- Lieber dottore, darf ich ganz zaghaft einwerfen.... - Galiani, 01.10.2001, 21:50
- Re: Lieber dottore, darf ich ganz zaghaft einwerfen.... - Jochen, 01.10.2001, 22:56
- Re: Lieber dottore, darf ich ganz zaghaft einwerfen.... - Baldur der Ketzer, 01.10.2001, 23:10
- Re: Lieber dottore, darf ich ganz zaghaft einwerfen.... - JüKü, 01.10.2001, 23:19
- Re: Lieber dottore, darf ich ganz zaghaft einwerfen.... - Baldur der Ketzer, 01.10.2001, 23:34
- Hallo Baldur - Galiani, 02.10.2001, 09:10
- Re: Es ist k e i n Emmentaler! SEHR WICHTIG! - dottore, 03.10.2001, 12:48
- Re: Es ist k e i n Emmentaler! SEHR WICHTIG! / @eRKa --- Sammlung - JÜKÜ, 03.10.2001, 13:11
- Re: Es ist k e i n Emmentaler! SEHR WICHTIG! / @eRKa --- Sammlung / done (owT) - eRKa, 03.10.2001, 13:52
- Re: @dottore: Habe erst jetzt Ihr Posting 'KEIN EMMENTALER' entdeckt! OK! Da ist - Galiani, 03.10.2001, 14:03
- Re: Es ist k e i n Emmentaler! SEHR WICHTIG! - hu, 31.10.2001, 07:08
- Scheinbar ist das Vertrauen der Kinder zu dir höher als untereinander. - Heller, 31.10.2001, 08:30
- Re: Scheinbar ist das Vertrauen... freundliche nachfrage! - hu, 31.10.2001, 11:02
- Ich kenne von Heinsohn-Steiger nur den Namen. Sorry. - Heller, 31.10.2001, 13:13
- Re: Scheinbar ist das Vertrauen... freundliche nachfrage! - hu, 31.10.2001, 11:02
- Scheinbar ist das Vertrauen der Kinder zu dir höher als untereinander. - Heller, 31.10.2001, 08:30
- Re: Es ist k e i n Emmentaler! SEHR WICHTIG! / @eRKa --- Sammlung - JÜKÜ, 03.10.2001, 13:11
- Re: Hallo Baldur - hu, 31.10.2001, 09:59
- @hu: Von wem, bitte, wurde Böhm-Bawerk u. v. Hayek widerlegt? (m.k.T.) - Galiani, 31.10.2001, 17:44
- Re: @hu: Von wem, bitte, wurde Böhm-Bawerk u. v. Hayek widerlegt? - hu, 01.11.2001, 19:25
- Re: Kann ich ein Ex. der Diss. haben? Wäre ganz toll! DANKE + GRUSS! (owT) - dottore, 01.11.2001, 19:36
- Re: Kann ich ein Ex. der Diss. haben? Wäre ganz toll! DANKE + GRUSS! (owT) - hu, 01.11.2001, 19:50
- @hu: Darf ich auch ganz höflich um ein Ex. dieser Diss bitten? - Galiani, 01.11.2001, 22:45
- Re: @hu: Darf ich auch ganz höflich um ein Ex. dieser Diss bitten? - hu, 02.11.2001, 12:52
- Re: Kann ich ein Ex. der Diss. haben? Wäre ganz toll! DANKE + GRUSS! (owT) - dottore, 01.11.2001, 19:36
- Re: @hu: Von wem, bitte, wurde Böhm-Bawerk u. v. Hayek widerlegt? - hu, 01.11.2001, 19:25
- @hu: Von wem, bitte, wurde Böhm-Bawerk u. v. Hayek widerlegt? (m.k.T.) - Galiani, 31.10.2001, 17:44
- Re: Es ist k e i n Emmentaler! SEHR WICHTIG! - dottore, 03.10.2001, 12:48
- Hallo Baldur - Galiani, 02.10.2001, 09:10
- Re: Wirtschaften nur durch Verschuldung? - Theo Stuss, 02.10.2001, 00:17
- Re: Lieber dottore, darf ich ganz zaghaft einwerfen.... - Baldur der Ketzer, 01.10.2001, 23:34
- Re: Lieber dottore, darf ich ganz zaghaft einwerfen.... - JüKü, 01.10.2001, 23:19
- Re: Lieber dottore, darf ich ganz zaghaft einwerfen.... - Baldur der Ketzer, 01.10.2001, 23:10
- Re: Lieber dottore, darf ich ganz zaghaft einwerfen.... - Jochen, 01.10.2001, 22:56
Hallo Baldur
Es handelt sich nicht um ein Buchungs- sondern um ein viel grundsätzlicheres Problem:
Diese prinzipielle Frage ist die, die Jochen mit seinem Marx-Zitat beleuchtet: "Wie kann nun die ganze Kapitalistenklasse beständig 600€ (Reminiszenz an heutige Verhältnisse...) aus der Circulation herausziehen, wenn sie beständig nur 500€ hineinwirft?"
Du gehst bei Deiner Betrachtung davon aus, daß sich der Gewinn des Produzenten einfach "irgendwie"(?) von vornherein als Geldbetrag in den Händen des Käufers befindet und letzterer diesen Geldbetrag beim Kauf auch ausgeben kann. Die Frage ist aber:"Woher hat der Käufer dieses Geld?" Und wenn er es geerbt hat, hilft das auch nicht weiter. Denn woher hat der Erblasser das Geld? Und so weiter!
Man muß sich eben klar machen, daß (bei statischer Betrachtung) höchstens soviel Geld für die Nachfrage zur Verfügung stehen kann, wie zuvor als Kosten für die Güterproduktion ausgegeben wurde; demnach wäre es ausgeschlossen, daß der Käufer jemals die 200 Euro besitzt, die Du ihm zubilligst, und damit wäre auch ausgeschlossen, daß der Produzent jemals einen Gewinn macht. OK?
Heinson und Steiger beantworten die Frage, wieso es dennoch zu Gewinnen kommt, offenbar damit, daß Gewinne nur durch irgendwelche Verschuldungsprozesse möglich seien. Dem widerspreche ich, gestützt auf die unerschütterlichen theoretischen Erkenntnisse der sog. österreichischen Schule der Nationalökonomie, insbesondere auf die von Böhm-Bawerk ausgearbeitete Kapitaltheorie, die bis heute unwidersprochen ist, und auf v. Hayeks monetäre Produktions- und Krisentheorie (mit der sich Heinson und Steiger offenbar nicht genügend befaßt haben).
Um es nochmals kurz zusammenzufassen: Man muß zu einer dynamischen Betrachtung übergehen.
Dabei zeigt sich dann, daß der Konsument bei gleichbleibendem Realertrag der Produktion und gleichbleibenden Preisniveau tatsächlich nur dann mehr ausgeben kann als er an Löhnen erhalten hat, wenn er sich verschuldet. <font size="4"><font color="FF0000">(Hier muß ich allerdings eine wichtige Fußnote einschieben!)</font>
Sinkt jedoch das Preisniveau bei gleichem oder sogar höherem Realertrag der Produktion - wie das ja bei kapitalistischer Produktionsweise die Regel ist -, dann schaut die Sache ganz anders aus: Dann kann der Konsument in Periode 1 sehr wohl Ersparnisse bilden, mit denen er dann in der nächsten Periode als Nachfrager von Produkten am Markt auftreten kann, die ihrem Fabrikanten Gewinn bringen.
Diese"kapitalistische Produktionsweise" unterscheidet sich von der normalen Produktion im einfachsten Fall durch größere Arbeitsteilung (das Beispiel von der Stecknadel-Produktion bei Adam Smith) und im weiteren durch den Einsatz von Maschinen, Intelligenz (in Form gut ausgebildeter Partner und Mitarbeiter) und Kapitalgütern wie PC's u. dgl. m.; - also durch sog."Produktionsumwege": Der Zeitraum zwischen dem erstmaligen Einsatz von Arbeit und Rohstoffen bis zum fertigen Konsumgut wird immer länger! Die Sache ist sehr anschaulich beschrieben in v.Hayek's"Preise und Produktion", Wien 1931.
Fazit: Unsere Wirtschaft kann sehr wohl funktionieren und Gewinne machen, auch ohne daß Gewinne grundsätzlich nur durch Verschuldungsprozesse entstehen!
Grüße nach Triesenberg
G.
<font size="4"><font color="FF0000">Die Fußnote:</font>
Sowohl Marx als auch Heinson und Steiger haben hier jedoch einen blinden Fleck! Denn woher nähme denn der erste Produzent sein Kapital, um Mitarbeiter zu beschäftigen und Löhne zu zahlen?????? Durch Verschuldung? Aber bei wem sollte er sich denn verschulden? Die ganze Theorie ist meiner Ansicht nach löchrig wie ein Emmentaler Käse!
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