-->Hi an alle,
spannende Reaktionen auf den Beitrag in der WELT über Michael Moore, möchte ich sagen. Für alle, die den Artikel nicht verstanden haben:
1) ging es um die MM-Rezeption in D und den USA,
2)wurde unwidersprochen dargelegt, daß MM auch mal gerne trickst: Lockheed, falsch nachgestellte Szenen. In der Kürze der Zeit, die mir zur Verfügung stand, ist der WELT-Artikel in diesen Punkten korrekt, lasse mir aber gern das Gegenteil belegen.
3) das Fazit der Autoren "Das diskursive Niveau gesellschaftlicher Debatten sinkt auf diese Weise bedenklich. Die bei weitem differenzierter arbeitende Globalisierungskritikerin Naomi Klein ("No Logo") sagte in einem Interview dieser Zeitung kürzlich, sie sehe"eine Argumentation wieder auftauchen, die dem US-Imperialismus die Schuld an allem gibt, was in der Welt falsch läuft. Europa kommt dabei sehr gut weg, was für mich eine unglaubliche Heuchelei ist. Vor dem Irak-Krieg war die Diskussion intelligenter." Daran ist auch Michael Moore schuld" wurde leider nicht aufgenommen.
Meine kurze Einordnung:
a) der Artikel erschien im Kulturteil, nur zur Einordnung. Er ist eine gelungene Polemik, der imgrunde versucht, das Niveau der Debatte weg von"hamburgerverzehrenden, übergewichtigen, schießwütigen Amerikanern" etwas anzuheben & einer differenzierteren Betrachtung Platz zu machen.
b) eigentlich ein schönes Beispiel für eine doch recht freie, funktionierende Presse: Moores Buch ist ein Topseller, & die Kritik dazu kann auch erscheinen. D.h. jeder kann sich seine Meinung dazu bilden oder auch nicht. Man kann nicht sagen, daß einem etwas vorenthalten wurde.
Ist doch mal ne schöne Sache, finde ich!
Gruß
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