-->Das werde ich überprüfen! Für einen Umzug im nächsten Monat brauche ich 4 Mann, die mir helfen. Morgen gebe ich eine Anzeige auf - mal sehn, ob es auf dem Arbeitsmarkt wirklich so düster aussieht.
Schreibt mal, ob euch mein"Feldversuch" interessiert.
Gruß aus Baden
>19.08.2003 / 08:47 Uhr
>Ferienjobs
><font size=5>"So schlimm war's noch nie"</font>
>Die Massenarbeitslosigkeit erreicht die Ferienjobber: Studenten finden in den Semesterferien kaum noch Arbeit. Von Olaf Przybilla >
>(SZ vom 19.8.2003) Manchmal weiß Friedlinde Zitzmann wirklich nicht mehr, ob sie sich da den richtigen Beruf ausgesucht hat. Früher hat ihr die Vermittlung von Studentenjobs in Würzburg ja noch richtig Spaß gemacht. <font color="#FF0000">So vor fünf Jahren, da konnte sie sogar sämtlichen Ägyptologie-Studenten einen Job am Bau, am Tresen oder doch wenigstens am Fließband anbieten</font>.
><font color="#FF0000">Heute bekommt sie nicht mal mehr den studierenden Betriebswirt im sechsten Semester unter</font>. Und da nutzte es auch nichts, dass sie vor den Semesterferien eine Annonce in die örtliche Zeitung gesetzt hat, um auf die Not der Würzburger Studierenden hinzuweisen. <font color="#FF0000">Zwei </font>Jobs hat sie derzeit zu vergeben: Einer davon in den Weinbergen Würzburgs, aber erst für Mitte September. Und für den anderen, da ist eine Krankenpflegeausbildung erforderlich.
>» So schlimm war es noch nie. « >
>„So schlimm war es noch nie“, stöhnt Zitzmann. Permanent diese Telefongespräche, „wo du wieder nur deinen Text aufsagen kannst“. <font color="#FF0000">Und zwar, dass wieder kein Angebot rein gekommen ist</font>. <font color="#FF0000">Das macht mürbe</font>. <font color="#FF0000">Dass Würzburger Firmen ihr vor den Ferien einen Schlag Jobs anbieten, die sie dann unter studentische Volk verteilen darf, gehört unlängst der Vergangenheit an</font>.
>Flaute am Fließband
><font color="#FF0000">Mittlerweile kommen sogar auch diejenigen zu ihr, die sich früher auf die sichere Vermittlung von Papa verlassen konnten</font>. Zum Beispiel in die Würzburger Firma König & Bauer: Die hat sonst immer sechzig Studierenden, Kindern von Angestellten, Lohn und Brot gegeben - in diesem Jahr aber keinem einzigen. Des Betriebsfriedens wegen, erklärt Personalreferent Alfred Reitzenstein. Der drittgrößte Druckmaschinen-Hersteller der Welt arbeitete bis Juni kurz. Kündigungen stehen auch ins Haus, <font color="#FF0000">da sind Ferienjobber einfach „innerbetrieblich nicht darstellbar“</font>. Man habe sich darauf geeinigt, einfach keinen Studenten zu beschäftigen.
>» Die Studenten sind nun mal das letzte Glied in der Ernährungskette. « >
>„Die Studenten“, erklärt Würzburgs IHK-Geschäftsführer Rudolf Trunk, „sind nun mal das letzte Glied in der Ernährungskette.“ <font color="#FF0000">Und ihnen geht die Nahrung aus</font>. Das weiß auch Hans Schreyegg, Studenten-Vermittler im Arbeitsamt München. Grund für die Flaute sei die immer effektivere Lagerhaltung und eine <font color="#FF0000">zunehmende Automatisierung </font>in den Betrieben. <font color="#FF0000">Helfer-Jobs an Gabelstapler und Fließband werden da einfach knapp</font>. [Eigener Kommentar: Sieh an, sieh an...Wie war das mit dem technischen Fortschritt und mehr Arbeitsplätzen?]
>Der Trend ist in München aber nicht so gravierend wie in Würzburg, <font color="#FF0000">jedoch ebenfalls unverkennbar</font>. <font color="#FF0000">Seit fünf Jahren nimmt die Zahl der Vermittlungen kontinuierlich ab, in diesem Jahr sind es wieder zehn Prozent weniger als im Vorjahr. „So schlimm wie heuer war es noch nie“, </font>sagt Hans Schreyegg.
>60 Bewerber für eine Stelle
>Diesen Satz bekommt man im Original genauso vom Kollegen Hans-Christian Litzenberger in Augsburg zu hören. <font color="#FF0000">Sechzig Bewerber zählt er derzeit für einen Job. Auf 800 Vermittlungen kam Litzenberger im Juli vor zwei Jahren - heuer waren es genau 300</font>. Die Maschinenbauer und Elektrotechniker bekommt er noch irgendwie unter.
><font color="#FF0000">Was ihm fehlt, sind die einfachen Jobs in der Wäscherei, wo er früher den Altphilologen im ersten Semester hingeschickt hat</font>. Und am schwierigsten, sagt Litzenberger, sind die Bewerber vom Akademischen Austauschdienst. Wo er einen Germanisten schon mal drei Abende beim Stadtteil-Event zum Bierbringen unterbringt, scheitert dies bei den ausländischen Stundenten oft an mangelnden Sprachkenntnissen. Genauso ist das bei Gerhard Kien, dem Vermittler am Arbeitsamt in Regensburg. Er ist gerade den allerersten Tag auf seinem Platz, aber eines hat er jetzt schon nach drei Stunden mitbekommen: <font color="#FF0000">„Es wird verdammt schwer.“ </font>
>Positives meldet dagegen Jasmin Faltin aus Nürnberg: Auch bei ihr ist die Lage angespannt, aber immerhin besser als im vergangenen Jahr. 25 Stellen hat sie zu vergeben. Ihr Problem: So etwas spricht sich in diesen Tagen schnell herum und deshalb kommen jetzt immer mehr Bewerber aus den benachbarten Unis, vor allem aus Thüringen.
>Michael Gerdschwager, der privat unter www.studenten-vermittlung24.de bundesweit Jobs vermittelt, klagt nicht: Immerhin 100 sind es derzeit pro Monat. Aus Würzburg oder Regensburg sollte man allerdings nicht unbedingt kommen - da hat auch Gerdschwager momentan leider auch nichts im Angebot. >
> Quelle: http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/berufstudium/artikel/425/16409/, Süddeutsche Zeitung, 19.08.2003
> Eigener Kommentar: Da braucht man sich doch nicht mehr zu wundern wenn viele Studenten sich gezwungen fühlen beim Bafög teilweise falsche Angaben zu machen um hiermit nochmal etwas zur Studentendiskussion beizutragen die vor einigen Wochen und Monaten in diesem Forum stattfand. Es ist kaum noch möglich einen Job zu finden was ich durchaus bestätigen kann.
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