-->hallo,
neulich hatte hier mal, als weltweit alle Experten so etwas von grottenbearish auf den Dollar waren,, glaube ich, foreveryoung gefragt: Hat denn wirklich der tolle Euro das Auge von den beiden Blinden, dem Dollar oder dem Euro?
Da hiess es von den Euro -Call Besitzern und das war ausgemachte Sache unter den sogenannten Experten weltweit lauthals 1,20, 1,30, 1,40.
Was ist passiert in der Zwischenzeit?
Ist der Glanz des Musterlandes Europa mit dem Zugpferd Deutschland, mir kommen die Tränen, schon wieder hin? Oder tatsächlich nur Gewinnmitnahmen, wie das immer so schön heisst. TaiwanChinese meint: Euro zu teuer
aws.
kiz
<font size="5">Der Euro verliert an Strahlkraft </font>
Ã-konomen und Exporteure sehen aber noch keine Trendwende
Frankfurt/Main - Deutschlands Exporteure können momentan gleich doppelt aufatmen: Fast zeitgleich mit dem Ende der rekordverdächtigen Hitzewelle hierzulande hat auch der Euro weiter an Strahlkraft verloren. Die Gemeinschaftswährung, die noch vor Kurzem von einem Hoch zum nächsten gejagt war, fiel gestern zeitweise auf 1,1090 Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit April 2003.
Grund für die sinkende Euro-Nachfrage und das wieder erwachte Interesse am Dollar sind vor allem die unterschiedlichen Wachstumsaussichten beider Währungsräume. Während die US-Wirtschaftsleistung nach ersten Schätzungen im zweiten Quartal um 2,9 Prozent gestiegen ist, mussten die europäischen Statistikbehörden in den vergangenen Tagen Enttäuschendes berichten. So entwickelte sich das französische Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einem Minus von 0,3 Prozent im zweiten Quartal deutlich schlechter als erwartet. Deutschland, Italien und die Niederlande sind im ersten Halbjahr sogar in die Rezession gerutscht. Im Schnitt rechnen die Ã-konomen deshalb damit, dass die Euro-Zone im Gesamtjahr mit mageren 0,5 Prozent Wirtschaftswachstum stagnieren wird."Die Konjunkturerholung in den USA ist bisher viel schneller und stärker als in Europa. Das hilft dem Dollar, sagt Carsten Klude, Chefvolkswirt von M.M. Warburg.
Für zusätzlichen Schub sorgten Äußerungen der Zentralbank Taiwans, die in dieser Woche mitgeteilt hatte, keine weiteren keine Pläne zur Anlage von Devisenreserven in Euro zu haben, weil die Gemeinschaftswährung zu teuer sei. Händler rechnen nun damit, dass viele Notenbanken sich nach dem rasanten Anstieg des Euro wieder verstärkt Dollar-Anlagen zuwenden könnten.
Tatsächlich wächst der Appetit der internationalen Investoren auf amerikanische Wertpapiere. Wie aus den jüngsten Statistiken hervor geht, lagen die Nettokapitalzuflüsse ausländischer Investoren im Juni bei 84,6 Mrd. Dollar.
Deutlichen Zuspruch erfuhren vor allem US-Aktien: Nachdem die USA im Februar sogar Kapitalabflüsse von rund 2,1 Mrd. Dollar verzeichnen mussten, fiel die Nachfrage ausländischer Investoren nach US-Aktien im Juni mit 10,3 Mrd. Dollar so kräftig aus wie seit langem nicht mehr."Die Marktteilnehmer glauben wieder an den Wachstumsvorsprung Amerikas und kaufen US-Aktien", sagt John Rothfield von der Bank of America. Doch auch die Zinsdifferenz lang laufender Staatsanleihen in Amerika und Europa falle zum ersten Mal seit langem wider zu Gunsten der US-Papiere aus und locke weiteres Kapital ins Land.
"Es setzt sich zunehmend die Ansicht durch, dass es immer weniger Gründe gibt, in Europa zu investieren. Das alles hilft dem Dollar", sagt Rothfield, der in den kommenden Wochen sogar mit einem weiteren Rückgang des Euro bis unter die Marke von 1,10 Dollar rechnet und seine bisherige Euro-Dollar Prognose, die von Kursen zwischen 1,15 bis 1,20 Dollar bis Jahresende ausgeht, überarbeiten will.
Mit dieser Einschätzung gehört der Währungsexperte allerdings noch zur Minderheit. Die Mehrzahl der Strategen rechnet weiterhin damit, dass der Anstieg des Dollar nicht von Dauer sein wird.
"Das ist nur eine Verschnaufpause", meint etwa Goldman-Sachs-Ã-konom Jim O'Neill. Skeptisch stimmt viele Experten nach wie vor das riesige Leistungsbilanzdefizit der USA, das in diesem Jahr auf rund fünf Prozent des US-BIP steigen wird und das erst deutlich sinken muss, bevor eine Erholung der US-Wirtschaft und des Dollar von Dauer sein kann. Doch die damit verbundene Abwertung des Dollar gegenüber vielen asiatischen Währungen steht noch aus.
Vor allem China setzt bisher alles daran, dass der Yuan nicht weiter aufwertet."So lange das so bleibt, ist die Wahrscheinlichkeit für eine erneute starke Rallye des Euro auf das bisherige Rekordhoch von 1,1930 Dollar oder darüber zwar begrenzt", so O'Neill. Auf Sicht der nächsten drei Monate traut er der Gemeinschaftswährung aber weiterhin Kurse von bis zu 1,18 Dollar zu. Und auch die deutschen Exporteure bleiben misstrauisch: So rechnet der Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) weiterhin mit einem steigenden Euro und Kursen von bis zu 1,20 Dollar. Denn, so warnte BGA-Chef Anton Börner gestern: Was am Devisenmarkt passiere, sei"keine Trendwende, sondern eine reine Konsolidierungsphase
<ul> ~ Original hier</ul>
|