- DAS ist unser heutiges Kredit- und Kreditgeldsystem (in 59 Punkten) - dottore, 25.06.2001, 16:08
- Werd mich später damit befassen, zur Zeit zu viel zu tun (owT) - Peter Pan, 25.06.2001, 17:15
- Re: DAS ist unser heutiges Kredit- und Kreditgeldsystem - André, 25.06.2001, 18:26
- Re: DAS ist unser heutiges Kredit- und Kreditgeldsystem - dottore, 25.06.2001, 19:49
- Re: DAS ist unser heutiges Kredit- und Kreditgeldsystem - André, 25.06.2001, 20:18
- Re: D'accord! (Nur immer bei der Systematik bleiben - meine Formal-Devise) ;-) - dottore, 25.06.2001, 20:51
- Re: DAS ist unser heutiges Kredit- und Kreditgeldsystem - André, 25.06.2001, 20:18
- Re: DAS ist unser heutiges Kredit- und Kreditgeldsystem - dottore, 25.06.2001, 19:49
- Re: DAS ist unser heutiges Kredit- und Kreditgeldsystem (in 59 Punkten) - Der Unsichtbare, 25.06.2001, 19:54
- Re: DAS ist unser heutiges Kredit- und Kreditgeldsystem (in 59 Punkten) - dottore, 25.06.2001, 20:17
- Bemerkungen - Bär, 26.06.2001, 02:02
Re: DAS ist unser heutiges Kredit- und Kreditgeldsystem
>>Verehrte Corona,
>Ein Corona antwortet:
>Bin, lieber dottore, an Theorie nicht sosehr interessiert,
"Theorein" = griech. = schauen. Vielleicht sollte man mehr um sich blicken, um zu verstehen, was um einen herum wirklich vor sich geht. ;-)
>dennoch fällt mir z.B. Punkt 30 sehr auf.
>Das"niemals" kannst Du doch m.W. historisch bestens widerlegen. Im 3. Reich wurden doch Staatstitel (sogar schon absehbar wertlose) aufgenommen, d.h. Kredite an den Staat gewährt, ohne dass diese zuvor über einen Markt liefen.
Die Titel müssen nicht über den Markt laufen, siehe tier-2-Debatte hier. Es geht darum, dass erst der (ein!!!) Titel da sein muss, sonst kann es zu keiner Wandlung in ZB-Geld kommen (egal, wie werthaltig der Titel selbst ist).
>Was ist mit Kassenkrediten? Und die Übernahme von Bundesneuemissionen zu 10-50% zur angeblichen oder tatsächlichen"Kurspflege" ist das nicht auch ein Kredit?
Es gibt keine Kassenkredite mehr (Maastricht!). Die Kurspflege geschieht, das ist richtig, aber nicht via ZB als ZB, sondern via ZB als"Bank des Staates (Buba = des Bundes)".
>Und in Japan Plazierung öffentl. Titel direkt bei der BoJ erscheint auch als Kreditvergabe (= Forderung gegen den Staat)interpretierbar.
Aber erst müssen - wenigstens formal! - die Titel ausgestellt sein. Dass es nichts hilft, im Sinne von"mehr Geld ist jetzt da"! - erleben wir doch jeden Tag.
Der Witz ist doch: Selbst Japan kann nicht zwei Mal dasselbe Geld ausgeben, einmal als Titel, dann als BoJ-Geld.
>Der Erwerb von Forderungen (z.B. US-Staatsanleihen) durch BuBa kann doch auch als Kreditvergabe angesehen werden, es kommt doch nur auf den Blickwinkel an.
Dies ist eindeutig ein Forderungsankauf. Die Forderungen gab es freilich schon vorher.
>In diesem Fall müßte man nur korrekterweise sagen, daß die Initiative nicht von der BuBa ausging und die Titel bereits plaziert waren, aber indirekt bleibt das m.E. ein Schlüpfen in die Gläubigerrolle. Deshalb wird z.B. die BoJ auch der größte Gläubiger der USA genannt.
Der größte Gläubiger von US Government. Richtig.
>Also: Terminologie muß verbessert werden, um unerwünschte Einwände auszuschließen.
Gern, wird nachgeholt, wenn alle Kritik beisammen.
>zu 33. Nochmals, das Wort Prämien ist zu meiden!! Es sind Abgelder!!
>Prämien sind immer =Aufgelder. Falsche Wortwahl.
Hatten wir schon Mal, ich weiß. Es geht nicht um die Abgelder, sondern darum, dass das Abgeld (Dis-kont) am Ende der Laufzeit voll geleistet werden muss - in ZB-Geld, was eben den elenden Zwang zur permanenten Neuverschuldung erst erzwingt. Mir geht es nur um das realisierte, nicht das vereinbarte Abgeld! Der realisierte Diskont ist diese"Prämie".
>Damit seis genug von meiner Seite, zumal ich kein Liebhaber von Theorien bin, finde eher Ziele-, Methoden und Umsetzungen in der Finanz- und WP-Politik von Interesse, die dahingehend wirken, daß ein möglichst hohes Niveau an individueller Freiheit bei Aufrechterhaltung eines sozialen Friedens bewirkt wird.
<font color="FF0000">Da muss ich Dich brutal enttäuschen: Es gibt keine Finanz- und/oder Wirtschaftspolitik, die das jemals leisten könnte. Solche Politik kann überhaupt niemals etwas"leisten" - es sei denn, sie verschwindet ein für alle Mal aus unserem Leben!</font>
>Komme dann sicher bei Teil II, der Anwendung auf meine"Kosten".
Ich arbeite gern daran. Bisher kann ich nur meine alte Leier wiederholen. Und sie klingt so:
<font color="FF0000">Je mehr Staat, desto weniger Markt. Je weniger Markt, desto geringer die Chance die systemerhaltungsnotwendige Nettoneuverschuldung (siehe Greenspan vor dem Senat am 20. Juni 2001!!!) zu generieren. Je weniger neue Kredit, umso schneller und massiver verrecken alle alten! Je mehr alte Kredit verrecken, umso steiler der Sturz in die deflationäre Depression!</font>
>Mit besten Wünschen, daß das Werk gelingen möge
Herzlichst dankend, arbeite mit Hochdruck... ;-)
Gruß
d.
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