauptverlierer unter den Belastungen der Wachstumsverlangsamung der
US-Wirtschaft.
"Wir sind noch nicht aus dem gröbsten im Software Sektor heraus, besonders sollte man beachten, dass wir nun in die Gewinnwarnungssaison für die Unternehmen eintreten,
die am Juni ihre Quartale abschließen werden," so Rick Sherlund, Analyst bei Goldman Sachs.
"Wir sind davon überzeugt, dass das Juni Quartal ein Schwieriges für den Sektor sein wird," so Chris Shilakes, Analyst bei Merrill Lynch."Es könnte sehr enttäuschend sein."
Die schwachen Ausgaben werden die Spreu vom Weizen trennen, die kleineren Unternehmen werden in den nächsten Quartalen eine schwierige Zeit vor sich haben, so Brent
Thill, Analyst bei der CS First Boston.
"Es gibt eine ganze Reihe von unberuhigend gemischten Daten vom High Tech Sektor in diesen Tagen," so Chris Mortenson, Analyst bei Deutsche Banc Alex.Brown.
Die Optimisten sprechen zur Zeit von einer"Stabilisierung", die Pessimisten empfehlen,"abzuwarten und zu beobachten."
"Die Wahrheit ist irgendwo dazwischen," so Tim Klein, Analyst bei U.S Bancorp Piper Jaffray.
Alan Greenspan - keine Inflation am Horizont
Der Fed Chef Alan Greenspan sieht trotz der höheren Arbeitskosten und trotz des langsameren Wirtschaftswachstums keine Zeichen einer Inflation. Dies gibt der Fed Chef
auf einer Rede vor dem Senate Banking Committee bekannt.
"Wir sehen keine Möglichkeit, dass diese höheren Kosten auf die Endpreise weitergegeben werden," so Greenspan.
Die Fed gibt bekannt, dass der beste Indikator, um die Konsumenten Inflation zu messen, die private Ausgabenkomponente des BIP sei. Diese sogenannte"Core Inflation"
zeige keine Zeichen einer Inflation, so Greenspan.
Dell 40% Marktanteil? Analysten skeptisch
Michael Dell, CEO und Gründer des weltweit führenden PC-Fabrikanten Dell, gab heute bekannt, sich das Ziel von 40% Marktanteil gesetzt zu haben.
Analysten zeigen sich skeptisch mit diesem ehrgeizigen Ziel. Das einzige, was Dell tun könne, ist weiter die schon gesenkten Preise herabzusetzen. Diese Methode wurde
bereits angewandt, um nicht noch weitere Prozente an die Konkurrenz zu verlieren.
"Es gibt nichts was das Wachstum ankurbelt," so Ashok Kumar von U.S. Bancorp Piper Jaffray."Dell hat einiges unternommen, um die Produktivität zu erhöhen, aber ein
Umsatzanteil von 40% scheint nicht möglich."
"Die einzige Waffe, die Dell einsetzen kann, ist weiter an der Preisschraube zu drehen, und die Margen sind jetzt schon sehr dünn," so Joe Moore von Goldman Sachs.
Analysten: Merrill Lynch zu Ebay und AMD
Die Analysten von Merrill Lynch gaben heute bekannt, daß sie die Gewinnerwartungen des Internetunternehmens EBay für das zweite Quartal um einen Cent auf 10
Cents/Aktie angehoben hatten. Die Gesamtjahresprognose wurde von 40 auf 44 Cents/Aktie heraufgesetzt.
Die Feinabstimmung des Geschäftsmodells verlaufe hervorragend und auch die Geschäftsentwicklung selbst sei vielversprechend. Daher bekräftigte man das mittelfristige
"accumulate"-Rating und die langfristige"buy"-Empfehlung.
Zu AMD sagte Merrill Lynch, daß die aktuelle Nachfragesituation nicht ausreichend sei, um die Gewinnerwartungen des laufenden Quartals zu erfüllen. Allerdings befinde sich
das Unternehmen in einer weitaus besseren Ausgangslage als der Konkurrent Intel, dessen Gewinne sich langsamer erholen würden.
Cisco-CEO erwartet großen Shakeout
Der CEO des Netzwerkgiganten Cisco Systems, John Chambers, erklärte am Dienstag nach Börsenschluß auf einer Konferenz in New York, daß er erwarte, daß im
Netzwerksektor nicht mehr als fünf große Unternehmen überleben würden und ein heftiger Shakeout bevorstehe.
Nach diesem Ausleseprozeß, den er als"transition period" bezeichnete, würde der Markt wieder ein starkes Wachstum erfahren, meinte er weiter. Auch Cisco Systems würde
es dann wieder besser gehen.
Die Aktien, die im Handelsverlauf leicht zulegen konnten, verloren nach Börsenschluß etwa 2% nach Bekanntgabe der Meldung.
Morgan Stanley ändert Model - Portfolio
Das Analystenhaus Morgan Stanley entfernt die Aktie von JDS Uniphase aus seinem Portfolio, da kurzfristig lt. Morgan Stanley die kurstreibenden Faktoren fehlen würden.
Stattdessen nimmt man das Datenbank und E-Business Unternehmen Oracle auf und würdigt damit den ansprechenden Quartalsbericht des Unternehmens. Die
Herabsetzungen der Erwartungen des Unternehmens dürften der Vergangenheit angehören, so Morgan.
Aktien-Ratings der letzten Woche im Ãœberblick
Nebst den vielen"Gewinnwarnungslisten" der verschiedenen Brokerhäuser (In der vorigen Kolumne erwähnt) sorgte eine Studie der Gartner Group für Aufruhr unter der
Anlegergemeinde. Die Studie besagte einen Einbruch des Umsatzes in diesem Jahr im Memory Sektor von 55.5%. Die Analysten der Bankgesellschaft Berlin AG stufen den
Siemens´Halbleiter-Spinoff Infineon auf Reduce ab. Nebst weiteren Ratings zeigten sich südkoreanische Chiphersteller, die 40% der Halbleiter-Versorgung weltweit
ausmachen, unbeeindruckt. Sie sehen keinen Bedarf für eine Reduzierung des Outputs.
Thomas Watts von Merrill Lynch stuft die Aktien von Exodus Communications (EXDS) von Near-term und Long-term BUY auf Near-term und Long-term NEUTRAL ab. Lehman
Brothers stuft die Aktie auf Market Perform ab. Gründe seien eine höhere Cash Burn Rate, eine schlechtere Umsatzentwicklung und die Reduktion des erwarteten EBITDA
Ergebnisses. CSFB stuft Exodus von Buy auf Hold ab. Morgan Stanley stuft Exodus massiv von Strong Buy auf Neutral ab. Am 20.6 veröffentlichte das Unternehmen eine
Gewinnwarnung. Der Aktienkurs stürzte in der vergangenen Woche ein wie ein Kartenhaus. Jeffries stuft Exodus Comm. von Buy auf Hold ab. Auch weitere Storage
Unternehmen wurden eingestuft. Robert W. Baird stuft EMC erstmalig mit Outperform und Kursziel $35 ein. Deutsche Banc Alex. Brown stuft erstmalig EMC mit Strong Buy ein.
Insider Trends
Größte akt. Insiderverkäufe auf $-Basis
Ein Insider bei Docent verkaufte 60.000 Aktien im Wert von $500.000 in einer Range von $6,61 bis $8,06.
Bei Youbet.com wurden 150.000 Aktien im Wert von $187.500 für $1,25 pro Aktie abgegeben. Bei Youbet.com markiert der Verkauf gleichzeitig den ersten Insiderverkauf
seit 6 Monaten.
900.000 Halbleiter Aktien: Verkauf durch iData
Das dänische Internet und Druck Unternehmen i-data hat 900.000 Aktien von Vitesse Semiconductor im Wert von $20 Mio. zum Verkauf verkauft. Im April kaufte i-data 3.26
Mio. Aktien. Dieses Paket entsprach 3.6% des gesamten Aktienkapitals des Halbleiter-Unternehmens.
Hohe angemeldete Insiderverkäufe bei..
Name / Anzahl / Aktienstück / $-Wert
SIEBEL SYSTEMS 2 330,100 $15,307,000
L 3 COMMUNICATIONS 1 150,000 $12,900,000
TMP WORLDWIDE 11 197,405 $12,228,711
DELL COMPUTER 2 342,220 $8,503,010
Aktien mit auffällig positivem Insiderverhalten der letzten Woche:
PEPSICO 1 414,786 $18,988,980
IMAGEX COM 1 3,418,800 $6,017,088
VITECH AMERICA 1 4,565,180 $5,980,386
Aktien mit auffällig negativem Insiderverhalten der letzten Woche:
INTEGRATED CIRCUIT 4 7,771,161 $110,739,044
AOL TIME WARNER 9 1,709,746 $89,367,937
MICROSOFT 9 1,212,800 $85,904,387
ENTERCOM COMM. 8 1,282,569 $64,624,093
IDEC PHARMACEUTICALS 8 932,250 $53,398,601
ABN Amro verkauft Vodafone Aktienpaket
ABN Amro, die holländische Investmentbank, hat 80 Mio. Vodafone Aktien vom schwedischen Telekom Dienstleister Telia für 161 Pence je Aktie gekauft. ABN Amro fügt
hinzu, dass man die Aktien in den Markt zum Verkauf gestellt hat. Telia hat 147 Mio. Aktien von Vodafone im vergangenen Dezember gekauft. Das Paket wurde für eine
Beteiligung an der irischen Eircell getauscht.
Motorola verkauft Telefonica-Aktienpaket
Der Wireless Technologie Gigant Motorola möchte alle Aktien verkaufen, die man durch den Verkauf der mexikanischen Mobilfunkassets von der spanischen Telefonica
erhalten habe. Der Verkauf soll bis zum 15. November abgeschlossen sein, hieß es.
Die Telefonica hat im Oktober die Wireless Assets in der zweigrößten Wirtschaftsmacht Lateinamerikas, Mexiko, von Motorola abgekauft. Die Mobilfunknetze schlossen eine
Lücke in der Netzabdeckung von Telefonica in Lateinamerika.
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